Plissees

Vor einiger Zeit hatten wir euch gebeten, uns eure Erfahrungen zum Thema Plissees mitzuteilen. Wo bekommt man die günstig, worauf muß man achten??
Ein Bekannter hatte uns diese Seite hier empfohlen und wir haben gedacht, wir testen es einfach mal. Also alles genau durchgelesen, den Konfigurator mit allen nötigen Informationen gefüllt und dann noch die verschiedenen Variablen ergänzt…sprich welches Material die Fenster haben, welche Befestigung wir möchten, blickdicht oder nicht, etc.
Und dann kann man aus verschiedenen Vorschlägen wählen. Wir haben erstmal nur ein Plissee zur Probe bestellt, weil wir uns nicht sicher waren, ob wir alles richtig gemacht haben, bzw. auch weil wir uns erstmal einen Eindruck über die Qualität verschaffen wollten.
Was man nicht unterschätzen darf, Plissees die extra nach speziellen Maßen angefertigt werden müssen, kosten natürlich mehr, als ein Plissee aus dem Katalog. Unsere Fenster haben aber keine Standartmaße und daher hatten wir keine wirklich andere Alternative.
Wir wollten nicht in die Fensterrahmen bohren und haben uns deswegen für eine Montage mit Spannschuhe in der Glasleiste der Fenster entschieden. Das ist ganz einfach und man muß keine Löcher bohren. Der Rahmen wird an der gewünschten Stelle mit Alkohol gereinigt, dann wird das Klebepad aufgeklebt und nach 24 Stunden kann dann alles montiert werden.
Die ersten Klebepads waren unserer Meinung nach nicht ganz so gut. An einigen Stellen haben die Pads sich nach 3-4 Wochen gelöst und somit saß das Plisssee nicht mehr richtig. Man kann die Klebepads zwar nachbestellen, aber es ist ja schon ärgerlich. Mittlerweile wurde aber der Hersteller bei den Pads gewechselt und die Neuen halten (bei uns zumindest) super gut. Das komplette Klebeset kostet bei Handelsring nochmal extra und ist definitv auch nicht gerade billig. Wir sind aber im Internet bei Amazon fündig geworden und haben da die kostengünstigere Variante gefunden. 😉
Wir haben uns hauptsächlich braune Plissees bestellt, aber wir haben auch in zwei Räumen farbige Plissees. Bisher haben wir sie im EG im Bad, in meinem Arbeitszimmer und an den Fenstern im Wohnzimmer. Oben im DG haben wir sie im Gästezimmer, Schlafzimmer und in Jochens Arbeitszimmer.
Zur Sonnenseite hin haben wir Plissees mit Sonnenschutz auf der Rückseite. D.h. das Plissee hat eine Perlmutt-Beschichtung auf der Rückseite, durch die das Plissee einen großen Teil des Sonnenlichts reflektiert und so auch an heißen Tagen für ein angenehmes Raumklima sorgt.
Evtl. folgen im EG in der Küche und in den kleinen Seitenfenster des Erkers noch weitere Plissees. Aber das ist nicht ganz so dringend. Diese Fenster gehen zwar nach hinten in den Garten raus, aber von dem kleine Weg auf der anderen Bachseite, schützt uns noch eine Reihe von Bäumen und Büschen, so dass die Spaziergänger im Frühjahr, Sommer und Frühherbst nicht wirklich bei uns reinschauen können. Außerdem denken wir, wenn uns jemand beim Kochen und Essen beobachten will, dann muß ihm wohl wirklich arg langweilig sein. 😉

So und zum Schluss wie immer noch ein paar Fotos.

 

Regenfall- bzw. Standrohre

Das Thema müsste eigentlich jedem Bauherren bekannt vorkommen. Bei WeberHaus steht in der Leistungsbeschreibung unter Punkt 13 Sanitärinstallation „Anschluss der Regenfallrohre an die Grundleitung“.

Ob das jetzt Interpretationsspielraum lässt oder nicht sei einmal dahingestellt. In anderen WeberHaus Baublogs haben wir jedenfalls gelesen, dass es ähnlich lief wie bei uns: die Regenfallrohre endeten Pi mal Daumen an der Unterkante der Hauswand also am Übergang Haus zur Bodenplatte.

Da man während der Bauphase allerdings besseres zu tun hat als sich um diese „Lappalie“ zu kümmern, sind wir irgendwann einfach in den nächsten Baumarkt gefahren und haben eine paar KG Anschlussrohre und -Winkel gekauft. Kostet ja quasi nix.
Und mit einer scharfen Säge und etwas Fett sind die offenen Enden schnell an den, bei uns, leicht versetzten Kanalgrundrohren angeschlossen.
Wer will schon, dass sich bei Regen rund um das Haus riesige Pfützen bilden. Wer weiß was da alles passieren kann 😉

Soweit so gut … ABER: erstens sind diese orange-braunen KG-Rohre (Kanalgrund-Rohre) nicht gerade unauffällig und zweitens ist das Material so gar nicht UV-beständig, wird spröde und bricht oder zerbröselt relativ schnell. Und die optisch weniger auffälligen, grauen HT-Rohre (Hochtemperatur-Rohre) sind eigentlich nicht für den Außeneinsatz zugelassen, auch wenn es da offenbar nur um fehlende Druckbeständigkeit geht, wenn man das Rohr z.B. im Erdreich vergräbt.
Also muss Titan-Zink, Kupfer oder Edelstahl her. Bei uns: Zink – genauso wie die Fallrohre eben. 😉

Wenn der Übergang zwischen Fallrohr und Kanalgrundrohr allerdings so aussieht, dann hat man ein Problem:

Das war die "kurzfristige Lösung"

Das war die „kurzfristige Lösung“

Einfach nur ein Stück Regenfallrohr kaufen, zurechtsägen und einsetzen wäre ein Lösungsansatz, allerdings wollten wir das nicht, da wir doch sehr ländlich / idyllisch wohnen und im Herbst einiges an Laub „in der Luft“ haben.
Kurz gesagt: wir wollten eine Revisionsöffnung, die es uns erlaubt das Rohr zu spülen / reinigen ohne auf Dachrinnenhöhe steigen zu müssen.
Es musste also ein Standrohr mit Revisionsöffnung her!

Da man so ein Standrohr mit seiner Wandstärke von 2-3mm nicht „mal eben“ durchtrennt, ist es von Vorteil, dass es auch 0,5m lange Standrohre gibt.
Jetzt mag der ein oder andere Leser den Einwand erheben dass man das mit einer Flex / einem Trennschleifer locker schneiden könne. Ja, das ist korrekt. Allerdings verbrennt bei der entstehenden Hitze die Verzinkung im Bereich des Schnitts. Sprich: irgendwann rostet das Fallrohr…

Bei der Suche nach Standrohren sind wir auf einige wenige Hersteller gestoßen. Da gibt es eklatante Preisunterschiede von bis zu 250%! Wir haben uns für Standrohre im humanen Preissegment von knapp 30€ pro Stück entschieden.

Als die bestellten 0,5m lange Fallrohre eintrafen, stießen wir auf das nächste Problem: von den Größen her passt alles. Aber: am unteren Ende des Standrohrs ist der Durchmesser minimal kleiner als der Durchmesser eines ganz normalen KG-Rohrs. In der Montageanleitung steht dazu: stecken Sie das Ende des Standrohrs einfach einige cm in das Ende des KG-Rohrs (ohne Muffe!).
Versucht man das Standrohr in ein Rohr mit Muffe zu stecken, dann rutscht das Standrohr mal eben 10 bis 15 cm in das KG-Rohr, bis es sich irgendwie verkantet. Außerdem bleibt ein kleiner Spalt zwischen KG-Rohr und Standrohr. Da rieselt natürlich fröhlich der Schmutz rein. So geht das also nicht!
Dumm nur, dass unser Rohr im Boden mit einer Steckverbindung, also Muffe endet und dass es sich direkt um ein Winkelstück handelt. Da kann man nicht die kleine Metallsäge zücken und den Muffenteil absägen.
Was möglich wäre: man nimmt ein Stück KG-Rohr und schneidet einfach ein paar cm (z.B. 15cm) ab und steckt das in die Muffe. Das Standrohr muss dann mit Standrohr schelle fest mit der Wand / dem Sockel verbunden werden, damit das Standrohr nicht tiefer rein rutscht. Dann hat man eine feste und dauerhafte Verbindung.
Aber: habt Ihr schon mal die Schrauben / Anker der Standrohrschellen gesehen? Puuuuuuh… DAS wollte ich dann nicht ins Haus hämmern / schrauben.
Zum Glück hat der Premium-Hersteller für Standrohre (und offenbar nur dieser) einen entsprechenden, voll verzinkten Adapter im Programm, den man auf der einen Seite fest mit dem Standrohr verbinden kann und den man auf der anderen Seite in das Muffenstück eines KG-Rohrs stecken kann. Prima!
Vorteil: Problem gelöst!
Nachteil: kostet ordentlich Aufschlag! Noch mal 30 € pro Stück zzgl. 5 € für einen Dichtgummi!
Die Lieferung ging sehr fix, so dass wir darauf hoffen konnten, dass wir an das Thema „Standrohre“ bald einen Haken machen konnten:

Übergangsstücke eingetroffen

Übergangsstücke eingetroffen

Die Standrohre konnten damit relativ problemlos angebracht werden. „Relativ“ deshalb, weil man schon etwas tiefer graben muss um die Ausgleichwinkel anbringen zu können. Das ist natürlich nur dann erforderlich, wenn zwischen Fallrohr und Kanalgrundrohr ein Versatz vorliegt. Bei uns war das bei allen 3 Stellen der Fall. 😕
Zusätzlich mussten wir die Fallrohre jeweils um 10 bis 20 cm kürzen, damit das Standrohr eingesetzt werden konnte.
Aber dann war es soweit:
Erstes-Standrohr

Eigentlich war alles gut … bis der erste Regen kam. Da bemerkten wir einen dunklen Fleck rund um den angeschütteten Split. Ziemlich schnell war auch klar woher der kam: es tropfte aus der Revisionsklappe. Zwar nur bei 2 der 3 Standrohre, aber … ne, das geht gar nicht!
Alle unsere Versuche die Klappe, die mit 2 in das Rohr ragende Schrauben und einem Dichtgummi um die Öffnung versehen ist, dicht zu kriegen, schlugen fehl. Wir vermuteten, dass das herabfallende Wasser auf die ins Rohr ragende Schraube traf und das Wasser daran nach draußen sickerte. Letztendlich tropfte es dann vom Deckel.
Als dauerhafte Lösung war uns das zu blöd. Deshalb nahmen wir Kontakt mit dem Lieferant auf und vereinbarten den Tausch gegen das neue Modell, bei dem das Problem angeblich nicht mehr existiert.
Der Ersatz wurde auch kurzfristig geliefert. Allerdings nicht in der 0,5m Variante sondern in der 1,0m langen Variante.
Puh … 🙁

Also … Zeit für einen endgültigen Cut. Die günstigeren Standrohre gingen komplett wieder zurück. Vorher mussten aber die Adapter des Premium-Herstellers wieder runter. DAS war mal eine Herausforderung 🙁
Ich glaube wir haben pro Standrohr knapp 30 Minuten mit Holzkeil, Öl und Hammer geklopft, bis sich das Teil endlich löste!
uebergang-abklopfen
Dann bestellten wir die passenden Standrohre vom Premium-Hersteller. Der Preis lag natürlich deutlich über dem Preis der ursprünglichen Lösung.
Dafür hat damit alles sofort gepasst und es ist auch absolut dicht! Wir wissen nicht, ob der Premium-Hersteller ein Patent auf deren Lösung für die Revisionsöffnung hat, aber diese Lösung scheint auf den ersten Blick die beste Lösung zu sein!
Sieht doch gut aus, oder?

Standrohr-endgueltig

Manchmal bewahrheitet es sich dann doch: wer billig kauft, kauft zweimal!

Für alle, die vor ähnliche Probleme gestellt werden: wir können Euch den Online-Shop von Dach-Teufel wärmstens empfehlen! Das gilt vermutlich nicht für alle Zeit, aber zum Zeitpunkt unserer Bestellung (Ende Juni 2015) war das ein sehr günstiger Online-Shop für Dachrinnenzubehör und Regenfallrohre mit sehr raschem Versand!

Und gleich noch ein Tipp: wenn Ihr zwischen Kanalgrundrohr und Ende des Fallrohrs einen größeren Abstand habt, dann schaut Euch mal die Standrohre vom Hersteller Grömo an! Da gibt es ein 1m langes Standrohr mit Reinigungsöffnung, Standrohrkappe auf der einen Seite und passendem Anschluss an ein KG-Rohr auf der anderen Seite. Und das für um die 40€ – auch im oben genannten Shop!
Hätten wir sofort genommen, wenn wir das 1m große Standrohr irgendwie ans Haus bekommen hätten…
Aber vielleicht können wir auf diese Art anderen Bauherren helfen 🙂

Sockelputz in Eigenregie

Inspiriert vom Hausbaublog „Das Bismarck Haus“ haben wir uns in diesem Juni ebenfalls an den Sockelputz gewagt. Wie bei den Bismarck Bauherren war der Sockelputz auch bei uns außen vor. Der Sockel war irgendwie nie Thema bei uns. Es hieß wir sollen erst einmal abwarten wie viel vom Sockel am Ende überhaupt zu sehen sein wird.

Fakt ist: vom Sockel wird immer etwas zu sehen sein. Oder anders formuliert: WeberHaus schreibt Dir eigentlich sogar vor wie Du den Sockel zu machen hast. Da gibt’s mehrere Varianten: tiefes Kiesbett, Rinne, etc.
Da werden die Abstände (Putz zum Kies, Abstand Randsteine, uvm.) vorgeschrieben.
Daran sollte man sich natürlich auch halten…sonst kann es sein, dass man etwaige Ansprüche verliert.

Den Sockelputz machen lassen kam für uns nicht in Frage. Einerseits, weil wir zu dem Zeitpunkt durchwachsene Erfahrungen mit Handwerkern gemacht hatten, und andererseits kann man das auch selber machen. Machen lassen hätte irgendwas zwischen 1.000 und 2.000 € gekostet.

Also ab zum Baumarkt und eingekauft. Was man braucht hängt von einigen wenigen Faktoren ab. Hauptsächlich aber was für ein Untergrund vorhanden ist, wie viele Laufmeter Sockel man hat und wie „hoch“ man den Sockel verputzen will / muss; sprich: wie viel vom Sockel zu sehen ist.
Bei uns waren es ca. 43m, mit geschätzten 25cm zu verputzendem Sockel und XPS-Dämmstoffplatten als Untergrund.
Macht bei uns vier 25kg Säcke Armierungsputz. Die entsprechende Fläche an Armierungsgewebeband, 5kg Universalgrundierung und vier 20kg Eimer Mosaikputz.
Als Werkzeuge braucht man 1-2 Drahtbürsten, eine kleine Maurerkelle und eine Glättkelle. Und natürlich einen Eimer und ein Werkzeug zum Anrühren des Armierungsputzes.

Der erste Schritt war bei uns der Mühsamste: freilegen des Sockels!
Der Schotter, der sich teilweise selbst verdichtet hat bzw. durch den Regen verdichtet wurde, lag an 2 der vier Hausseiten sehr hoch. Dementsprechend musste viel weggeschaufelt werden. An einer Hausseite hatten wir Glück: da mussten wir nur 10cm weg schaufeln. Dafür lagen auf der verbleibenden, vierten Hausseite schon Unmengen an Schotter für die zukünftige Terrasse. Der Schotter verdeckte nahezu den kompletten Sockel.

Jetzt kommt der ärgerliche Teil: bei der Errichtung unserer Bodenplatte wurde die so genannte Perimeterdämmung (also die XPS-Dämmstoffplatten) ziemlich rabiat angebracht. Zuerst wurde die Verschalung für die Bodenplatte errichtet. Und dann wurden wohl die XPS-Platten von innen, zweilagig entlang der Holzverschalung angebracht. Damit die Platten an Ort und Stelle bleiben, wurden von Innen große Nägel bis zur Holzverschalung durchgeschlagen. Soweit so gut… allerdings waren es 4-6 Nägel pro ca. 1,25m langer XPS-Platte.
Ganz am Ende, als die Bodenplatte fertig war, wurde die Holzverschalung wieder entfernt. Und wir hatten eine Bodenplatte mit ca. 200 Nagelspitzen, die aus den XPS-Platten herausschauten.  👿
DAS war ein Spaß diese Nägel mit einer geeigneten Zange vorsichtig heraus zu ziehen! 👿

An dieser Stelle auch gleich noch ein kleiner Tipp für zukünftige Bauherren bzw. jene, die noch ein Häuschen ohne Sockelputz haben. Lasst Euch damit nicht unendlich lange Zeit und checkt mal Eure XPS-Dämmplatten!
Mehr als ein Jahr sollte nicht zwischen Errichtung der Bodenplatte und Sockelputzanbringung liegen.
Das Problem ist, dass die XPS-Dämmstoffplatten UV-empfindlich sind! Zuerst bleichen sie aus und verändern die Farbe von ihrem Lila-Farbton hin zu gelb. Irgendwann bleicht dann das gelb zu hellgrau aus.
UV-geschädigtes XPS ist nicht als Trägermaterial für Sockelputz geeignet, weshalb die Beschädigungen mit der Edelstahl-Bürste vorher entfernt werden muss! Dass das anstrengend und vermeidbar ist, ist das eine. Dass man eventuell einen buckeligen Untergrund bekommt ist das Andere. Und das erschwert Euch die Arbeit zusätzlich bzw. das macht es nicht leichter!

Soviel zur Theorie! Die Praxis dauert bekanntlich länger und ist anstrengender. Aber: es ist alles viel weniger kompliziert als man meint. Das kriegen auch Ungeübte hin.
Damit es etwas angenehmer ist, haben wir unsere Schalbretter vor die zu bearbeitende Stelle gelegt und mit etwas Malervlies abgedeckt.
Danach wurde – wie schon geschildert – gebürstet. Das ist auch dann notwendig, wenn die XPS-Platten noch ihre ursprüngliche Farbe haben. Die Oberfläche muss etwas angeraut werden, damit der Putz besser hält.
Anschließend trägt man den angerührten Armierungsputz auf. Bei uns ging das in 2 Schritten am besten:
1. Armierungsputz auf die Glättkelle und diese am Sockel von unten nach oben ziehen
2. „Lücken“ und den oberen Bereich zwischen Hausputz und Sockel macht man dann am besten mit kleinen Portionen auf der Kelle und von links nach rechts bzw. rechts nach links.
3. Sobald man eine Strecke von 2-3m bearbeitet hat, zieht man diese mit der vertikal ausgerichteten Kelle komplett ab.

Im ersten Schritt muss der Putz nicht eben sein! Es genügt, wenn einiges an Putz am Sockel hängt. Im nächsten Schritt wird das Gewebeband in den frischen Putz eingelegt und leicht angedrückt.
Erst dann wird der Armierungsputz vollständig geebnet und das Armierungsband vorsichtig eingearbeitet. An Stellen wo noch etwas Putz fehlt, trägt man diesen einfach auf und glättet alles mit der Kelle (siehe Schritt 3). Das Ganze Kunstwerk muss allerdings nicht 100% glatt sein! Da kommt ja noch eine Schicht Buntsteinputz drüber. Und der kaschiert so einiges…
Am Ende muss der Armierungsputz 2-3 Tage trocknen.

Am Tag bevor man den Mosaikputz aufbringt, streicht man den Sockel / den Armierungsputz mit Universalgrundierung. Darauf haftet der endgültige Putz besser.

Jetzt kommt der Mosaikputz bzw. Buntsteinputz. Wir haben uns für den Farbton anthrazit entschieden. Ein Gemisch aus 2 unterschiedlich farbigen Körnern wäre für uns nicht in Frage gekommen.

Das Zeug ist echt der Hammer! Unser Mosaikputz sah aus wie Kaviar und wir waren uns beim Anblick der Masse absolut nicht sicher, ob das wirklich unsere Farbe war.
Trotzdem haben wir begonnen das Zeug aufzustreichen.
Im Vergleich zum Armierungsputz muss der Mosaikputz anders aufgetragen werden. Zwar zieht man die Masse auch mit der Kelle von unten nach oben, allerdings darf man nie zu viel davon auf die Kelle packen, da sonst der Großteil wieder runter fällt.
Oder anders formuliert: Buntsteinputz hält nicht auf Buntsteinputz. Ist die Schichtdicke größer als 3-4 Körner läuft das Zeug langsam in Richtung Boden oder fällt direkt wieder ab.
Trotzdem kein Grund zur Panik. Dann packt man eben nur kleine Kleckse auf die Kelle und zieht diese ab.
Am Anfang haben wir auch „zu dick“ aufgetragen: bei 4 Eimern und 4 Hausseiten merkt man recht schnell, dass man zu viel Material verstreicht, wenn man 1m vor Ende der ersten (und kürzeren) Hausseite den zweiten Eimer öffnen muss. 😉
Am Ende hat aber doch alles gereicht. Trotz Zweifel und Angst, dass die letzten 2m Sockel unverputzt bleiben, weil das Material ausgeht.
An dieser Stelle gleich noch der Hinweis, dass Buntsteinputz von Ecke zu Ecke aufgetragen werden muss. Eine halbe Hausseite machen und am nächsten Tag weiter machen ist nicht drin…

Im Vergleich zum Armierungsputz lässt sich der Buntsteinputz wesentlich besser glatt ziehen. Liegt wohl an der Körnung. Oder anders formuliert: da kannst Du mit der Glättkelle drücken wie du willst – die unterste Schicht kriegst Du nicht weg gekratzt. Also muss man sich nur darum kümmern, dass ausreichend Material aufgebracht wurde und dann zieht man das gerade ab.
Hausecken sind tricky. Gerade wenn man – wie wir- größere Kanten und Überstände an den XPS-Dämmstoffplatten hat. Trägst Du zu viel Buntsteinputz auf, fällt oder rutscht er wieder runter. Nimmst Du zu wenig sieht die Ecke halt krumm und schief aus 🙁
Zum Glück haben wir nur 6 Außenecken 😉

Während man die Masse verarbeitet kann man schön beobachten wie sie „hinterher“ trocknet. Die Beunruhigung über den ggf. falschen Farbton hat sich also rasch wieder gelegt. Unser Sockel hat sich langsam vom Farbton Kaviar in Richtung Anthrazit entwickelt. Erst sah es eher aus wie schwarz, aber mittlerweile passt der Farbton 🙂

Bevor der Blog-Post noch länger wird, hier die Kostenübersicht:

  • 4 Säcke Armierungsspachtel à 25kg
    ca. 55 €
  • 2x Armierungsglasgewebe 10m
    ca. 35 €
  • ein Eimer Universalgrundierung 5kg
    ca. 22 €
  • 4 Eimer Mosaik-Buntsteinputz à 20kg
    ca. 160 €
  • Werkzeuge
    (Drahtbürste, Glättkelle, Spachtel)
    ca. 30 €

Macht in Summe also ca. 300 €

An Alle, die keinen Sockelputz im Vertrag haben: nur Mut … das schafft auch ein Ungeübter.

Das Schlimmste ist der Geruch des ausdünstenden Mosaikputzes! Das stinkt wie die Hölle und man hat den Eindruck man wohnt direkt im Zentrum einer Erdölraffinerie 🙂
Aber nach 1-2 Tagen ist das auch vorbei und dann ist man nur noch stolz auf das Geleistete 😀

Wie immer gibt’s am Ende noch ein paar Fotos:

Geburtstag!!! Wie die Zeit vergeht…

Meine Güte – wie die Zeit rennt!!!
Vor etwas mehr als einem Jahr, genauer gesagt am 16. September 2014, hatte unser Haus seinen ersten Geburtstag!!!
Das fühlt sich irgendwie merkwürdig an 🙂
Irgendwie unvorstellbar, dass es schon ein Jahr her sein soll, dass unser Haus gestellt wurde. Andererseits wohnen wir auch schon seit 4 Monaten in unserem „Castle“.
Und wir genießen jeden Tag! Im eigenen zu Hause zu leben, in Echt wie selbstverständlich durch die Räume gehen, die man lange Zeit nur auf Plänen und Zeichnungen gesehen hat – unbeschreiblich! 🙂

Als kleines Resümee können wir bescheinigen, dass

  • die ersten 4-6 Wochen wie im Rausch vergehen!
    Man möchte so oft wie möglich und so lange wie es geht am und im Haus verbringen. Jeder Baufortschritt wird wohlwollend zur Kenntnis genommen. Jeder noch so kleine Mangel / Schönheitsfehler wird sofort bemängelt und kommt einem Weltuntergang gleich!
  • ab der 7. Woche kommt es einem so vor als ginge es nicht mehr vorwärts.
    Man wartet auf irgendwelche Montageteams (Maler, Fliesenleger, etc.) und die Trockenzeit des Estrichs kommt einem vor, wie das Warten auf das Christkind am heiligen Abend.
  • man sich zu Beginn TOP motiviert in die Eigenleistungen stürzt und die „Ja hört das denn nie auf“-Phase erstaunlich lange auf sich warten lässt.
  • kleinere Mängel, auf die man stößt oder (was natürlich nie vorkommt) die man in der Eigenleistungsphase quasi selbst produziert, auf eine Liste der Dinge kommen, die man dann erledigt, wenn die größeren Aufgaben erledigt sind.

Nach gut einem Jahr sind wir „eigentlich“ fertig. Eigentlich …
Nun ja … eigentlich müssen „nur“ noch ein paar Silikon- und Acrylfugen gezogen werden, das Interieur des Arbeitszimmers aus den Umzugskartons befreit werden, die Außenlampen angebracht werden, etc.
Und dann wäre noch das Thema Außenanlage bzw. Garten.
Es gibt also auch bis zum 2. Geburtstag noch genug zu tun. Wir hoffen, dass wir bis zum 2. Geburtstag auch mit der Außenanlage, dem Garten und der Terrasse „eigentlich“ fertig sind.  😉

Was vor ca. einem Jahr am Morgen noch so aussah:

So, das erste Bauteil steht!

sah am Abend des 16.09.2013 so aus:

Letztes-Teil-fertig

Ein Jahr später:

einjähriges

Stromlos!

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass es ausgerechnet diejenigen trifft, die sich eine Photovoltaikanlage auf’s Dach gemacht haben und einen Batteriespeicher in den Technikraum stellen wollen… aber der Reihe nach!

Da der Batteriespeicher unserer PV-Anlage erst im Dezember lieferbar war, wurde die Inbetriebnahme der PV-Anlage mit diesem Termin zusammen gelegt. Mit anderen Worten: so lange der Batteriespeicher nicht „da“ ist, sind die Module auf dem Dach nur der Ausdruck unseres guten Willens – mehr nicht.
In der 2. KW diesen Jahres war es dann soweit: der WeberHaus-Partner, der die Elektroinstallationen durchführt, meldete sich mit der Bitte ein Formular des lokalen Stromversorgers auszufüllen. Der Anschlusstermin in der 2. KW musste jedoch verschoben werden, da sich der lokale Stromversorger quer stellte. Der Bauherr hat die Rechnung für den Hausanschluss noch nicht bezahlt. Allerdings war die Rechnung auch keine Rechnung sondern eine Auftragsbestätigung mit dem freundlichen Hinweis, dass der ausgewiesene Betrag vor Inbetriebnahme der Anlage bezahlt werden müsse.

Den Termin in der 3. KW mussten wir dann verschieben, da zu diesem Termin der Batteriespeicher ebenfalls geliefert und in Betrieb genommen werden sollte. Das Problem: der Speicher wiegt über 600kg. Damit der Boden das Gewicht tragen kann, wurde der vorhandene Estrich an der entsprechenden Position extra aufgestemmt und -ohne Styropor-Dämmung zur Bodenplatte- neu errichtet. Jetzt musste der Bereich im Technikraum mit unserem Feinstein versehen werden. Das war in der Kürze der Zeit nicht möglich, da die Belastbarkeit erst nach einigen Tagen gegeben ist.

Vergangenen Mittwoch wurde dann der Baustrom abgebaut. Ja, ihr habt richtig gelesen! Als die Bauherrin am Haus eintraf, war der Elektriker in den letzten Zügen. Ein „hey… so geht das aber nicht – wir haben doch noch gar keinen Strom!“ half da wenig.
🙁

Der Anruf beim Bauleiter brachte dann Aufklärung: die Info, dass der Baustrom in der 3. KW 2014 weg kann, kam von ihm. Er hat dem Architekten darüber informiert, dass wir in KW 2 unsere Stromversorgung vom lokalen Stromanbieter erhalten. Die Terminverschiebung in KW 3 ging an ihm vorbei. Ein klassisches Missverständnis also – oder nicht?
Das Gefühl, dass das Thema „Kommunikation“ bei WeberHaus (aus diversen Gründen) nicht dem sonst gewohnten WeberHaus Standard entspricht, hatten wir schon mehrfach, aber jetzt stehen wir schon „dumm“ da!

Der Stromanschluss soll -nach unseren Informationen- kommenden Dienstag oder Mittwoch erfolgen. Wir hoffen, dass das Wetter weiterhin so bleibt, damit unser Haus nicht vollständig auskühlt. 🙁
Bis dahin ruhen unsere Arbeiten im Haus – dabei hätten wir noch viel zu tun! In einigen Räumen muss noch tapeziert und gestrichen werden. Die Böden im OG müssen auch noch verlegt werden. Im EG fehlt noch das Feinsteinzeug. Es gibt also noch viel zu tun – da ist eine Woche Stillstand echt ärgerlich!
Und dabei müssen wir sogar noch froh sein, dass wir selbst im Unglück noch Glück hatten: am Tag bevor uns der Baustrom genommen wurde, haben wir den Bereich für den Batteriespeicher im Technikraum mit Feinstein versehen. 24h später und wir hätten ein Problem gehabt! Die Restarbeiten (Fugen, etc.) haben wir dann im Schein einer LED-Glühlampe verrichtet, die an einer kleinen USV (für PCs) angeschlossen war.

Ohne Strom geht halt kaum etwas! Wir kriegen noch nicht einmal unsere Garage auf! Was ebenfalls mehr als blöd ist, weil wir diese mittlerweile auch als Lagerraum nutzen. Sprich…an Werkzeug oder so, kommt man ebenfalls nicht. Auf die Idee irgendwelche Dinge nach der normalen Arbeit im Haus zu erledigen kann man auch vergessen. Dafür wird es leider noch viel zu früh dunkel.
Da die Verlegung des Feinsteinzeugs im offenen Wohn-/Essbereich ebenfalls vom Stillstand betroffen ist, mussten wir die Lieferung und Montage der Küche erneut verschieben 👿

Wollen wir hoffen, dass es kurzfristig wieder Licht am Ende des Tunnels gibt! Es ist schon demotivierend, wenn man seinem eigenen Plan eh schon hinterher hinkt und dann unfreiwillig die Füße hochlegen muss.

Wir halten Euch auf dem Laufenden!

 

(Un-)freiwilliger Muskelaufbau

Hatten wir vor ein paar Tagen / Wochen den Tag herbeigesehnt, an dem wir im Haus  so richtig loslegen können!?! Und hatten wir nicht die Sorge, dass unser Feinstein-Fußboden in diesem Jahr nicht mehr lieferbar wäre? Nun ja…

Am Dientag war es soweit! Das schicke Steuler Feinsteinzeug wurde angeliefert! Um ca. 19:30 Uhr, bei -3°C wurden uns 2 Paletten in die Zufahrt gestellt. Noch schnell den Lieferschein gecheckt: 78 Pakete à 16,8KG, 8 Säcke Fliesenkleber à 15KG, 27 Sockelleisten mit 3m Länge, und ein paar Eimerchen Fugenmasse mit je 5KG.
Macht in Summe mal eben 1,5 Tonnen Material, das irgendwie ins Haus bzw. die Garage musste. Also … Ärmel hochgekrempelt und los geht’s…
Sehr demotivierend: die Päckchen waren ca. 40 x 70 cm groß und -wie schon erwähnt- 16,8KG schwer. In eigenen Worten: da haben wir uns zielstrebig das Format ausgesucht, bei dem man beim Tragen von einem Päckchen denkt „ach, da gehen auch zwei“. Schnappt man sich dann zwei der Päckchen, dann merkt man recht schnell, dass das nicht gut geht. Schwer, unhandlich, umständlich zu packen bzw. abzusetzen. Also trägt man die 78 Päckchen halt einzeln bis zur Garage. (Ergänzung der Bauherrin: Mir sind schon bei einem Päckchen Fliesen die Arme lang geworden…an zwei Päckchen war gar nicht zu denken ;))
Noch nerviger: je 3 von den Paketen waren doppelt mit einer verstärkten Umreifung verschnürt, die sich weder mit Teppichmesser noch Saitenschneider schnell oder bequem öffnen ließ.
Aber… 2 Stunden später war der ganze Spaß am Bestimmungsort angekommen und die beiden Bauherren fuhren mit gefühlten Orang-Utan-Armen nach Hause ;-).

Keine 12 Stunden später stand der nächste Termin an: die Endmontage durch WeberHaus! Kaum an der „Baustelle“ angekommen klingelte das Handy. „Hallo? … Was? Palette? Cortex? EINE TONNE!?!?!“ 😯
„… in 3 Minuten… okaaaaaaay“ 😀
Kurze Zeit später stand die Palette mit 48 Packungen Vinylparket / Vinylkorkboden je ca. 20,5kg an der gleichen Stelle, an der am Abend davor das Feinsteinzeug stand. Vielleicht hatte sich dort bereits eine kleine „Mulde“ gebildet 😉

Also … wieder Ärmel hoch gekrempelt (diemal immerhin bei +3°C ) und los. Zuerst schleppten wir die Päckchen ins zukünftige, große Wohn- / Esszimmer um danach 80% des Materials an den endgültigen Bestimmungsort, das Obergeschoß, zu schleppen.
Was ein nettes Gefühl, als die letzte Packung im OG angekommen war 🙂

Während wir den Vinylparkettboden durch’s Haus „führten“, montierten 2 Männer von WeberHaus, der so genannte Endmontagetrupp, u.a. die Sanitärobjekte. Da war es uns fast schon peinlich wie das Bad im OG aussah 😳
Unsere Schleifarbeiten, wohlgemerkt bisher nur in allen anderen Räumen und NICHT in den Bädern, hatten ihre Spuren hinterlassen! Der gesamte Boden, der ursprünglich den Farbton toffee hatte, sah aus wie der Boden einer Backstube, in der ein Sack Mehl geplatzt ist 😉
Zusätzlich wurden noch die Fenster eingestellt, die Haustüre „ausgepackt“, die Treppe der Dachbodenluke wurde auf die endgültige Bodenhöhe angepasst und der Rahmen um die Luke wurde angebracht.
Kommenden Freitag folgen die abschließenden Tätigkeiten und dann steht die Hausabnahme an. Wir sind gespannt…

So, genug gelesen… jetzt folgen noch ein Impressionen:

Estrich darf trocknen…

Wie fange ich nur an? Hm … okay:
die gute Nachricht: der Estrich ist seit über einer Woche „drin“ und trocknet vor sich hin.

Vor ca. 2 Wochen klingelte das Handy und ein netter, bislang unbekannter WeberHaus Mitarbeiter stellte sich als Disponent vor. Nach etwas Smalltalk wurde mir mitgeteilt, dass wir in 1-2 Tagen einen Ablaufplan erhalten sollten. DAS sind doch mal gute Nachrichten!
Der freudige Blick in jenen Plan offenbarte, dass der Termin für den Estrich kurz bevor stand, nämlich in KW40.
Nachdem Montag, Dienstag und auch am Mittwoch der entsprechenden Woche nichts geschah und der 3. Oktober bekanntlich ein Feiertag war, gingen wir eigentlich davon aus, dass in KW40 nichts mehr passieren würde.
Als die Bauherrin am Freitag auf dem Weg zur Arbeit zufällig an der Baustelle vorbeikam, stand dort ein Transporter neben einem Berg Sand und 2 Paletten Calciumsulfat. Glücklicherweise hatte der Bauherr (also ich) Spätdienst und konnte deshalb schnell unter die Dusche und dann ins Auto springen um am Haus vorbei zu fahren. Dort angekommen wurde ich  schon „begeistert“ vom Vorarbeiter empfangen, der mir klar machen wollte … moment … bringen wir’s auf den Punkt: „nix Standrohr – nix Estrich!“
Die Versuche zu erklären, dass wir von der gegenüberliegenden Schule Wasser beziehen dürfen und das mit dem Direktor geklärt wäre, war vergebens. An einem Brückentag an eine schriftliche Genehmigung oder der persönlich ausgesprochenen Einwilligung im Beisein der Handwerker zu kommen, könnte …naja Ihr wißt schon … schwer sein.
Unser Bauleiter konnte krankheitsbedingt telefonisch nicht erreicht werden. Und das Werk war brückentagsbedingt ebenfalls nicht besetzt 😯
Am Ende musste ich einsehen, dass es keinen anderen Weg gibt an den Estrich zu kommen, als die nächsten 2 Stunden damit zu verbringen beim Wasserversorger ein Standrohr zu organisieren. Dazwischen ging’s schnell noch zur Bank um die nötigen 1000 € Barkaution zu organisieren…die hatte ich unerklärlicher Weise nämlich nicht mal eben so bei mir.
Am Ende … ach ja … wartete „nur“ noch der Spätdienst. :-(, aber was tut man nicht alles, damit es vorwärts geht.

Am Samstag konnten wir es uns dann natürlich nicht verkneifen und haben unserem Haus einen Besuch abgestattet. Und siehe da… entgegen der Aussagen vor Ort wurde am Freitag offenbar doch noch Estrich eingebracht. Zwar „nur“ im OG, aber immerhin.
Während dieser Visite fiel uns bei der vorsichtigen Begehung der Styroporplatten im EG eines auf: irgendwas fehlte im Technikraum. Nur ein Detail, aber offenbar war es nicht mehr zu sehen: das Leerrohr zur Garage! Oh… das hatten die Estrich-Jungs wohl übersehen und haben das Loch mit Folie, Ausgleichsschüttung und 2 Lagen Styropor abgedeckt. Hm … und nun? Einfach warten und darauf hoffen, dass man den Estrich an dieser Stelle problemlos wieder aufstemmen kann? Oder einen kleinen Hinweis für die Handwerker hinterlassen? Oder das Thema selbst in die Hand nehmen? ❓
Wir haben uns für Letzteres entschieden und haben die Leerrohre am Sonntag selbst verlegt; d.h. Styroporplatten raus aus dem Technikraum, Ausgleichsschüttung weg gekehrt und dann das 100er Leerrohr vom Deckel befreit. Naja, so war zumindest der Plan. Die Umsetzung war etwas umständlicher. Und das alles bei subtropischen Temperaturen im Haus. Der Decke,l des bei den Arbeiten an der Bodenplatte verlegten Rohrs, saß komplett fest. Da war nix zu machen. Also wurde der Plan der Bauherrin umgesetzt: 35er Bohreraufsatz auf den Akkuschrauber gesteckt und mal eben zwei Löcher in den Deckel gebohrt. Dann zwei 35er Leerrohre durchgesteckt und so befestigt, dass sie den Handwerkern nicht im Weg waren.
Nach sehr kurzer Überlegung hatten wir uns dazu entschlossen die fachmännische Verlegung der zuschneidebedürftigen Styroporplatten den Experten zu überlassen.

Am folgenden Montag wurden die Restarbeiten durchgeführt; d.h. auch im EG gab es nun frischen Estrich.

Am vergangenen Wochenende wollten wir nicht länger warten und haben den Anhydridestrich betreten, um zu lüften. Die Luft im Haus war nämlich alles andere als gut und die Fenster waren schon beschlagen. Allerdings hatte es auch etwas Gutes: man konnte sehen, welches der Fenster das kälteste war. Hier hat eindeutig das Lichtband neben der Haustüre gewonnen. Das war von oben bis unten komplett naß.

Was gibt’s noch zum Estrich zu sagen? Er sieht gut aus. Entgegen des ersten Eindrucks waren die Handwerker offenbar doch vom Fach und wußten was sie da taten. Jedenfalls ist der Estrich mit Ausnahme einiger weniger Stellen sehr eben und gleichmäßig und weist nur wenige „Grübchen“ oder kleine Löcher auf. Risse haben wir bislang keine gesehen. Bislang bereitet uns nur der immernoch sehr feuchte Technikraum Sorgen, da dieser im Unterschied zu allen anderen Räumen kaum abgetrocknet ist. Nach Betreten des Technikraums hat man hinterher immer Sand unter den Schuhen. 😐
Zudem sind wir gespannt wie WeberHaus die Abdichtung in den Bädern durchführt. Anhydritestrich hat neben vieler Vorteile auch einen Nachteil: er ist nicht wasserbeständig! D.h. im Nassraum muss der Boden zusätzlich versiegelt werden.

Seit dem Wochenende hieß es „regelmäßig lüften“ , auch wenn uns das von offizieller Seite niemand gesagt hat. Aber beim Anblick der Fenster kann man gar nicht anders, als diese abzutrocknen und ordentlich zu lüften!
Der Vorteil: man hat bei jedem „Besuch“ Zeit sich die Dinge etwas genauer anzusehen. Dabei sind uns ein paar Sachen ins Auge gesprungen: die Badewanne sitzt schon sehr tief bzw. wirkt sehr niedrig, da diese auf der Rohbauhöhe steht und der Estrich außenrum 12cm höher ist . Aber das scheint bei Neubauten mittlerweile irgendwie „normal“ zu sein. Im Bad im EG ist die Duschtasse von Viega und nicht von Duravit. Geplant war eine 80cm x 80cm Dusche von Duravit. Jetzt steht dort eine rechteckige, aber nicht quadratische Duschtasse von Viega. Hm… kurz in die letzte Mehr-/Minderkostenrechnung geschaut… oh … das steht da ja wirklich drin. Wie konnte das denn passieren??? 😕
Die Größe müssen wir demnächst mal ausmessen. Das kommt uns irgendwie spanisch vor 🙁
Außerdem scheint der Wasseranschuss für die Armatur sowohl im EG als auch im OG nicht mittig zu sitzen. 🙁
Alles in Allem ist das für uns ein Punkt, wo wir uns fragen, wieso man eigentlich eine Bemusterung macht, alles durchspricht und dann in der Mehr-/Minderkostenrechnung wieder was Anderes steht. Das Problem ist leider, dass man nicht nur eine Version bekommt, sondern viele verschiedene und man da anscheinend immer jeden einzelnen Punkt haarklein überprüfen muß und nicht nur die angesprochenen Änderung.

So, Ende der grauen Theorie! Jetzt folgen noch ein paar bunte Impressionen:

Der 2. Stelltag

Nach einer viel zu kurzen Nacht mit schmerzenden Beinen,hatte der Wecker auch am Dienstag kein Erbarmen. Glücklicherweise klingelte er etwas später und ließ uns bis 7 Uhr schlafen.
Auch an diesem Tag hatten wir großes vor: den fleißigen WeberHaus Monteuren Kaffee und belegte Brötchen zubereiten und vorbeibringen, Fotos schießen, im Weg herumstehen und Mittagessen kochen und vorbeibringen. Außerdem musste die Bauherrin auch arbeiten.
Das hört sich jetzt alles nicht sonderlich nach Stress an. Bedenkt man jedoch, dass wir muskelkatergeplagt und mit Schlafmangel unterwegs waren, dann kann man das ggf. nachempfinden.

Der Anblick der „Baustelle“ erzeugte zwiespältige Gefühle! Wie Engelchen und Teufelchen auf den Schultern gaben sich die Gedanken wie z.B. „WOW – da ist unser Haus!“ und „Hm … ist das wirklich unser Haus?Vor einigen Stunden hatten wir doch nur eine Bodenplatte“  im Kopf die Türklinke in die Hand! Seitens der Bauherrin war an diesem Tag mehrfach der Ausspruch „Verrückt!“ zu hören. Damit hat nahezu jeder Satz angefangen 😀

Im Vergleich zum ersten Tag waren die Veränderungen am Haus fast schon kosmetischer Natur 😉
Naja, das lag aber eher daran, dass am ersten Tag so viel passiert war 😉
Nichts desto trotz waren wir über die Tatsache, dass das Dach noch nicht gedeckt wurde etwas verwundert. Nicht gedeckt ist auch nicht ganz korrekt. Die Randziegel wurden gesetzt. Mehr jedoch nicht. Und das nach den Wetter-Erfahrungen des vergangenen Tages. Aber gut … „die werden schon wissen was sie tun“ dachten wir uns und liesen die Jungs mal machen.

Im Innern des Hauses gab es ebenfalls Veränderungen. Die Dämmung an den Dachelementen im OG wurde angebracht und die Verlattung als Unterkonstruktion für die Rigipsplatten montiert. Zusätzlich wurden die Türsockel abgesägt, die beim Transport dafür sorgten, dass sich die Wandelemente während des Transports und der Aufbauphase nicht vedrillen / verziehen konnten.
Sehr wahrscheinlich wurden noch hunderte andere Kleinigkeiten erledigt, die uns auf den ersten Blick nicht aufgefallen sind (z.B. die weißen Holzlatten zwischen den Dachsparren,die teilweise noch angebracht werden mussten). Ein größerer Punkt war z.B. auch die Anbringung der Alu- oder Edelstahlabschlußleisten am unteren Ende des Dachs, die dafür sorgen, dass zwischen Dachsparren und -Ziegel Luftzirkulation möglich ist.

Ach ja: die Spuren des Regenschauers vom 1. Stelltag waren nahezu vollständig verschwunden. Alle Holzteile und Dämmmaterialien waren trocken und die Wasserflecken im EG waren auf ein Minimum geschrumpft. Die WeberHaus-Handwerker hatten einen Nass-Sauger dabei und haben alles schnellst möglich abgesaugt. Der Rest ist über Nacht gut abgetrocknet.

Und so langsam begannen wir zu begreifen, dass dieses Haus unser zukünftiges zu Hause wird! 🙂

 

Und schwupps da steht das Haus

Tataaaaaaaa, da ist es:Letztes-Teil-fertig

Aber der Reihe nach!
Am 16.09. war es soweit! Pünktlich um 4:30 Uhr klingelte der Wecker und der Tag begann. Um ca. 5:15 Uhr trafen wir an der Baustelle ein. Eigentlich wollten wir die geforderte halbseitige Straßensperre errichten, aber als wir eintrafen ging es an der Baustelle schon rund. Der 35t Kran war gerade dabei sich eine geeignete Parkposition zu suchen und der WeberHaus Montagetruppe wuselte schon auf der Bodenplatte rum. Der erste LKW mit Kleinteilen (Treppe, Rigipsplatten, Badewanne, etc) und den ersten Bauteilen (Erker und Dachgiebel) stand auch schon auf der Straße.
Leider wurde auch unser Wunsch nach einem regenfreien Tag nicht erhört. Es regnete fast die ganze Nacht und auch in den ersten Stunden war zwischen leichtem Nieselregen und Starkregen eigentlich alles dabei.

Das Aufstellen der Baustellenschilder und die Einrichtung der Straßensperre dauerte aufgrund der blockierten Zufahrt zum Grundstück, auf dem wir die Teile über Nacht lagerten, länger als gedacht. Wir mussten jedes Teil durch den Bereich der „schützenswerten Hecke“ tragen und sind dabei bis zu den Knöcheln in Matsch versunken. Hm… das hatten wir irgendwie anders geplant!
Ab der 5. – 6., nassen, 35kg schweren Sockelplatte für Barken oder Schilder verliert man irgendwann die Lust…

Wir waren noch gar nicht fertig, da war das erste Teil schon in der Luft! Und spätestens an dieser Stelle war klar: der Plan das iPAD wasserdicht zu verpacken und mit einer „Stop-and-Go“ App bewaffnet alle 5 Minuten ein Bild der Baustelle schießen zu lassen, hatte sich erledigt. Schade, wir hätten Euch gerne eine Zeitrafferaufnahme der Bauarbeiten zur Verfügung gestellt.

Dann ging es richtig los: nachdem zuerst die „Kleinteile“ wie Werkzeug, Treppe, Badewanne, die witzige Akkuschrauber-Ladebank und viele andere Dinge abgeladen wurden und auf Bodenplatte und Garagenfundament standen, ging es richtig los. Es war noch stockfinster, da hing unser Erker am Haken und schwebte hoch über unseren Köpfen in Richtung endgültiger Parkposition. Dort bleibt er hoffentlich die nächsten Jahrzehnte stehen 😉
Danach kam die erste Außenwand. Unglaublich wie schnell das ging. Der erste LKW war noch nicht entladen, da stand schon der zweite LKW parat!
Einzig das Wetter zeigte sich unbeeindruckt vom faszinierenden Spektakel – es regnete ununterbrochen weiter, so dass wir selbst unter dem nahe gelegenen Baum naß wurde. Bei 8-9 Grad „im Schatten“ und Naß bis auf die Knochen, stieg die Sehnsucht nach einer warmen Dusche und heißem Kaffe in uns hoch. Und nachdem die erste Ladung auf der Bodenplatte stand sprangen wir schnell ins Auto, Heizung an und „ab nach Hause“!

Nach einer heißen Dusche, mit trockenen regenfesten Klamotten und bewaffnet mit 3 Thermoskannen Kaffee und 25 belegten Brötchen, schlugen wir wenig später wieder auf der Baustelle auf. Vor lauter Überraschung über die Tatsache, dass um ca. 9.30 Uhr bereits das komplette EG stand, wären wir fast in die angrenzende Pferdekoppel gefahren 😉
Echt der Wahnsinn! Und das Beste: es hatte aufgehört zu regnen! Es war zwar noch sehr bewölkt, aber … die Hoffnung stirbt zuletzt 😉
Ein Wunder, dass wir das mit dem Regen überhaupt bemerkt hatten. Wir rannten auf kürzestem Weg durch die Haustür und ins Haus. WAS FÜR EIN GEFÜHL! 🙂

Wir waren gerade dabei das Erdgeschoß zu erkunden, da wurden wir am Durchgang zum Flur aufgehalten. Unter unseren kritischen Blicken kam unsere Treppe angeschwebt und wurde in Rekordzeit an Ort und Stelle platziert. Unfassbar wie schnell die Treppe stand! Beim ersten Versuch gerade rein, abgestellt und gleich verschraubt. Dann noch das aufsteigende Seitenteil mit dem Feinmechanikerwerkzeug (auch bekannt als Vorschlaghammer) ausgerichtet und schon war das Thema abgehakt. Unterm Strich muss man sagen, dass die Einbringung der Treppe nicht länger gedauert hat als das Anbringen eines Wandteils.

Um die Mittagszeit machten wir uns auf den Weg nach Hause, um den schwer arbeitenden WeberHaus Mitarbeitern ein deftiges Mittagessen zuzubereiten. Während dessen lockerte der Himmel auf und die Sonne kam heraus. Zurück auf der Baustelle wurden selbstverständlich zuerst die Bauarbeiter mit Essen versorgt. Allerdings hätten wir am liebsten alles stehen und liegen lassen und hätten uns erst mal um „unser Haus“ gekümmert. Das stand mit stehenden Außenwänden der 2. Etage im Sonnenschein bei strahlend blauem Himmel. Traumhaft!!!
Im Obergeschoß traf ich unseren Bauleiter und unseren Ansprechpartner des lokalen Bauforums. Gemeinsamt „sonnten“ wir uns im Obergeschoß. Das war ein ziemliches surreales Gefühl bei völligem Sonnenschein im Schlafzimmer zu stehen. Glasdach drauf und fertig ist das Haus 😉

Noch während der Mittagspause traf der nächste LKW mit der Decke des OGs bzw. dem Fußboden für den Dachboden, dem / den  Kopfband Dachbalken und den Giebelelementen ein. Die Montage der Teile ging wieder erstaunlich fix. Offenbar schien es sich auch um einen speziellen Kran für exakt solche Bauvorhaben zu handeln. Unglaublich mit welcher Präzision die Bauteile am Haken gedreht werden konnten und wie sanft diese herabgelassen werden konnten.

Danach machte sich leichte Ratlosigkeit breit. Alle Teile waren verbaut, aber vom LKW mit der letzten „Fuhre“ war nichts zu sehen. Zuerst wurde geraucht, dann telefoniert, dann wieder geraucht und irgendwann wurde einfach damit begonnen Tätigkeiten, die eigentlich für den zweiten Stelltag angedacht waren, durchzuführen. Irgendwann, es muss wohl so um 16 Uhr gewesen sein, traf auch der letzte LKW mit den Dachelementen ein. „Oha! Indische Ladungssicherung“ war unser erster Gedanke als wir den LKW anrollen sahen. 😉
Kaum angekommen wurde damit begonnen die Ladungssicherung und die riesige WeberHaus-Plane zu entfernen. Wenige Minuten später schwebten die ersten Dachelemente über unseren Köpfen in Richtung endgültiger Parkposition.
Leider konnten nicht alle Dachelemente sofort auf’s Dach, da hier eine passende Reihenfolge vorausgesetzt wurde. Anscheinend war der LKW irgendwie anders beladen worden. Dies hatte zur Folge, dass einige Dachelemente im Umkreis um das Haus zwischengelagert wurden. Ansich kein Ding, da der Boden aufgrund des Regens schön weich war. Weniger schön für den kritischen, zuschauenden Bauherren sind die Tatsachen, dass
– ein Teil „hinter“ dem LKW auf den Asphalt gelegt wurde
– die Haltepunkte der Dachelemente so angebracht sind, dass das Dachelement in der Luft von alleine seine schräge Position, passend zum endgültigen Dachwinkel einnimmt.
Beides zusammen führt dazu, dass das Dachelement, das auf dem Asphalt zwischengelagert wurde, beim Anheben zuerst auf einer Seite nach oben ging und mit der anderen Seite – nämlich der Seite mit den sichtbaren, weiß lackierten Dachpfetten – 1-1,5 Meter über den Asphalt kratzte. Dies sorgte natürlich für Sorgenfalten auf der Stirn des Bauherren!!!

Etwa den gleichen Gesichtsausdruck konnte man bei den Bauherren erkennen, als sich der Himmel während der Montage der Dachteile wieder schlagartig zuzog und dunkle Wolken aus dem Nichts aufkreuzten! Keine 20 Minuten später goß es in Strömen! Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 2/3 des Dachs montiert. Weitere 20 Minuten später hörte es wieder auf zu regnen und die dunklen Wolken verzogen sich langsam wieder. Trotzdem hatten wir danach eine „kleine“ Tropfsteinhöhle bzw. – jetzt kommt’s … eine Tropfholzständerhöhle im EG. Selbstverständlich genau an den Stellen an denen noch kein Dach war. Dort regnete es auf die Zwischendecke, die laut WeberHaus Vorarbeiter so konstruiert ist, dass diese kein Wasser hält, so dass das Wasser unten wieder heraustropfte und im EG für einige kleine Pfützen sorgte. Aber nichts Dramatisches!

Gegen 18 Uhr stand dort, wo ca. 12,5 Stunden zuvor noch eine nackte Bodenplatte lag, ein Haus. Nein! Nicht nur ein Haus … unser Haus! 

Zum Abschluss wurden die einzelnen Ziegelpakete noch auf’s Dach gepackt. Die Frage nach dem „Warum?“ konnten wir uns selbst recht schnell beantworten: der Kran! Der ist ja nur für den Stelltag vorgesehen. Und wer möchte die ganzen Ziegel bitte per Hand auf’s Dach tragen?

Bevor sich die erschöpften Arbeiter in ihr TV-loses Hotelzimmer aufmachten, „mussten“ sie mit uns noch ein kleines Richtfest feiern. Also … schnell den Schnapps ausgepackt!
Der half nicht nur bei der Taufe des Hauses und diente nicht nur zur Wahrung der Tradition sondern half auch gegen die höllischen Schmerzen in den Beinen! Wer hätte gedacht, dass Baustellentourismus solche Schmerzen bereiten kann? 😉

Jetzt kommen noch ein „paar“ Bilder vom Stelltag:

 

 

Der Countdown läuft…

Unglaublich, aber wahr … in weniger als 12 Stunden geht es los!!! 🙂
Dann rücken die WeberHaus Monteure mit „unserem“ Haus an und es wird gestellt!
Wäre nicht die Aktion mit der halbseitigen Straßensperre, dann hätten wir das vermutlich noch gar nicht realisiert. Ursprünglich war zwischen „Bodenplatte fertig“ und „Haus kommt“ so viel Zeit, dass wir uns irgendwie schon „daran gewöhnt“ hatten.
Aus diesem Zustand wurden wir vergangenen Mittwoch unsanft geholt als uns das Schreiben der Stadt vom Architekten in Kopie zugestellt wurde.
Inhalt: die Absperrvorschrift(en) zur halbseitigen Sperre der Straße ab Montag, 6 Uhr. 😯
Nachdem der normale Bauherr tagsüber für gewöhnlich noch einer anderen Beschäftigung nachgeht, konnten wir uns erst am Abend darum kümmern. Und ja, es scheint tatsächlich Firmen zu geben, die vom Verleih von Baustellenschildern und -Zubehör leben. Nachdem wir den Mark kurz sondiert hatten, haben wir per E-Mail-Kontakt ein Angebot eingefordert. Da es anscheinend nicht ganz normal zu sein scheint, dass sich Bauherren selbst darum kümmern und wir zum ersten Mal in einer solchen Situation waren, musste mehrfach telefoniert bzw. gemailt werden bis final klar war was Sache ist.
Am Ende hatten wir dann ein Angebot mit einer Mietdauer über 5 Tage! An dieser Stelle „rächt“ es sich dann doch ein wenig, dass wir schon Montagmorgen dran sind, denn so brauchen wir die Schilder schon am Freitag und können diese erst am Dienstag zurückgeben. Das summiert sich dann natürlich zu einem nicht unerheblichen Betrag 😐

Am Freitag war es dann soweit – wir wollten Schilder, Barken & Co. aus dem knapp 15 km entfernten Dortmund abholen. Dort wurden wir schon milde belächelt als wir auf den Hof fuhren und die netten Mitarbeiter vor Ort machten uns sofort klar, dass es schier unmöglich ist Absperrgitter in der Größenordnung 2,00m x 1,20m und Schilder mit 2,20m Stangenhöhe zusammen mit den jeweils 35kg schweren Grundplatten in einen Kombi zu bekommen. Also – rein ins Büro und freundlich nachgefragt ob eine Änderung der Bestellung möglich wäre.
Gedanken das Bauherren: statt 5 Tage Miete inkl. Transport mit dem eigenen Auto könnte man die Schilder ja auch am Montag um 5:30 Uhr aufstellen lassen und um 20 Uhr wieder abholen lassen. Macht einen Tag Miete + Transport + Arbeitszeit. Dürfte ja nicht wesentlich teurer sein.
Realität: die Firma arbeitet von 7 Uhr bis 16 oder 17 Uhr; d.h. da wird die Miete, der Transport, das Fahrzeug, die Entfernung und die Arbeitszeit + Zuschläge für Zeiten außerhalb der normalen Arbeitszeit fällig. Oder in Zahlen:
Der Bauherr denkt an einen Betrag im Bereich von 300 oder 350 €
In der Realität reden wir über einen Betrag im Bereich von 700 – 800 €
.
..

Wir haben die Sachen dann doch im eigenen KFZ transportiert und sind mehrfach gefahren.
Merke: das nächste Mal für 2-3 Stunden einen Transporter leihen. Dann geht das in Nullkommanix und kostet weniger Nerven! Darum werden wir das für den Rücktransport der ganzen Sachen auch einfach mal beherzigen 🙂

Bis Montag haben wir jetzt eine fachmännisch „abgesperrte“ Terrasse mit lustigen, dauerhaft leuchtenden, gelben Baustellenlichtern. Wer’s braucht 😉

Nur die 35kg schweren Platten, in die Barken, Schilder und Co. gesteckt werden, haben wir schon am Freitag am Grundstück „abgeladen“. Als wir vor Ort eintrafen stand dort schon ein riesiger LKW. Mit der Aussicht die 35kg schweren Platten jetzt locker 15m weiter schleppen zu dürfen, wollte der noch angesäuerte Bauherr den LKW-Fahrer fragen was er eigentlich vor hat. Aber dann „blitzten“ schon die Ziegel durch …
aaaaaaaah… die kommen mir doch bekannt vor!
Die Ziegel sind also schon da!

Die fachmännische Absperrung werden wir Montag Früh mit größtmöglicher Sorgfalt vornehmen. Das sind wir dem Ersteller der Skizze zur Absicherung schuldig. 😀

Einerseits freuen wie uns, dass es nach mehr als 13 Monaten soweit ist und unser Haus „kommt“, andererseits sind wir bezüglich des aktuell vorherrschenden „Spätsommers“ etwas besorgt . Ändern können wir es eh nicht, aber solche Regengüsse wie wir sie in den letzten Tagen hatten brauchen wir nicht!
Also: Daumen drücken!!!!

Abschließend noch ein paar Eindrücke vom Grundstück … lange wird es dort nicht mehr so aussehen 🙂
Ob wir morgen Zeit, Kraft und Nerven haben um uns zu melden wissen wir noch nicht, aber wir halten Euch kurzfristig auf dem Laufenden!