happy Reformationstag….

Wir wünschen euch allen einen schönen Reformationstag und einen gruseligen Halloweenabend….

Obstplantage angepflanzt ;-)

Wir haben das tolle Wetter genutzt und unsere „Obstplantage“ gepflanzt.
Okay, okay Obstplantage ist etwas übertrieben, aber wir haben im hinteren Teil des Gartens ein paar Obstbäumchen gepflanzt.
Bestellt haben wir sie in der Baumschule Horstmann und es hat mal wieder alles super geklappt.

Wir sind schon öfter schief angeschaut worden: Wie ihr bestellt eure Pflanzen im Internet??? Klar, anfangs waren wir auch erstmal hier in den einschlägigen Gartenzentren und Baumschulen unterwegs. Aber ehrlich gesagt, sind wir die nicht fündig geworden.
Als wir vor ein paar Jahren die Weißdorn-Pflanzen für unsere Hecke vorne gesucht haben, sind wir wirklich von Pontius zu Pilatus gefahren, aber entweder gab es gar keinen Weißdorn oder die Pflanzen waren uns einfach zu teuer. 50cm hoch und soll dann 14€ kosten?? Puh, das mag sich nicht viel anhören, aber wenn man es dann mal auf die gesamte Fläche und die Pflanzen, die wir dafür brauchen, hochrechnet, dann ist das schon verdammt viel Geld.

Bei Horstmann haben wir 95 Pflanzen als Wurzel-(Ware) dann für je 1,80€ bekommen. Den (enormen) Preisunterschied könnt ihr euch ja selber ausrechnen. Letztlich haben wir gedacht, wir riskieren es einfach mal und wenn die Pflanzen sterben, nicht anwachsen oder einfach furchtbar aussehen, dann müssen wir das unter „schlechte Erfahrung“ abbuchen. Aber wir waren wirklich mehr als positiv überrascht und wir haben mittlerweile schon mehrfach dort bestellt. Die Ware ist immer top verpackt und bisher ist uns noch nichts eingegangen was wir bestellt haben. Das spricht deutlich für die super Qualität. Die Auswahl dort ist riesig und man findet nahe zu alles, was das Pflanzenherz begehrt.
Und so haben wir auch unsere Obstbäumchen dort bestellt:
Eine schwarze Knorpelkirsche, einen Dürkheimer Krachmandel-Baum und einen Herbstapfel ‚Schöner von Herrnhut‘.

Die Winterpause ist vorbei

Okay, komplett ruhig war es bei uns im Winter jetzt nicht, aber nun ist die „Winterruhe“ endgültig vorbei. Nach langem Warten ist endlich unsere Einfahrt gepflastert.
Da wir uns mit dem Nachbarn die Einfahrt teilen, konnten wir mit der Einfahrt nicht weiter machen, so lange das Nachbargrundstück noch nicht fertig bebaut war.
Dann kam noch dazu, dass der Landschaftsgärtner, der unsere Einfahrt pflastern sollte, unheimlich viel zu tun hatte und deswegen unser Projekt immer weiter nach hinten gerückt ist.
Endlich sind die Zeiten der kleinen Splitt-Steinchen im Haus vorbei. Man muß nicht mehr über eine Palette ins Haus latschen und kann sich die 5 Minuten Füsse abtreten (um die kleinen Steinchen schon mal so gut wie möglich abzustreifen) auch sparen.

Letztlich haben wir uns für das Pflaster Tagula Plan in anthrazit von Berding Beton entschieden. So anthrazit wie wir es eigentlich wollten, ist es nun nicht, aber trotzdem gefällt es uns sehr gut. Vorallem aber sind wir froh, dass der Schotter endlich weg ist und wir jetzt nicht mehr so viele kleine Steine mit reinschleppen.

Das Gefälle in Richtung Garage fällt doch geringer aus als erwartet. 😎
Statt die Pflasterfläche bis zu den Kantensteinen / L-Steinen gehen zu lassen, haben wir den Vorschlag unseres Garten- und Landschaftsbauers aufgegriffen. Jetzt endet das Pflaster ca. 40cm vorher. In den schmalen Streifen kommen noch ein paar Spots und ein paar schöne Pflanzen.

Ganz schön krass, was das für einen Unterschied macht, wenn man plötzlich eine gepflasterte Fläche vorm Haus hat und das Provisorium vor der Haustür nach langer Zeit Geschichte ist 😉

 

Glasfaserkabel ✔

Wir haben seit heute Glasfaser im Haus liegen…und bald dann Internet mit einer Geschwindigkeit ca. 200 MBit/s.
Vor dem Kauf des Grundstücks haben wir u.A. geschaut, ob es hier Internet gibt und wie schnell es ist. Einerseits weil der Bauhherr auch mal von zuhause aus arbeiten muß und dann auf eine schnelle Internet-Leitung angewiesen ist. Andererseits auch weil man (unserer Meinung nach) um eine gute Internet-Anbindung heute nicht mehr rum kommt. Ob es das tägliche „surfen“ ist oder man über das Internet fern schauen bzw. telefonieren kann…etc.
Es wurde uns damals gesagt, dass gegenüber an der Schule ja sogar eine Glasfaser-Leitung liegen würde und sowohl die Telekom, als auch Vodafon haben uns gesagt, dass wir ohne Probleme DSL mit 16 Mbit/s kriegen würden. Unitymedia kannte unsere Hausnummer nicht (welch ein Wunder), meinte aber, dass „in der Straße“ das entsprechende Kabel liegen würde.

Letztlich sind wir dann bei Vodafon gelandet, weil es die Einzigen waren, die uns anfangs garantieren konnten, dass wir mehr als DSL-Light bekommen. Die tatsächlich zur Verfügung stehende Bandbreite konnte natürlich erst nach der Installation mitgeteilt werden. Am Ende konnte uns nur eine Bandbreite von 1MBit/s zur Verfügung stellen und selbst da, gab es immer wieder Probleme. Teilweise war das Internet so schleichlahm, dass es uns an die gute, alte „Modem-Zeit“ erinnert hat.
Gerade zu den „Stoßzeiten“ ging fast gar nichts.
Und selbst an Tagen, an denen man die volle Bandbreite von einem Mbit nutzen konnte ( 😀 ) war es extrem frustrierend, wenn man z.B. für 600 MB an Updates 1,5 bis 2 Stunden warten musste… eigentlich unfassbar. Zumal unser Baugebiet offiziell zur „Stadt“ gehört.

Vor fast anderthalb Jahren hatten wir dann einen Zettel von den hiesigen Stadtwerken und einem lokalen Internetprovider im Briefkasten. Man lud zu einem Informationsabend zum Thema „Schnelles Internet“ im Dorf ein.
Der Abend an sich war zwar nett, aber das vor allem weil man mal ein wenig mit den verschiedenen anderen „Dörflern“ quatschen konnte.
Auf fachlicher Ebene wurde der Grund für das lahmende Internet genannt: die Verbindung zwischen dem lokalen Verteiler der Telekom und dem nächstgelegenen, größeren Knoten wäre noch eine Kupferleitung aus der Vergangenheit. Man hätte bereits mehrfach beim Leitungsinhaber (Telekom) angefragt und vorgeschlagen diese Leitung auszutauschen, allerdings bestand seitens der Telekom kein Interesse.

Letztendlich schlug man uns einen Deal vor: die lokalen Stadtwerke würden dieses „Kabel“ auf Ihre Kosten verlegen und der lokale Internetprovider würde die DSL-Einwahlknoten neben den Anschlüssen der Telekom („letzte Meile“) platzieren. Das Ganze hatte natürlich einen Haken: das Angebot ist nur gültig, wenn sich mindestens 200 Haushalte finden, die zu den vorgeschlagenen Konditionen wechseln.
Und die Konditionen waren aus unserer Sicht schon etwas … naja … sagen wir mal … unflexibel. Man könnte, wenn man den Vorvertrag unterschreibt, bis zu 50 Mbit/s bekommen. Allerdings erst in ca. 1,5 Jahren. Und das zu einem Preis, der geschätzt 50% über dem aktuellen Preis anderer, großen Provider liegt.
Oder anders gesagt: Man unterschreibt einen Vertrag, der in frühestens 1,5 Jahren startet und akzeptiert einen Preis, der bereits heute gefühlt leicht über dem üblichen Preisniveau liegt.

Am Ende zögerten dann doch so viele, dass keine 80% der mindestens benötigten Haushalte den Vorvertrag unterzeichneten.

Glücklicherweise wurde die Glasfaserleitung trotzdem gebaut!

Und es kam noch besser bzw. genau so, wie es kommen musste:
wenige Tage nachdem wir umgestellt wurden und in den Genuss von 50Mbit/s kamen, wurde am Nachbarhaus eine Glasfaserleitung direkt ins Haus verlegt.
Moment…
Glasfaser bis ins Haus …
Also gleich noch mal die Stadtwerke anrufen … und … aha … oh … super. Man hat jetzt beschlossen diejenigen, die daran interessiert sind, direkt via Glasfaser anzubinden. Damit wären ja Geschwindigkeiten von mehreren Gigabit/s möglich, etc.
Bei Interesse würde ein Mitarbeiter zur Erstellung eines Angebots vor Ort kommen.

So kam es dann auch. Der Preis war echt fair. Noch nicht einmal ein vierstelliger €-Betrag. Das lag einerseits daran, dass wir als Stadtwerke-Kunden 20% Rabatt bekamen und andererseits auch daran, dass wir eigene Leerrohre bis zur Garage liegen haben und die Hauseinführung folglich selbst durchführen konnten.

Am Tag X war es dann soweit. Der Bautrupp rückte an, „schoss“ das Leerrohr unter unserer Hecke durch und grub einen Schacht bis zu unseren Leerrohren.
Ein Stündchen später war das LWL-Kabel im Hausanschlussraum.

Das LWL-Kabel kommt

Jetzt warten wir auf die Umstellung unseres Anschlusses von „Kupfer“ auf LWL. Und dann gibt’s 200 Mbit/s.
Das wird dann erst mal kein großer Unterschied sein. Oder anders gesagt: wir könnten aktuell auch gut mit 50Mbit/s leben.
Trotzdem macht es Sinn das LWL im Haus zu haben, bevor wir die Zufahrt pflastern lassen.

Also hat’s „nur“ knapp 2 Jahre gedauert, bis wir von „fast kein Internet“ zu „ist ja schon da“ gekommen sind. 😉

 

 

Plissees

Vor einiger Zeit hatten wir euch gebeten, uns eure Erfahrungen zum Thema Plissees mitzuteilen. Wo bekommt man die günstig, worauf muß man achten??
Ein Bekannter hatte uns diese Seite hier empfohlen und wir haben gedacht, wir testen es einfach mal. Also alles genau durchgelesen, den Konfigurator mit allen nötigen Informationen gefüllt und dann noch die verschiedenen Variablen ergänzt…sprich welches Material die Fenster haben, welche Befestigung wir möchten, blickdicht oder nicht, etc.
Und dann kann man aus verschiedenen Vorschlägen wählen. Wir haben erstmal nur ein Plissee zur Probe bestellt, weil wir uns nicht sicher waren, ob wir alles richtig gemacht haben, bzw. auch weil wir uns erstmal einen Eindruck über die Qualität verschaffen wollten.
Was man nicht unterschätzen darf, Plissees die extra nach speziellen Maßen angefertigt werden müssen, kosten natürlich mehr, als ein Plissee aus dem Katalog. Unsere Fenster haben aber keine Standartmaße und daher hatten wir keine wirklich andere Alternative.
Wir wollten nicht in die Fensterrahmen bohren und haben uns deswegen für eine Montage mit Spannschuhe in der Glasleiste der Fenster entschieden. Das ist ganz einfach und man muß keine Löcher bohren. Der Rahmen wird an der gewünschten Stelle mit Alkohol gereinigt, dann wird das Klebepad aufgeklebt und nach 24 Stunden kann dann alles montiert werden.
Die ersten Klebepads waren unserer Meinung nach nicht ganz so gut. An einigen Stellen haben die Pads sich nach 3-4 Wochen gelöst und somit saß das Plisssee nicht mehr richtig. Man kann die Klebepads zwar nachbestellen, aber es ist ja schon ärgerlich. Mittlerweile wurde aber der Hersteller bei den Pads gewechselt und die Neuen halten (bei uns zumindest) super gut. Das komplette Klebeset kostet bei Handelsring nochmal extra und ist definitv auch nicht gerade billig. Wir sind aber im Internet bei Amazon fündig geworden und haben da die kostengünstigere Variante gefunden. 😉
Wir haben uns hauptsächlich braune Plissees bestellt, aber wir haben auch in zwei Räumen farbige Plissees. Bisher haben wir sie im EG im Bad, in meinem Arbeitszimmer und an den Fenstern im Wohnzimmer. Oben im DG haben wir sie im Gästezimmer, Schlafzimmer und in Jochens Arbeitszimmer.
Zur Sonnenseite hin haben wir Plissees mit Sonnenschutz auf der Rückseite. D.h. das Plissee hat eine Perlmutt-Beschichtung auf der Rückseite, durch die das Plissee einen großen Teil des Sonnenlichts reflektiert und so auch an heißen Tagen für ein angenehmes Raumklima sorgt.
Evtl. folgen im EG in der Küche und in den kleinen Seitenfenster des Erkers noch weitere Plissees. Aber das ist nicht ganz so dringend. Diese Fenster gehen zwar nach hinten in den Garten raus, aber von dem kleine Weg auf der anderen Bachseite, schützt uns noch eine Reihe von Bäumen und Büschen, so dass die Spaziergänger im Frühjahr, Sommer und Frühherbst nicht wirklich bei uns reinschauen können. Außerdem denken wir, wenn uns jemand beim Kochen und Essen beobachten will, dann muß ihm wohl wirklich arg langweilig sein. 😉

So und zum Schluss wie immer noch ein paar Fotos.

 

Halteverbot auf unserer Straßenseite

Wir haben es ja schon mal kurz angeschnitten…seit April ist auf unserer Straßenseite absolutes Halteverbot.
Unser Grundstück liegt direkt gegenüber einer Grundschule. Uns war von Anfang an klar, dass das eben auch heißt, dass man die Schulglocke hört, dass man die Kinder in den Pausen hört und das eben auch zu gewissen Zeiten mehr los ist, wenn Kinder gebracht oder abgeholt werden.
Was uns allerdings nicht klar war…es wimmelt nur so von sogenannten „Helikopter-Eltern“. 🙂
Während wir noch zu Kindergarten und Schule gelaufen sind, scheint es so, als wird hier nahezu jedes Kind von den Eltern mit dem Auto zur Schule gefahren. Ob es im Dorf wohnt oder nicht. Klar, seit es die freie Wahl der Grundschule gibt und man nicht mehr auf bestimmte Einzugsgebiete achten muß, kann man den Schwerpunkt auf andere/individuellere Kriterien legen. Nachteil ist eben, dass man unter Umständen einen längeren Schulweg in Kauf nehmen muß.
Während wir noch mit dem Bus gefahren sind, übernehmen den Fahrdienst heute Eltern und Großeltern. Aber nicht in Fahrgemeinschaften, sondern jeder einzeln für sich allein.
Letztlich wäre uns das egal…wie gesagt uns war klar, dass es eben zu gewissen Stoßzeiten auch ein höheres Verkehrsaufkommen gibt und wir sind einfach auch der Meinung, dass jeder sein Leben so leben soll, wie er mag. Selbiges gilt natürlich auch für die Kindererziehung!
Das Verständnis hört allerdings auf, wenn man uns für dumm verkaufen will oder sich einfach nur unmöglich benimmt.
So ist es z.B. mehrfach vorgekommen, dass wir nicht mehr aus unserer Einfahrt gekommen sind, weil diese als Parkplatz genutzt wurde. Richtig blöd wird es, wenn die Eltern/Großeltern gar nicht mehr im Auto sitzen, sondern irgendwo vor der Schule stehen und quatschen, bzw. in der Schule drin sind. Oder einfach so tun, als würden sie uns nicht sehen/hören.
Anfangs haben wir es mit viel gutem Zureden versucht und haben uns fast noch dafür entschuldigt, dass wir zur Arbeit oder einkaufen (etc.) mußten.
Nachdem wir dann aber von einigen Eltern dumm angemacht worden sind, bin ich jedes Mal im Auto sitzen geblieben und habe wie wild gehupt, bis jemand gekommen ist und das Auto weggefahren hat. Und da war es mir dann auch total egal, dass sich unter Umständen ein ewig langer Rückstau gebildet hatte.
Gerade Mittags war es oft besonders schlimm…die Eltern haben hier beide Straßenseiten komplett zu geparkt. Da aber immer wieder Eltern kommen und fahren und natürlich auch der normale Straßenverkehr noch durch will, war es schlimmer als in einem Ameisenhaufen.
Da stehen Eltern gegenüber der Schule und brüllen ihre Kinder an, dass sie sich beeilen sollen, man müsse ja noch zum Ballett/zur Musikstunde/zum Reiten/zum Fussball und rudern hektisch mit den Armen. Und die Kinder sind so verschreckt, dass sie ohne großartig zu gucken, schnell zu ihren Eltern laufen wollen. Da bringt man sein Kind in so eine Gefahr, nur weil man selbst keinen Meter zu viel laufen will??
Selbst der Polizist, der vor allem am Anfang des Schuljahres mit den 1.Klässlern den „sicheren“ Schulweg übt, hat über so ein Verhalen immer nur den Kopf geschüttelt.
Am Schlimmsten sind aber die Eltern, die sich dann auch noch ungerecht behandelt oder angegriffen fühlen, wenn man sie drauf hinweist, dass sie ja in unserer Einfahrt stehen und man da jetzt gerne raus oder rein möchte.
„Ja wo soll ich denn sonst parken?“, “ Früher war das kein Problem.“, „Ich warte hier auf mein Kind.“ , „Herzchen geh einfach wieder rein und kümmer dich um den Haushalt, das könnt ihr Frauen eh am Besten.“ ist nur eine kleine Auswahl der Kommentare, die man da so zu hören gekriegt hat.

Aber nicht nur wir und die Nachbarn haben uns über solche Eltern geärgert….auch die Lehrer und Mitarbeiter der Ganztagsbetreuung haben sich beschwert, weil sie morgens keinen Parkplatz auf dem Lehrerparkplatz gefunden haben, weil auch hier Eltern geparkt hatten. Teilweise wurden die Lehrer/Mitarbeiter der Ganztagsbetreuung mittags auch einfach zugeparkt, weil man ja nur schnell sein Kind abholen wollte. Auch hier wurde auf mehreren Schulversammlungen mit den Eltern geredet. Es wurde nochmal gesagt, dass es wichtig ist, dass Schulkinder sich im Straßenverkehr zurecht finden und das der Schulweg eine ideale Übungsstrecke wäre, weil wir hier eben auf dem Dorf wohnen und „normalerweise“ kein großer Verkehr vor der Schule ist. Sie sollten einfach etwas weiter weg parken und dann gemeinsam mit den Kindern laufen oder aber die Kinder selbst gehen lassen. Tja aber auch das hat nicht gefruchtet.

Unsere Nachbarn haben uns dann irgendwann erzählt, dass der Direktor der Schule beim Dorfverein war und dort bei einem Treffen angekündigt hat, dass vor der Schule bald Halteverbotsschilder aufgestellt werden, weil das alles zu gefährlich ist.
Und im April war es dann so weit…man kommt von der Arbeit nach Hause und auf einmal stehen da die Schilder. 🙂

Gut es hält immer noch nicht alle Eltern ab dort zu parken…aber der Großteil hält sich wirklich dran und so ist die ganze Situation viel entspannter geworden. Klar Mittags ist immer noch viel los hier, aber man muß sich wenigstens keine allzu großen Gedanken mehr machen, dass eins der Kinder einfach über die Straße rennt und angefahren wird.
Im Juni war Schulfest und es war wirklich viel los…sprich alle regulären Parkmöglichkeiten waren irgendwann auch erschöpft. Da hat dann jemand bei uns geklingelt und gefragt, ob er sich in unsere Einfahrt stellen darf, weil er keinen Parkplatz findet. Noch ist die Einfahrt ja sehr groß, weil unsere Nachbarn(zur Rechten) bald anfangen zu bauen und dann eben auch Baufahrzeuge einfach rein und raus kommen müssen…war also überhaupt kein Problem.
Aber ich glaub das war der erste, der überhaupt gefragt hat, ob das okay wäre. 😀

Die erste Tomate…

Anfang Mai hatte die „Gärtnerei“ ,von der wir unsere wöchentliche Abokiste bekommen, Tag der offenen Tür. Eigentlich wollten wir nur mal schauen, wo unser Obst und Gemüse eigentlich zum größten Teil herkommt, aber es gab so eine große Auswahl an Gemüsepflanzen, dass wir gleich zuschlagen mußten.
Wir haben verschiedene Tomatensorten, Paprika und Jalapenos mitgenommen und damit es ihnen auch gut geht und sie uns eine reiche Ernte bringen, stehen sie in zwei kleinen Tomaten-Häusern und wachsen fleißig vor sich hin. Und jetzt ist sie da…die erste Frucht…juhuuuu!
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Okay eigentlich ist es noch keine richtige Tomate, aber schon fast… 😉
Leider wird es wohl dieses Jahr noch nicht wirklich was mit einem Garten. Durch die Anzeige haben wir erstmal alle Arbeiten ruhen lassen müssen und jetzt müssen wir uns leider nach dem Zeitplan des Gärtners richten und hoffen, dass es hier bald mal weiter geht. Aber unsere Tomaten-Häuser haben einen guten Platz neben der Garage gefunden und auch wenn es jetzt nicht so wirklich gerade ausschaut…alles erfüllt seinen Zweck und das ist die Hauptsache. 😉

Post vom Amt für Natur und Umwelt

Anfang Mai haben wir Post vom Kreisumweltamt bekommen.
Leider keine erfreuliche Post, sondern eine Anzeige.
Wir haben erstmal ziemlich dumm aus der Wäsche geschaut, als wir den Brief gelesen haben. Mal abgesehen davon, dass er in so typischem Amtsdeutsch verfasst worden ist (Paragraph xyz, Absatz bla bli blubb und siehe Paragraph abc ….), haben wir auch überhaupt nicht verstanden, warum wir diesen Brief bekommen haben.
Wir sind angezeigt worden, weil wir angeblich 10m der „schützenswerte Hecke“ gerodet haben! Und das ist in der Vogelschutzzeit vom 1. März bis 30. September natürlich streng verboten und wird mit einer Geldbuße von bis zu 30.000 € geahndet! 😯

Da ich (die Bauherrin) wohl genetisch bedingt einfach der emotionalere Part bin, habe ich mir sofort mein Telefon geschnappt und bei der Dame, die die Anzeige verfasst hat, angerufen.
HIMMEL…was für ein Gespräch! Mal abgesehen davon, dass die gute Frau überhaupt nicht wußte, wovon ich spreche, obwohl sie den Brief doch erst einen Tag vorher aufgesetzt und abgeschickt hatte, machte sie auf mich einen generell sehr überforderten Eindruck. Sie konnte anfangs weder mit unserem Namen, noch mit dem „Fall“ an sich etwas anfangen.
Ich habe ihr gesagt, dass wir nicht verstehen, was diese Anzeige soll, immerhin wären wir laut Bebauungsplan dazu verpflichtet eine Weißdornhecke zu pflanzen. Ursprünglich stand hier wohl vor Jahren mal eine Hecke, aber da es sich hier mittlerweile nur noch um Brennesseln und Brombeersträucher handelt, haben wir diese jetzt entfernt, um dann eben Weißdorn neu anzupflanzen.
Bebauungsplan?? Was für ein Bebauungsplan?? 😡 Ich dachte, ich höre nicht richtig! Sollte man sich nicht vorab einfach mal genauer informieren, bevor man Anzeigen verschickt???
Da sie aber wohl am Telefon nicht mehr dazu sagen konnte oder wollte, hat sie dann nur gesagt, wir hätten ja das Recht uns zu äußern und dann würde der Fall geprüft.
Ja das steht auch in dem Brief…so ähnlich zumindest.
Ungefähr so muss die Hecke vor Jahren ausgesehen haben, bevor die Grundstücke zum Verkauf standen:

(c) Google Maps

(c) Google Maps

Der Bauherr hat sich dann hingesetzt und einen 4 seitenlangen Brief mit Fotos verfasst. Glücklicherweise hatten wir ja im April 2013 jede Menge Fotos gemacht, als hier die Kanalarbeiten (ebenfalls in der Vogelschutz-Periode) begonnen haben und sowohl Hecke, als auch Straße schwer beschädigt wurden. Diese Bilder haben wir damals an die Stadt geschickt, damit hinterher niemand sagen kann, wir hätten da irgendwas zerstört. Damals haben wir mehr an die Straße gedacht und nicht an die Hecke! Glücklicherweise haben wir aber sogar noch die Eingangsbestätigung vom Amt.
Damals sahen Straße und „schützenswerte Hecke“ so aus:


Da in diesem Frühjahr auf unserer Straßenseite Halteverbotsschilder aufgestellt worden sind (dazu vielleicht später auch nochmal mehr) und ich so begeistert war, habe ich diese sofort fotografiert und dem Bauherren geschickt. Auf diesen Fotos kann man sehr gut erkennen, in welchem Zustand die „Hecke“ war. Gräser, Disteln, Brennesseln und einige vertrocknete Brombeersträuche. So konnten wir ziemlich detailiert aufzeigen, dass es zumindest auf unserem Teil keine schützenswerte Hecke gibt/gab und wir auch keine Behausungen für brütende Vögel zerstört haben.
Angeblich gerodete Hecke
Am nächsten Tag haben wir den Brief sofort beim Umweltamt eingeschmissen…man will  ja schließlich keine Frist versäumen. 🙂
Anfang der Woche haben wir dann nochmal bei der Dame angerufen, weil wir wissen wollten, ob sie den Brief bekommen hat und evtl. noch weitere Unterlagen braucht. Tja…die Dame war nur leider nicht zu erreichen. Die war nämlich im Urlaub! Ähm ja und wieso hatte sie davon am Freitag nichts am Telefon gesagt, bzw. wieso setzt sie uns eine Frist von einer Woche, wenn sie selbst 2 Wochen im Urlaub ist??? Schlimmer fand ich allerdings, dass es zwar eine Vertretung gab, die aber in einer ganz anderen Abteilung tätig war und somit auch nicht wusste, worum es ging, bzw. auch gar nicht wusste, wie das jetzt weiter geht. Sie hat uns dann vertröstet und meinte, sobald der Brief da wäre, würde sie sich alles mal durchlesen und sich dann mal melden. Das hatte sie wohl in dem Moment vergessen, als sie den Hörer aufgelegt hat. 😉

Während wir auf Antwort vom Amt gewartet haben, hat das ganze Thema natürlich auch hier die Runde gemacht. Viele haben gesagt, dass wir sie gerne als Zeugen benennen dürfen, dass hier die letzten drei-vier Jahre keine Hecke gestanden hat, sondern nur Unkraut gewuchert ist und man doch froh sein sollte, wenn wir jetzt endlich eine richtige Hecke pflanzen, die dann auch wirklich verschiedenen Vögeln und Tieren Schutz bieten kann.
Dieser Rückhalt war vor allem für mich eine große Erleichterung. Die Anzeige selber, war laut Amt nämlich anonym! Klar, ob das wirklich so ist oder der „Anzeigenden“ nur geschützt werden sollten, das weiß man nie. Aber ich habe mich wirklich gefragt, wer uns da einen auswischen wollte.
Wir kommen beide selber aus kleinen Dörfern, kennen das Landleben also. Aber bevor man da zum Amt gerannt ist, hat man erstmal miteinander gesprochen. Hat die Leute versucht auf ihre Fehler aufmerksam zu machen, bzw. hat auch erstmal nachgefragt, ob das alles so richtig ist. Der Gang zum Amt wäre immer erst der aller letzte Schritt gewesen, wenn die Fronten total verhärtet gewesen wären.
Allerdings wissen wir auch, dass es hier im Dorf Menschen gibt, die das neue Baugebiet nicht so gerne gesehen haben. Aber ist sowas gleich ein Grund für so viel Ärger??
Oder hat irgendein städtischer Mitarbeiter gesehen, dass da was gemacht wurde, dann mal beim Amt nachgefragt und die haben sich dann einfach der Bilder von google maps bedient und darauf hin diese Anzeige geschrieben. Blöd nur, wenn diese Bilder von 2007 sind!

Wie auch immer es zu dieser Anzeige gekommen ist…Dank unseres ausführlichen, mit Fotos übersätem Brief, konnten wir beweisen, dass wir keine Hecke zerstört haben, sondern nur die Fläche vor unserem Haus von Unkraut befreit haben, um jetzt dann alles zeitnah zu bepflanzen…wie im Bebauungsplan gefordert. Anzeige fallen gelassen. 🙂

Verfahren eingestellt

So ungefähr sah es bis vor 2 Wochen aus:Unkraut weg!Wir haben nicht nur die „immense“ Menge an Brombeeren (siehe Markierung) entfernt und klein geschnitten, sondern auch ca. 20m an Stacheldraht, die selbe Menge an Weidezaundraht, eine Tonne voll Müll (Flaschen, Becher, Dosen, etc.), diverse alte Holzzaunpfosten und eine Bordsteinkante heraus geholt. Der „Hügel“ soll jetzt zum Haus bzw. zur Zufahrt hin mit L-Steinen gestützt werden. Danach wollen wir, wie im Bebauungsplan vorgegeben und ähnlich wie es unsere Nachbarn schon getan haben, neu mit Weißdorn bepflanzen.

In der Zeit zwischen Anzeige und „Erlösung“ haben wir natürlich erst einmal nicht weiter gemacht…. ob das für die Natur zum Vorteil lassen wir an dieser Stelle einfach unbeantwortet…

happy halloween

Gruselige Grüße 🙂