Eigene Zufahrt: ja / nein / vielleicht

Vor langer, langer Zeit, als wir noch zur Miete wohnten und weder Haus noch Schulden hatten, saßen wir bei der Stadt und diskutierten über die Zufahrt zu unserem Grundstück, Leitungs- und Wegerechte.
Damals sollten wir eine gemeinsame Zufahrt mit unserem südlichen Nachbarn bekommen. Auf jedem Grund sollte ein 2m breiter Weg liegen. Beide Nachbarn tragen sich gegenseitig und notariell beurkundet Leitungs- und Wegerechte ein, man einigt sich auf die gleiche oder zumindest passende Oberflächenwahl des geteilten Wegs, etc.

Alles eigentlich kein Ding, mit der Ausnahme, dass es unseren zukünftigen, südlichen Nachbarn zu dem Zeitpunkt noch gar nicht gab.
Dafür war aber klar, dass der nächste Bauherr, also der Nachbar von unserem südlichen Nachbar eine eigene, 3m breite Zufahrt bekommen sollte.

Ach ja: warum überhaupt das ganze Gezappel mit der eigenen Zufahrt? Ganz einfach: „vor“ unserem Haus befand sich vor ca. 6 Jahren eine große, offenbar geliebte Weißdornhecke. Diese wurde im Zuge der Vermarktung der Grundstücke jedoch „auf Stock“ zurück geschnitten, wobei die ausführende Firma unter „Stock“ wohl die Wurzel meinte. Zum Zeitpunkt des Kaufs bestand diese „schützenswerte Hecke“ aus 20% Holundersträuchern, 50% wilder Brombeere und je 15% Brennnessel und 15% Disteln. Weißdorn suchten wir vergebens! Das hat mit der ursprünglichen Hecke nicht mehr viel zu tun, aber … in den offiziellen Plänen ist das noch so verzeichnet und deshalb ist das per Definition eine schützenswerte Hecke. Punkt.
Und deshalb darf die auch nur minimalinvasiv durchbrochen werden.

Wir waren in der Zeit, als wir eigentlich den Bauantrag stellen wollten, mehrere Male unterwegs und hatten versucht eine Änderung zu bewirken. Es müsste doch möglich sein, dass jeder Nachbar eine 3m Zufahrt bekäme. Die 2m (in Summe) reißen es doch nicht raus. Am Ende wollten wir das Problem sogar an den nächsten Nachbarn weiter reichen und hatten vorgeschlagen, dass man die 4m breite, geteilte Zufahrt auf die Nachbarn schiebt und uns die 3m gibt. Ja von wegen… böse Bauherren (*schäm*)

Im letzten Spätsommer trafen wir einige potentielle Nachbarn am Grundstück an, mit denen wir uns auch nett unterhielten. Ein sehr interessiertes Pärchen sprach davon, dass man sich für beide Grundstücke interessieren würde und dass man ggf. schon einen Käufer für das andere Grundstück hätte (Details lassen wir jetzt einfach mal weg). Jedenfalls wäre man sehr daran interessiert, wenn man die Zufahrt beider Grundstücke zusammenlegen könnte. Bedeutet im Umkehrschluss: wir bekämen eine eigene Zufahrt in 3m Breite.
Damals haben wir diese Aussage noch belächelt…

Mehr als ein halbes Jahr später, wir beschäftigen uns so langsam doch mal mit der Außenanlage, stellt sich natürlich die Frage: was ist denn nun mit Zufahrt? Eins ist klar: pflastern wir jetzt unseren Teil der Zufahrt und den Bereich am Haus, dann steht spätestens 2 Wochen später der 40-Tonner von Nachbars Baufirma in unserer „gemeinsamen“ Zufahrt, so dass wir das in 6 Monaten neu machen dürfen.
Leider gibt es halt auch diese verflixten Abhängigkeiten: um die „Renaturierung“ / „Aufforstung“ der schützenswerten Hecke vor unserem Haus brauchen wir uns nicht kümmern, so lange wir nicht wissen wie weit die Hecke am Ende gehen soll. Da geht es nicht nur um eine Fläche der Dimension 5x18m, sondern auch um einen kleinen Hügel mit ca. 1m Höhendifferenz zur Straße / Garageneinfahrt. Da gräbt man nicht mal eben 1m Breite per Hand ab, falls man 1m mehr Zufahrt „bekommt“.

Also … kurz bei der Stadt nachgefragt und … tataaaaaaaa… „Sie bekommen eine eigene Zufahrt!“

Nicht, dass wir uns da nicht darüber freuen, aber … das steht doch garantiert nicht erst seit dem Tag unserer Anfrage fest. Hätte man uns da nicht mal informieren können? Dann hätten wir das Thema Hecke + Garten schon im Herbst / Winter angehen können.

Muss man das verstehen???

1. Baustellentermin

Am vergangenen Dienstag war es soweit: wir hatten unser erstes Baustellengespräch. Mit dabei waren unser Architekt, der Bauleiter von WeberHaus, der WeberHaus-Mitarbeiter aus unserem lokalen Bauforum aus Kamen und der Chef der Baufirma, die unsere Bodenplatte herstellt und die gerne auch die Erdarbeiten ausführen würde.

Das eigentliche Ziel des Gesprächs war uns zu Beginn nicht ganz klar. Allerdings konnte dies trotz ägyptischer Temperaturen am frühen Morgen recht schnell geklärt werden.
Letztendlich ging es primär darum, dass sich der WeberHaus Bauleiter vor Ort mit unserem Architekten abstimmen konnte. Die nicht ganz unwichtigen Fragen wie

  • Wo wird der Kran aufgestellt?
  • Wo „parkt“ der LWK mit den Außen- und Innenwänden?
  • Muss / kann die Straße gesperrt werden?
  • Kommen LKW & Kran überhaupt problemlos aufs Grundstück
  • Was für einen Kran brauchen wir (von 30t bis 70t alles möglich)
  • etc.

Dazu konnte sich der Chef der Baufirma, die unsere Bodenplatte errichten wird, unser Grundstück ansehen um uns ein Angebot für die zusätzlichen Tätigkeiten (Erdarbeiten & Schottern) unterbreiten zu können.

So ganz nebenbei erfuhren wir dabei auch den ungefähren Stelltermin: KW40 🙁
Da waren wir erst mal … zurück auf dem Boden der Tatsachen.
Wir wussten schon, dass wir aufgrund der Verzögerungen erst nach den Werksferien dran sein werden. Aber eigentlich hatten wir gehofft, dass wir recht bald nach den Werksferien dran sein werden. Jetzt hört es sich eher nach Anfang Oktober an. Das ist in sofern ärgerlich, dass es ja dann noch eine ganze Weile dauert, bis wir wirklich einziehen können (12-16 Wochen) und wir somit ein Weihnachtsfest im eigenen Heim wohl abschreiben können.

Desweiteren müssen wir noch klären wer unsere Grenzsteine an der vorderen Grundstücksgrenze (zur Straße) entfernt hat. Nach den Kanalarbeiten waren diese einfach weg. Eins der Stöckchen, die damals zusätzlich gesteckt wurden hatten wir noch gefunden, aber die Grenzsteine scheinen weg zu ein 🙁
Bislang sind wir davon ausgegangen, dass diese Steine nur vom amtlichen Vermesser versetzt oder entfernt werden dürfen. Und jetzt sind diese weg. Klasse!
Wehe man wäre selbst auf die Idee gekommen das Steinchen auszugraben…

Trotz allem sind bzw. wären wir froh wenn sich etwas auf unserem Grundstück tut. Pläne machen und in der grauen Theorie von Haus & Co. sprechen sind die eine Sache – endlich Fortschritte im echten Leben zu sehen wären eine ganz andere Sache!

Back again…

Nach einem kleinen Server-Crash sind wir nun wieder online und versorgen Euch gleich mal mit Neuigkeiten.
Nächste Woche Dienstag haben wir unser Baustellengespräch mit dem Fachbauleiter, dem Projektleiter, unserem Weberhausmitarbeiter hier vor Ort und dem Architekten. Was genau bei einem ersten Baustellengespräch passiert wissen wir nicht, aber wir denken, dass sich alle Beteiligten erstmal einen Überblick über Grundstück und Anfahrt, etc. verschaffen wollen. Außerdem bekommen wir dann auch Details zu den Erdarbeiten und der Bodenplatte (wann und wie teuer!). Überraschenderweise haben wir nämlich letzte Woche einen Anruf bekommen, dass diese Arbeiten schon Ende des Monats gemacht werden können. Endlich passiert mal was und nicht nur auf dem Papier! 😉
Wir werden auf jeden Fall berichten, wie es gelaufen ist.

Dann haben wir noch die Auftragsbestätigung für unsere Garage bekommen. Hat alles bisher reibungslos geklappt und der Preis stimmt auch. Geplant ist die Anlieferung der Garage jetzt für Ende September. Wir haben zwar noch keinen Stelltermin fürs Haus, aber da wir zwischen Haus und Garage genug Platz haben, ist es egal ob Haus oder Garage zuerst kommt. So können wir schon wieder einen großen Punkt auf unserer To-Do-Liste abhaken.
Wir müssen jetzt nur noch auf einem Plan einzeichnen, wo genau wir Tür und Fenster haben wollen und den dann zeitnah zurück nach Hamburg schicken, damit die Garage zum Wunschtermin geliefert werden kann.

Nachtrag: Küchenplanung geändert…

Eigentlich hatten wir hinter dem Thema Küchenplanung schon einen Haken gemacht und wir waren im Nachhinein erstaunt wie glatt das lief. Unterm Strich waren wir auch um die 10x mit dem Missionsziel „Küche“ unterwegs.
Am (vorläufigen) Ende hatten wir unser Ziel erreicht: Küche gefunden!

Im Februar klingelte unser Telefon: unsere freundliche und leidgeprüfte Verkäuferin aus dem Küchenstudio! Mit einer schlechten Nachricht: die Farbe / Oberfläche der Korpusse unserer Küche wird aus dem Programm genommen. Die Farbe „Noce“ scheint dem Rest der Welt nicht so gut zu gefallen wie sie uns gefällt. Eigentlich schade!
Unsere Optionen: die Küche wird rechtzeitig vor dem Programmwechsel bestellt und bis zum Einbau eingelagert oder wir suchen uns eine andere Korpusfarbe aus.

Die erste Variante kam für uns nach kurzer Überlegung nicht in Frage. Die Gründe liegen auf der Hand:

  1. Was passiert wenn die Küche aufgebaut wird und man stellt eine Beschädigung /  einen Mangel am Korpus fest? Schwierig…
  2. Wie haben bislang noch keine Baugenehmigung; d.h. wir können dem Küchenstudio noch nicht mal annähernd einen Termin nennen; d.h. die Küche müsste mehrere Monate eingelagert werden. Da stellt sich irgendwann zwangsläufig die Kostenfrage.
  3. Monatelange Lagerung macht die Küche sicher nicht besser…

Die Entscheidung „Wir suchen eine andere Korpusfarbe aus“, fiel also sehr schnell. Etwas länger brauchten wir für die neue Korpusfarbe. Wir hatten uns extra die TOP-Kandidaten für die Bodenfliesen organisiert und sind damit durch das Küchenstudio gezogen. Eine ähnliche Farbe gab es leider nicht. Also folgten wir dem Motto „wenn es nichts Ähnliches gibt, dann mach‘ etwas komplett anderes“ 🙂
Und deshalb haben wir uns für die Korpusfarbe „Eiche Sägerau“ entscheiden, einer sehr hellen Holzoberfläche mit rauer Oberfläche.

Das sieht dann ungefähr so aus:

Der Boden und die Farbe der Wände stimmt natürlich nicht. Die Senseo Kaffeemaschine auch nicht – das wäre aber vermutlich auch zu viel erwartet 😉

Garage gesucht und gefunden…

Nachdem bei uns langsam Licht ins Dunkel kommt, haben wir uns jetzt mal ernsthaft mit dem Thema Garage beschäftigt. Fest stand für uns, dass wir eine Doppelgarage haben wollen, die uns auch noch etwas Stauraum bietet. Keinen extra Abstellraum, aber so viel Platz, dass wir bequem in die Autos rein- und raussteigen können und auch noch ein wenig Lagerfläche haben. Die maximale Größe war mit 6m x 6m auch vorgegeben, da wir die Garage nur an einen Platz auf dem Grundstück stellen können. Zumindest ohne das Haus ans hintere Ende des Baufensters schieben zu müssen. Auf dem Baublog von Dani und Marc haben wir schon 2012 zum 1. Mal  von den Multibox-Garagen der Firma Stahlbox Fertiggaragen GmbH gelesen. Hörte sich alles super an und Holzständerbauweise paßt ja auch gut zu unserem Häuschen, also haben wir uns gleich mal einen Katalog und eine Preisliste zuschicken lassen. Weil wir uns aber alle Optionen offen halten wollten, haben wir uns dann einfach mal im Netz schlau gemacht und Freunde gefragt, wo sie ihre Garage her haben. Da kamen dann doch ein paar Hersteller zusammen und wir haben allen mal eine Angebotsanfrage geschickt. Die meisten Angebote waren allerdings eher enttäuschend. Teilweise hatte man uns Angebote für eine Einzelgarage geschickt, andere hatten unsere Wünsche nur teilweise berücksichtigt…und die Preise haben uns dann den Rest gegeben. Da wir ja keinen Zeitdruck hatten, haben wir das Thema erstmal beiseite geschoben. Anfang April haben wir dann mal eine konkrete Angebotsanfrage bzgl. der Multibox rausgeschickt und haben uns leicht verwundert die Augen gerieben. Nicht nur, dass der Preis unter unseren Erwartungen lag, das Angebot beinhaltet auch noch ein paar nette Goodies, die bei den anderen Firmen entweder gar nicht möglich gewesen wären oder nochmal extra gekostet hätten. Einen kleinen Haken hat das Ganze dann doch: das Fundament! Da die Holzständergarage im Vergleich zur Fertiggarage keine werksseitige Bodenplatte hat, muss man sich entscheiden, ob man die Garage auf Punktfundamente stellt und den Boden der Garage pflastert oder ob man die Garage auf ein Vollfundament stellt. Aber selbst das Fundament gibt es vom Hersteller relativ günstig. Eventuell kommt uns auch die Firma, die unsere Bodenplatte für’s Haus erstellt entgegen. Unterm Strich ist die Multibox-Lösung bei vergleichbarer Ausstattung 20 – 25% günstiger als das günstigste Angebot einer Fertiggarage. Und so bekommen wir (sollten wir dann endlich mal das GO der Baubehörde bekommen) eine BigBox-Doppelgarage in 6m x 6,05m. Mit einem großen Hörmann-Tor in unserer Wunschfarbe anthrazitgrau inklusive Torantrieb, einem Fenster und einer Tür zum Garten, 3 Handsender und einem Tastencody draußen. (Wenn ihr auf den BigBox-Link klickt, dann könnt ihr auch Fotos von der Garage sehen. Unsere wird so ähnlich aussehen, wie die in der zweiten Reihe, dritte Garage von links.)

Garage Front Garage Seite

Update vom 18.01.2015:

Das Foto von Roland hat uns mittlerweile erreicht. Genauer gesagt lag es schon seit Mitte November vor, aber bislang hatten wir es noch nicht geschafft das Foto hochzuladen.
So sah die Außenwand von Rolands Multibox Mitte 2013 aus:

Rolands Multibox

Sieht so aus, als wäre der Rollputz / Streichputz an den Stellen, an denen die Außenwandteile mit der Holzständerkonstruktion verbunden sind, abgeplatzt.
Zusätzlich gab’s bei Roland noch Wassereinbruch durch die unpassende / schlecht eingebaute Tür.
Zu allem Überfluss gab’s noch einen Montagefehler, der dazu führte, dass das Dach undicht war!

Sobald unsere Garage derartige „Alterserscheinungen“ zeigt, werden wir berichten!

Thema Mehr-/Minderkostenrechnung abgeschlossen!

Mit der heutigen Post kam Version 9 der Mehr-/Minderkostenrechnung. Falls nichts Größeres mehr dazwischen kommt, dann sollte das auch die letzte Version sein.
Nicht, dass wir alle Versionen jemals vor Augen hatten. Wir hatten insgesamt drei davon zu Hause. Die erste Version entsprach in etwa dem, was wir bei der Bemusterung in Rheinau-Linx ausgesucht hatten.
Ein paar kleine Anpassungen mussten wir am Ende doch vornehmen. Sonst säße unser Küchenfenster viel zu hoch. Und nach Abwägung der finanziellen Ausmaße der Verzögerungen mussten wir einige Streichungen vornehmen.
Und dann war da ja noch unsere Haustüre, die wir uns letztendlich doch gegönnt haben.

Letztendlich traf uns noch die Anpassung der Fensterhöhe, die WeberHaus ab August als Standard einführt. Ja, richtig gelesen. WeberHaus stellt vermutlich in den Werksferien die Produktion um. Die Fenster werden dann ab sofort 8cm höher. Dementsprechend verringert sich der Fenstersturz um 8cm. Das ist moderner, schicker und bringt noch ein ganzes Stück mehr Tageslicht ins Haus. Also: eigentlich ganz nett.
Andererseits will WeberHaus dafür natürlich ebenfalls einen Obulus.
Naja… mal sehen. Einerseits sind größere Fenster natürlich toll. Andererseits will WeberHaus keine doppelte Lagerhaltung über mehrere Monate (also alte und neue Fenstergröße). Oder anders formuliert: da muss man doch auch noch was am Preis machen können. Gibt’s also doch noch eine Version 10? Mal sehen…

Das Positive an der ganzen Sache: zusätzlich zur Mehr-/Minderkostenrechnung gab’s die angepassten Pläne und damit auch die richtigen Außenansichten. Das wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten:

Erschließungsarbeiten gehen voran

Erst einmal die gute Nachricht…die Erschließungsarbeiten für den Abwasserkanal gehen gut voran und es scheint so, als würde alles planmäßig abgeschlossen werden.
Wir waren gestern vor Ort und haben uns alles mal genau angesehen und auch ein paar Fotos geschossen. Hauptsächlich deshalb weil es einige Beschädigungen gab. Zum Beispiel wurden die Wurzeln der „schützenswerten“ Hecke an der Straßenseite unseres Grundstücks beim Baggern in Mitleidenschaft gezogen. Da unsere Abwasserleitung extra wegen dieser auf Stock geschnittenen Hecke komplett außen rum gelegt werden mußte, wollten wir das festhalten. Für uns immer noch unverständlich, dass unser Schmutzwasserkanal geschätzte 15m länger und unser Hausanschluss ca. 12m länger wurde. Und warum? Weil da eben diese schützenswerte Hecke ist, die man nicht mal eben durchbrechen könne. Und jetzt das:


Heute haben wir dann einen Anruf bekommen. Bei einer Aufräumaktion im Dorf sind diese Schäden auch Anderen aufgefallen und wir haben den Hinweis bekommen, dass die Stadt sich bei der Kostenübernahme für Straßenschäden, die wodurch auch immer entstanden sind, immer an die Grundstückseigentümer wendet. Eigentum verpflichtet – hauptsächlich dazu das Portemonnaie weit zu öffnen 😉
Da wir ja nun schon genug Drama erlebt haben, haben wir jetzt einen Haftungsausschluss bzw. zum Selbstschutz schon mal einen Hinweis an die Stadt geschickt, dass wir für diese Schäden garantiert nicht haften! Egal ob die Straße von der Baufirma vor Ort noch in Ordnung gebracht wird oder nicht. Sicher ist sicher!

Ansonsten warten wir weiterhin darauf, dass unsere Architektin aus dem Urlaub zurück kommt. Hier gibt’s mehr als genug zu tun. 😈
Und wenn wir in dieser Sache noch mehr Zeit verlieren, dann fahren wir mal kurz in den Urlaub. Thailand, Chile oder ein anderes Land ohne Auslieferungsabkommen. Hauptsache weit weg und garantiert OHNE irgendwelche Rechnungen vorher zu begleichen! 😡

Der nächste Dämpfer

Da haben wir uns am Wochenende wie blöd über die bunten Stöckchen gefreut, weil wir dachten, es kommt endlich Bewegung in die Sache, nur um dann am Montag den nächsten Dämpfer zu bekommen.
Von der Stadt bekamen wir die Info, dass zwar jetzt alles abgesteckt und vermessen ist, aber die zuständige Firma leider nicht mit den Bauarbeiten anfangen kann, da ein Teil des Kanals auch über die Zufahrt unserer Nachbarn geht und seit ein paar Tagen genau dort ein Kran steht. Unsere Nachbarn, bzw. deren Architektin, haben zwar versucht das mit dem Erschließungsträger im Vorfeld abzuklären, aber dieser hat sich nicht zuständig gefühlt und auf Andere (z.B. die Stadt) verwiesen, die aber eben auch nicht wirklich zuständig waren. Ende vom Lied: Der Kran steht und bleibt bis der Rohbau fertig ist. Wie lang das dauert?? Joa so irgendwas zwischen 8-12 Wochen oder aber auch länger und dann kann erst mit dem Abwasserkanal angefangen werden. Wäre uns ja im Prinzip egal, wenn es nicht heißen würde: So lange der nicht fertig ist, kriegen sie keine Baugenehmigung, weil die Schmutzwasserentsorgung nicht gesichert ist. So viel zum Thema „wir haben ein erschlossenes Grundstück gekauft“.

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie hilflos man sich da fühlt…gezahlt haben wir schon für den Kanal, bei der Planung wurden wir komplett außen vor gelassen und auch alle Infos haben wir nur durch Zufall erhalten.
Nach dem 1. Schock und der 1. Wut haben wir dann einfach mal unsere Nachbarn direkt kontaktiert und gefragt, ob man den Kran nicht einfach auf unser Grundstück umstellen kann. Dann verlieren sie keine Zeit und wir auch nicht.
Tja und dann gab es doch tatsächlich einfach mal gute Nachrichten: Aber sicher doch…ist schon alles mit den beteiligten Firmen geklärt und der Kran wird verschoben, so dass mit dem Kanalbau gestartet werden kann.
Man hatte uns nur einfach nicht darüber informiert…ärgerlich und unprofessionell in unseren Augen, aber hauptsache es gibt ein gutes Ende.
Und stellt euch vor beim Gespräch mit dem zuständigen Bauleiter für die Kanalarbeiten wurde uns heute gesagt, dass sie schon mit den Arbeiten angefangen haben und bis KW 15 fertig sein werden.
Also gleich wieder mit den Stadtbetrieben telefoniert und die haben gesagt, sie würden dann nochmal selbst mit dem Bauleiter Rücksprache halten, um sich das bestätigen zu lassen, aber dann steht von ihrer Seite nichts mehr im Wege…Halleluja! 🙂

Vorbereitung Abwasserkanal
Das wir uns mal so über ein paar Baugerätschaften und Schachtelemente freuen, hätten wir auch nicht gedacht 🙂

Da tut sich was!

Da fährt man aus Routine, Neugier und der Hoffnung darauf, dass sich etwas tut am Grundstück vorbei, schaut sich die Gegebenheiten an und … sucht nach den Croquet-Spielern !!?!?!
Seit Freitag stehen auf unserem Grundstück und rundherum, auf dem gesamten Flurstück,  viele kleine Holzstöckchen mit gelben,  pinken und orange-farbenen Markierungen:

Absteckung für SW-Kanal

Die gelben Stöckchen markieren die Grenzen für die verlegte Einfahrt, die sich nach Änderungen am Bebauungsplan jetzt zu 50% auf unserem Grundstück befindet. Zu sehen ist das am Stöckchen mit der pinken Farbe, da dieses unsere Grundstücksgrenze zeigt.
Das orange-farbene Stöckchen zeigt die Stelle an der sich später ein Schmutzwasserschacht befinden wird. An dieser Stelle wird der Schacht einen 90° Knick in Richtung der Einfahrt machen. Dort gibt es dann einen weiteren Schacht an den wir unser Schmutzwasser vermutlich anschließen werden. Es gibt also noch mehr Stöckchen…

Auch wenn – wie auf dem Bild zu sehen ist – noch Schnee liegt, hoffen wir, dass die Bauarbeiten kurzfristig starten und schnell abgeschlossen sind. Denn ohne Schmutzwasserkanal könnte es mit dem Bauantrag knapp werden. Die Baugenehmigung setzt nämlich eine gesicherte Erschließung (für die Schmutzwasser-Entsorgung) voraus.
Also weiter warten und Tee trinken (was bei diesen Temperaturen ja auch nicht so falsch ist).

 

So ein Gefühl…

Als wir am Freitag nach Hause gekommen sind, hatten wir zwei verpasste Anrufe…einmal eine Nummer aus der Stadtverwaltung und eine Privatnummer, die, wie wir wissen, unserer Ansprechpartnerin bei der Stadt gehört. Leider war es schon so spät, dass wir nicht mehr zurückrufen wollten und wir dachten uns, kann ja alles bis Montag warten!
Trotzdem haben wir natürlich gegrübelt…die nächste Hiobsbotschaft…oder vielleicht doch zur Abwechslung mal gute Nachrichten??? Schlimma geht’s nimma oder Schlimmer geht’s immer?

Zur Abwechslung waren es mal positive Nachrichten: auch wenn die Änderung des Bebauungsplan noch nicht ganz durch ist, können wir unseren Bauantrag schon einreichen. Dass die Änderung genehmigt wird, steht nämlich fest, es ist halt nur ein längerer Prozess bis jede zuständige Abteilung da „ihr Stempelchen“ drauf gemacht hat.
Also sofort los und die Papiere abgeben…tja leider geht es dann doch nicht ganz so schnell. Aber unsere Architektin gibt den Bauantrag am Donnerstag persönlich für uns ab und dann heißt es ganz kräftig die Daumen drücken….vielleicht haben wir ja Glück und der Antrag wird vor Ablauf der 4 Wochen-Frist genehmigt. Das wäre ja auch mal was, wenn bei uns einmal etwas schneller gehen würde als normal. Bislang war es grundsätzlich anders herum.

So und wer sich jetzt fragt, warum wir die Privatnummer unserer Ansprechpartnerin bei der Stadt kennen…weil wir nach viel Hin und Her mit Frau W. eine mehr als kompetente und engagierte Angestellte gefunden haben, die sich ganz lieb um uns bemüht hat und auch vielen Leuten da richtig Dampf gemacht hat, damit das bei uns voran geht. Und weil sie so bemüht ist, hat sie uns eben auch ab und an von zuhause aus (nach Dienstschluss!!!!) angerufen, um uns auf den neusten Stand zu bringen. Ja auch solche Angestellten gibt es bei der Stadt Unna 🙂  .
Bis dato kannten wir nur das übliche Spiel: keiner fühlte sich für unsere Fragen verantwortlich. Verbindliche Aussagen wollte und konnte uns keiner geben. Verbindlich waren nur die Gebühren 😉

Oder anders formuliert: gerade als wir uns wie Asterix und Obelix auf der Suche nach dem berühmten Passierschein A-38 befanden, stießen wir auf Frau W., die uns davor bewahrte dem Wahnsinn zu verfallen. Manche Stimmen im Kopf munkelten etwas von „Grundstückskauf rückabwickeln“ …