Großbaustelle…

Puh … vielleicht habt Ihr Euch schon gewundert, warum es nach dem Rätsel um das Loch im Garten lange keine weiteren Beiträge gab…
Die Antwort ist ganz einfach: wir durften feststellen, dass der Bau eines Pools nicht „mal eben“ in wenigen Tagen gemacht ist. Das ist, für den Fall, dass man einen Großteil in Eigenregie macht, schon ein „Sommerprojekt“ oder zumindest etwas, dessen Bauzeit über die Dauer eines normalen Urlaubs hinaus gehen könnte…

Aber von Vorne: auf dem befreundeten Blog „Das Bismarck Haus“ haben wir schon 2013 vom Poolbau gelesen und waren sofort Feuer und Flamme. Da unser Grundstück / Garten groß genug ist und wir schon im Familienkreis in diesem Sommer den Luxus „eigener Pool im Garten“ genießen durften, haben wir den Entschluss gefasst, das Projekt Poolbau selbst in Angriff zu nehmen. Beim Bismarck-Haus hörte sich das alles auch ziemlich unkompliziert an.
Die grundsätzliche Idee dahinter:
der Garten- und Landschaftsbauer, der für uns den (Gabionen-) Zaun, den Rasen und die Einfahrt errichten soll, könnte ja „mal eben“ das Loch für den Pool ausgeben und gemeinsam mit uns die benötigte Betonbodenplatte errichten. Den Berg an Aushub könnte man direkt im Garten verteilen, um das Gelände zu nivellieren und das Gefälle in Richtung Bach, der am unteren Ende des Grundstücks verläuft, gleichmäßiger zu gestalten.
Sobald die Bodenplatte errichtet ist, legen wir los, bauen den Pool auf, Wasser rein, fertig 😀

So einfach ist / war es dann doch nicht 😉
Sagen wir es mal so: das ist kein Projekt, das man an einem oder zwei Wochenenden alleine stemmt. Da fließen schon einige Mannstunden ein. Und wenn man, so wie bei uns, zwar noch mit einem Mini-Bagger in den Garten kommt, aber mit Sicherheit kein Kipplaster, Betonmischer oder Kranwagen bis an die Baugrube heranfahren kann, dann bedeutet das: Du musst jeden Stein, jeden Zementsack, jedes Sandkorn, ja –  jedes einzelne Atom, das in irgendeiner Form etwas mit dem Pool zu tun hat, per Schubkarre, Sackkarre oder auf den Händen in den Garten tragen.

Das begann schon bei der „Sauberkeitsschicht“, die eingebracht werden musste. Da mussten dann mal eben ca. 6t Schotter per Schubkarre aus der Einfahrt in das ca. 25m entfernte Loch. Und das mit etwas Zeitdruck, da der Termin zur Errichtung der Bodenplatte quasi fix war.

Die Errichtung der Fundamentplatte für den Pool war auch ein Spaß: Um ca. 7 Uhr morgens kam der Betonmischer in die Einfahrt gefahren und kippte mal eben 5,5m³ einer Betontrockenmischung inkl. Wirkverzögerer in die Zufahrt.
Das war ein „Berg“ von knapp 2,5m Höhe und einem Radius von geschätzten 4m. Der Beton war, wie gesagt, relativ trocken, so dass man ihn gut schaufeln konnte, aber eine Schubkarre davon war gefühlt mindestens doppelt so schwer wie eine Schubkarre voll Kies / Schotter.
Am Ende waren es wohl etwas mehr als 10 Tonnen Material, die in unserer Einfahrt lagen.
Wie kommt sowas ins Loch?
Kurzform: genauso wie der Splitt! Per Schubkarre!
Langform: wir hätten mit der Betonlieferung auch eine Betonpumpe bestellen können. Das wäre ein eigener LKW mit langem Auslieger dran, der quasi über das ganze Haus „geklappt“ werden kann und den Beton dann direkt in das Loch in unserem Garten pumpt. Eine einfache, saubere Lösung. Einziger Haken: die Distanz zwischen Zufahrt und Loch für den Pool ist nicht ganz ohne. Das Haus selbst wäre ca. 11m „tief“, die Terrasse ca. 5m. Und von dort wären es auch noch mal ca. 7m bis zum zukünftigen Pool. Macht also 23m + Abstand des LKWs in der Zufahrt bis zum Haus. Und damit wären die gängigen Betonpumpen mit einer max. Reichweite von 24m definitiv raus. Also bräuchte man eine, die 32m oder besser 36m überbrücken kann.
Und jetzt kommt’s: für An- und Abfahrt der Betonpumpe werden 210€ berechnet. Für die Förderleistung ein Pauschalpreis von 430€. Hinzu kommt die Rüstzeit für den Auf- und Abbau der Pumpe, die mit einer halben Stunde und einem Stundensatz von 480€ zu Buche schlägt. Jetzt ist mir entfallen, ob die Reinigung der Pumpe noch mal extra berechnet wird, aber am Ende liegen die Kosten für die Beförderung des Betons von A nach B über die Pumpe bei ca. 900€. Und dann kommt ja noch der Beton dazu! Der kostet pro m³ ca. 120 € …
Deshalb wurde der Beton kurzerhand von 4 GaLa-Mitarbeitern und dem Bauherren per Schubkarre ins Loch geschafft.
Nachdem ca. 2/3 im Loch waren, begannen 2 Kollegen damit, den Beton ordentlich zu verteilen und glatt zu streichen.
Am Ende sah das Ergebnis ganz gut aus, allerdings war der Bauherr nicht mehr in der Lage Fotos zu machen und krabbelte auf allen Vieren unter die Dusche.

Ein Mitarbeiter des Garten- und Landschaftsbauers meinte zu dem Thema: Beton geht auf die Knochen!
Das habe ich erst nicht verstanden, aber ich kann Euch sagen: schippst Du Erde, Sand oder Schotter, dann bekommst Du bei entsprechender Menge Muskelkater.
Arbeitest Du mit einer größeren Menge Beton, dann tun Dir spätestens am nächsten Tag sämtliche Knochen weh! Aber mal so richtig!

Die Materialien vom Pool wurden zwischenzeitlich auch geliefert. Nach einiger Recherche im Internet kamen für uns eigentlich nur 3 Varianten in Frage:

  1. Der Pool wird beim gleichen Anbieter gekauft, bei dem das Bismark-Haus bestellt hat.
  2. Wir vertrauen der offenbar hohen Kompetenz von Pooldoktor.at und bestellen dort. Mit Bauchschmerzen bei den Versandkosten.
  3. Wir bestellen bei Poolsana aus Nürnberg. Qualitativ auf ähnlichem Niveau wie der Pooldoktor, aber in Summe günstiger.

Die Wahl fiel auf Poolsana, da wir dort das beste Gefühl hatten. Würde Geld keine Rolle spielen, dann hätten wir vermutlich sämtliche Empfehlungen des Pooldoktors beherzigt und dort bestellt.
Bei Yatego bzw. Schwimmbad24.de war das Komplettpaket aus unserer Sicht zu unflexibel. Außerdem hätten wir vorab gerne mehr Informationen erhalten.

Die Lieferung der Ware klappte wunderbar. Der Spediteur fuhr mit seinem LKW rückwärts bis an die Garage und platzierte die riesige Einwegpalette + 2 große Kartons direkt in unserer Garage. TOP Service!
Pool da … Garage belegt. 😀

Da wir nicht darauf vertrauten, dass irgendwelche Dämmstoffplatten den Erddruck auf die 1,5m tiefen, geraden Seiten des Pools ausreichend abfangen, mussten wir an den Längsseiten des Pools jeweils eine etwa 1,40m hohe Stützmauer aus Betonschalungssteinen und Beton bauen. Das Thema an sich wäre schon einen eigenen Blog-Artikel wert, da es eine „leicht“ kräftezehrende Arbeit ist, 80 Schalungssteine zu je 28KG, 56 Zementsäcke zu je 25KG und knapp 6t Sand per Schubkarre bzw. Sackkarre in den Garten zu karren.

An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Anika für Deine Ausdauer und den Ehrgeiz beim Steine schleppen 😉

Die 80 Steinchen, sowie der (später) gemischte Beton mussten dann noch 1,5m in die Tiefe gelassen werden. Jedes Steinchen einzeln ins Loch heben … neeee … das wollten wir dann doch nicht.
Zum Glück hatten wir noch die 3m lange Palette, auf der unsere Terrasse bzw. deren Verlängerung geliefert wurde. Diese war stabil genug um als „Rutsche“ für die Steinchen und (später) für die Mörtelbehälter zu dienen.

Da zu diesem Zeitpunkt klar war, dass wir über einen gewissen Zeitraum täglich ein paar Schubkarren Beton brauchen würden, haben wir uns kurzerhand einen Betonmischer gekauft. Wie’s der Zufall will war gerade einer im nahe gelegenen Baumarkt im Angebot.

Und dann ging der Poolbau in die nächste Runde: Reihe um Reihe wuchs die Schalsteinmauer, wobei der zeitraubende Teil der Arbeit eher das Verfüllen mit Beton war. Da der Abstand „Kante des Lochs“ zu den Mauern für die ersten 3-4 Reihen zu groß war, füllten wir den gemischten Beton in Mörtelbottiche, ließen diese über unsere Palettenrutsche hinab und schaufelten den Beton dann über kleine (Hand-) Gartenschäufelchen in die Schalungssteine.
Kann man so machen … dauert halt sehr lange! 🙁
Hinzu kamen die Temperaturen. Da diese im Bereich von 35 °C lagen, war es natürlich ein großer Spaß im windgeschützten Loch mit Beton zu arbeiten 😉

Nach Verarbeitung der Steine musste das Mäuerchen noch mit Beton erhöht werden. Laut Plan sollte die Mauer 1,45m hoch sein. Das ist halt doof, wenn die Steine ca. 25cm hoch sind. Da hast Du dann halt 1,50m (zu hoch) oder 1,25m (zu niedrig).
Also haben wir die Mauer mit Brettern verschalt und die Höhe mit Beton angepasst. Die endgültige Höhe von ca. 1,40m liegt im grünen Bereich. Zumal wir im nächsten Jahr noch Randsteine um den Pool setzen wollen.

Bevor es weiter gehen konnte, mussten die Innenseiten der Mauern noch mit 2cm dicken Styroporplatten beklebt werden. Diese sollen die Stahlwand bzw. deren Lackierung schützen.
Da wir noch ein paar Liter Grundierung in der Garage stehen hatten (wer hat das nicht?), haben wir die Bodenplatte des Pools kurzerhand grundiert. Was das bringen soll? Fragt uns nicht … jedenfalls steht die Grundierung jetzt nicht mehr in der Garage rum. 😀

Im Anschluss war es dann endlich soweit: die Stahlwand des Pools konnte an den vorgesehenen Platz gebracht werden. Hier erwies sich die 3m lange Palette ebenfalls als sehr vorteilhaft. Wir ließen die beiden, je ca. 80kg schweren Pakete über die Palette ins Loch „gleiten“. Anschließend wurden die Bodenschienen zusammengesteckt und ordentlich ausgerichtet.
Dann war es soweit: die Stahlmonster wurden vorsichtig abgewickelt und in die Bodenschiene gesteckt.
Da wir zu diesem Zeitpunkt davon ausgegangen sind, dass wir eine angeschweiste Keilbiese an der Poolfolie haben, wurde der Alu-Handlauf bereits zu diesem Zeitpunkt angebracht. Das war auch ganz gut, da der Handlauf zusätzlich Stabilität brachte, so dass davon auszugehen war, dass die Stahlwand nicht ohne Weiteres in alle Einzelteile auseinanderfallen würde, sobald ein kleiner Windhauch käme. 😉

Vom Gefühl her kamen jetzt die Schritte, die uns in Richtung Zielgerade führen sollten: das Bohren des zusätzlich benötigten Lochs für die Poolbeleuchtung und das schützen der Schnitt- und Stanzkanten mit Zinkspray.

Zu diesem Zeitpunkt konnte man schon ganz gut erkennen, dass das alles mal ein Pool werden könnte, wenn es fertig ist. Wie viel Arbeit noch kommen würde und wird, haben wir zu diesem Zeitpunkt echt unterschätzt.

Aber jetzt gibt’s erst mal ein paar Bilder zu dem Bauprojekt 2016:

 

Und was wird das jetzt???

Nachdem unser Garten Anfang des Jahres noch aussah wie ein Schlachtfeld und außer „Unkraut“ kein Grashalm auf der großen Fläche zu sehen war, haben wir uns kurzerhand entschlossen, im Sommer ein zusätzliches „Bauprojekt“ in Angriff zu nehmen.

Aus diesem Grund haben wurde kurzerhand ein großes und recht tiefes Loch im Garten ausgehoben.
Danach gingen erst mal ein paar Tage ins Land…
Als es konkret wurde, stellten wir fest, dass unser Gartenloch nicht groß genug war. Also musste weiter gebaggert werden.

Kurz darauf wurden noch ein paar Tonnen Split / Schotter im „Krater“ versenkt. Natürlich so, wie es sein muss: mit Schubkarre und Schaufel!

Und da ist es nun… unser Loch:
Loch im Garten

Die alles entscheidende Frage ist jetzt: was wird das??? Hat jemand eine Idee?

 

Wartung der Proxon Frischluftwärmetechnik

Nach einigen Monaten und vor dem zweiten Filterwechsel der Proxon, wird es wohl auch mal Zeit, eine Wartung durchzuführen.

Wartung … da war doch was …
Die Firma Zimmermann, von der die Frischluftwärmetechnik in Deutschland vertrieben wird, bietet jedem Kunden bei der Einmessung bzw. der Regelung der Anlage automatisch einen Wartungsvertrag an.
Jetzt schlagt mich nicht, aber ich habe das Dokument gerade nicht da. Jedenfalls beinhaltet die angebotene Wartung die Anfahrt, die Reinigung und Überprüfung der Komponenten für einen Betrag um die 300 € + MwSt.  zzgl. Material und eventuell zusätzlich anfallender Aufwände.

Das war uns bzw. mir, dem knausrigen Bauherren, dann doch zu viel. 350 € sind jetzt nicht die Welt, aber was bitteschön soll bei einer Anlage in dieser Dimension nach 1-2 Jahren schon defekt sein?
Die Filter hatten wir zwischenzeitlich schon ein oder zwei Mal gewechselt. Störungen oder Probleme hatten wir bislang, zum Glück *3xaufHolzklopf*, keine. Und unser Mobiliar in den Räumen bzw. die Raumnutzung hat sich jetzt auch nicht grundlegend geändert, so dass man davon sprechen könnte, dass die Luftmassen, die bewegt werden sollen, neu justiert werden müssten.

Nachdem die Proxon bereits meckerte, dass ein Filterwechsel nötig wäre, nahmen wir uns geeignetes Werkzeug die Ersatzfilter, einen Staubsauger und einen größeren Pinsel zur Hand und gingen ans Werk:
Im Prinzip ist es ganz einfach: zuerst entfernt man die Filterklappen, hinter denen sich die Filter befinden. Filter und der Schlitten, in dem sich der Filter befindet, müssen ebenfalls raus.
Hier sollte man sich natürlich merken, welcher Filter wo verbaut war und wie das alles zusammengesteckt gehört.

Wie „abstoßend“ die alten Filter aussehen können, brauche ich wohl niemandem zu sagen, der das schon mal gesehen hat. Es ist schon erstaunlich, was da in knapp einem halben Jahr „von draußen“ rein möchte.
Der Filter, der die Fortluft vor der Anlage filtert sah bei uns bislang sehr gut aus. Warum auch immer.

Wenn Filter inkl. Filterträger raus sind, kann man die Unmengen an Schrauben entfernen, die rund um die Frontplatte angebracht sind. Keine Panik … die Front springt einem nicht entgegen, wenn alle Schrauben raus sind, da die Platte etwas aufgesteckt ist.

Danach kann man noch den mittig befindlichen Kreuzwärmetauscher vorsichtig entfernen. Hierbei wäre es ebenfalls hilfreich, wenn man sich dessen Einbauposition merkt bzw. diese markiert, da man das Teil auch problemlos falschherum einbauen kann.
Im Netz habe ich gelesen, dass man den Wärmetauscher selbst unter fließend Wasser, also in der Badewanne oder unter der Dusche mit klarem Wasser ausspülen soll. Da habe ich mich ehrlich gesagt nicht rangetraut. Außerdem sah der Wärmetauscher noch wie geleckt aus. Deshalb habe ich diesen nur zur Seite gelegt und nach der Reinigung der restlichen Anlage wieder vorsichtig eingesetzt.

Was dann folgt ist eigentlich recht banal. Die Anlage ist ja auch nicht hochkomplex. Zuerst habe ich unseren „kleinen“ Mitbewohner (siehe Fotos am Ende des Beitrags) entfernt und die Schmutzteilchen (Hauptsächlich im Frischluftzugangsbereich) ausgesaugt.
Danach habe ich die Lüfter, die mit einer leichten Staubschicht überzogen waren, mit einem großen Pinsel gereinigt. Auch keine anspruchsvolle Aufgabe.

Die Kondensatbecken bekommt man am besten sauber, wenn man diese von grobem Schmutz befreit und dann einfach 2-3 Liter sauberes Wasser rein kippt und den korrekten Ablauf des Kondenswassers überwacht.
Da war bei uns aber alles wie geleckt. Die Filter scheinen 99,9% des Schmutzes aus der Luft zu nehmen.

Jetzt, wo alles sauber war, kann man sich auch mal die Leitungen näher ansehen. Bis auf ein paar oxidierte Kupferflecken gab’s nichts zu beanstanden. Sieht alles aus „wie neu“.

Also wurde der Wärmetauscher wieder eingesetzt. Vorher habe ich die Auflagepunkte wieder mit etwas Universalfett eingeschmiert, da ich dieses beim Putzvorgang größtenteils abgewischt hatte.
Abdeckplatte wieder drauf, neue Filter rein, Filterklappen drauf und fertig.

Das Ganze hat maximal ein Stündchen gedauert. Und das auch nur deshalb, weil ich mir alles ganz genau angesehen habe und Fotos machen wollte.

Hier noch ein paar Fotos von der Frühjahrsputzaktion:

Glasfaserkabel ✔

Wir haben seit heute Glasfaser im Haus liegen…und bald dann Internet mit einer Geschwindigkeit ca. 200 MBit/s.
Vor dem Kauf des Grundstücks haben wir u.A. geschaut, ob es hier Internet gibt und wie schnell es ist. Einerseits weil der Bauhherr auch mal von zuhause aus arbeiten muß und dann auf eine schnelle Internet-Leitung angewiesen ist. Andererseits auch weil man (unserer Meinung nach) um eine gute Internet-Anbindung heute nicht mehr rum kommt. Ob es das tägliche „surfen“ ist oder man über das Internet fern schauen bzw. telefonieren kann…etc.
Es wurde uns damals gesagt, dass gegenüber an der Schule ja sogar eine Glasfaser-Leitung liegen würde und sowohl die Telekom, als auch Vodafon haben uns gesagt, dass wir ohne Probleme DSL mit 16 Mbit/s kriegen würden. Unitymedia kannte unsere Hausnummer nicht (welch ein Wunder), meinte aber, dass „in der Straße“ das entsprechende Kabel liegen würde.

Letztlich sind wir dann bei Vodafon gelandet, weil es die Einzigen waren, die uns anfangs garantieren konnten, dass wir mehr als DSL-Light bekommen. Die tatsächlich zur Verfügung stehende Bandbreite konnte natürlich erst nach der Installation mitgeteilt werden. Am Ende konnte uns nur eine Bandbreite von 1MBit/s zur Verfügung stellen und selbst da, gab es immer wieder Probleme. Teilweise war das Internet so schleichlahm, dass es uns an die gute, alte „Modem-Zeit“ erinnert hat.
Gerade zu den „Stoßzeiten“ ging fast gar nichts.
Und selbst an Tagen, an denen man die volle Bandbreite von einem Mbit nutzen konnte ( 😀 ) war es extrem frustrierend, wenn man z.B. für 600 MB an Updates 1,5 bis 2 Stunden warten musste… eigentlich unfassbar. Zumal unser Baugebiet offiziell zur „Stadt“ gehört.

Vor fast anderthalb Jahren hatten wir dann einen Zettel von den hiesigen Stadtwerken und einem lokalen Internetprovider im Briefkasten. Man lud zu einem Informationsabend zum Thema „Schnelles Internet“ im Dorf ein.
Der Abend an sich war zwar nett, aber das vor allem weil man mal ein wenig mit den verschiedenen anderen „Dörflern“ quatschen konnte.
Auf fachlicher Ebene wurde der Grund für das lahmende Internet genannt: die Verbindung zwischen dem lokalen Verteiler der Telekom und dem nächstgelegenen, größeren Knoten wäre noch eine Kupferleitung aus der Vergangenheit. Man hätte bereits mehrfach beim Leitungsinhaber (Telekom) angefragt und vorgeschlagen diese Leitung auszutauschen, allerdings bestand seitens der Telekom kein Interesse.

Letztendlich schlug man uns einen Deal vor: die lokalen Stadtwerke würden dieses „Kabel“ auf Ihre Kosten verlegen und der lokale Internetprovider würde die DSL-Einwahlknoten neben den Anschlüssen der Telekom („letzte Meile“) platzieren. Das Ganze hatte natürlich einen Haken: das Angebot ist nur gültig, wenn sich mindestens 200 Haushalte finden, die zu den vorgeschlagenen Konditionen wechseln.
Und die Konditionen waren aus unserer Sicht schon etwas … naja … sagen wir mal … unflexibel. Man könnte, wenn man den Vorvertrag unterschreibt, bis zu 50 Mbit/s bekommen. Allerdings erst in ca. 1,5 Jahren. Und das zu einem Preis, der geschätzt 50% über dem aktuellen Preis anderer, großen Provider liegt.
Oder anders gesagt: Man unterschreibt einen Vertrag, der in frühestens 1,5 Jahren startet und akzeptiert einen Preis, der bereits heute gefühlt leicht über dem üblichen Preisniveau liegt.

Am Ende zögerten dann doch so viele, dass keine 80% der mindestens benötigten Haushalte den Vorvertrag unterzeichneten.

Glücklicherweise wurde die Glasfaserleitung trotzdem gebaut!

Und es kam noch besser bzw. genau so, wie es kommen musste:
wenige Tage nachdem wir umgestellt wurden und in den Genuss von 50Mbit/s kamen, wurde am Nachbarhaus eine Glasfaserleitung direkt ins Haus verlegt.
Moment…
Glasfaser bis ins Haus …
Also gleich noch mal die Stadtwerke anrufen … und … aha … oh … super. Man hat jetzt beschlossen diejenigen, die daran interessiert sind, direkt via Glasfaser anzubinden. Damit wären ja Geschwindigkeiten von mehreren Gigabit/s möglich, etc.
Bei Interesse würde ein Mitarbeiter zur Erstellung eines Angebots vor Ort kommen.

So kam es dann auch. Der Preis war echt fair. Noch nicht einmal ein vierstelliger €-Betrag. Das lag einerseits daran, dass wir als Stadtwerke-Kunden 20% Rabatt bekamen und andererseits auch daran, dass wir eigene Leerrohre bis zur Garage liegen haben und die Hauseinführung folglich selbst durchführen konnten.

Am Tag X war es dann soweit. Der Bautrupp rückte an, „schoss“ das Leerrohr unter unserer Hecke durch und grub einen Schacht bis zu unseren Leerrohren.
Ein Stündchen später war das LWL-Kabel im Hausanschlussraum.

Das LWL-Kabel kommt

Jetzt warten wir auf die Umstellung unseres Anschlusses von „Kupfer“ auf LWL. Und dann gibt’s 200 Mbit/s.
Das wird dann erst mal kein großer Unterschied sein. Oder anders gesagt: wir könnten aktuell auch gut mit 50Mbit/s leben.
Trotzdem macht es Sinn das LWL im Haus zu haben, bevor wir die Zufahrt pflastern lassen.

Also hat’s „nur“ knapp 2 Jahre gedauert, bis wir von „fast kein Internet“ zu „ist ja schon da“ gekommen sind. 😉

 

 

Haus zu verkaufen!

Ja, Ihr habt richtig gelesen!
Nachdem sich herausgestellt hat, dass unser Budget zu knapp kalkuliert war um alles kurzfristig fertig zu bekommen und unsere schöne Aussicht in Richtung Süden durch die Häuser unserer Nachbarn verbaut wurden, hatten wir schon die ersten Zweifel an unserer damaligen Entscheidung!

Jeden Abend mit dem Wissen ins Bett zu gehen, dass man noch viele Jahre die Verbindlichkeiten abtragen darf und die Gebühren und Abgaben schön weiter steigen: das war letztendlich alles zu viel!
Der letzte, große Urlaub liegt auch schon lange zurück. Thailand … Gott, was war das schön! Am Strand und / oder unter Palmen liegen! Was gibt es Schöneres??? Mit dem Haus? Aktuell undenkbar! Da wird jeder Euro in Steine, Technik, Pflanzen, Erde oder sonst was investiert!
Und das nervt!

Aus diesem Grund haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen das Projekt Hausbau knapp 2 Jahre nach unserem Einzug wieder zu beenden!
Mit etwas Glück kommen wir bei der aktuell großen Nachfrage auf dem Immobilienmarkt und dem gestiegenen Bodenrichtwert unterm Strich mit einer schwarzen Null aus dem „Projekt“.
Drückt uns die Daumen!

Danach heißt es dann „das Leben genießen“!
Im Sommer im Garten auf der Liege liegen oder ein paar Runden im Pool drehen, das Plätschern des kleinen Brunnens genießen oder spontan den Grill anwerfen…

So … wer’s bis jetzt nicht bemerkt hat: APRIL APRIL! 😀 😀 😀

Wir denken natürlich im Traum nicht daran unser Haus zu verkaufen! Aber schön, dass Ihr ernsthaft daran geglaubt habt 😉

Plissees

Vor einiger Zeit hatten wir euch gebeten, uns eure Erfahrungen zum Thema Plissees mitzuteilen. Wo bekommt man die günstig, worauf muß man achten??
Ein Bekannter hatte uns diese Seite hier empfohlen und wir haben gedacht, wir testen es einfach mal. Also alles genau durchgelesen, den Konfigurator mit allen nötigen Informationen gefüllt und dann noch die verschiedenen Variablen ergänzt…sprich welches Material die Fenster haben, welche Befestigung wir möchten, blickdicht oder nicht, etc.
Und dann kann man aus verschiedenen Vorschlägen wählen. Wir haben erstmal nur ein Plissee zur Probe bestellt, weil wir uns nicht sicher waren, ob wir alles richtig gemacht haben, bzw. auch weil wir uns erstmal einen Eindruck über die Qualität verschaffen wollten.
Was man nicht unterschätzen darf, Plissees die extra nach speziellen Maßen angefertigt werden müssen, kosten natürlich mehr, als ein Plissee aus dem Katalog. Unsere Fenster haben aber keine Standartmaße und daher hatten wir keine wirklich andere Alternative.
Wir wollten nicht in die Fensterrahmen bohren und haben uns deswegen für eine Montage mit Spannschuhe in der Glasleiste der Fenster entschieden. Das ist ganz einfach und man muß keine Löcher bohren. Der Rahmen wird an der gewünschten Stelle mit Alkohol gereinigt, dann wird das Klebepad aufgeklebt und nach 24 Stunden kann dann alles montiert werden.
Die ersten Klebepads waren unserer Meinung nach nicht ganz so gut. An einigen Stellen haben die Pads sich nach 3-4 Wochen gelöst und somit saß das Plisssee nicht mehr richtig. Man kann die Klebepads zwar nachbestellen, aber es ist ja schon ärgerlich. Mittlerweile wurde aber der Hersteller bei den Pads gewechselt und die Neuen halten (bei uns zumindest) super gut. Das komplette Klebeset kostet bei Handelsring nochmal extra und ist definitv auch nicht gerade billig. Wir sind aber im Internet bei Amazon fündig geworden und haben da die kostengünstigere Variante gefunden. 😉
Wir haben uns hauptsächlich braune Plissees bestellt, aber wir haben auch in zwei Räumen farbige Plissees. Bisher haben wir sie im EG im Bad, in meinem Arbeitszimmer und an den Fenstern im Wohnzimmer. Oben im DG haben wir sie im Gästezimmer, Schlafzimmer und in Jochens Arbeitszimmer.
Zur Sonnenseite hin haben wir Plissees mit Sonnenschutz auf der Rückseite. D.h. das Plissee hat eine Perlmutt-Beschichtung auf der Rückseite, durch die das Plissee einen großen Teil des Sonnenlichts reflektiert und so auch an heißen Tagen für ein angenehmes Raumklima sorgt.
Evtl. folgen im EG in der Küche und in den kleinen Seitenfenster des Erkers noch weitere Plissees. Aber das ist nicht ganz so dringend. Diese Fenster gehen zwar nach hinten in den Garten raus, aber von dem kleine Weg auf der anderen Bachseite, schützt uns noch eine Reihe von Bäumen und Büschen, so dass die Spaziergänger im Frühjahr, Sommer und Frühherbst nicht wirklich bei uns reinschauen können. Außerdem denken wir, wenn uns jemand beim Kochen und Essen beobachten will, dann muß ihm wohl wirklich arg langweilig sein. 😉

So und zum Schluss wie immer noch ein paar Fotos.

 

Energie-Bilanz 2015

Da wir die monatlichen Verbrauchswerte regelmäßig dokumentieren, wussten wir es schon seit dem 1.1.2016, aber wir wollten noch die Jahresabrechnungen der Versorger abwarten.
Im Jahr 2015 hatten wir ca. 350 kWh mehr Verbrauch als Ertrag.
Bedeutet konkret:
Durch unsere Fotovoltaik-Anlage haben wir 3.844 kWh Strom produziert. Davon haben wir 1.643 kWh selbst verbraucht (direkt oder via Batteriespeicher) und 2.201 kWh eingespeist.
Von den Stadtwerken haben wir 814 kWh „Haushaltsstrom“ bezogen. Der Zähler der Wärmepumpe zeigt für 2015 einen Verbrauch in Höhe von 1.750 kWh an.

Verbrauchsdiagramm2015

Verbrauchsdiagramm 2015

Betrachtet man die Monatswerte, wird sehr schnell klar, dass es in Deutschland Jahreszeiten gibt 😉
Wer ganz genau hinsieht, der kann auch erkennen, dass wir einen „kalten“ Mai hatten. Der Herbst kam pünktlich im Oktober und der November, vor allem aber der Dezember, waren erstaunlich mild.

In Zahlen ausgedrückt: Wir haben 3844 kWh Strom produziert und 4207 kWh Strom verbraucht. Macht ein Minus von 363 kWh.
In Anbetracht der Tatsache, dass, im Vergleich zum Jahr 2014, als wir im Mai eingezogen sind, 4 „Verbrauchsmonate“ mehr in die Kalkulation einfließen, sind das noch richtig gute Werte.

In € ausgedrückt kann sich unser Ergebnis auch sehen lassen! Wir hatten in 2015 im Vergleich zu 2014 zwar einen höheren Verbrauch, allerdings war unser Eigenverbrauch des selbst produzierten Stroms wesentlich höher, da unser Batteriespeicher richtig funktionierte.
Letztendlich bleiben die monatlichen Abschlagszahlungen für den Strombezug und die Vergütung für die Einspeisung gleich.
Die detaillierte Aufdröselung der Zusammensetzung unserer Stromrechnung(en) ersparen wir Euch besser. Aufgrund der unterschiedlichen Grundpreise und unterschiedlichen Preise pro kWh für normalen Strom, Wärmepumpenstrom im Haupttarif oder im Nebentarif wäre das doch etwas komplexer. 😉

Auf den Punkt gebracht:

  • Abschlagszahlung für normalen Strombezug: 33 €
  • Abschlagszahlung für die Wärmepumpe: 49 €
  • Vergütung für Einspeisung: 28 €

Macht unterm Strich monatliche Energiekosten in Höhe von 54 €
Das kann sich doch sehen lassen 🙂

Jetzt wissen wir auch, dass es sich für uns nach jetzigem Stand nicht lohnt den Wärmepumpentarif zu kündigen und auf einen einzigen Stromzähler zurückzugehen. Wie aus der obigen Grafik erkennbar, braucht die Wärmepumpe dann am meisten Strom, wenn sowieso fast nichts über die Fotovoltaik rein kommt. Da müssten wir wohl das ganze Dach mit Modulen vollmachen und statt einem gleich 2 oder 3 Batteriespeicher aufstellen. Also … lohnt sich nicht! Aber: wir werden das im Auge behalten. Sobald sich die Parameter ändern und z.B. der Preis für den Wärmepumpentarif steigt, werden wir das noch einmal durchrechnen (müssen).

Beim „normalen“ Strom sieht’s eigentlich ganz gut aus. Hier haben wir einen Autarkiegrad von 67% erreicht. Ein Blick auf das nachfolgende Bild zeigt eindeutig: der Batteriespeicher bringt im Januar gar nichts (da war er im „Wintermodus“, den es mittlerweile zum Glück nicht mehr gibt). Februar, November und Dezember sind auch eher bescheiden. Dafür könnten wir von April bis September quasi ohne die Stadtwerke leben 😉

Stromverbrauch2015

Stromverbrauchszusammensetzung 2015

Bei der Gelegenheit gleich noch die Berechnung des Energiebedarfs. Laut erster WeberHaus-Berechnung haben wir pro Jahr einen Endenergiebedarf von 12,7 kWh pro m². Aufgrund unserer Änderungen im Projekt (Fenster, Haustür, etc.) gab’s am Ende noch mal eine neue Berechnung. Da kam wir dann auf 11,x. Da ich den genauen Wert jetzt nicht habe, gehen wir einfach mal von 12 kWh pro m²und Jahr aus. In der Theorie verbrauchen wir 2076 kWh pro Jahr. Wie bereits erwähnt hat die Wärmepumpe im letzten Jahr 1.750 kWh verbraucht.
Jetzt haben wir jedoch nicht nur eine Wärmepumpe, sondern auch Handtuchheizkörper im Bad, deren Stromverbrauch über den normalen Stromzähler erfasst wird. Eine explizite Verbrauchserfassung der beiden Heizkörper gibt es nicht. Korrekterweise gehört diese Wärmezufuhr mit in die Energiebilanz.
Wirft man einen schnellen Blick auf den Jahresverbrauch (Grafik über diesem Absatz), dann kann man das jedoch leicht abschätzen: im Normalfall liegt unser „gewöhnlicher“ Stromverbrauch im Monat bei 150 bis 175 kWh. Im Januar, Februar, März und merkwürdigerweise auch im Mai lag er klar darüber. Im Januar bei über 300, Februar ca. 230, März ca. 220 und im Mai wieder bei 200. Summiert man die Abweichung vom Mittel erhält man Pi mal Daumen ca. 300 kWh.
Nehmen wir den Wert einfach mal als gegeben hin, obwohl wir der Meinung sind, dass der Mehrverbrauch in der „dunklen Jahreszeit“ zum Teil auch von TV, Playstation, Licht & Co stammt und nicht nur doch den zusätzlichen Betrieb der Handtuchheizkörper.
Damit landen wir bei 1750 kWh + 300 kWh = 2050 kWh bzw. umgerechnet 11,85 kWh pro m² und Jahr für das Thema „Warm im Haus“ und „Warmwasser“.
Das nenne ich mal eine Punktlandung!

Damit lässt es sich doch leben 😉

Das Kind im Mann

Während der Artikel zur Terrasse entstand, fiel uns auf, dass wir noch gar nichts über die Garten-Drainage geschrieben haben.
Das können wir so natürlich nicht stehen lassen:

Offenbar hatten wir unsere Terrasse doch zu spät bestellt. Im Juli war es soweit: Bauherrin und Bauherr hatten Urlaub, wollten die Terrasse in Angriff nehmen, nur die Terrasse war nicht da!
Eigentlich kein Drama, aber wenn man sich extra frei nimmt um das Projekt umzusetzen oder es zumindest anzufangen, dann ist das schon sehr, sehr ärgerlich!

Jetzt hätten wir uns auch kurzfristig in den Flieger setzen können, um uns irgendwo auf der Welt (möglichst weit weg) die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Aber irgendwie will man mit der Außenanlage auch voran kommen. Obwohl die Vorstellung mit Cocktail in der Hand und dem Hintern auf einer gepolsterten Liege unter Palme mit Sicht auf das weite Meer zu liegen – das hätte schon was 🙂

Allerdings fiel es uns nicht sonderlich schwer einen Plan B auszugraben:
Unser Aushub-Hügel wurde 1-2 Monate vorher verteilt, so dass unser Garten größtenteils eben war. Auch wenn bereits das erste „Unkraut“ wuchs, stand das Wasser nach einem Regenschauer teilweise tagelang auf der Fläche. Selbst bei ganztägigen Sonnenschein blieb der Boden übersättigt.
Auf den Punkt gebracht: wenige Meter oder sogar Zentimeter unter der obersten Erdschicht befindet sich eine mehrere Meter dicke Lehmschicht, die größtenteils Wasserundurchlässig ist. Am Ende des Grundstücks fliest ein Bach.
Das erklärt, weshalb der Mutterboden übersättigt ist.

Da wir mehr als nur Moos und Hortensien im Garten haben wollen, musste etwas getan werden.
Okay … und ein klein wenig Spaß wollte sich der Bauherr auch gönnen. Und wie macht man das am Besten? Man(n) leiht sich für ein Wochenende einen kleinen Bagger 🙂

Okay … am Ende wurde es natürlich ein Kompromiss. Der Bauherr bekommt „seinen“ Bagger für ein Wochenende. Allerdings wird nicht nur planlos gebaggert, sondern eine Drainage für den Garten erstellt.
Unser Glück: da wir unser Oberflächenwasser in den Bach entwässern dürfen, mussten wir uns auch keine Gedanken darüber machen, wie wir das Wasser los werden. In die normale Kanalisation darf das in den meisten Gemeinden in Deutschland nämlich nicht.
Also: falls Ihr derartiges plant: vorher informieren!

So sah unser Plan aus:
DrainageplanDa die Fläche ca. 400m² groß ist, müssten wir die Drainage eigentlich anders verlegen. Man hätte dann nicht mehr den zentralen Strang, auf den die „Ärmchen“ zulaufen, sondern eine U-Form, wobei die „Ärmchen“ jeweils nach links und nach rechts laufen.
Schwer zu erklären, aber es lässt sich auch hier nachlesen.
Allerdings wäre der Aufwand höher. Außerdem müsste man an beiden Grundstücksgrenzen und nahe des Bachs baggern. Letztendlich erschließt sich für uns der Vorteil der größeren Lösung nicht. Bei großen Flächen und starkem Regen ist der „Mittelstrang“ der Flaschenhals, durch den sämtliches Wasser muss. Bei der großen Lösung gäbe es 2 Hauptableitungen (die dann am Ende aber direkt aufeinander zulaufen um dann im 90°Winkel abzufließen). Was ist da besser?
Da wir nicht vor haben einen Sumpf trocken zu legen, haben wir beschlossen, die „kleine“ Variante für Flächen bis 300m² zu errichten.

Die benötigten Materialien sind gar nicht mal so teuer. Dafür um so schwerer und unhandlicher.
Neben dem bereits erwähnten Bagger braucht man:

  • Splitt oder feinen Schotter um der ausgehobenen Graben einige cm hoch aufzufüllen. So lässt sich auch das benötigte, durchgängige Gefälle der Drainage leichter errichten
  • Ausreichend Drainage-Rohre (von uns liebevoll „Zini“ genannt)
  • T-Stücke, Verbinder und Y-Stücke um die Seitenarme der Drainage am Hauptstrang anzuschließen und um die einzelnen Stücke zu verbinden
  • Endkappen um die Enden der Drainage zu verschließen
  • Einleitung mit Froschklappe
  • Filterstrumpf für das Drainagerohr (Alternativ: Drainagevlies)
  • Kies, um eine Filterschicht um das verlegte Drainagerohr zu schaffen

Unsere ungefähren Kosten blieben im überschaubaren Bereich. Der 1,8t Kompaktbagger hat uns über das (verlängerte) Wochenende ca. 170 € gekostet (inkl. Anlieferung, Abholung und geduldiger Einweisung 🙂 ). An dieser Stelle ein Dankeschön an die Fink Baumaschinen, die nicht nur wesentlich günstiger als „die großen“ Verleiher waren. Nein, hier wurde man freundlich beraten („für was brauchen Sie denn einen Bagger?“; „Den Mini-Bagger würde ich als Anfänger nicht nehmen – der ist wesentlich komplizierter zu bedienen, weil…“; „Dann gebe ich Ihnen noch eine Tieflöffelschaufel mit, damit geht das Graben ziehen wesentlich schneller…“). Am Ende gab’s noch eine ausführliche Einweisung inkl. Erklärung wie die Schaufel zu wechseln ist. Das war echt außergewöhnlich

Zurück zu den Kosten … Bagger 170 €, Diesel für den Bagger 10 €, 100m NW80 Drainagerohr ca. 130 €, 100m Drainagefilterschlauch ca. 120 €, Auslaufrohr mit Froschklappe ca. 30 €, Verbindungs- Übergangsstücke und Endkappen ca. 100 €, Splitt und Kies (inkl. Anlieferung) ca. 350 €.
Macht in Summe ca. 910 € … mit Getränke für den Baggerfahrer (Bauherr) und irgendwelchen Kleinteilen, die ich jetzt sicher vergessen habe wären das also um die 1.000 €

Aber zurück zu dem, um das es hier eigentlich geht: dem Bagger 😀
Anfangs war der Bauherr noch etwas zögerlich und zurückhaltend … da gibt’s so viele Hebel und Schalter. Dann ist das auch noch ein Kettenfahrzeug. Das Teil hat richtig Kraft und kann richtig was kaputt machen…
Aber die erste Nervosität legte sich schnell 😉
Kaum war der Mitarbeiter des Bagger-Verleihs verschwunden, wurden sämtliche Funktionen des Baggers in der eigenen Zufahrt getestet. Anschließend ging es im Höllentempo (max. 4 km/h) über die Wiese des (damals) unbebauten Grundstücks und ab in den Garten „hinterm Haus“. Dort sollte, genau wie geplant die gerade Hauptleitung von der Terrasse bis zum Bach gebaggert werden. Dazu wurde die Linie extra mit Sand markiert und Anfang und Ende jeweils mit kleinen Holzpflöcken versehen.
Aber sagen wir’s mal so … wenn man zum ersten Mal baggert, dann fällt es nicht ganz so leicht einen geraden Graben auszuheben. Da wir am Bach angefangen haben zu graben und uns in Richtung Haus „hochgegraben“ haben, sind die ersten 5m der Grabung etwas schief, so dass dieser Fehler mit einer „kleinen“ Kurve korrigiert wurde. War so ja auch im Plan vorgesehen … siehe oben … *räusper* 😉

Da ein Gefälle zu errichten war, mussten wir am unteren Ende fast 2m tief graben. Im Bereich der Terrasse war’s dann nur noch ein halber Meter. Trotzdem war es wesentlich einfacher 2m tief in Erde zu baggern als in einer großen Schotterfläche 0,5m bis 0,75m tiefe Gräben auszuheben. Der Schotter rutschte einfach immer wieder nach. Und durch die Planung mit mehreren „Drainageärmchen“ im Bereich der Terrasse wurde irgendwann der Platz für die Lagerung das „Aushubs“ knapp.
Aber auch im hinteren Bereich gab es ein paar Probleme. In der Nähe des Bachs war die Erde teilweise so feucht, dass sie nicht freiwillig aus der Schaufel wollte. Normalerweise ruckelt man dann an sämtlichen Hebeln, bis der Klumpen raus fällt. Aber manchmal ging das einfach nicht! Also musste man aus dem bequemen Fahrerhäuschen aussteigen und die Erde mit Gartenwerkzeugen überreden, die Baggerschaufel zu verlassen.

Nach etwa zwei Stunden Bagger-Erfahrung setzt dann der männliche Übermut ein. Und so kam es, dass ich beim „routinierten“ Arbeiten während einer 180° Drehung die Baggerschaufel nur wenige cm über den Zaun der Nachbarn bewegte. Völlig unabsichtlich. Das passierte einfach. Im Gegensatz zu mir blieb die Nachbarin ganz entspannt und kümmerte sich um Ihren Sohn, für den der Bagger in Nachbars Garten natürlich DAS Highlight des Wochenendes war! 😉
Nach diesem Erlebnis war ich jedenfalls wieder geerdet und baggerte vorsichtiger weiter.

Die Anziehungskraft des Baggers macht aber auch vor größeren „Jungen“ nicht halt. Kaum hatte der Bauherr ein paar Bilder an den Arbeitskollegen geschickt, stand dieser schon im Garten und wollte auch unbedingt mal Baggerfahrer sein.
Der Kollege musste nach 1,5h mit Bier und sehr guten Argumenten aus dem Führerhaus des Baggers gelockt werden 😀
Refinanzierung der Baumaßname? Wäre kein Problem gewesen … Stündchen baggern 50€ 😉

Irgendwann waren (leider?) alle Gräben ausgehoben und der Bagger hatte seinen Job erledigt.
(Das hielt den Bauherren jedoch NICHT davon ab den Bagger das restliche Wochenende gelegentlich anzuwerfen um damit ziellos über die Wiese zu fahren oder den Aushubberg der Zufahrt planlos anzubaggern 😀 )
Im nächsten Schritt wurde das Drainagerohr Stück für Stück verlegt. Da das gelbe Rohr vermutlich monatelang in Rollenform in irgend einem Lager steht, nimmt es diese gekrümmte Form gerne wieder ein. Und das immer und immer wieder! Das nervt! Aber so richtig!!! Man muss jedes Stück temporär mit Steinen beschweren, damit die Enden des Rohrs nicht aus dem Graben springen und man (als Träger des anderen Endes) wie von einer wilden Python angefallen wird.
Am Ende lagen die Drainagerohre alle brav in den Gräben und warteten darauf mit Kies bedeckt zu werden. Eigentlich hätten wir hierfür auch gerne den Bagger genommen, allerdings lag der Kies noch in der Zufahrt (also ca. 50 Fahrmeter entfernt). Selbst wenn wir die große Schaufel genommen hätten, hätte das eine gefühlte Ewigkeit gedauert. Unterwegs hätten wir sicher noch einen Teil der Ladung verloren (unebene Wiese). Und dann war da noch das Problem mit dem Aushub. Den hatten wir links oder rechts und teilweise auch links und rechts vom Graben gelagert. Da hätte man sich mit dem Bagger erst einmal einige „Passagen“ graben müssen.
Der Teil wurde dann wieder in Handarbeit und mit der Schubkarre erledigt. Aber auch das geht … einfach jeden Tag (nach der Arbeit) 15 – 20 Schubkarren voll Kies in den Garten karren. Am Wochenende auch gerne mal 2x 15-20 Schubkarren voll. Dann sind die ca. 10 Tonnen Rheinkies in knapp 2 Wochen auch verschwunden. 😛
Am Ende hatten wir noch so viel davon, so dass wir den restlichen Kies zum Auffüllen des Bereichs zwischen Haus und Randsteinen, also dem Spritzschutz, nutzen konnten. Ob das für immer so bleibt, oder ob wir da irgendwann noch Zierkies darauf verteilen wird die Zeit zeigen.

Jetzt muss die Grabenlandschaft wieder eingeebnet werden. Wie macht man das am besten? Da bräuchte man ja … oh … einen Bagger 😉

Nachfolgend noch ein paar Fotos von vom „Tag des Mannes“:

Regendusche entkalken

Obwohl wir mit 1,44mmol/l bzw. 8 °dH noch „weiches“ Wasser haben, verkalkte der mit Deckenauslass montierte Duschkopf der Regendusche in den letzten 1,5 Jahren Zusehens.
Da es sich bei dem schönen Stück allerdings nicht um ein Baumarkt-Modell handelt, sondern eher im oberen Preissegment angesiedelt ist, gibt es natürlich die Möglichkeit die eigentlichen „Düsen“ vom Kalk zu befreien.
Was anscheinend nicht bedacht wurde: nach dem Duschen bleibt an den Düsen ein dünner Film Wasser übrig, der sich bevorzugt an der verchromten Platte um die einzelnen Düsen ansammelt und Kalkrückstände hinterlässt.

Nach ca. 1,5 Jahren Betrieb bildeten sich rund um die Düsen kleine, ca. 1mm „dicke“ Kalkkreise. Der Versuch diese mit diversen Badreinigern und Kalklösern zu entfernen brachte nur minimale Besserung. Der alte Trick mit eingeweichten Küchentüchern, die man einfach drum wickelt, funktionierte auch nicht wirklich. Dafür scheint die Fläche einfach zu groß zu sein.
„Irgendwann schraub‘ ich das Ding einfach ab und leg‘ es für ein paar Minuten in verdünnte Zitronensäure“ sprach der Bauherr.
Problem: das Ding will nicht ab! Das Gewinde soll gegenläufig sein, damit man die Verlängerung nicht abschraubt, wenn man die Regendusche anbringt. Also müsste es ja auch problemlos ab gehen!
Ne, will nicht!
Fazit nach mehreren Versuchen: ich will die Wasserleitung in der Decke auch nicht beschädigen. Ergo: die Regendusche bleibt dran.

Also greift Plan B:
Dusche-entkalken-1 Dusche-entkalken-2

 

 

 

 

 

 

 

🙂 😀 🙂
In der obersten Kiste befand sich verdünnte Zitronensäure und handwarmes Wasser.
(In den unteren Kisten die Weihnachtsdeko, die noch auf den Dachboden muss)
Nach 30 Minuten wurde das Wasser gegen klares Wasser getauscht. Läuft… 😀

Kommentar-Funktion angepasst

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Wir haben uns schon gewundert weshalb die Zahl an Kommentaren nachgelassen hat.
Nachdem ich selbst kommentieren wollte und feststellen musste, dass es wahnsinnig oft passiert, dass das Captcha-Plugin einen Timeout meldet, musste sich was ändern 😉

Jedenfalls ist die Kommentar-Funktion ab sofort so gestaltet, dass man den Kommentar normal schreiben kann und man erst zur Eingabe eines Captchas aufgefordert wird, wenn der Kommentar als möglicher Spam eingestuft wird. Gibt das System grünes Licht, dann gibt’s erst gar kein Captcha!

Ich hoffe das erleichtert das Kommentieren…