Terrassenverlängerung mit kleinem Beet

Schon während der Planung der Pflasterflächen „vor“ dem Haus hatten wir keine Wirkliche Vorstellung darüber, was wir mit der Fläche zwischen unserem Haus und den „neuen“ Nachbarn anfangen sollen. Klar, ein Großteil der Fläche wird schon durch die vorhandene WPC-Terrasse belegt.
Im vorderen Bereich trennt die L-Steinmauer, die wir zur Abstützung der Einfahrt errichten lassen mussten, diesen Bereich vom Rest ab.

Soll heißen: wir reden hier von ca. 15-20m² Fläche. Eigentlich kein Grund um sich großartig Gedanken zu machen. Wir wollten dort in der Zukunft ggf. das Feuerholz für unseren (zukünftigen) Kaminofen lagern und ggf. eine Box für die Terrassenmöbelpolster platzieren. Das war’s dann aber auch.

Hm … Rasen? Und dann wegen den 15m² jedes Mal mit dem Rasenmäher um’s Haus gefahren? Macht das Sinn??? Nicht wirklich…
Der Garten und Landschaftsbauer machte den Vorschlag dort eine schöne Kiesschicht aufzubringen und ggf. noch Trittsteine. Oder Kies und ein paar Gräser…
Schon besser, aber irgendwie war’s auch nicht das, was uns überzeugt hat. Immerhin befindet sich in diesem Bereich auch eine Terrassentür. Und der Höhenunterschied zum Kies wären ca. 25cm. Unschön. Blockstufe davor legen? Hmpf …. ne…

Also haben wir es uns leicht gemacht und die vorhandene WPC Terrasse kurzerhand um
ca. 10m² vergrößert. Dazu musste natürlich wieder etwas Material herangeschafft werden. Aber eigentlich war es nichts Wildes:

Da wir noch einige von den Randsteinen übrig hatten, nahmen wir diese als Auflage für die Stelzlager. Das widerrum würde ich dann doch nicht mehr tun! Die Randsteine sind zwar nahezu gleich „groß“, allerdings variiert deren Dicke enorm. Da sind Toleranzen von 0,5 bis 1cm keine Seltenheit.
Das bedeutet: Du ziehst Deine zukünftige Terrassenfläche plan mit Feinsplitt ab, rollst ein Unkrautvlies aus, platierst voller Tatendrang die Randsteine als Auflage und beginnst dann die Stelzlager zu befestigen und zu justieren…
Und dann geht’s los … irgendwas passt nicht. Also … Wasserwage drauf …
Hä??? Warum liegt die Wasserwage nur auf den ersten Zentimetern auf, hängt dann in der Luft und liegt dann widerrum erneut nur auf den ersten cm des nächsten Steins auf???
(Die Antwort: die Randsteine sind im unteren Bereich meistens minimal dicker als im oberen Bereich. Liegen sie also plan auf dem Boden, denn ist die Oberfläche meistens in irgend eine Richtung schief)

Wir waren schon kurz davor die Randsteine wieder runter zu nehmen und stattdessen doch normale Betonplatten zu holen… a-b-e-r … Kollege Gummihammer war ja auch noch in der Garage.
Damit konnten wir die Stein mühsam so bearbeiten, dass sie doch passend im Splitbett lagen.
Dann nur noch „schnell“ ca. 150 Löcher mit dem Bohrhammer gebohrt um die Stelzlager mit Hilfe von Dübel und Schraube zu befestigen, Aluschiene drüber (ebenfalls befestigen) und irgendwann können dann die WPC-Dielen drauf:
Letzteres geht, wie schon beim ersten Terrassenbau, erstaunlich schnell!
Einzig das ständige Hin- und Hergerenne nervt! Brett holen, anlegen, anzeichnen, zurück, Brett sägen, wieder hinlatschen, anlegen, anbringen ….

Zu guter Letzt kamen noch hübsche Bodeneinbaustrahler rein:
An dieser Stelle kommt eigentlich immer die Frage: für was ist das Loch???
Ganz einfach: hier soll noch ein kleines Beet entstehen, in das wir einen Bambus setzen wollen.
Das konnte sich irgendwie keiner so richtig vorstellen. Und da zwischen „Einbauleuchten gesetzt“ und „Beet fertig“ einige Wochen vergingen, ernteten wir öfter skeptische Blicke.

Im Frühsommer sah das „Loch“ dann so aus:

Wir hatten mit Aluminium L-Profilen eine Umrandung gesetzt, ein 50-60cm tiefes Loch gegraben und mit dickem Unkrautvlies (als keine Wurzelsperre) ausgelegt.
In das Loch kamen Unmengen an Rhododendrenerde und ein Bambus der Sorte Jumbo.
Danach durfte sich der Boden erst einmal setzen, bevor wir nachfüllen durften.

Heute sieht der „kleine“ Jumbo natürlich anders aus. Er ist in nur einem Sommer ordentlich gewachsen. Aus optischen Gründen und zum Schutz vor Unkraut haben wir noch einen 25kg Sack Canadian Slate rund um die Pflanze verteilt.
Leider haben wir kein aktuelles Foto, aber das reichen wir zeitnah nach 😉

Für Alle, die sich fragen was wir mit dem ca. 1m breiten Streifen zwischen Terrasse und den großen L-Steinen vor haben: hier wollten wir im nächsten Jahr (!) ein durchgängiges, aber in der Höhe variierendes „Hochbeet“ erstellen.
Ist schwer zu erklären, aber ich sag’s mal so: irgendwann werden wir es hoffentlich zeigen können … also …. im Jahr 2018 😉

 

Lebenszeichen…

Jaaaaaa, wir leben noch! Viele haben unseren Blog vermutlich schon für tot erklärt, aber noch leben wir 🙂
Und die Lust zu bloggen ist auch noch nicht abhanden gekommen.
Allerdings gibt’s auch in den ersten Jahren (!) nach dem Hausbau weiterhin viel zu tun!
In diesem Jahr haben wir einiges geschafft, von dem wir Euch in den nächsten Wochen berichten möchten.
Da wäre z.B. der langersehnte Rasen im Garten, die gepflasterte Einfahrt, die Terrassenverlängerung, die Gartenpipeline, Elektrik im Garten, ein Dach für den Technikschacht und endlich das erste Bad im eigenen Pool 😀

Je nachdem wie gut / schlecht der Herbst wird, erscheinen hier in unregelmäßigen Abständen weitere Artikel. Sollte es wider Erwarten einen „goldenen Herbst“ geben, dann könnte es sich doch noch etwas hinziehen, denn wir haben auch in diesem Jahr noch ein paar offene Punkte (Bodendecker im hinteren Bereich des Grundstücks, ein Palisadenbeet neben der Terrase und ggf. auch noch die Randsteine zwischen Terrasse und Rasen …

Ihr könnt also gespannt sein 😉

Winterruhe? Naja…

Wie einige sicher festgestellt haben, machen wir sehr viel in unserem eigenen Tempo.
Manche Bauherren liegen im ersten Sommer nach dem Einzug bereits im fertig gestalteten Garten auf der Sonnenliege und relaxen.

Wir machen das anders. Und das hat viele Gründe:

Einerseits fehlten die südlichen Nachbarn.
Da man sich mit diesen nicht nur die gemeinsame Grenze, sondern auch die Zufahrt teilen muss, hat es wenig Sinn gemacht, die Außenanlagen bzw. den Garten im großen Stil in Angriff zu nehmen. Aber dieses Thema hat sich dieses Jahr erledigt. Die Ausrede für den inneren Schweinehund somit auch 🙂
Andererseits könnte man beim Bauherren (also mir) vermuten, er habe schwäbische Wurzeln.
Geizig würde ich das jetzt nicht nennen, aber formulieren wir es doch mal so:
beim Budget verfährt der Bauher nach dem ökonomischen Prinzip.
Für das kleine Teilprojekt bedeutet das: mit minimalem Aufwand ein vorgegebenes Ziel erreichen. Insgesamt gilt allerdings: mit den gegebenen Mitteln das maximale erreichen.

Meine Oma hat früher mal gesagt: lieber den Magen verrenkt, als dem Wirt was geschenkt!
Auf unsere Situation umgelegt bedeutet das wohl: lieber die Muskeln gezerrt, als dem GaLa-Bauer was geschenkt 😛

Spaß beiseite … vielleicht gibt es unter den Lesern ähnlich gesinnte Bauherren (bitte melden 🙂 ), die es auch so handhaben wie wir.
Die Kosten minimieren, durch Dingen, die man selbst machen kann (durch Eigenleistung / Muskelhypothek)  und mit den „gesparten“ Euros Projekte finanzieren, die man sich sonst nicht leisten könnte.

Ein solches Beispiel wäre z.B. unsere Gabionenabstützung zu den nördlich gelegenen Nachbarn. Zu diesen hatten wir ursprünglich einen kleinen Höhenunterschied von vielleicht 20cm. Die kommen dadurch, dass wir an einer Straße liegen, die etwas bergauf geht.
Jetzt hat aber unser südlicher Nachbar mit Keller gebaut und nahezu den kompletten Aushub auf seiner verbleibenden Gartenfläche verteilt. Daraus resultierte dann zu uns ein Höhenunterschied von etwa einem Meter (an der Grundstücksgrenze), der mit (mehr oder weniger hübschen) L-Steinen abgefangen wurde…
Glücklicherweise hatten wir mit den ca. 40m³ Aushub des Pools noch etwas „Erde“ über, die wir verteilen konnten. Damit konnten wir die Höhendifferenz zumindest soweit drücken, dass man nicht mehr an längst vergangene Zeiten mit der Berliner Mauer erinnert wurde, sobald man bei uns im Garten stand und zu jenen Nachbarn rüber schaute.
Andererseits möchte man natürlich einen halbwegs ebenen Garten. Wer will schon Fussball im eigenen Garten spielen, wenn der Ball ständig in Richtung Zaun rollt?
Letztlich erhöhte sich der Höhenunterschied zum nördlichen Nachbarn von knapp 20cm auf knapp 40 bis 50cm.

Sprich: wir mussten auch etwas tun!
Endergebnis: wir setzen einen Zaun, der ca. 50cm höher ist als unsere Wunschhöhe, setzen davor eine Gabione mit Natursteinen und schieben dann die Erde wieder ran.
Verstanden? Nein? Wir auch nicht 🙂
Also … so sollte das aussehen:

Das gefällt uns doch ein ganzes Stück besser als die ursprünglich vorgeschlagene Variante mit Hangflorsteinen und ist von den Materialkosten auch ein ganzes Stück günstiger als bewährte L-Steine, auf die ein Zaun montiert werden kann.

Jetzt sprechen wir hier aber von einem ca. 25m langem Stück, auf dem wir wesentlich höher liegen als der Nachbar. Die Gabionen sind ca. 50cm breit und ca. 50cm hoch. Nach Adam Riese wären das dann 6,25 m³. Machen wir lieber mal 7m³ draus, damit wir lieber zu viel als zu wenig haben. Das wären dann (ja nach Material) so 11,7 bis 13,1 Tonnen!
Und wie kommen die in den Garten? Klar … per Schubkarre!

So kam es also, dass die Bauherren selbst am 23. Dezember fleißig „Steinchen“ in die Schubkarre packten, um diese dann über den halb gefrorenen Boden in den Garten zu fahren.
Jetzt liegen dann schon mal ca. 2t Steinchen im Garten und warten darauf in die Gabione gepackt zu werden.
Von Winterruhe also keine Spur … es geht munter weiter…

So sieht „der Garten“ aktuell aus:

Der Pool ist im Wintermodus, die ersten Steinchen sind im Garten.
Wollen wir mal hoffen, dass wir die für 2017 gesteckten Ziele (endlich Rasen einsähen und die armen Hortensien, die seit 3 Jahren in Töpfen „leben“ müssen auspflanzen) baldmöglichst umsetzen können.

Wir halten Euch auf dem Laufenden…
und jetzt wünschen wir euch einen guten Rutsch und nur das Beste für 2017!

 

Garagenantrieb modifizieren bzw. reparieren

Schon kurz nach unserem Einzug hatten wir einen Kratzer am Hörmann Sektionaltor unserer Multibox.
Dieser wurde zwar bereits 2014 entfernt und alles repariert, aber im Laufe des Sommers 2016 tauchte wieder ein kleiner Kratzer auf.
Anfangs nur 2 oder 3 cm lang, wuchs dieser im Spätsommer auf eine stattliche Länge an. Zwischenzeitlich waren es 15 bis 20cm!
Das Merkwürdige: der Kratzer war, genau wie der Vorherige, exakt senkrecht.
Hm… DAS kann doch kein Zufall sein.

Also … Leiter in die Garage gestellt und, bewaffnet mitTaschenlampe und der Fernbedienung für’s Garagentor, beobachten was passiert, wenn die Garage auf und zu fährt.
Schon nach der ersten Fahrt war klar was passiert: das Tor kratzt an der Führungsschiene des Schlittens entlang! Wobei… korrekt ausgedrückt müsste es heißen „die Schiene verkratzt das vorbeifahrene Tor“.

Wie kann das sein?
Ganz einfach … die Konstruktion ist absolute Scheiße! Sorry, aber das kann man gar nicht anders sagen.
Wieso? Ganz einfach … die Führungsschiene, in der der „Schlitten“ inkl. Motor läuft, der das ganze Tor hoch zieht bzw. runter schiebt, war nur an 2 Stellen befestigt. Und zwar ganz Vorne und fast ganz am Ende der Schiene. Nämlich dort, wo der Schlitten / Motor bei geöffnetem Tor zum Stehen kommt.
Jetzt muss man wissen, dass die Führungsschiene nicht aus einem Stück ist, sondern aus zwei, etwa gleich langen Elementen besteht, die über eine Art Hülse miteinander verbunden sind.
Das sieht dann ungefähr so aus: 

Und die Kombination aus Beidem führt zum Problem: die Schiene „biegt“ sich unter dem Gewicht des Zugschlittens / Motors so sehr nach unten, dass die verbindende Hülse am Torelement kratzt.
Jetzt kommt ggf. der berechtigte Einwand  „Mooooooment! Müssten dann nicht 2 parallele Kratzer am Tor zu sehen sein? Die Schiene hat doch 2 scharfe Kanten!“
Korrekt … ABER … zur ohnehin sehr schwachen Befestigung kam noch die Tatsache, dass die hintere Halterung ungenau montiert war, so dass die Deckenschiene auch in sich leicht verzogen war. Soll heißen: eine Seite der Schiene hing 2-3 mm tiefer herab, als die andere Seite.

Die Lösung: beim Hersteller des Torantriebs (Firma Sommer) gibt’s auch entsprechende Ersatzteile. Dort haben wir einfach 2 zusätzliche Deckenhalter bestellt. In Summe waren das knapp 30 € … kann man mal machen.

Die Montage ist für jeden Bauherren, der mehr kann als Überweisungen tätigen und den Haustürschlüssel ins Schloss stecken, leicht durchzuführen.
Glücklicherweise hatten wir noch einen passenden Holzbalken „auf Lager“. Dieser wurde passend zugeschnitten und mit drei 15cm langen Schrauben an den Dachbalken befestigt. Daran wurden die Metallwinkel montiert.
Die größte Herausforderung: die Kunststoffwinkel, die um die Führungsschiene greifen und diese halten, können nicht um die Schiene gebogen werden. D.h. die vorhandene Halterung am Ende der Führungsschiene muss zuerst demontiert werden. Dann schiebt man zwei neue Halter bis an die gewünschte Position. Danach kann man alle drei Halter wieder an den Winkeln befestigen.
Bei der Gelegenheit haben wir das Problem mit der „verdrillten“ Schiene ebenfalls gleich behoben.

So ein montierter Deckenhalter sieht dann folgendermaßen aus:

Der „ursprüngliche“ Deckenhalter (am Ende der Schiene) sieht minimal anders aus:
Auf dem letzten Bild kann man die drei Deckenhalter gut erkennen. Denkt Euch einfach mal die beiden durch uns angebrachten Halter weg und sagt mir dann, ob Ihr der Meinung seid, dass der eine Halter ausreichend sein sollte:
Wir sind der Meinung, dass zwei Halter definitiv zu wenig ist. Es sollten mindestens drei Halter sein. Ein Weiterer ist wohl „nice to have“, aber so sind wir auf der sicheren Seite. Das Gewicht ist gut verteilt und es hängt wirklich nichts mehr durch.

Unser bisheriges Fazit zur Multibox Garage ändert sich deshalb minimal. Das neue Fazit sieht so aus, dass wir weiterhin von der Multibox überzeugt sind und bislang keine gravierenden Probleme festgestellt haben.
Die Sache mit der Deckenbefestigung der Führungsschiene kreiden wir der Montagefirma an.
Wir können uns nicht vorstellen, dass das vom Hersteller tatsächlich so gewollt ist, dass die Führungsschiene eines 5m breiten Sektionaltors mit einem Deckenhalter befestigt wird. Und dann auch noch „verdrillt“.

Haken dran … Problem behoben. 🙂

 

Großbaustelle…

Puh … vielleicht habt Ihr Euch schon gewundert, warum es nach dem Rätsel um das Loch im Garten lange keine weiteren Beiträge gab…
Die Antwort ist ganz einfach: wir durften feststellen, dass der Bau eines Pools nicht „mal eben“ in wenigen Tagen gemacht ist. Das ist, für den Fall, dass man einen Großteil in Eigenregie macht, schon ein „Sommerprojekt“ oder zumindest etwas, dessen Bauzeit über die Dauer eines normalen Urlaubs hinaus gehen könnte…

Aber von Vorne: auf dem befreundeten Blog „Das Bismarck Haus“ haben wir schon 2013 vom Poolbau gelesen und waren sofort Feuer und Flamme. Da unser Grundstück / Garten groß genug ist und wir schon im Familienkreis in diesem Sommer den Luxus „eigener Pool im Garten“ genießen durften, haben wir den Entschluss gefasst, das Projekt Poolbau selbst in Angriff zu nehmen. Beim Bismarck-Haus hörte sich das alles auch ziemlich unkompliziert an.
Die grundsätzliche Idee dahinter:
der Garten- und Landschaftsbauer, der für uns den (Gabionen-) Zaun, den Rasen und die Einfahrt errichten soll, könnte ja „mal eben“ das Loch für den Pool ausgeben und gemeinsam mit uns die benötigte Betonbodenplatte errichten. Den Berg an Aushub könnte man direkt im Garten verteilen, um das Gelände zu nivellieren und das Gefälle in Richtung Bach, der am unteren Ende des Grundstücks verläuft, gleichmäßiger zu gestalten.
Sobald die Bodenplatte errichtet ist, legen wir los, bauen den Pool auf, Wasser rein, fertig 😀

So einfach ist / war es dann doch nicht 😉
Sagen wir es mal so: das ist kein Projekt, das man an einem oder zwei Wochenenden alleine stemmt. Da fließen schon einige Mannstunden ein. Und wenn man, so wie bei uns, zwar noch mit einem Mini-Bagger in den Garten kommt, aber mit Sicherheit kein Kipplaster, Betonmischer oder Kranwagen bis an die Baugrube heranfahren kann, dann bedeutet das: Du musst jeden Stein, jeden Zementsack, jedes Sandkorn, ja –  jedes einzelne Atom, das in irgendeiner Form etwas mit dem Pool zu tun hat, per Schubkarre, Sackkarre oder auf den Händen in den Garten tragen.

Das begann schon bei der „Sauberkeitsschicht“, die eingebracht werden musste. Da mussten dann mal eben ca. 6t Schotter per Schubkarre aus der Einfahrt in das ca. 25m entfernte Loch. Und das mit etwas Zeitdruck, da der Termin zur Errichtung der Bodenplatte quasi fix war.

Die Errichtung der Fundamentplatte für den Pool war auch ein Spaß: Um ca. 7 Uhr morgens kam der Betonmischer in die Einfahrt gefahren und kippte mal eben 5,5m³ einer Betontrockenmischung inkl. Wirkverzögerer in die Zufahrt.
Das war ein „Berg“ von knapp 2,5m Höhe und einem Radius von geschätzten 4m. Der Beton war, wie gesagt, relativ trocken, so dass man ihn gut schaufeln konnte, aber eine Schubkarre davon war gefühlt mindestens doppelt so schwer wie eine Schubkarre voll Kies / Schotter.
Am Ende waren es wohl etwas mehr als 10 Tonnen Material, die in unserer Einfahrt lagen.
Wie kommt sowas ins Loch?
Kurzform: genauso wie der Splitt! Per Schubkarre!
Langform: wir hätten mit der Betonlieferung auch eine Betonpumpe bestellen können. Das wäre ein eigener LKW mit langem Auslieger dran, der quasi über das ganze Haus „geklappt“ werden kann und den Beton dann direkt in das Loch in unserem Garten pumpt. Eine einfache, saubere Lösung. Einziger Haken: die Distanz zwischen Zufahrt und Loch für den Pool ist nicht ganz ohne. Das Haus selbst wäre ca. 11m „tief“, die Terrasse ca. 5m. Und von dort wären es auch noch mal ca. 7m bis zum zukünftigen Pool. Macht also 23m + Abstand des LKWs in der Zufahrt bis zum Haus. Und damit wären die gängigen Betonpumpen mit einer max. Reichweite von 24m definitiv raus. Also bräuchte man eine, die 32m oder besser 36m überbrücken kann.
Und jetzt kommt’s: für An- und Abfahrt der Betonpumpe werden 210€ berechnet. Für die Förderleistung ein Pauschalpreis von 430€. Hinzu kommt die Rüstzeit für den Auf- und Abbau der Pumpe, die mit einer halben Stunde und einem Stundensatz von 480€ zu Buche schlägt. Jetzt ist mir entfallen, ob die Reinigung der Pumpe noch mal extra berechnet wird, aber am Ende liegen die Kosten für die Beförderung des Betons von A nach B über die Pumpe bei ca. 900€. Und dann kommt ja noch der Beton dazu! Der kostet pro m³ ca. 120 € …
Deshalb wurde der Beton kurzerhand von 4 GaLa-Mitarbeitern und dem Bauherren per Schubkarre ins Loch geschafft.
Nachdem ca. 2/3 im Loch waren, begannen 2 Kollegen damit, den Beton ordentlich zu verteilen und glatt zu streichen.
Am Ende sah das Ergebnis ganz gut aus, allerdings war der Bauherr nicht mehr in der Lage Fotos zu machen und krabbelte auf allen Vieren unter die Dusche.

Ein Mitarbeiter des Garten- und Landschaftsbauers meinte zu dem Thema: Beton geht auf die Knochen!
Das habe ich erst nicht verstanden, aber ich kann Euch sagen: schippst Du Erde, Sand oder Schotter, dann bekommst Du bei entsprechender Menge Muskelkater.
Arbeitest Du mit einer größeren Menge Beton, dann tun Dir spätestens am nächsten Tag sämtliche Knochen weh! Aber mal so richtig!

Die Materialien vom Pool wurden zwischenzeitlich auch geliefert. Nach einiger Recherche im Internet kamen für uns eigentlich nur 3 Varianten in Frage:

  1. Der Pool wird beim gleichen Anbieter gekauft, bei dem das Bismark-Haus bestellt hat.
  2. Wir vertrauen der offenbar hohen Kompetenz von Pooldoktor.at und bestellen dort. Mit Bauchschmerzen bei den Versandkosten.
  3. Wir bestellen bei Poolsana aus Nürnberg. Qualitativ auf ähnlichem Niveau wie der Pooldoktor, aber in Summe günstiger.

Die Wahl fiel auf Poolsana, da wir dort das beste Gefühl hatten. Würde Geld keine Rolle spielen, dann hätten wir vermutlich sämtliche Empfehlungen des Pooldoktors beherzigt und dort bestellt.
Bei Yatego bzw. Schwimmbad24.de war das Komplettpaket aus unserer Sicht zu unflexibel. Außerdem hätten wir vorab gerne mehr Informationen erhalten.

Die Lieferung der Ware klappte wunderbar. Der Spediteur fuhr mit seinem LKW rückwärts bis an die Garage und platzierte die riesige Einwegpalette + 2 große Kartons direkt in unserer Garage. TOP Service!
Pool da … Garage belegt. 😀

Da wir nicht darauf vertrauten, dass irgendwelche Dämmstoffplatten den Erddruck auf die 1,5m tiefen, geraden Seiten des Pools ausreichend abfangen, mussten wir an den Längsseiten des Pools jeweils eine etwa 1,40m hohe Stützmauer aus Betonschalungssteinen und Beton bauen. Das Thema an sich wäre schon einen eigenen Blog-Artikel wert, da es eine „leicht“ kräftezehrende Arbeit ist, 80 Schalungssteine zu je 28KG, 56 Zementsäcke zu je 25KG und knapp 6t Sand per Schubkarre bzw. Sackkarre in den Garten zu karren.

An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Anika für Deine Ausdauer und den Ehrgeiz beim Steine schleppen 😉

Die 80 Steinchen, sowie der (später) gemischte Beton mussten dann noch 1,5m in die Tiefe gelassen werden. Jedes Steinchen einzeln ins Loch heben … neeee … das wollten wir dann doch nicht.
Zum Glück hatten wir noch die 3m lange Palette, auf der unsere Terrasse bzw. deren Verlängerung geliefert wurde. Diese war stabil genug um als „Rutsche“ für die Steinchen und (später) für die Mörtelbehälter zu dienen.

Da zu diesem Zeitpunkt klar war, dass wir über einen gewissen Zeitraum täglich ein paar Schubkarren Beton brauchen würden, haben wir uns kurzerhand einen Betonmischer gekauft. Wie’s der Zufall will war gerade einer im nahe gelegenen Baumarkt im Angebot.

Und dann ging der Poolbau in die nächste Runde: Reihe um Reihe wuchs die Schalsteinmauer, wobei der zeitraubende Teil der Arbeit eher das Verfüllen mit Beton war. Da der Abstand „Kante des Lochs“ zu den Mauern für die ersten 3-4 Reihen zu groß war, füllten wir den gemischten Beton in Mörtelbottiche, ließen diese über unsere Palettenrutsche hinab und schaufelten den Beton dann über kleine (Hand-) Gartenschäufelchen in die Schalungssteine.
Kann man so machen … dauert halt sehr lange! 🙁
Hinzu kamen die Temperaturen. Da diese im Bereich von 35 °C lagen, war es natürlich ein großer Spaß im windgeschützten Loch mit Beton zu arbeiten 😉

Nach Verarbeitung der Steine musste das Mäuerchen noch mit Beton erhöht werden. Laut Plan sollte die Mauer 1,45m hoch sein. Das ist halt doof, wenn die Steine ca. 25cm hoch sind. Da hast Du dann halt 1,50m (zu hoch) oder 1,25m (zu niedrig).
Also haben wir die Mauer mit Brettern verschalt und die Höhe mit Beton angepasst. Die endgültige Höhe von ca. 1,40m liegt im grünen Bereich. Zumal wir im nächsten Jahr noch Randsteine um den Pool setzen wollen.

Bevor es weiter gehen konnte, mussten die Innenseiten der Mauern noch mit 2cm dicken Styroporplatten beklebt werden. Diese sollen die Stahlwand bzw. deren Lackierung schützen.
Da wir noch ein paar Liter Grundierung in der Garage stehen hatten (wer hat das nicht?), haben wir die Bodenplatte des Pools kurzerhand grundiert. Was das bringen soll? Fragt uns nicht … jedenfalls steht die Grundierung jetzt nicht mehr in der Garage rum. 😀

Im Anschluss war es dann endlich soweit: die Stahlwand des Pools konnte an den vorgesehenen Platz gebracht werden. Hier erwies sich die 3m lange Palette ebenfalls als sehr vorteilhaft. Wir ließen die beiden, je ca. 80kg schweren Pakete über die Palette ins Loch „gleiten“. Anschließend wurden die Bodenschienen zusammengesteckt und ordentlich ausgerichtet.
Dann war es soweit: die Stahlmonster wurden vorsichtig abgewickelt und in die Bodenschiene gesteckt.
Da wir zu diesem Zeitpunkt davon ausgegangen sind, dass wir eine angeschweiste Keilbiese an der Poolfolie haben, wurde der Alu-Handlauf bereits zu diesem Zeitpunkt angebracht. Das war auch ganz gut, da der Handlauf zusätzlich Stabilität brachte, so dass davon auszugehen war, dass die Stahlwand nicht ohne Weiteres in alle Einzelteile auseinanderfallen würde, sobald ein kleiner Windhauch käme. 😉

Vom Gefühl her kamen jetzt die Schritte, die uns in Richtung Zielgerade führen sollten: das Bohren des zusätzlich benötigten Lochs für die Poolbeleuchtung und das schützen der Schnitt- und Stanzkanten mit Zinkspray.

Zu diesem Zeitpunkt konnte man schon ganz gut erkennen, dass das alles mal ein Pool werden könnte, wenn es fertig ist. Wie viel Arbeit noch kommen würde und wird, haben wir zu diesem Zeitpunkt echt unterschätzt.

Aber jetzt gibt’s erst mal ein paar Bilder zu dem Bauprojekt 2016:

 

Und was wird das jetzt???

Nachdem unser Garten Anfang des Jahres noch aussah wie ein Schlachtfeld und außer „Unkraut“ kein Grashalm auf der großen Fläche zu sehen war, haben wir uns kurzerhand entschlossen, im Sommer ein zusätzliches „Bauprojekt“ in Angriff zu nehmen.

Aus diesem Grund haben wurde kurzerhand ein großes und recht tiefes Loch im Garten ausgehoben.
Danach gingen erst mal ein paar Tage ins Land…
Als es konkret wurde, stellten wir fest, dass unser Gartenloch nicht groß genug war. Also musste weiter gebaggert werden.

Kurz darauf wurden noch ein paar Tonnen Split / Schotter im „Krater“ versenkt. Natürlich so, wie es sein muss: mit Schubkarre und Schaufel!

Und da ist es nun… unser Loch:
Loch im Garten

Die alles entscheidende Frage ist jetzt: was wird das??? Hat jemand eine Idee?

 

Wartung der Proxon Frischluftwärmetechnik

Nach einigen Monaten und vor dem zweiten Filterwechsel der Proxon, wird es wohl auch mal Zeit, eine Wartung durchzuführen.

Wartung … da war doch was …
Die Firma Zimmermann, von der die Frischluftwärmetechnik in Deutschland vertrieben wird, bietet jedem Kunden bei der Einmessung bzw. der Regelung der Anlage automatisch einen Wartungsvertrag an.
Jetzt schlagt mich nicht, aber ich habe das Dokument gerade nicht da. Jedenfalls beinhaltet die angebotene Wartung die Anfahrt, die Reinigung und Überprüfung der Komponenten für einen Betrag um die 300 € + MwSt.  zzgl. Material und eventuell zusätzlich anfallender Aufwände.

Das war uns bzw. mir, dem knausrigen Bauherren, dann doch zu viel. 350 € sind jetzt nicht die Welt, aber was bitteschön soll bei einer Anlage in dieser Dimension nach 1-2 Jahren schon defekt sein?
Die Filter hatten wir zwischenzeitlich schon ein oder zwei Mal gewechselt. Störungen oder Probleme hatten wir bislang, zum Glück *3xaufHolzklopf*, keine. Und unser Mobiliar in den Räumen bzw. die Raumnutzung hat sich jetzt auch nicht grundlegend geändert, so dass man davon sprechen könnte, dass die Luftmassen, die bewegt werden sollen, neu justiert werden müssten.

Nachdem die Proxon bereits meckerte, dass ein Filterwechsel nötig wäre, nahmen wir uns geeignetes Werkzeug die Ersatzfilter, einen Staubsauger und einen größeren Pinsel zur Hand und gingen ans Werk:
Im Prinzip ist es ganz einfach: zuerst entfernt man die Filterklappen, hinter denen sich die Filter befinden. Filter und der Schlitten, in dem sich der Filter befindet, müssen ebenfalls raus.
Hier sollte man sich natürlich merken, welcher Filter wo verbaut war und wie das alles zusammengesteckt gehört.

Wie „abstoßend“ die alten Filter aussehen können, brauche ich wohl niemandem zu sagen, der das schon mal gesehen hat. Es ist schon erstaunlich, was da in knapp einem halben Jahr „von draußen“ rein möchte.
Der Filter, der die Fortluft vor der Anlage filtert sah bei uns bislang sehr gut aus. Warum auch immer.

Wenn Filter inkl. Filterträger raus sind, kann man die Unmengen an Schrauben entfernen, die rund um die Frontplatte angebracht sind. Keine Panik … die Front springt einem nicht entgegen, wenn alle Schrauben raus sind, da die Platte etwas aufgesteckt ist.

Danach kann man noch den mittig befindlichen Kreuzwärmetauscher vorsichtig entfernen. Hierbei wäre es ebenfalls hilfreich, wenn man sich dessen Einbauposition merkt bzw. diese markiert, da man das Teil auch problemlos falschherum einbauen kann.
Im Netz habe ich gelesen, dass man den Wärmetauscher selbst unter fließend Wasser, also in der Badewanne oder unter der Dusche mit klarem Wasser ausspülen soll. Da habe ich mich ehrlich gesagt nicht rangetraut. Außerdem sah der Wärmetauscher noch wie geleckt aus. Deshalb habe ich diesen nur zur Seite gelegt und nach der Reinigung der restlichen Anlage wieder vorsichtig eingesetzt.

Was dann folgt ist eigentlich recht banal. Die Anlage ist ja auch nicht hochkomplex. Zuerst habe ich unseren „kleinen“ Mitbewohner (siehe Fotos am Ende des Beitrags) entfernt und die Schmutzteilchen (Hauptsächlich im Frischluftzugangsbereich) ausgesaugt.
Danach habe ich die Lüfter, die mit einer leichten Staubschicht überzogen waren, mit einem großen Pinsel gereinigt. Auch keine anspruchsvolle Aufgabe.

Die Kondensatbecken bekommt man am besten sauber, wenn man diese von grobem Schmutz befreit und dann einfach 2-3 Liter sauberes Wasser rein kippt und den korrekten Ablauf des Kondenswassers überwacht.
Da war bei uns aber alles wie geleckt. Die Filter scheinen 99,9% des Schmutzes aus der Luft zu nehmen.

Jetzt, wo alles sauber war, kann man sich auch mal die Leitungen näher ansehen. Bis auf ein paar oxidierte Kupferflecken gab’s nichts zu beanstanden. Sieht alles aus „wie neu“.

Also wurde der Wärmetauscher wieder eingesetzt. Vorher habe ich die Auflagepunkte wieder mit etwas Universalfett eingeschmiert, da ich dieses beim Putzvorgang größtenteils abgewischt hatte.
Abdeckplatte wieder drauf, neue Filter rein, Filterklappen drauf und fertig.

Das Ganze hat maximal ein Stündchen gedauert. Und das auch nur deshalb, weil ich mir alles ganz genau angesehen habe und Fotos machen wollte.

Hier noch ein paar Fotos von der Frühjahrsputzaktion:

Haus zu verkaufen!

Ja, Ihr habt richtig gelesen!
Nachdem sich herausgestellt hat, dass unser Budget zu knapp kalkuliert war um alles kurzfristig fertig zu bekommen und unsere schöne Aussicht in Richtung Süden durch die Häuser unserer Nachbarn verbaut wurden, hatten wir schon die ersten Zweifel an unserer damaligen Entscheidung!

Jeden Abend mit dem Wissen ins Bett zu gehen, dass man noch viele Jahre die Verbindlichkeiten abtragen darf und die Gebühren und Abgaben schön weiter steigen: das war letztendlich alles zu viel!
Der letzte, große Urlaub liegt auch schon lange zurück. Thailand … Gott, was war das schön! Am Strand und / oder unter Palmen liegen! Was gibt es Schöneres??? Mit dem Haus? Aktuell undenkbar! Da wird jeder Euro in Steine, Technik, Pflanzen, Erde oder sonst was investiert!
Und das nervt!

Aus diesem Grund haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen das Projekt Hausbau knapp 2 Jahre nach unserem Einzug wieder zu beenden!
Mit etwas Glück kommen wir bei der aktuell großen Nachfrage auf dem Immobilienmarkt und dem gestiegenen Bodenrichtwert unterm Strich mit einer schwarzen Null aus dem „Projekt“.
Drückt uns die Daumen!

Danach heißt es dann „das Leben genießen“!
Im Sommer im Garten auf der Liege liegen oder ein paar Runden im Pool drehen, das Plätschern des kleinen Brunnens genießen oder spontan den Grill anwerfen…

So … wer’s bis jetzt nicht bemerkt hat: APRIL APRIL! 😀 😀 😀

Wir denken natürlich im Traum nicht daran unser Haus zu verkaufen! Aber schön, dass Ihr ernsthaft daran geglaubt habt 😉

Energie-Bilanz 2015

Da wir die monatlichen Verbrauchswerte regelmäßig dokumentieren, wussten wir es schon seit dem 1.1.2016, aber wir wollten noch die Jahresabrechnungen der Versorger abwarten.
Im Jahr 2015 hatten wir ca. 350 kWh mehr Verbrauch als Ertrag.
Bedeutet konkret:
Durch unsere Fotovoltaik-Anlage haben wir 3.844 kWh Strom produziert. Davon haben wir 1.643 kWh selbst verbraucht (direkt oder via Batteriespeicher) und 2.201 kWh eingespeist.
Von den Stadtwerken haben wir 814 kWh „Haushaltsstrom“ bezogen. Der Zähler der Wärmepumpe zeigt für 2015 einen Verbrauch in Höhe von 1.750 kWh an.

Verbrauchsdiagramm2015

Verbrauchsdiagramm 2015

Betrachtet man die Monatswerte, wird sehr schnell klar, dass es in Deutschland Jahreszeiten gibt 😉
Wer ganz genau hinsieht, der kann auch erkennen, dass wir einen „kalten“ Mai hatten. Der Herbst kam pünktlich im Oktober und der November, vor allem aber der Dezember, waren erstaunlich mild.

In Zahlen ausgedrückt: Wir haben 3844 kWh Strom produziert und 4207 kWh Strom verbraucht. Macht ein Minus von 363 kWh.
In Anbetracht der Tatsache, dass, im Vergleich zum Jahr 2014, als wir im Mai eingezogen sind, 4 „Verbrauchsmonate“ mehr in die Kalkulation einfließen, sind das noch richtig gute Werte.

In € ausgedrückt kann sich unser Ergebnis auch sehen lassen! Wir hatten in 2015 im Vergleich zu 2014 zwar einen höheren Verbrauch, allerdings war unser Eigenverbrauch des selbst produzierten Stroms wesentlich höher, da unser Batteriespeicher richtig funktionierte.
Letztendlich bleiben die monatlichen Abschlagszahlungen für den Strombezug und die Vergütung für die Einspeisung gleich.
Die detaillierte Aufdröselung der Zusammensetzung unserer Stromrechnung(en) ersparen wir Euch besser. Aufgrund der unterschiedlichen Grundpreise und unterschiedlichen Preise pro kWh für normalen Strom, Wärmepumpenstrom im Haupttarif oder im Nebentarif wäre das doch etwas komplexer. 😉

Auf den Punkt gebracht:

  • Abschlagszahlung für normalen Strombezug: 33 €
  • Abschlagszahlung für die Wärmepumpe: 49 €
  • Vergütung für Einspeisung: 28 €

Macht unterm Strich monatliche Energiekosten in Höhe von 54 €
Das kann sich doch sehen lassen 🙂

Jetzt wissen wir auch, dass es sich für uns nach jetzigem Stand nicht lohnt den Wärmepumpentarif zu kündigen und auf einen einzigen Stromzähler zurückzugehen. Wie aus der obigen Grafik erkennbar, braucht die Wärmepumpe dann am meisten Strom, wenn sowieso fast nichts über die Fotovoltaik rein kommt. Da müssten wir wohl das ganze Dach mit Modulen vollmachen und statt einem gleich 2 oder 3 Batteriespeicher aufstellen. Also … lohnt sich nicht! Aber: wir werden das im Auge behalten. Sobald sich die Parameter ändern und z.B. der Preis für den Wärmepumpentarif steigt, werden wir das noch einmal durchrechnen (müssen).

Beim „normalen“ Strom sieht’s eigentlich ganz gut aus. Hier haben wir einen Autarkiegrad von 67% erreicht. Ein Blick auf das nachfolgende Bild zeigt eindeutig: der Batteriespeicher bringt im Januar gar nichts (da war er im „Wintermodus“, den es mittlerweile zum Glück nicht mehr gibt). Februar, November und Dezember sind auch eher bescheiden. Dafür könnten wir von April bis September quasi ohne die Stadtwerke leben 😉

Stromverbrauch2015

Stromverbrauchszusammensetzung 2015

Bei der Gelegenheit gleich noch die Berechnung des Energiebedarfs. Laut erster WeberHaus-Berechnung haben wir pro Jahr einen Endenergiebedarf von 12,7 kWh pro m². Aufgrund unserer Änderungen im Projekt (Fenster, Haustür, etc.) gab’s am Ende noch mal eine neue Berechnung. Da kam wir dann auf 11,x. Da ich den genauen Wert jetzt nicht habe, gehen wir einfach mal von 12 kWh pro m²und Jahr aus. In der Theorie verbrauchen wir 2076 kWh pro Jahr. Wie bereits erwähnt hat die Wärmepumpe im letzten Jahr 1.750 kWh verbraucht.
Jetzt haben wir jedoch nicht nur eine Wärmepumpe, sondern auch Handtuchheizkörper im Bad, deren Stromverbrauch über den normalen Stromzähler erfasst wird. Eine explizite Verbrauchserfassung der beiden Heizkörper gibt es nicht. Korrekterweise gehört diese Wärmezufuhr mit in die Energiebilanz.
Wirft man einen schnellen Blick auf den Jahresverbrauch (Grafik über diesem Absatz), dann kann man das jedoch leicht abschätzen: im Normalfall liegt unser „gewöhnlicher“ Stromverbrauch im Monat bei 150 bis 175 kWh. Im Januar, Februar, März und merkwürdigerweise auch im Mai lag er klar darüber. Im Januar bei über 300, Februar ca. 230, März ca. 220 und im Mai wieder bei 200. Summiert man die Abweichung vom Mittel erhält man Pi mal Daumen ca. 300 kWh.
Nehmen wir den Wert einfach mal als gegeben hin, obwohl wir der Meinung sind, dass der Mehrverbrauch in der „dunklen Jahreszeit“ zum Teil auch von TV, Playstation, Licht & Co stammt und nicht nur doch den zusätzlichen Betrieb der Handtuchheizkörper.
Damit landen wir bei 1750 kWh + 300 kWh = 2050 kWh bzw. umgerechnet 11,85 kWh pro m² und Jahr für das Thema „Warm im Haus“ und „Warmwasser“.
Das nenne ich mal eine Punktlandung!

Damit lässt es sich doch leben 😉