So ein Gefühl…

Als wir am Freitag nach Hause gekommen sind, hatten wir zwei verpasste Anrufe…einmal eine Nummer aus der Stadtverwaltung und eine Privatnummer, die, wie wir wissen, unserer Ansprechpartnerin bei der Stadt gehört. Leider war es schon so spät, dass wir nicht mehr zurückrufen wollten und wir dachten uns, kann ja alles bis Montag warten!
Trotzdem haben wir natürlich gegrübelt…die nächste Hiobsbotschaft…oder vielleicht doch zur Abwechslung mal gute Nachrichten??? Schlimma geht’s nimma oder Schlimmer geht’s immer?

Zur Abwechslung waren es mal positive Nachrichten: auch wenn die Änderung des Bebauungsplan noch nicht ganz durch ist, können wir unseren Bauantrag schon einreichen. Dass die Änderung genehmigt wird, steht nämlich fest, es ist halt nur ein längerer Prozess bis jede zuständige Abteilung da „ihr Stempelchen“ drauf gemacht hat.
Also sofort los und die Papiere abgeben…tja leider geht es dann doch nicht ganz so schnell. Aber unsere Architektin gibt den Bauantrag am Donnerstag persönlich für uns ab und dann heißt es ganz kräftig die Daumen drücken….vielleicht haben wir ja Glück und der Antrag wird vor Ablauf der 4 Wochen-Frist genehmigt. Das wäre ja auch mal was, wenn bei uns einmal etwas schneller gehen würde als normal. Bislang war es grundsätzlich anders herum.

So und wer sich jetzt fragt, warum wir die Privatnummer unserer Ansprechpartnerin bei der Stadt kennen…weil wir nach viel Hin und Her mit Frau W. eine mehr als kompetente und engagierte Angestellte gefunden haben, die sich ganz lieb um uns bemüht hat und auch vielen Leuten da richtig Dampf gemacht hat, damit das bei uns voran geht. Und weil sie so bemüht ist, hat sie uns eben auch ab und an von zuhause aus (nach Dienstschluss!!!!) angerufen, um uns auf den neusten Stand zu bringen. Ja auch solche Angestellten gibt es bei der Stadt Unna 🙂  .
Bis dato kannten wir nur das übliche Spiel: keiner fühlte sich für unsere Fragen verantwortlich. Verbindliche Aussagen wollte und konnte uns keiner geben. Verbindlich waren nur die Gebühren 😉

Oder anders formuliert: gerade als wir uns wie Asterix und Obelix auf der Suche nach dem berühmten Passierschein A-38 befanden, stießen wir auf Frau W., die uns davor bewahrte dem Wahnsinn zu verfallen. Manche Stimmen im Kopf munkelten etwas von „Grundstückskauf rückabwickeln“ …

Erste Pläne…

Im vorherigen Artikel hatten wir schon ausführlich über die Bestimmungen und Gegebenheiten gesprochen, denen unser Bauvorhaben unterliegt (B-Plan, Bodenwerte, Kosten, Budget, etc.).
Heute wollen wir das „was wir nicht machen“ beiseite stellen und das vorstellen, was wir vorhaben.
Unsere zukünftige Bleibe soll ein Haus der Serie „Generation 5.0“ von WeberHaus werden. Die grundsätzlichen Vorgaben (Kniestock, Gesamthöhe, etc.) werden durch den B-Plan bestimmt. Bevor ich jetzt groß erzähle was es wird, gibt’s erst mal die Pläne für unser Erdgeschoss und das Obergeschoss:

Was gibt’s zu sagen? Hm … okay, zum Erdgeschoss:
WeberHaus bietet grundsätzlich 3 Größen an, die sich 100, 200 und (na, wer hat’s erraten?) 300 nennen. Das sind natürlich nicht die m² Angaben 😉
Die 100er Variante mit eine Grundfläche von ca. 120 bis 130 m² (je nach Variante) war uns zu klein. Die 200er Variante hätte zwar gepasst, allerdings hatten wir sowohl mit 2 möglichen Kinderzimmern als auch mit 2 Büros für die Bauherren geplant. In der 200er Variante fehlt hierfür eigentlich der Platz. Mit unseren Vorgaben hätte es ein Generation 5.0 in 300er Ausführung werden müssen. Wie in einem vorherigen Artikel schon erwähnt, hat uns unser WeberHaus Ansprechpartner kurzerhand an die Hand genommen und in ein im Bau befindliches 200er Haus mitgenommen. Das Ergebnis seht Ihr beim Blick auf die Pläne.

Wir haben uns für die 200er Variante entschieden. Um das Haus im EG etwas aufzuwerten und um im OG den Platz für ein weiteres Zimmer zu schaffen haben wir das Grundpaket um einen Erker im EG und einen so genannten „dritten Giebel“ im OG erweitert. Das gibt uns im EG zum einen viel Platz um den Esstisch mit Blick auf den Garten aufzustellen und im OG haben wir die Möglichkeit ein weiteres Zimmer zu platzieren.

Noch ein paar Worte zum Erdgeschoss:
Hier noch einmal der Plan für alle, die schon wieder vergessen haben wie es dort aussieht:

Hier wird es einen großen Wohn- & Essbereich mit offenener Küche geben. Die Seite zum Garten wird mir sehr vielen bodentiefen Fenstern ausgestattet um möglichst viel Tageslicht einzufangen und um uns täglich darauf hinzuweisen, dass wir den Garten möglichst schnell fertig stellen 😉
Da uns der Keller fehlt wird die Technik in einem relativ groß dimensionierten Technik-Raum untergebracht. Ob die ca. 8m² ausreichen um unsere anscheinend überdimensionierte Technik unterzubringen wird sich zeigen 🙂
Im EG soll es neben einem Gästezimmer für unsere hoffentlich zahlreichen Gäste ein kleines Duschbad geben.

Über die eingestemmte Treppe geht es in das Obergeschoss:

An dieser Stelle müssten alle, die aufgepasst haben, lautstark protestieren! Warum? Zählt doch mal die Zimmer! Um es aufzuklären: wir wollten 2 Büros und 2 Kinderzimmer. Im EG gibt’s ein zusätzliches Zimmer (das vorerst das Gäste-Zimmer wird). Im OG gibt’s neben Schlafzimmer und Bad „nur“ 2 weitere Zimmer. Die Lösung des Problems: ursprünglich wollten wir dort, wo jetzt „Empore“ steht ein 5. Zimmer im OG „einziehen“. Allerdings hat unser Ausflug mit unserem WeberHaus Berater einen bleibenden Eindruck hinterlassen: die Helligkeit und das überwältigende Raumgefühl hat uns überzeugt. So lange wir das 5. Zimmer im OG nicht benötigen, bleibt die Empore offen. Bis dahin genießen wir die Vorteile dieser Lösung. Wenn der Zeitpunkt kommt, an dem das Zimmer gebraucht wird, ziehen wir an den Ecken der Empore eine Trockenbauwand ein oder wir trennen den Bereich mit Milchglas vom Rest ab.

Durch die gestrichelten Linien kann man die Dachschrägen erkennen. Was uns wichtig war: der Kniestock liegt bei ca. 1,30m; d.h. man kann problemlos Schreibtisch & Co. unter die Schräge stellen.
Die Fenster im OG werden alle bodentief sein, allerdings ist es gut möglich, dass wir bei einigen Fenstern von der geliebten Milchglasfolie Gebrauch machen 🙂
Dachfenster sind vorerst keine vorgesehen. Ich muss gestehen, dass ich gerne ein großes Dachfenster hätte über das man z.B. in den Sternenhimmel blicken kann, aber nach Abwägung von Pro und Contra (Pro: Sternchen / Contra: Budget, KFW-Einstufung, Regentropfen, etc.) haben wir uns dagegen entschieden.

A propos Dach und dagegen: ursprünglich wollten wir ein versetztes Satteldach bauen (lassen). In der Kostenrechnung wurde uns dann aber klar, dass man die Besonderheit versetztes Dach aufgrund anderer Statik und den daraus resultierenden Folgen mit 10.000 bis 11.000 € Mehrkosten bezahlt. Aber nachdem der Bauherr, also ich, schon anderweitig viel Geld in technische Ausstattung investieren möchte, haben wir uns gegen ein versetztes Satteldach entschieden.

Was der verrückte Bauherr (ups, schon wieder ich) mit technischer Ausstattung meint, dazu demnächst mehr!