Wartung der Proxon Frischluftwärmetechnik

Nach einigen Monaten und vor dem zweiten Filterwechsel der Proxon, wird es wohl auch mal Zeit, eine Wartung durchzuführen.

Wartung … da war doch was …
Die Firma Zimmermann, von der die Frischluftwärmetechnik in Deutschland vertrieben wird, bietet jedem Kunden bei der Einmessung bzw. der Regelung der Anlage automatisch einen Wartungsvertrag an.
Jetzt schlagt mich nicht, aber ich habe das Dokument gerade nicht da. Jedenfalls beinhaltet die angebotene Wartung die Anfahrt, die Reinigung und Überprüfung der Komponenten für einen Betrag um die 300 € + MwSt.  zzgl. Material und eventuell zusätzlich anfallender Aufwände.

Das war uns bzw. mir, dem knausrigen Bauherren, dann doch zu viel. 350 € sind jetzt nicht die Welt, aber was bitteschön soll bei einer Anlage in dieser Dimension nach 1-2 Jahren schon defekt sein?
Die Filter hatten wir zwischenzeitlich schon ein oder zwei Mal gewechselt. Störungen oder Probleme hatten wir bislang, zum Glück *3xaufHolzklopf*, keine. Und unser Mobiliar in den Räumen bzw. die Raumnutzung hat sich jetzt auch nicht grundlegend geändert, so dass man davon sprechen könnte, dass die Luftmassen, die bewegt werden sollen, neu justiert werden müssten.

Nachdem die Proxon bereits meckerte, dass ein Filterwechsel nötig wäre, nahmen wir uns geeignetes Werkzeug die Ersatzfilter, einen Staubsauger und einen größeren Pinsel zur Hand und gingen ans Werk:
Im Prinzip ist es ganz einfach: zuerst entfernt man die Filterklappen, hinter denen sich die Filter befinden. Filter und der Schlitten, in dem sich der Filter befindet, müssen ebenfalls raus.
Hier sollte man sich natürlich merken, welcher Filter wo verbaut war und wie das alles zusammengesteckt gehört.

Wie „abstoßend“ die alten Filter aussehen können, brauche ich wohl niemandem zu sagen, der das schon mal gesehen hat. Es ist schon erstaunlich, was da in knapp einem halben Jahr „von draußen“ rein möchte.
Der Filter, der die Fortluft vor der Anlage filtert sah bei uns bislang sehr gut aus. Warum auch immer.

Wenn Filter inkl. Filterträger raus sind, kann man die Unmengen an Schrauben entfernen, die rund um die Frontplatte angebracht sind. Keine Panik … die Front springt einem nicht entgegen, wenn alle Schrauben raus sind, da die Platte etwas aufgesteckt ist.

Danach kann man noch den mittig befindlichen Kreuzwärmetauscher vorsichtig entfernen. Hierbei wäre es ebenfalls hilfreich, wenn man sich dessen Einbauposition merkt bzw. diese markiert, da man das Teil auch problemlos falschherum einbauen kann.
Im Netz habe ich gelesen, dass man den Wärmetauscher selbst unter fließend Wasser, also in der Badewanne oder unter der Dusche mit klarem Wasser ausspülen soll. Da habe ich mich ehrlich gesagt nicht rangetraut. Außerdem sah der Wärmetauscher noch wie geleckt aus. Deshalb habe ich diesen nur zur Seite gelegt und nach der Reinigung der restlichen Anlage wieder vorsichtig eingesetzt.

Was dann folgt ist eigentlich recht banal. Die Anlage ist ja auch nicht hochkomplex. Zuerst habe ich unseren „kleinen“ Mitbewohner (siehe Fotos am Ende des Beitrags) entfernt und die Schmutzteilchen (Hauptsächlich im Frischluftzugangsbereich) ausgesaugt.
Danach habe ich die Lüfter, die mit einer leichten Staubschicht überzogen waren, mit einem großen Pinsel gereinigt. Auch keine anspruchsvolle Aufgabe.

Die Kondensatbecken bekommt man am besten sauber, wenn man diese von grobem Schmutz befreit und dann einfach 2-3 Liter sauberes Wasser rein kippt und den korrekten Ablauf des Kondenswassers überwacht.
Da war bei uns aber alles wie geleckt. Die Filter scheinen 99,9% des Schmutzes aus der Luft zu nehmen.

Jetzt, wo alles sauber war, kann man sich auch mal die Leitungen näher ansehen. Bis auf ein paar oxidierte Kupferflecken gab’s nichts zu beanstanden. Sieht alles aus „wie neu“.

Also wurde der Wärmetauscher wieder eingesetzt. Vorher habe ich die Auflagepunkte wieder mit etwas Universalfett eingeschmiert, da ich dieses beim Putzvorgang größtenteils abgewischt hatte.
Abdeckplatte wieder drauf, neue Filter rein, Filterklappen drauf und fertig.

Das Ganze hat maximal ein Stündchen gedauert. Und das auch nur deshalb, weil ich mir alles ganz genau angesehen habe und Fotos machen wollte.

Hier noch ein paar Fotos von der Frühjahrsputzaktion:

Glasfaserkabel ✔

Wir haben seit heute Glasfaser im Haus liegen…und bald dann Internet mit einer Geschwindigkeit ca. 200 MBit/s.
Vor dem Kauf des Grundstücks haben wir u.A. geschaut, ob es hier Internet gibt und wie schnell es ist. Einerseits weil der Bauhherr auch mal von zuhause aus arbeiten muß und dann auf eine schnelle Internet-Leitung angewiesen ist. Andererseits auch weil man (unserer Meinung nach) um eine gute Internet-Anbindung heute nicht mehr rum kommt. Ob es das tägliche „surfen“ ist oder man über das Internet fern schauen bzw. telefonieren kann…etc.
Es wurde uns damals gesagt, dass gegenüber an der Schule ja sogar eine Glasfaser-Leitung liegen würde und sowohl die Telekom, als auch Vodafon haben uns gesagt, dass wir ohne Probleme DSL mit 16 Mbit/s kriegen würden. Unitymedia kannte unsere Hausnummer nicht (welch ein Wunder), meinte aber, dass „in der Straße“ das entsprechende Kabel liegen würde.

Letztlich sind wir dann bei Vodafon gelandet, weil es die Einzigen waren, die uns anfangs garantieren konnten, dass wir mehr als DSL-Light bekommen. Die tatsächlich zur Verfügung stehende Bandbreite konnte natürlich erst nach der Installation mitgeteilt werden. Am Ende konnte uns nur eine Bandbreite von 1MBit/s zur Verfügung stellen und selbst da, gab es immer wieder Probleme. Teilweise war das Internet so schleichlahm, dass es uns an die gute, alte „Modem-Zeit“ erinnert hat.
Gerade zu den „Stoßzeiten“ ging fast gar nichts.
Und selbst an Tagen, an denen man die volle Bandbreite von einem Mbit nutzen konnte ( 😀 ) war es extrem frustrierend, wenn man z.B. für 600 MB an Updates 1,5 bis 2 Stunden warten musste… eigentlich unfassbar. Zumal unser Baugebiet offiziell zur „Stadt“ gehört.

Vor fast anderthalb Jahren hatten wir dann einen Zettel von den hiesigen Stadtwerken und einem lokalen Internetprovider im Briefkasten. Man lud zu einem Informationsabend zum Thema „Schnelles Internet“ im Dorf ein.
Der Abend an sich war zwar nett, aber das vor allem weil man mal ein wenig mit den verschiedenen anderen „Dörflern“ quatschen konnte.
Auf fachlicher Ebene wurde der Grund für das lahmende Internet genannt: die Verbindung zwischen dem lokalen Verteiler der Telekom und dem nächstgelegenen, größeren Knoten wäre noch eine Kupferleitung aus der Vergangenheit. Man hätte bereits mehrfach beim Leitungsinhaber (Telekom) angefragt und vorgeschlagen diese Leitung auszutauschen, allerdings bestand seitens der Telekom kein Interesse.

Letztendlich schlug man uns einen Deal vor: die lokalen Stadtwerke würden dieses „Kabel“ auf Ihre Kosten verlegen und der lokale Internetprovider würde die DSL-Einwahlknoten neben den Anschlüssen der Telekom („letzte Meile“) platzieren. Das Ganze hatte natürlich einen Haken: das Angebot ist nur gültig, wenn sich mindestens 200 Haushalte finden, die zu den vorgeschlagenen Konditionen wechseln.
Und die Konditionen waren aus unserer Sicht schon etwas … naja … sagen wir mal … unflexibel. Man könnte, wenn man den Vorvertrag unterschreibt, bis zu 50 Mbit/s bekommen. Allerdings erst in ca. 1,5 Jahren. Und das zu einem Preis, der geschätzt 50% über dem aktuellen Preis anderer, großen Provider liegt.
Oder anders gesagt: Man unterschreibt einen Vertrag, der in frühestens 1,5 Jahren startet und akzeptiert einen Preis, der bereits heute gefühlt leicht über dem üblichen Preisniveau liegt.

Am Ende zögerten dann doch so viele, dass keine 80% der mindestens benötigten Haushalte den Vorvertrag unterzeichneten.

Glücklicherweise wurde die Glasfaserleitung trotzdem gebaut!

Und es kam noch besser bzw. genau so, wie es kommen musste:
wenige Tage nachdem wir umgestellt wurden und in den Genuss von 50Mbit/s kamen, wurde am Nachbarhaus eine Glasfaserleitung direkt ins Haus verlegt.
Moment…
Glasfaser bis ins Haus …
Also gleich noch mal die Stadtwerke anrufen … und … aha … oh … super. Man hat jetzt beschlossen diejenigen, die daran interessiert sind, direkt via Glasfaser anzubinden. Damit wären ja Geschwindigkeiten von mehreren Gigabit/s möglich, etc.
Bei Interesse würde ein Mitarbeiter zur Erstellung eines Angebots vor Ort kommen.

So kam es dann auch. Der Preis war echt fair. Noch nicht einmal ein vierstelliger €-Betrag. Das lag einerseits daran, dass wir als Stadtwerke-Kunden 20% Rabatt bekamen und andererseits auch daran, dass wir eigene Leerrohre bis zur Garage liegen haben und die Hauseinführung folglich selbst durchführen konnten.

Am Tag X war es dann soweit. Der Bautrupp rückte an, „schoss“ das Leerrohr unter unserer Hecke durch und grub einen Schacht bis zu unseren Leerrohren.
Ein Stündchen später war das LWL-Kabel im Hausanschlussraum.

Das LWL-Kabel kommt

Jetzt warten wir auf die Umstellung unseres Anschlusses von „Kupfer“ auf LWL. Und dann gibt’s 200 Mbit/s.
Das wird dann erst mal kein großer Unterschied sein. Oder anders gesagt: wir könnten aktuell auch gut mit 50Mbit/s leben.
Trotzdem macht es Sinn das LWL im Haus zu haben, bevor wir die Zufahrt pflastern lassen.

Also hat’s „nur“ knapp 2 Jahre gedauert, bis wir von „fast kein Internet“ zu „ist ja schon da“ gekommen sind. 😉

 

 

Fotovoltaik Erfahrungsbericht

Wie bereits vor langer Zeit in einem vorherigen Beitrag geschrieben, haben wir hinsichtlich unserer Fotovoltaik einige Erfahrungen gemacht, die wir Euch nicht vorenthalten wollen.

Wir wurden relativ häufig gefragt, ob sich eine Fotovoltaik-Anlage überhaupt lohnen würde. Viele waren, spätestens beim Punkt „Batteriespeicher“, extrem skeptisch und haben uns vorgerechnet, dass sich diese Investition rechnerisch nicht lohnen würde.

Die Frage, ob sich ein Batteriespeicher bzw. Fotovoltaik allgemein überhaupt rechnet, können wir hier nicht abschließend klären, da es hierfür schlichtweg zu viele Variablen gibt, die man in die Rechnung einbeziehen müsste. Z.B. was kostet der Spaß (Erstinvestition), Höhe der Einspeisevergütung, Höhe Eigenverbrauch, Stromverbrauchszeiten, Zinsen, Wirkungsgrad der Komponenten, Degradation der PV-Module, Entwicklung des Strompreises, Entwicklung des Stromverbrauchs, etc.

Um es abzukürzen: ich glaube nicht, dass man die Rechnung so gestalten kann, dass man sagen kann, dass es sich lohnt oder eben nicht.
Allerdings war das für uns noch nicht einmal der entscheidende Faktor. Uns war es salopp gesprochen nicht so wichtig, ob die Gesamtinvestition am Ende ein paar tausend € höher ausfällt oder nicht. Uns war es wichtig, die laufenden Kosten möglichst gering zu halten.
Außerdem war unser Niedrigenergiehaus in Kombination mit der Fotovoltaik-Anlage für uns ein kleiner Beitrag zum umweltbewußten Wohnen. Und nicht zu vergessen, man ist unabhängiger von irgendwelchen Stromanbietern und deren Preispolitik.

Unsere Fotovoltaik-Anlage liefert (rechnerisch) maximal 6.000 Watt. Durch die Aufteilung der Module auf beide Dachhälften und die 30° Abweichung der größeren Fläche von der optimalen Südausrichtung, kommen wir nur im Hochsommer in die Nähe der 6.000 Watt.
Andererseits haben wir im „Normalmodus“ einen recht geringen Stromverbrauch.  Im „Ruhemodus“ zieht unser Haus (je nachdem ob die Kompressoren in Kühlschrank / Gefrierschrank laufen) 70 bis 150 Watt aus der Steckdose bzw. dem Batteriespeicher.
Den höchsten Verbrauch haben wir natürlich dann, wenn Backofen / Herd an sind, die Spülmaschine läuft, die Waschmaschine die Kochwäsche bearbeitet oder der Staubsauger die Katzenhaare jagt. Da nehmen wir gerne auch mal 3.000 Watt aus dem Stromnetz.
Beim Krimi am Abend, wenn TV, SAT-Receiver und Computer laufen, dann „braucht“ das Haus ca. 400 bis 500 Watt.
In der Regel „verbrauchen“ wir unter der Woche ca. 5 kWh pro Tag und 7-10 kWh am Samstag und Sonntag (Waschmaschine, Staubsauger, Playstation 😉  ).

Unser Batteriespeicher kann max. 5,8 kWh „puffern“; d.h. im besten Fall kommen wir einen Tag und eine Nacht ohne einen einzigen Sonnenstrahl aus 🙂
Realistischer ist aber die Annahme, dass man durch den Batteriespeicher den Eigenverbrauch erhöht und die Unabhängigkeit („Autarkie“) vom Stromlieferant steigert.

Leider wurde unser Batteriespeicher bei der Installation im Frühjahr 2014 falsch angeschlossen, was wir erst im Sommer bemerkten. Der Fehler wurde im Oktober 2014 behoben. Der Fehler bewirkte, dass der Batteriespeicher zwar geladen wurde, aber nie Strom abgegeben hat. 🙁
Doofe Situation, aber so haben wir jetzt Vergleichswerte zwischen „mit Batterie“ und „ohne Batterie“

Zusammengefasst:

  • Ohne Batterie und ohne Verbraucher, die nach dem Sonnenstand ein- oder ausgeschaltet werden, hatten wir einen Autarkiegrad im Bereich von 15 bis 20 Prozent!
  • MIT korrekt angeschlossenem Batteriespeicher haben wir einen Autarkiegrad von 49,8% im Februar 2015, 71,3% im März, 89,4% im April und im Mai bislang 99,7%

Ergo: wenn der Batteriespeicher funktioniert, dann kommen wir seit Mitte April, dank ausreichender Helligkeit am Tag, mit dem gespeicherten Strom auch über die Nacht und brauchen keinen Strom von den Stadtwerken.
Das Ganze läuft so, dass man in der Regel mit einem 100% geladenen Akku in den Abend geht. Wenn die Leistung, die vom Dach kommt  langsam nach lässt, übernimmt der Batteriespeicher und gleicht die Differenz aus. In der dunklen Nacht kommt sämtlicher Strom aus der Batterie. Aus technischen Gründen (die 3 Phasen müssen ausgeglichen sein), liefert die Batterie mehr Strom als man braucht, so dass man auch ein paar Watt ins Netz einspeist.
Wir finden es klasse! 😀

Hier ein paar bunte Bilder:

Autarkie im April PV-Leistung im April Batterieladezustand am 1. Mai

Beim Thema Fotovoltaik gibt’s natürlich auch einige Punkte, die man beachten muss:

  • Je später man seine Anlage bei der Bundesnetzagentur registriert, desto niedriger ist die Einspeisevergütung. Wir erhalten noch 14,54 Cent pro kWh.
    Wer heute anmeldet, bekommt nur noch 12,50 Cent pro kWh.
  • Beim Bezug von Strom zahlt man natürlich etwas mehr pro kWh, da man nur ein Geringabnehmer ist. Wir zahlen beim Strombezug stolze 31,5 Cent pro kWh.
  • Unser Batteriespeicher gönnt sich alle 10 bis 15 Tage eine so genannte Ausgleichsladung; d.h. die Akkus werden „bis zum Anschlag“ geladen um die ursprüngliche Kapazität wiederherzustellen und um sicherzustellen, dass die zu erwartende Lebensdauer (2500 Batteriezyklen) erreicht wird.
    Während der Ausgleichsladung wird von der Batterie kein Strom abgegeben; d.h. reicht die Eingangsleistung am Tag nicht aus um die Ausgleichsladung zu beenden, dann liefert die Batterie in der Nacht keinen Strom.
  • Vom 01.12. bis 31.01. wird der Akku nicht entladen, um zu vermeiden, dass die Akkus aufgrund fehlender Sonne längere Zeit halb entladen bleiben, was die Akkus schädigen würde.
  • Jeder Batteriespeicher hat eine maximale Leistung, die geliefert werden kann. Bei uns sind das 2700 Watt. Wer Nachts gerne Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine und Staubsauger zeitgleich laufen lassen möchte, der sollte bedenken, dass alles was über 2700 Watt hinaus geht aus dem Netz gezogen wird.
  • Wer keinen Batteriespeicher einsetzt bekommt ggf. die Auswirkung der 70/30-Regel zu spüren. Manche Stadtwerke wollen dann, dass der Wechselrichter so konfiguriert wird, dass max. 70% der Peak-Leistung ins Netz eingespeist werden.
    Der Rest wird, wenn er nicht verbraucht wird, zu Wärme und nicht zu Geld.
  • Die meisten Batteriespeicherlösungen sind KEINE Insellösung; d.h. bei einem Stromausfall ist es auch bei uns dunkel – egal wie voll die Batterie ist!
    Die Hersteller haben zwar eine weitere Komponente im Portfolio, die das Problem lösen würde, allerdings darf man dafür wieder eine größere Anzahl Scheinchen auf den Tisch legen. Lohnt sich unserer Meinung nach nicht!

Zu den monetären Fakten:
Im letzten Jahr haben wir für unseren Strom 728€ bezahlt und für die Einspeisung 437€ erhalten. Bleibt eine Differenz von 291€ oder pro Monat ca. 25€

Eigentlich ganz schön unfair, wenn man bedenkt, dass wir, im Vergleich zum bezogenen Strom, fast doppelt so viel eingespeist haben. Ergo: wir gehen davon aus, dass wir im aktuellen Jahr wesentlich weniger einspeisen, dafür einen höheren Eigenverbrauch haben und weniger Strom einkaufen müssen.

Wir halten Euch auch im nächsten Jahr auf dem Laufenden, ob sich hier etwas verbessert hat.
Weiteres Verbesserungspotential ist jedenfalls vorhanden: mit den Verbrauchswerten aus 2015 und dem geplanten Kaminofen werden wir abwägen (und ausrechnen), ob es Sinn macht den zweiten Zähler für den Wärmepumpentarif entfernen zu lassen und die Wärmepumpe über das ganz normale Stromnetz laufen zu lassen. Dann hängt die Wärmepumpe ebenfalls an der Batterie und sorgt ggf. dafür, dass die knapp 6 kWh Kapazität nicht ausreichen um über die Nacht zu kommen, aber dafür spart man sich die Zusatzkosten für den zweiten Zähler.
Und die Mehrkosten pro kWh für „normalen“ Strom im Vergleich zum Wärmepumpentarif, fangen wir ggf. damit auf, dass wir durch den gestiegenen Strombedarf aus dem Kleinstabnehmertarif herausrutschen.
Im Zweifelsfall müssen wir die Anlage auf dem Dach doch von 6 auf 10 kWp aufrüsten und einen zweiten Batteriespeicher in den Technikraum stellen 😛

 

 

quod erat demonstrandum

Jetzt, wo es draußen etwas kälter ist und man trotz Lust etwas am Haus zu machen von den niedrigen Temperaturen und dem häufig fehlenden Tageslicht gebremst wird, findet Mann (!) die Zeit sich mit anderen Dingen zu beschäftigen.

Beim ordentlichen Verkabeln im Technikraum fiel er mir auf: der Warmwasserspeicher. Hm … da war doch was:

Im Winter soll die elektrische Heizspirale hinzugeschaltet werden. Für den Fall der Fälle. Das ist quasi wie Winterreifen fürs Auto…

Hm … die WP benötigt im Betrieb knapp 500 Watt … die Heizspirale nimmt sich 2.000 Watt …. uiuiui … 😯
Wie sich wohl unser Stromverbrauch ändert, wenn ich die Funktion hinzuschalte? Und überhaupt … was schluckt die Proxon Frischluftwärmetechnik jetzt,wo es Nachts auch mal leicht unter 0°C geht?
Lohnt sich die PV-Anlage auf dem Dach? Macht das alles Sinn???

Vor der Erläuterung erst mal was für die Augen:
Strom-November

Die Daten aus dem ersten Quartal sind Hochrechnungen. Da liegen uns keine echten Messwerte vor.
Der Eigenverbrauch liegt übers Jahr gerechnet leider nur bei knapp 14%. Das hat seine Gründe und wurde quasi behoben. Mehr darüber im nächsten Blog-Artikel!

Naiv betrachtet heißt das:

Produzierter Strom bis heute: 3439 kWh
Verbrauchter Strom bis heute:  1730 kWh

D.h. wir haben ein Energie-Plus von sage und schreibe 1709 kWh oder anders formuliert: wir verbrauchen gerade mal 50% der Energie, die wir selbst produzieren!

Jetzt haben wir in den letzten 2-3 Wochen tatsächlich einen signifikant gestiegenen Verbrauch der „Heizung“ festgestellt. Ist ja irgendwie klar und war zu erwarten.
Aber selbst wenn es bis Ende des Jahres bitterkalt werden sollte die Sonne gar nicht mehr scheint (d.h. selbst wenn wir pro Tag 30 kWh verheizen und nix produzieren), dann bleibt am Ende des Jahres weiterhin ein Plus von um die 500 kWh.
Es bleibt also dabei:

Wir haben ein PlusEnergie-Haus!!! 🙂
(quod erat demonstrandum)

Bastelstunde im Bad – Teil 2

Unserem Spiegelschrank im OG fehlte noch ein für uns wichtiger Punkt: Licht!

Wie vor einiger Zeit berichtet, hatten wir den Waschtischunterschrank beim schwedischen Möbelhaus gekauft und auf unsere Bedürfnisse angepasst.
Den dazu passenden Spiegelschrank hatten wir auch angebracht.
Die benötigten Stromkabel hatten wir damals schon eingeplant und legen lassen. Allerdings hatten wir damals weder ein EnOcean-Modul im Technikraum, noch separate Schalter eingeplant. Wir dachten, dass eine Dauerstromleitung genügen würde und der Rest vom Spiegelschrank übernommen würde.

Jetzt gibt es von IKEA selbstverständlich auch Lampen und LEDs für Spiegelschränke, aber wirklich gefallen hat uns das alles nicht.

Weil wir gerade schon so in Bastelstimmung waren, haben wir uns für eine weitere „do it yourself Lösung“ entschieden:

Bestandteile:

  • eine moderne, helle LED mit ausreichender Breite oder eben mehrere kleine LEDs für die Aufschrankmontage. Wir haben unsere LED bei Amazon gekauft. Kosten: 68 € zzgl. 3,90 € Versand = 71,90 €
  • EnOcean Stromstoßschalter
    gibt es in verschiedenen Ausführungen: potentialfrei oder eben nicht.
    Unser Modell: FSR61-230V für die dezentrale Montage
    Kosten: 60 € zzgl. Versand
  • EnOcean Mini-Schalter in Anthrazit
    Unser Modell: FMH2-an
    Kosten: 29,44 € zzgl. 7,99 € Versand

Gesamt knapp 170 €

Die Schwierigkeit der Montage hielt sich in Grenzen. Die LED war recht leicht zu montieren: positionieren, Bohrpunkte markieren, Löcher anbohren und die Lampe dann mit den mitgelieferten Schrauben endgültig montieren.

Beim Anschluss der Elektrik taten wir uns hingegen schwer. Die Anleitung des Stromstoßschalters war nicht ganz verständlich!
Sicherung raus – L + N aus der Wand an den Stromstoßschalter … und die beiden Kabel der LED an den Schaltausgang angeschlossen.
Sicherung rein & Schalter einlernen (total easy!).
Schalter betätigen … es klackt leise, A-B-E-R … die LED bleibt dunkel … hm… *überleg*

Am Ende scheiterte es bei uns an einem Wort: potentialfrei! Sprich: am Schaltausgang liegt keine Spannung an! Noch einmal kurz in die beiliegende Anleitung geschaut und … „oh, so ist das also gemeint…“
Am Schaltausgang muß also noch Spannung aufgelegt werden… Fehler behoben und schon funktioniert es! 🙂

Den klebbaren Eltako Mini-Schalter haben wir unter den Spiegelschrank geklebt.
Das sieht dann so aus:

Beim nächsten Kauf würden wir statt einem potentialfreien Stromstoßschalter die Version mit 230V nehmen. Dann spart man sich ein paar Kabel. Das ist aber auch das Einzige, das wir beim nächsten Mal anders machen würden!

So, jetzt müssen wir schnell den Staub vom Spiegelschrank entfernen und dann genießen wir unser Wochenende! Wir hoffen Ihr tut das Gleiche! 🙂

Blog-Umzug!

Unsere Generalprobe ist geglückt 😉
Auch wenn es bei uns leider noch nicht soweit ist: unser Blog ist schon einmal umgezogen! Damit dürften Eure Zugriffe ein ganzes Stück schneller sein. Vorher lag der Blog auf einem kleinen, privat betriebenen Server. Jetzt liegt das gute Stück in einem dafür vorgesehenen Rechenzentrum.
Die restlichen Hintergründe ersparen wir Euch an dieser Stelle 😀

Was gibt’s Neues bei uns? Das ist kompliziert! Nüchtern betrachtet sind wir schon ein gutes Stück vorwärts gekommen. Bedeutet konkret:

  • Maler- und Tapezierarbeiten sind (mit Ausnahme des Treppenbereichs) abgeschlossen.
  • Die Verlegearbeiten des Vinylkorkbodens sind abgeschlossen.
  • Die ersten Feinsteinplatten im Wohn- / Essbereich liegen
  • Die erste Zarge sitzt
  • Die Eckventile in den Bädern und der Küche sind drin und dicht
  • Waschtische und Unterschränke warten nur noch auf die Anbringung
  • WeberHaus / Zimmermann hat die Wärmepumpe in Betrieb genommen
  • WeberHaus / Rosenlehner hat die restlichen EnOcean-Schalter konfiguriert und angebracht. Die Homeway-Dosen inkl. Patchpannel im Technikraum sind gesetzt.

Klingt eigentlich super. Sieht auch wesentlich besser aus, als vor einigen Wochen. Andererseits ist die Zeit der schnellen und deutlich sichtbaren Fortschritte offensichtlich vorbei. Und die Liste der offenen Punkte ist noch lang:

  • Feinstein im Wohn- / Esszimmer fertig verlegen
  • Feinstein im Flur (EG) verlegen
  • Feinstein im Technikraum fertig verlegen
  • Treppenhaus tapezieren und streichen
  • Restliche Zimmertüren einbauen
  • SAT- und Netzwerkdosen anbringen
  • Sockelleisten anbringen
  • (kilometerweise) Fugen
  • Lampen anbringen
  • Armaturen anbringen
  • Waschtische und Unterschränke anbringen
  • uvm… 🙂

Andererseits gibt’s auch seitens WeberHaus noch offene Punkte. Irgendwie haben wir den Eindruck, dass alles, was mit Elektrik zu tun hat, noch nicht rund läuft. Unser Wechselrichter der PV-Anlage meldet sich im Schnitt 1x am Tag mit wechselnden Fehlercodes.
Die Wärmepumpe nimmt sich im Moment 600 Watt. Vermutlich deshalb, weil der gemessen Temperatur-IST-Wert im Gästezimmer zwischen -4 und -9 Grad liegt. Falls also irgendwer den Winter sucht: da isser 😛
Hinzu kommt, dass der Monteur der Firma Zimmermann nur ca. die Hälfte der Luftauslässe & PTCs installieren / montieren konnte, da die Elektriker die Verkabelung anscheinend falsch hinterlassen haben. Die Strom- und Bus-Kabel müssen, zumindest die letzten cm, durch das Alu-Luftrohr verlaufen um die PTCs in Betrieb nehmen zu können. Im Moment baumeln die Kabel außerhalb der Rohre herum. Komischerweise paßte es bei allen Auslässen außer bei drei Auslässen im Wohn-/Essbereich.
Als weiteres i-Tüpfelchen kommt hinzu, dass die Wärmepumpe mehrere Kommunikationsfehler meldet. Oder anders formuliert: da läuft’s noch nicht rund!

Zu den normalen Verzögerungen wie z.B. man braucht „mal eben“ ein neues Schneideblatt für den Feinsteinboden“ oder „huch … das sind ja die falschen Abstandshalter“ kommt hinzu, dass wir tagsüber unseren normalen Arbeitstätigkeiten nachgehen und quasi „nebenbei“ am Haus weiter werkeln. Und da stößt man manchmal einfach an seine Grenzen. Man werkelt unter der Woche Nachmittags / Abends am Haus und am Wochenende ist der Akku meistens leer, so dass man sich einen Tag frei nimmt 😉
Irgendwie nachvollziehbar, dass es gefühlt nur langsam voran geht.

Aufmunternd ist dann allerdings ein kleiner „Vorher-/Nachher-Vergleich“. Wenn man dann quasi im Zeitraffer sieht, wie sich die Räume verwandeln – einfach herrlich! Vom nackten Rohbau über tapezierte Decken & Wände, gestrichene Wände bis hin zum verlegten Boden. Einige der Bilder wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten 🙂

Kabelwahnsinn!!!

Vorsicht….seeeeehr technisch! 😉
Während der Estrich trocknet, ist der wohl beste Zeitpunkt um die eigenen Kabel durch die Leerrohre zu ziehen. Natürlich erst nach den ersten 2-3 Wochen ;).
Ursprünglich wollten wir mehrere Leerrohre aus diversen Zimmern bis in den Technikraum legen lassen. Am Ende hätten uns die geplanten 7 Leerrohre vom Technikraum zu den geplanten Stellen in den Zimmern über 1000 € gekostet. Das war es uns dann doch nicht wert.
Die Alternative: man verzichtet auf die Leerrohre bis in den Technikraum und lässt „nur“ Leerrohre (ab Werk) in den Wänden legen. Das nennt sich „Leerrohr von Auslass bis Oberkante Decke / Unterkante Boden“ und bedeutet nichts anderes, als das vom zukünftigen Platz der Dose bis zur Decke im EG Leerrohre verlegt werden. Den Rest darf der fleißige Amateurbauherr selbst verlegen. Dafür kostet Dich das halt nur etwa 10%. Also … geht klar … kriegen wir hin 😉

Ach ja: wir sind bzw. waren der Meinung, dass wir mit ca. einem Leerrohr pro Zimmer (ohne Bäder und Technikraum) auskommen müssten, da wir ohnehin 6 Homewaydosen im Paket hatten. Bei den Homeway-Dosen hatten wir uns für die Variante mit SAT + LAN + ISDN entschieden. Klingt doch eigentlich ganz nett… eigentlich!

Da wir unser Berieselungsprogramm (auch TV genannt) via Satellit empfangen und im Moment mit unserem SAT-Rekorder häufig das Problem haben, dass wir während einer Aufnahme kaum andere Programm sehen können, war für uns klar, dass wir 2 SAT-Kabel für unseren Twin-SAT-Receiver benötigen. Dann ist das SAT-Problem mit unterschiedlicher Polarisation der Sender Geschichte und wir können auch während der Aufnahme wild zappen 😀

Unsere Video-Türklingelanlage hat, neben der eigentlichen Klingel am Eingang, noch 2 Videopannels. Diese können theoretisch über Klingeldraht verkabelt werden, aber wenn man schon LAN-Kabel verlegt, dann kann man das hier auch gleich mitmachen. Und wer weiß – vielleicht will der Bauherr in 5-10 Jahren auch eine IP-basierte Türklingel 😉

Soweit die Theorie! Während des Übergangs zur Praxis, wurde dann fleißig recherchiert, gerechnet und irgendwann bestellt.
Für die beiden SAT-Doppeldosen im Wohnzimmer wurde ein 130db SAT Kabel auf der Rolle (50m) bestellt. Für die Netzwerkdosen und die Videotürklingel wurde eine 100m CAT-7 Twin-Netzwerkkabeltrommel bestellt.
Damit auch alles in die Leerrohre passt, haben wir noch ein Riesenpaket mit flexiblen Leerrohr mit 50mm Durchmesser bestellt.

In den ersten Tagen, als die WeberHaus Elektriker im Haus waren, sprachen wir jene Mitarbeiter bezüglich der Verkabelung an.
Da wurde sehr schnell klar, dass wir mit dem 50er Leerrohr nicht weit kommen, da die Verlattung an der Decke max. 3cm „dick“ war. Außerdem wurden / werden seitens WeberHaus 12er Leerrohre in den Wänden (Auslass bis Ober-/Unterkante) verbaut.
Was nun?
Mal eben schnell andere Leerrohre organisieren? Wenn ja – was für welche? 12er oder größere? Passen die Kabel dann überhaupt durch 12er Rohre? Die letzte Frage war sehr schnell beantwortet: jein 😉
Die 7,2mm dicken Koax-Kabel waren einfach zu dick als das 2 davon in ein 12er Leerrohr passen könnten. Bei den Netzwerkkabeln war es ähnlich. Die konnte man zwar mit viel gutem Zureden (und roher Gewalt) durch die Leerrohre in der Wand ziehen, aber längere Strecken (etwa vom OG bis in den Technikraum) waren unmöglich. Da hätte man einen Elefant gebraucht, der einem das Kabel „sanft“ durchzieht. 🙂
Also wurde zumindest für das Netzwerkkabel-Problem eine Lösung gefunden und die LAN-Kabel wurden direkt und ohne Leerrohre verlegt. Ging einfach nicht anders.

Am Ende blieben noch 4 Leerrohre übrig, die mit Kabeln gefüllt werden sollten:
– 2 Leerrohre für die Kabel der Videotürklingel
– 2 Leerrohre für die SAT-Dosen im Wohnzimmer

Damit alles ganz einfach und leicht geht, hatten uns die Elektriker je einen „Zugdraht“ durch die Leerrohre geführt und an beiden Enden befestigt.
Da standen wir nun mit dem Twin-Cat-7 Kabel, bestehend aus zwei verbundenen CAT-7 Kabeln mit jeweils 7,5mm Durchmesser und versuchten unser Glück. Aber wie hätte das gehen sollen? Das Leerrohr hat 12mm im Innendurchmesser, das Kabel 15mm? Nicht zu vergessen, dass der Zugdraht mit seinem 1mm auch noch am Kabel befestigt werden muss. Sagen wir es mal so: es war einfach nicht möglich!
Zum Glück brauchen wir für die Videoterminals nur ein Netzwerkkabel. Folglich haben wir das Kabel geteilt und jeweils ein einzelnes Kabel durch das Leerrohr geschoben.

Beim SAT-Kabel sah es leider ähnlich bescheiden aus. Das vorhandene Kabel hatte 7,2mm Außendurchmesser. Hinzu kam, dass der Kabelweg länger war als bei den beiden Netzwerkkabeln. Also versuchten wir unser Glück mit dem ersten SAT-Kabel. der Kabelweg waren geschätze 15m, aber schon nach 6-7m machte es knack und der „tolle“ Zugdraht war gerissen. Und nun? Erst mal das Kabel wieder raus ziehen. Den Draht zurückschieben war eine nette Idee, aber leider unmöglich, da das Leerrohr geriffelt ist und sich der Zugdraht bei der kleinsten Krümmung verfängt und sich verdreht.
Mit viel Mühe und nach mehreren Versuchen hatten wir das erste SAT-Kabel auch ohne Zugdraht verlegt.
Der Hammer war dann aber das zweite Kabel. Erst lief es genauso: nach wenigen Metern machte es wieder „kling“ und der Zugdraht war ab. Ohne Zugdraht konnte das Kabel jedoch nicht durchgedrückt werden. Das Irre: man konnte das Kabel 18 bis 19m ins Leerrohr drücken, aber dann war schlagartig Schluss. Offenbar kam das Kabel nicht um die letzte Biegung von der Decke hinunter zur Wand. Grrrrr! 0.o
Also … Kabel raus und von der anderen Seite geschoben. Und siehe da, die kritische Stelle war geschafft! Also wurde immer weiter geschoben. Alles mit völliger Vorfreude, dass es gleich geschafft sein müsste. Von wegen!!! Irgendwann konnte man das Kabel im Technikraum zwar in der Decke hören, aber plötzlich klemmte es wieder. Wahnsinn! >:o
Mit viel Feingefühl konnten wir den Zugdraht doch noch einmal durchs Leerrohr ziehen. Beim Versuch das Kabel zu zweit verlegt zu bekommen (einer schiebt das Kabel ins Rohr der andere zieht am Zugdraht), passierte es dann: der Draht schnitt „schön“ in die Hand des Bauherren, so dass diese Aktion einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. :\

Völlig genervt wurde ein Nylon-Zugseil (25m), eine Tube Kabelfett und ein neues SAT-Kabel (Twin-SAT 100db mit je 5,5mm Außendurchmesser) bestellt. Der Grundgedanke: das dicke SAT-Kabel bleibt drin und dann schiebt man noch ein dünnes Kabel nach, so dass man wenigstens ein sehr gutes Kabel hat. Für HD kann nämlich kein X-beliebiges Kabel verwendet werden. Ein 100db geschirmtes Kabel sollte es schon sein. Zumindest wenn man ein DECT-Telefon im Haushalt betreibt 😉
So sehr wir uns auch bemühten: das zweite Kabel wollte nicht durch das teils belegte Leerrohr. Da half auch kein Kabelfett 🙁

Also entschlossen wir uns schweren Herzens das 130db Kabel wieder zu entfernen und stattdessen das Twin-100db Kabel zu ziehen. Selbst das war schwerer als gedacht.
Bei der zweiten SAT-Dose, die über 21m Kabelstrecke vom Technikraum entfernt war, gaben wir recht schnell auf, da dort noch nicht mal das ca. 2mm dicke Zugband durch das mit dem 7,2mm dicken Koaxkabel belegte Leerrohr zu ziehen war.
Letzteres ist jetzt nicht soooo dramatisch, da es nur der alternative Platz für einen Fernseher wäre. Quasi wenn man sich doch mal umentscheidet und im Wohnzimmer alles um 180° drehen möchte. So lange wird die Dose vermutlich für den selten auftretenden Fall benötigt wenn man den Fernseher auf die Terrasse oder in den Garten stellen möchte 😀
Falls wir doch irgendwann 2 SAT-Kabel benötigen, dann ziehen wir dort doch irgendwann ein TWIN-SAT-Kabel nach.

Zum Thema Homeway-Dosen. Für Homeway-Dosen gibt es spezielle Kabel bei denen einfach ein oder zwei LAN-Kabel und ein SAT-Kabel zusammen „gegossen“ werden, so dass man ein etwas dickeres Kabel hat, das zur Dose geführt wird. Bei uns ist es ein CAT-5e Kabel und ein Koax-Kabel für SAT. CAT-5e würde grundsätzlich für Gigabit Netzwerk reichen. Letzteres wäre für die eigenen Ansprüche ebenfalls ausreichend, da wir -wie geschildert- zusätzlich die 10Gbit-fähigen CAT-7 Komponenten verlegt / verbaut haben.
Jetzt sieht es aber so aus, dass bei der Homeway-Dose „Cable-Sharing“ zum Einsatz kommt; d.h. der LAN-Port der Dose wird mit 4 von 8 Adern des Kabels angeschlossen. Die restlichen 4 Adern werden für die ISDN-Dose verwendet. Das bedeutet, dass die LAN-Dose nur einer CAT5-Dose entspricht; d.h. es sind maximal 100 Mbit/s möglich. Das ist nicht wirklich das, was wir uns vorgestellt hatten 🙁

Die letzte Hoffnung: die Elektriker sprachen davon, dass man die Koax-Kabel für SAT-Verkabelung nach irgendeiner DIN-Norm immer in Leerrohre verlegen müsste, da diese Kabel einer gewissen Alterung unterliegen und irgendwann getauscht werden müssten. Es wäre zwar unwahrscheinlich, aber die DIN gibt das eben vor.
Also wurde voller Vorfreude schon nach einem dünnen CAT-5E oder CAT-6 Verlegekabel gesucht, das die Bauherren einfach zusätzlich durch das selbe Leerrohr ziehen wollten. Dann hätte man die zwei Ports jeweils vollständig auflegen können. Notfalls auch nachträglich in Eigenregie!
Aber … falsch gedacht! Was für reine Koax-Kabel gilt scheint nicht für Homeway-Kabel zu gelten. Irre, aber … diese Kabel wurden direkt und ohne Leerrohr verlegt. 🙁

Jetzt steht man natürlich doof da – in der Planungsphase hätten wir das CAT-7 Kabel von Homeway wählen können. Allerdings hätte das schlappe Mehrkosten von ca. 100€ pro Dose ausgemacht. Hätten wir das im Vorfeld gewußt, dann hätten wir vermutlich geschluckt, aber die Mehrkosten akzeptiert. Oder wir hätten die Homeway-Dosen aus der Ausstattung geworfen und dafür zusätzliche Leerrohre eingeplant. Der ganze Spaß soll ja auch zukunftssicher sein!
Jetzt bleiben uns nur noch 2 Möglichkeiten:

  1. Wir kontaktieren WeberHaus und lassen die Dosenart ändern. Statt SAT + LAN + ISDN könnten wir vermutlich SAT + LAN wählen und gut ist.
  2. Wir lassen alles wie es ist und nehmen dann, wenn wir Gbit-Netzwerk wollen entsprechende Adapter, die aus zwei mal 4 Adern wieder 8 Adern machen.

Fazit: man sollte sich im Vorfeld doch besser informieren und so lange nerven bis man auch Details wie z.B. Leerrohrdurchmesser erfährt! UND: Leerrohre! Ja, sie kosten Geld, aber vielleicht sollte man sich das Geld und die Zeit nehmen um zumindest die Leerrohre zu verlegen. Ob man dann sofort Kabel durchzieht steht ja auf einem anderen Blatt. Aber man kann später problemlos etwas ändern und bleibt deshalb auch in Zukunft flexibel ohne Wände und Decken öffnen zu müssen!

 

Kein Fortschritt beim Bebauungsplan, aber Armaturen schon da

Leider warten wir weiterhin auf grünes Licht von der Stadt Unna, damit wir unseren Bauantrag einreichen können. Aber die Änderung am Bebauungsplan sind anscheinend noch nicht vollzogen. D.h. wir müssen weiter warten. 🙁

Das Grundstück bleibt weiterhin unangetastet und ähnelt weiterhin eher einem Biotop als einem Baugrundstück. Sprich: vom Haus ist aktuell nichts zu sehen, A-B-E-R:
die Armaturen sind schon da. Da wird einem immer etwas über schlechte Lieferperformance von Dornbracht erzählt und als Folge daraus beschließt man möglichst schnell zu bestellen und dann klingelt es an der Haustüre und keine 14 Tage nach Bestellung ist die Lieferung vollständig 🙂
Zugegeben, unsere Armaturen sind vermutlich keine „Exoten“, trotzdem waren wir positiv überrascht.

In unserem „großen Bad“ im OG haben wir uns für Armaturen der Serie „LaFleur“ von Villeroy & Boch entschieden. Uh? Villeroy & Boch Armaturen gekauft und über die Lieferperformance von Dornbracht geschrieben? Dem verwirrten Leser sei erklärt, dass Villeroy & Boch Armaturen bei Dornbracht gefertigt werden.

Warum LaFleur? Ganz einfach: in unserem Haus wird es recht viele Stilelemente vom Typ „minimalistisch elegant“ bzw. „minimalistisch modern“ geben, so dass wir bei den Armaturen ganz bewusst die etwas verspieltere, organische Form wählen. In einem modernen Bad geht es ohnehin schon sehr „steril“ zu (Fliesen, Glas, etc.). Mein persönlicher Favorit ist der Papierrollenhalter für das WC, auf dem ein kleines Blümchen abgebildet ist. Leider gibt’s davon kein Bild beim Hersteller, aber sucht im Netz einfach mal nach Bildern zu „Villeroy & Boch LaFleur Papierrollenhalter mit Deckel und Dekor“.
Allen die in Ihrer Jugend mit Französisch in der Schule gequält wurden muss ich vermutlich nichts erklären. Für die Lateiner unter Euch: La Fleur = französisch und heißt schlicht und ergreifend „die Blume“ 😉

Und so wird es (vermutlich) bei uns aussehen:

  • Doppelwaschtisch Starck 3 von Duravit mit je einer „LaFleur“ als Einlocharmatur für die Bauherrin und den Bauherrn:
    Link zum Hersteller
  • Unsere Dusche bekommt neben dem normalen Schlauchbrausegarnitur noch eine Regendusche mit Deckenanbindung. Aufgrund der Regendusche und aus Kostengründen haben wir uns gegen eine Unterputz-Thermostat-Lösung entschieden und werden stattdessen einen Unterputz-Einhebelmischer mit Umschaltung (für die Umschaltung zwischen Regendusche und Handbrause) verbauen lassen. Hier gibt’s die Links zum Hersteller für:
    den UP-Mischer
    die Regendusche
    die Schlauchbrause
  • Bei der Badewanne wurde es etwas komplizierter. Wir hatten uns für eine Duravit Starck Wanne mit Mittelablauf entschieden. Aber irgendwie konnten wir keine Optimale Position für die Wanne finden. Und freistehend – das wollten wir dann doch nicht. Dazu nutzt man die Wanne wohl zu selten. Also haben wir die Wanne „unter“ die Dachschräge positioniert. Und damit man keine Platzangst bekommt haben wir die Wanne ca. 30cm in den Raum verschoben, damit mehr Luft zwischen Wanne und Dachschräge ist. Der Zwischenraum wird verschlossen und passend verfliest.
    Jetzt stellt sich nur die Frage: Wo kommt die Armatur hin? Die Standard Aufputz-Armatur ist raus, weil’s keine Wand gibt, an der man sie anbringen könnte. Unsere Möglichkeiten wären: eine freistehende Armatur, eine UP-Variante mit Befüllung über den Einlauf oder eine Vierloch-Armatur, die auf den gefliesten Bereich gesetzt wird.
    Letzteres ist dann unsere Wahl. Befüllung über den Überlauf wäre eigentlich mein Favorit gewesen, aber nachdem das preislich nur geringfügig günstiger gewesen wäre und man das Problem mit der Anbringung der Brause samt Schlauch nicht eleganz gelöst bekommt, haben wir uns für die 4-Loch Variante entschieden:
    So sieht’s aus: Link zum Hersteller

Was für Armaturen ins „kleine Bad“ im EG kommen haben wir noch nicht entschieden. In der Dusche wird es wohl eine ganz normale Aufputz Armatur mit Schlauchbrause und gut. Das werden wir recht spät entscheiden, wenn wir wissen wohin die Kostenreise geht 😉

An dieser Stelle gibt’s mal ein dickes Lob an WeberHaus! Wir hatten uns vor der Bemusterung in Linx keine Gedanken über die Armaturen in unserem Bad gemacht. In Linx haben wir dann recht naiv entschieden, dass die Armaturen aus dem Vertrag genommen werden sollen und Bauherrenleistung sind.
Ganz so einfach ist das natürlich nicht. Gerade wenn man bedenkt, dass wir die Ausstattungsvariante „Bad komplett“ gewählt haben.
WeberHaus hat sich aber sehr kooperativ gezeigt und wir haben eine gemeinsame Lösung gefunden mit der beide Seiten gut leben können.

Jetzt bleibt nur noch die Frage: Fluch oder Segen? Bis es in Sachen Haus weiter geht wird noch einige Zeit vergehen. Aber die Armaturen sind schon da und rufen „pack‘ mich aus! Bring‘ mich an! Benutze mich!“ 😉

Bemusterung – 1. Tag!

Am 12. und 13. November war es soweit: unser Bemusterungstermin stand an!
Damit wir auch alles in den 2 Tagen durchkriegen, sind wir schon am Tag davor angereist, haben uns die Gegend angesehen, Straßburg einen Kurzbesuch abgestattet und sind dann in unser wames Bettchen des Hotel Schwanen gefallen.
Und trotz Außentemperaturen von unter 0°C war es da wirklich warm. So warm, dass wir nachts das Fenster öffnen mussten und wir mitten in der Nacht auf allen Vieren durch das Hotelzimmer gekrabbelt sind, um den verflixten Heizkörper zu finden, der voll  aufgedreht war. Aber Fehlanzeige – da war nichts zu finden. Da war es einfach so warm. 🙂

Am nächsten Morgen ging es dann nach einem ausgiebigen Frühstück in die WeberHaus Zentrale nach Linx. Dort angekommen rieben wir uns erst mal verwundert die Augen: keiner da 😉 Naja … so ganz stimmt das nicht: Montags ist die repräsentative „World of Living“ von WeberHaus geschlossen. Und so sieht es auf den ersten Blick auch aus: Türen zu, niemand zu sehen 🙂
Aber eine der Eingangstüren war dann doch auf und kaum waren wir drin, konnten wir schon unsere Namen auf dem LCD-TV erkennen, der ununterbrochen alle Bauherren begrüßt.
Also schnell das Bauherrin- und Bauherren-Schild angebracht und ab in Richtung Ausstellung. Gerade als wir vom rechten Weg abkommen wollten … oder anders formuliert: kurz bevor uns der Sog der Musterbadausstellung vollständig einsaugen konnte, kam Herr Hahn und wir konnten uns in das Beratungsbüro retten 😉

Als wir Herrn Hahn von unserer „warmen Nacht“ im Hotel Schwanen berichteten, meinte er nur „Aha … Sie sind also im Anbau untergebracht. Der ist übrigens von Weberhaus!“. Das könnte dann erklären warum es so warm war. Die Außenwände sind einfach richtig dicht 😉

Dann ging es aber los! Herr Hahn schlug vor die Bemusterung anhand des Hauses von oben nach unten und von außen nach innen durchzugehen. Da hatten wir auch nichts dagegen, also ging es beim Dach los. Und schon bei der ersten Frage, der Frage nach den Dachschindeln, standen wir da und zuckten mit den Schultern. Die Farbe ist sowieso vom Bebauungsplan vorgegeben (grau) und ob die Form der Schindeln S-förmig oder gerade ist, war uns jetzt nicht sonderlich wichtig. Letztendlich haben wir uns für die S-förmigen Schindeln entschieden. Unser Haus hat so viel Geradlinigkeit, da dürfen die Schindeln gerne geschwungen sein 😉
In diesem Stil ging es dann erst mal weiter. Was es alles zu entscheiden gibt. Wahnsinn! Farbe und Form der Dachbalken (Überstände), Kunststoff- oder Holz-Alu-Fenster? Farbe der Fenstergriffe? Farbe und Art der Innen- und Außenfensterbänke? Integrierte Fliegengitterleiste? Rolläden in Kunstoff oder Alu? Und mein persönlicher Favorit: Farbe der Führungsleiste der Rollädenführungsschiene!

A-B-E-R … zu Beginn hatten wir noch den Eindruck wir müssten uns schnell entscheiden, um in 2 Tagen fertig zu werden. Aber das ist Käse. Man sollte sich die Zeit nehmen, die man braucht. Immerhin muss man ja einige Zeit mit seinen Entscheidungen leben. Und eigentlich ist seitens WeberHaus auch ausreichend Zeit einkalkuliert worden. Zumindest bei uns.
Und manche Entscheidungen treffen sich von ganz alleine; z.B. bei den Fenstern: wir haben eigentlich anthrazit-farbene Kunststofffenster aus einem der gewählten Hattrick-Programme. Die Diskussion, ob der Aufpreis für Holz-Alu-Fenster (außen aus langlebigem Aluminium und innen mit der Oberfläche aus Holz) gerechtfertigt ist, wurde nach kurzer Rücksprache mit dem WeberHaus Bauingenieur schnell beendet. Will oder muss man den KFW-40 Standard einhalten, dann bleibt einem eigentlich nichts anders übrig als die dreifachverglasten Kunststofffenster zu wählen.
Und so doof wie es jetzt klingt: wir waren froh, dass uns manch eine Entscheidung auf diese oder eine ähnlich Art abgenommen wurde.
Die andere, wohl bekanntere Art, ist der Preis: bei den Außenfensterbänken standen wir merkwürdigerweise relativ lange. Dort gab es neben dem Standard noch weitere mehr oder weniger abweichende Alternativen.
Als wenig künstlerisch angehaucht kann ich es aus meiner Sicht grob zusammenfassen: es gab den Standard und 3 weitere, dem Standard sehr ähnliche Fensterbänke. Dazu noch 2 weitere in einem dunklen, fast schwarzen Anthrazit und mit unterschiedlicher Oberfläche (poliert und offenporig).
Sagen wir es mal so: bei uns hat der Preis in einigen Situationen die Alternative ausgestochen. Oder anders formuliert: wir haben uns eigentlich immer die Frage gestellt: ist uns diese Änderung den Aufpreis wert? Bei den Fensterbänken hätte wahrscheinlich die glatte, anthrazit-farbene Fensterbank am besten gepasst. aber deren Aufpreis lag im dreistelligen Bereich pro laufendem Meter. Und jetzt sucht noch mal unsere Pläne raus und zählt mal die laufenden Meter 😉
Also zurück zum Standard.

Manche Dinge, etwa die Innentreppe und auch Teile der Badausstattung hatten wir bereits im Vorfeld bei einer kleinen „Vorbemusterung“ mit Herrn Hahn in Wenden geklärt. Das war bereits VOR Unterzeichnung des Bauvertrags. Wir wollten damals möglichst genau wissen wo wir preislich landen.

Obwohl wir uns nicht sicher waren, ob wir die Türen durch WeberHaus machen lassen oder ob wir das selbst übernehmen, haben wir uns natürlich auch Innentüren angesehen. Die Enscheidung hatten wir jedoch relativ schnell getroffen, da wir eine Standard-Türe langweilig fanden und andere Türen uns eher an „englischen Landadel“ erinnerten.
Viel „schlimmer“ war die Sache mit der Haustür. In Wenden hatten wir uns schon eine Tür angesehen und diese auch für gut befunden. In Rheinau-Linx gab es aber wahnsinnig viele, super-tolle Haustüren! Wir hatten uns sofort in eine Tür „verliebt“. Aber nachdem Herr Hahn ohne Weiteres keinen Preis finden konnte und der Name der Tür das kleine, unbedeutende Wörtchen „exclusive“ in sich trug, ahnten wir schon, dass das nichts Gutes heißen kann. Bei privaten Recherchen zu Hause durften wir dann feststellen, dass es sich bei der Haustüre um ein echtes Designerstück handelt, das im „ungemütlichen“ fünfstelligen Bereich liegt. So gesehen fanden wir die ursprünglich ausgesuchten Haustüre dann doch wieder sehr hübsch 🙂

Schon am Nachmittag des ersten Tags kamen wir zum Thema Bodenbeläge und Bad.
Zur Erläuterung: wir hatten bei der kleinen Vorbemusterung in Wenden bestimmte Elemente in den Vertrag aufgenommen. Am Ende wurde es der Vertrag mit Ausbaustufe „Bad komplett“ und einigen Zusatzelementen wie z.B. Feinsteinboden im EG im offenen Wohn-/Essbereich, der Diele und dem Technikraum.
Also ging es nicht nur um die Bäder, sondern auch um den Boden im EG.

Ich weiß, das ist jetzt gemein an dieser Stelle darum zu bitten demnächst wieder vorbei zu schauen, aber der Artikel würde den normalen Rahmen bei Weitem sprengen, wenn ich die verbleibenen Themen im gewünschten Detail darlegen würde.
Deshalb gibt’s jetzt noch ein paar Fotos und das Versprechen, dass es noch vor Neujahr den 2. Teil geben wird!

In ein paar Tagen gibt’s mehr zu unserer Bemusterung! Dann auch mit interessanteren Bildern z.B. von den Fliesen. Versprochen 🙂

Technikdetails (Teil 2)

Wo es einen ersten Teil gibt, sollte es auch einen zweiten Teil geben. 😉

Dass wir auf eine Luft-Luft Wärmepumpe inkl. Kühlfunktion als Primärheizung setzen und zur Deckelung des Strombedarfs eine Photovoltaik-Anlage mit Batterie-Speicher setzen haben wir schon erwähnt.

Den kleinen Nachteil unserer Frischluft-Wärmetechnik haben wir selbst erst kurz nach der Unterschrift festgestellt: in den Bädern wird nur verbrauchte Luft abgesaugt aber keine Frischluft zugeführt. Das bedeutet im Umkehrschluss: das Bad muss anders beheizt werden! Im Standard hat Weberhaus mehr oder weniger hübsche Wandluftgebläse, aber das erinnert uns zu sehr an Nachkriegshäuser. Da werden wir wohl eher auf strombasierte Fußbodenheizungen oder beheizte Handtuchhalter umschwenken. Wir halten Euch auf dem Laufenden 🙂

Ein weiteres, kleines Highlight, das wir uns in Haus holen ist Weberlogic, das auf EnOcean basiert. Was das ist lässt sich in einem Satz oder in einem Buchband erklären. Kurz erklärt ist es ein Haussteuerungsstandard auf den sich verschiedenste Hersteller geeinigt haben. Der große Unterschied zu anderen, bereits bestehenden Systemen auf dem Markt ist, dass die verbauten Komponenten ohne eigene Stromversorgung betrieben werden und über Funk mit der zentralen Steuereinheit kommunizieren. Für die meisten Schalter funktioniert das z.B. so, dass beim Druck auf den Schalter ein kleiner Stromimpuls erzeugt wird, der ausreicht um ein Funksignal an die Haussteuerung zu senden. Bei Sensoren (z.B. Temperatur) muss der benötigte Strom anders „besorgt“ werden. Etwa über ein kleines, vom Taschenrechner bekanntes, Solarfeld oder notfalls über eine kleine Batterie 😉

Der Vorteil für beide Seiten (d.h. für Weberhaus und für uns) liegt auf der Hand. Die Art und der Standort der Montage von Schaltern ist variabel und kann sehr schnell geändert werden. So könnten wir z.B. die Rolläden zu Beginn mit einem Schalter irgendwo im Raum steuern. Wenn uns das zu umständlich wird, dann kaufen wir uns andere Schalter oder eine passende Fernbedienung, lernen diese an und fertig. Und wenn wir noch bequemer werden, dann passen wir die Visualisierung der Haussteuerung an und steuern die Rolläden über’s iPAD oder lassen sie Zeit- oder Helligkeitsgesteuert hoch oder runter fahren.

Und unterm Strich ist es natürlich auch eine große Spielwiese für den Mann im Haus. Was man(n) da alles machen kann 🙂
Abschattungsanlage selber „basteln“, Haustüre zeitgesteuert verschließen, Steckdosen per Mausklick ein- oder ausschalten, Zustände überwachen (huch? Alle Fenster zu???), etc.

ABER … wir starten natürlich nicht mit dem Vollausbau! Wir fangen mit dem Standard Weberlogic Paket an und werden nach und nach unsere aufkommenden Wünsche erfüllen. So ein System muss man ja auch erst einmal verstehen…

Was haben wir noch? Ach ja … durch die Hattrick-Aktion haben wir insgesamt 6 der so genannten Homeway Dosen. Naja … nehmen wir einfach mal so mit. Das reduziert dann die Zahl der CAT 7 Netzwerkdosen, die wir verbauen um netzwerkseitig ausreichend ausgestattet zu sein. Aber selbst diese Zahl wird überschaubar sein. Wir werden großzügig Leerrohre verlegen lassen. Den Rest machen wir dann bei Bedarf. Wir sehen momentan nicht ein in jeden Raum 3 oder 4 Netzwerkdosen zu platzieren, obwohl die in den nächsten Jahren kein Mensch braucht.

Demnächst geht’s zur Bemusterung – vielleicht gibt’s dann noch einen dritten Teil der Technikdetails 😉