Back again…

Nach einem kleinen Server-Crash sind wir nun wieder online und versorgen Euch gleich mal mit Neuigkeiten.
Nächste Woche Dienstag haben wir unser Baustellengespräch mit dem Fachbauleiter, dem Projektleiter, unserem Weberhausmitarbeiter hier vor Ort und dem Architekten. Was genau bei einem ersten Baustellengespräch passiert wissen wir nicht, aber wir denken, dass sich alle Beteiligten erstmal einen Überblick über Grundstück und Anfahrt, etc. verschaffen wollen. Außerdem bekommen wir dann auch Details zu den Erdarbeiten und der Bodenplatte (wann und wie teuer!). Überraschenderweise haben wir nämlich letzte Woche einen Anruf bekommen, dass diese Arbeiten schon Ende des Monats gemacht werden können. Endlich passiert mal was und nicht nur auf dem Papier! 😉
Wir werden auf jeden Fall berichten, wie es gelaufen ist.

Dann haben wir noch die Auftragsbestätigung für unsere Garage bekommen. Hat alles bisher reibungslos geklappt und der Preis stimmt auch. Geplant ist die Anlieferung der Garage jetzt für Ende September. Wir haben zwar noch keinen Stelltermin fürs Haus, aber da wir zwischen Haus und Garage genug Platz haben, ist es egal ob Haus oder Garage zuerst kommt. So können wir schon wieder einen großen Punkt auf unserer To-Do-Liste abhaken.
Wir müssen jetzt nur noch auf einem Plan einzeichnen, wo genau wir Tür und Fenster haben wollen und den dann zeitnah zurück nach Hamburg schicken, damit die Garage zum Wunschtermin geliefert werden kann.

Bauantrag einreichen: Ja? Nein? Vielleicht?

Oder: die immer wieder abwechslungsreiche, kurzweilige und wendungsreiche Geschichte über Bauherren, die eigentlich „nur“ einen Bauantrag im so genannten beschleunigten Verfahren (Genehmigungsfreistellung) einreichen wollen.

Unsere ursprüngliche Zeitplanung sah vor, dass wir den Bauantrag noch im Jahr 2012 einreichen. Da wir uns komplett den Vorgaben des Bebauungsplans „unterwerfen“, könnten wir den Bauantrag in Form einer Genehmigungsfreistellung einreichen.
Für alle Bauherren außerhalb von NRW: in diesem Verfahren muss man nicht auf die explizite Baugenehmigung durch die prüfenden Instanzen warten, sondern man erhält mehr oder weniger automatisch 4 Wochen nach Eingang der Bauunterlagen bei der Behörde die Baugenehmigung. Es sei denn diese findet innerhalb der 4-Wochenfrist einen Grund den Bebauungsplan abzulehnen.

Klingt doch alles ganz einfach! Unterlagen zusammenstellen, vollständig einreichen, 4 Wochen warten, Korken knallen lassen…

DAS war die Theorie! Jetzt zu unserer Praxis:
Das Jahr 2012 ging vorüber ohne dass wir alle Unterlagen beisammen hatten. Letztendlich scheiterte es nach Aussage unserer Architektin an den fehlenden Grundstücksplänen mit Höhen.
Kurz vor Weihnachten war es dann soweit: wir trafen uns zur finalen Besprechung der Unterlagen. Diese sollten uns dann noch in 2012 zugeschickt werden, damit wir diese einreichen können. Vielleicht sogar noch im Dezember.
Die Unterlagen waren in der Post und auf dem Weg zu uns, allerdings fehlten noch die Pläne vom offiziellen Vermessungsingenieur. Die Aufgabe lautete also: Brief öffnen, Unterlagen unterschreiben und an die Architektin zurücksenden.
Aber … die Post hatte anscheinend etwas dagegen und stellte unseren Brief, der am zwischen Weihnachten und Neujahr eingeworfen wurde, erst in der 2. Kalenderwoche 2013 zu. Wer meint das wäre schon ein Drama, der liegt falsch. Das Drama fängt jetzt erst an!

Der eintreffende Brief war uns mittlerweile egal, da wir uns in der Zwischenzeit schon mit unserer Architektin getroffen hatten und mit ihr alles gemeinsam ausgefüllt hatten. Die Pläne vom Vermesser waren allerdings immernoch nicht eingetroffen.
Letztendlich mündete alles in einem Telefonat zwischen Architektin und Vermesser. Dieser meinte es gäbe da wohl irgend eine Änderung bezüglich unserer Ausfahrt. So wie wir unsere Ausfahrt gestalten wollen wäre es wohl nicht mehr möglich.

Zur Erinnerung: der Bebauungsplan sieht für unser Grundstück vor, dass wir uns die Zufahrt zur öffentlichen Straße mit unserem südlichen Nachbarn teilen. Auf dem Plan sieht das ungefähr so aus:

Grundstück auf Lageplan

Jetzt erzählt uns der Vermessungsingenieur dass diese Pläne nicht mehr korrekt wären.
Nach mehreren Telefonaten zwischen dem Veräußerer der Grundstücke, dem Vermessungsingenieur und unserer Architektin war klar: alles falsch! Es bleibt so wie geplant.
Der benötigte Lageplan wird unserer Architektin kurzfristig zugeschickt.

Noch bevor dieser Plan bei uns einging klingelte mein Handy. Herr B., der Verkäufer des Grundstücks und unser Ansprechpartner wollte wissen wie weit wir mit unseren Bauvorhaben sind. Die Stadt Holzwickede (???) hätte eine Änderung des Bebauungsplans. Jetzt soll jedes Grundstück eine eigene Ausfahrt erhalten, die mittig zur Straßenseite gelegen ist.
Bitte?!?

Also … bimmelim … mal wieder unsere Architektin angerufen und sie verrückt gemacht. Dann hat Tini noch den Bauservice der Stadt Unna verrückt gemacht.
Was das für ein (emotionales) Chaos das war muss ich wohl nicht erkären.

Hintergrund: unsere Doppelgarage ist ungefähr dort geplant, wo im obigen Plan das kleine Recheck vor dem Haus eingezeichnet ist. Mit der Einfahrt in Richtung Süden.
Jetzt stelle man sich mal eine 3m breite Ausfahrt in der Mitte eines 18m breiten Grundstücks vor an dessen vorderer, linken Ecke eine 6m „tiefe“ Garage steht. Das würde bedeuten, dass man von der Mitte der Einfahrt bis zur Garage stolze 3m zum „einlenken“ zur Verfügung hätte. Und das mit einem Auto mit 13m Wendekreis. Sorry, das würde nicht funktionieren.
Also was tun? Garageneinfahrt nach vorne verlegen? Dumm gelaufen: der Grünstreifen darf nur auf 3m „unterbrochen“ werden. Bei einer 6m breiten Garage wäre das witzig. Man könnte also die gesamte Bebauung nach „hinten“ verschieben. Das hätte dann aber zur Folge, dass hinter dem Haus weniger Garten wäre als vor dem Haus. Nicht ganz das, was wir vor hatten.
Alternativ kann man natürlich eine Art Rangierbahnhof vor dem Haus einplanen. Nach 3 Mal Vor- und Zurücksetzen hätte man die richtige Position erreicht und könnte in die Garage fahren. Ne, ernsthaft: das will doch keiner!

Also haben wir beim Bauservice nachgefragt und einen provisorischen Plan geschickt: für jeden, der nur kurz darüber nachdenkt wäre das Sinnvollste eine Befreiung von der Festlegung der Position der Zufahrt gewesen. Mal ehrlich: wen interessiert denn ob die 3m breite Einfahrt bei 6, 9 oder 12m der Breite des Grundstücks liegt?
Um es abzukürzen: wir leben ja nicht umsonst in Deutschland.
Oder anders formuliert: so ein Wunschkonzert ist in Deutschland natürlich nicht möglich!

Mittlerweile haben wir erfahren was hinter der ganzen Geschichte zu stecken scheint: für das südlich gelegene Grundstück scheint es Interessenten zu geben. Allerdings wollen die Interessenten kein Transitgrundstück über das ihre nördlich- und südlich gelegenen Nachbarn müssen um auf die Straße zu gelangen.
Merkwürdig nur, dass man für derartige Interessen eine Änderung des Bebauungsplans beantragen kann. Die Befreiung von der Festlegung der Position der Einfahrt ist aber indiskutabel. Der aufmerksame Leser merkt an dieser Stelle erneut: unser Grundstück liegt in der Bürokratischen Republik Deutschland 😉
Heutiger Stand: Vom Verkäufer der Grundstücke liegt dem Bauservice der Stadt nur eine informelle Anfrage vor, ob es überhaupt machbar wäre bei den Einfahrten etwas zu ändern. Trotzdem wurde es uns von diesem so verkauft, dass das quasi schon fix wäre und wir unseren Antrag nicht einreichen können.
In unseren Augen alles sehr fragwürdig und hat uns in den letzten Tagen viele Nerven gekostet.

Das vorläufige Ende vom Lied: es scheint wohl darauf hinaus zu laufen, dass wir eine gemeinsame Einfahrt mit den südlichen Nachbarn erhalten werden. Davon sollen wohl 50% auf unserem Grundstück liegen und die weiteren 50% auf dem Nachbargrundstück. Aber was jetzt Sache ist weiß kein Mensch.

Um überhaupt irgendwie weiter zu kommen haben wir beschlossen unseren Bauantrag trotz der unklaren Situation einzureichen. Denn: der uns vorliegende Bauantrag ist die aktuell gültige Fassung. Was irgendwann und irgendwie mal sein wird? Wer soll das wissen? Und vor allem wer weiß wie lange es dauert bis das mal klar ist!
Mal sehen wohin das führt…

Süße Grüße und Architektenärger…

Momentan herrscht bei uns nahezu Stillstand, wir warten nach wie vor darauf, dass die Architektin den Bauantrag fertig macht. Schon etwas ärgerlich: wir haben so ein Tempo vorgelegt, unser Weberhausberater hier vor Ort hat super mitgespielt, wir konnten unsere Bemusterung sogar vorziehen und sogar der Plancheck ist schon durch. Wir waren also voll im Zeitplan, damit wir auch wie geplant im Spätsommer 2013 einziehen können. Tja nur beim Thema Bauantrag tut sich nichts…aber auch wirklich gar nichts. Wenn wir nachfragen, dann heißt es immer: Ja es gab da noch einige kleine Änderungen, die ich noch einarbeiten mußte!
Wir fragen uns allerdings, wieso es für den Bauantrag relevant ist, dass wir den Platz der Dusche getauscht haben, wenn die Entwässerung davon nicht berührt worden ist.
Am Telefon hieß es dann diese Woche: Ja ich hab schon gehört, dass sie es so eilig haben…ähm eilig?? Hausvertrag im August unterschrieben und alle anderen Punkte sind erledigt, aber sie hat es bis dato nicht geschafft einen Bauantrag zu erstellen?? Ist ja jetzt nicht so, dass wir irgendwelche Sonderwünsche haben oder es irgendwelche schwierigen oder gar kritischen Punkte gibt. Nee wir bauen genauso wie der Bebaunungsplan es erlaubt…das kann doch nicht ganz so schwer sein???
Dienstag treffen wir uns nochmal und wenn sie uns dann kein Datum nennen kann, wann der Bauantrag eingereicht wird, dann müssen wir uns vielleicht doch jemand Anderen suchen.

Irgendwie werden wir auch das Gefühl nicht los, dass wir uns in mancher Hinsicht im Kreis drehen. Bei der Küchenplanung haben wir festgestellt, dass einige Fenster vom unterzeichneten Plan abweichen und dass statt der bodentiefen Fenster „normale“ Fenster im Plan eingezeichnet waren. Das haben wir dann beanstandet und es wurde geändert. Ähnlich ging es es uns bei den Türen. Obwohl es „normal“ zu sein scheint, haben wir uns gegen die 76cm „breiten“ Türe für die Bäder und den Technikraum entschieden und wollen überall die normal breiten 89cm Türen. Auch das wurde geändert. Aber in regelmäßigen Abständen tauchen die alten Versionen mal hier, mal da in den neuen Plänen auf. Deshalb heißt es jetzt bei jedem Plan, den man erhält: Adlerauge sei wachsamm! Prüfe alles, aber auch wirklich alles!

Aber zwischen all den Rechnungen, die derzeit bei uns eintrudeln (ja irgendwie kriegen wir gar nahezu keine „normale“ Post mehr!) , gab es doch auch ein kleines unerwartetes Päckchen von WeberHaus, was uns sehr gefreut hat.

Und zwar haben wir einen Adventskalender bekommen 🙂 ….oder sollte ich doch lieber schreiben: Nervennahrung 😉