Großbaustelle…

Puh … vielleicht habt Ihr Euch schon gewundert, warum es nach dem Rätsel um das Loch im Garten lange keine weiteren Beiträge gab…
Die Antwort ist ganz einfach: wir durften feststellen, dass der Bau eines Pools nicht „mal eben“ in wenigen Tagen gemacht ist. Das ist, für den Fall, dass man einen Großteil in Eigenregie macht, schon ein „Sommerprojekt“ oder zumindest etwas, dessen Bauzeit über die Dauer eines normalen Urlaubs hinaus gehen könnte…

Aber von Vorne: auf dem befreundeten Blog „Das Bismarck Haus“ haben wir schon 2013 vom Poolbau gelesen und waren sofort Feuer und Flamme. Da unser Grundstück / Garten groß genug ist und wir schon im Familienkreis in diesem Sommer den Luxus „eigener Pool im Garten“ genießen durften, haben wir den Entschluss gefasst, das Projekt Poolbau selbst in Angriff zu nehmen. Beim Bismarck-Haus hörte sich das alles auch ziemlich unkompliziert an.
Die grundsätzliche Idee dahinter:
der Garten- und Landschaftsbauer, der für uns den (Gabionen-) Zaun, den Rasen und die Einfahrt errichten soll, könnte ja „mal eben“ das Loch für den Pool ausgeben und gemeinsam mit uns die benötigte Betonbodenplatte errichten. Den Berg an Aushub könnte man direkt im Garten verteilen, um das Gelände zu nivellieren und das Gefälle in Richtung Bach, der am unteren Ende des Grundstücks verläuft, gleichmäßiger zu gestalten.
Sobald die Bodenplatte errichtet ist, legen wir los, bauen den Pool auf, Wasser rein, fertig 😀

So einfach ist / war es dann doch nicht 😉
Sagen wir es mal so: das ist kein Projekt, das man an einem oder zwei Wochenenden alleine stemmt. Da fließen schon einige Mannstunden ein. Und wenn man, so wie bei uns, zwar noch mit einem Mini-Bagger in den Garten kommt, aber mit Sicherheit kein Kipplaster, Betonmischer oder Kranwagen bis an die Baugrube heranfahren kann, dann bedeutet das: Du musst jeden Stein, jeden Zementsack, jedes Sandkorn, ja –  jedes einzelne Atom, das in irgendeiner Form etwas mit dem Pool zu tun hat, per Schubkarre, Sackkarre oder auf den Händen in den Garten tragen.

Das begann schon bei der „Sauberkeitsschicht“, die eingebracht werden musste. Da mussten dann mal eben ca. 6t Schotter per Schubkarre aus der Einfahrt in das ca. 25m entfernte Loch. Und das mit etwas Zeitdruck, da der Termin zur Errichtung der Bodenplatte quasi fix war.

Die Errichtung der Fundamentplatte für den Pool war auch ein Spaß: Um ca. 7 Uhr morgens kam der Betonmischer in die Einfahrt gefahren und kippte mal eben 5,5m³ einer Betontrockenmischung inkl. Wirkverzögerer in die Zufahrt.
Das war ein „Berg“ von knapp 2,5m Höhe und einem Radius von geschätzten 4m. Der Beton war, wie gesagt, relativ trocken, so dass man ihn gut schaufeln konnte, aber eine Schubkarre davon war gefühlt mindestens doppelt so schwer wie eine Schubkarre voll Kies / Schotter.
Am Ende waren es wohl etwas mehr als 10 Tonnen Material, die in unserer Einfahrt lagen.
Wie kommt sowas ins Loch?
Kurzform: genauso wie der Splitt! Per Schubkarre!
Langform: wir hätten mit der Betonlieferung auch eine Betonpumpe bestellen können. Das wäre ein eigener LKW mit langem Auslieger dran, der quasi über das ganze Haus „geklappt“ werden kann und den Beton dann direkt in das Loch in unserem Garten pumpt. Eine einfache, saubere Lösung. Einziger Haken: die Distanz zwischen Zufahrt und Loch für den Pool ist nicht ganz ohne. Das Haus selbst wäre ca. 11m „tief“, die Terrasse ca. 5m. Und von dort wären es auch noch mal ca. 7m bis zum zukünftigen Pool. Macht also 23m + Abstand des LKWs in der Zufahrt bis zum Haus. Und damit wären die gängigen Betonpumpen mit einer max. Reichweite von 24m definitiv raus. Also bräuchte man eine, die 32m oder besser 36m überbrücken kann.
Und jetzt kommt’s: für An- und Abfahrt der Betonpumpe werden 210€ berechnet. Für die Förderleistung ein Pauschalpreis von 430€. Hinzu kommt die Rüstzeit für den Auf- und Abbau der Pumpe, die mit einer halben Stunde und einem Stundensatz von 480€ zu Buche schlägt. Jetzt ist mir entfallen, ob die Reinigung der Pumpe noch mal extra berechnet wird, aber am Ende liegen die Kosten für die Beförderung des Betons von A nach B über die Pumpe bei ca. 900€. Und dann kommt ja noch der Beton dazu! Der kostet pro m³ ca. 120 € …
Deshalb wurde der Beton kurzerhand von 4 GaLa-Mitarbeitern und dem Bauherren per Schubkarre ins Loch geschafft.
Nachdem ca. 2/3 im Loch waren, begannen 2 Kollegen damit, den Beton ordentlich zu verteilen und glatt zu streichen.
Am Ende sah das Ergebnis ganz gut aus, allerdings war der Bauherr nicht mehr in der Lage Fotos zu machen und krabbelte auf allen Vieren unter die Dusche.

Ein Mitarbeiter des Garten- und Landschaftsbauers meinte zu dem Thema: Beton geht auf die Knochen!
Das habe ich erst nicht verstanden, aber ich kann Euch sagen: schippst Du Erde, Sand oder Schotter, dann bekommst Du bei entsprechender Menge Muskelkater.
Arbeitest Du mit einer größeren Menge Beton, dann tun Dir spätestens am nächsten Tag sämtliche Knochen weh! Aber mal so richtig!

Die Materialien vom Pool wurden zwischenzeitlich auch geliefert. Nach einiger Recherche im Internet kamen für uns eigentlich nur 3 Varianten in Frage:

  1. Der Pool wird beim gleichen Anbieter gekauft, bei dem das Bismark-Haus bestellt hat.
  2. Wir vertrauen der offenbar hohen Kompetenz von Pooldoktor.at und bestellen dort. Mit Bauchschmerzen bei den Versandkosten.
  3. Wir bestellen bei Poolsana aus Nürnberg. Qualitativ auf ähnlichem Niveau wie der Pooldoktor, aber in Summe günstiger.

Die Wahl fiel auf Poolsana, da wir dort das beste Gefühl hatten. Würde Geld keine Rolle spielen, dann hätten wir vermutlich sämtliche Empfehlungen des Pooldoktors beherzigt und dort bestellt.
Bei Yatego bzw. Schwimmbad24.de war das Komplettpaket aus unserer Sicht zu unflexibel. Außerdem hätten wir vorab gerne mehr Informationen erhalten.

Die Lieferung der Ware klappte wunderbar. Der Spediteur fuhr mit seinem LKW rückwärts bis an die Garage und platzierte die riesige Einwegpalette + 2 große Kartons direkt in unserer Garage. TOP Service!
Pool da … Garage belegt. 😀

Da wir nicht darauf vertrauten, dass irgendwelche Dämmstoffplatten den Erddruck auf die 1,5m tiefen, geraden Seiten des Pools ausreichend abfangen, mussten wir an den Längsseiten des Pools jeweils eine etwa 1,40m hohe Stützmauer aus Betonschalungssteinen und Beton bauen. Das Thema an sich wäre schon einen eigenen Blog-Artikel wert, da es eine „leicht“ kräftezehrende Arbeit ist, 80 Schalungssteine zu je 28KG, 56 Zementsäcke zu je 25KG und knapp 6t Sand per Schubkarre bzw. Sackkarre in den Garten zu karren.

An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Anika für Deine Ausdauer und den Ehrgeiz beim Steine schleppen 😉

Die 80 Steinchen, sowie der (später) gemischte Beton mussten dann noch 1,5m in die Tiefe gelassen werden. Jedes Steinchen einzeln ins Loch heben … neeee … das wollten wir dann doch nicht.
Zum Glück hatten wir noch die 3m lange Palette, auf der unsere Terrasse bzw. deren Verlängerung geliefert wurde. Diese war stabil genug um als „Rutsche“ für die Steinchen und (später) für die Mörtelbehälter zu dienen.

Da zu diesem Zeitpunkt klar war, dass wir über einen gewissen Zeitraum täglich ein paar Schubkarren Beton brauchen würden, haben wir uns kurzerhand einen Betonmischer gekauft. Wie’s der Zufall will war gerade einer im nahe gelegenen Baumarkt im Angebot.

Und dann ging der Poolbau in die nächste Runde: Reihe um Reihe wuchs die Schalsteinmauer, wobei der zeitraubende Teil der Arbeit eher das Verfüllen mit Beton war. Da der Abstand „Kante des Lochs“ zu den Mauern für die ersten 3-4 Reihen zu groß war, füllten wir den gemischten Beton in Mörtelbottiche, ließen diese über unsere Palettenrutsche hinab und schaufelten den Beton dann über kleine (Hand-) Gartenschäufelchen in die Schalungssteine.
Kann man so machen … dauert halt sehr lange! 🙁
Hinzu kamen die Temperaturen. Da diese im Bereich von 35 °C lagen, war es natürlich ein großer Spaß im windgeschützten Loch mit Beton zu arbeiten 😉

Nach Verarbeitung der Steine musste das Mäuerchen noch mit Beton erhöht werden. Laut Plan sollte die Mauer 1,45m hoch sein. Das ist halt doof, wenn die Steine ca. 25cm hoch sind. Da hast Du dann halt 1,50m (zu hoch) oder 1,25m (zu niedrig).
Also haben wir die Mauer mit Brettern verschalt und die Höhe mit Beton angepasst. Die endgültige Höhe von ca. 1,40m liegt im grünen Bereich. Zumal wir im nächsten Jahr noch Randsteine um den Pool setzen wollen.

Bevor es weiter gehen konnte, mussten die Innenseiten der Mauern noch mit 2cm dicken Styroporplatten beklebt werden. Diese sollen die Stahlwand bzw. deren Lackierung schützen.
Da wir noch ein paar Liter Grundierung in der Garage stehen hatten (wer hat das nicht?), haben wir die Bodenplatte des Pools kurzerhand grundiert. Was das bringen soll? Fragt uns nicht … jedenfalls steht die Grundierung jetzt nicht mehr in der Garage rum. 😀

Im Anschluss war es dann endlich soweit: die Stahlwand des Pools konnte an den vorgesehenen Platz gebracht werden. Hier erwies sich die 3m lange Palette ebenfalls als sehr vorteilhaft. Wir ließen die beiden, je ca. 80kg schweren Pakete über die Palette ins Loch „gleiten“. Anschließend wurden die Bodenschienen zusammengesteckt und ordentlich ausgerichtet.
Dann war es soweit: die Stahlmonster wurden vorsichtig abgewickelt und in die Bodenschiene gesteckt.
Da wir zu diesem Zeitpunkt davon ausgegangen sind, dass wir eine angeschweiste Keilbiese an der Poolfolie haben, wurde der Alu-Handlauf bereits zu diesem Zeitpunkt angebracht. Das war auch ganz gut, da der Handlauf zusätzlich Stabilität brachte, so dass davon auszugehen war, dass die Stahlwand nicht ohne Weiteres in alle Einzelteile auseinanderfallen würde, sobald ein kleiner Windhauch käme. 😉

Vom Gefühl her kamen jetzt die Schritte, die uns in Richtung Zielgerade führen sollten: das Bohren des zusätzlich benötigten Lochs für die Poolbeleuchtung und das schützen der Schnitt- und Stanzkanten mit Zinkspray.

Zu diesem Zeitpunkt konnte man schon ganz gut erkennen, dass das alles mal ein Pool werden könnte, wenn es fertig ist. Wie viel Arbeit noch kommen würde und wird, haben wir zu diesem Zeitpunkt echt unterschätzt.

Aber jetzt gibt’s erst mal ein paar Bilder zu dem Bauprojekt 2016:

 

Stromlos!

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass es ausgerechnet diejenigen trifft, die sich eine Photovoltaikanlage auf’s Dach gemacht haben und einen Batteriespeicher in den Technikraum stellen wollen… aber der Reihe nach!

Da der Batteriespeicher unserer PV-Anlage erst im Dezember lieferbar war, wurde die Inbetriebnahme der PV-Anlage mit diesem Termin zusammen gelegt. Mit anderen Worten: so lange der Batteriespeicher nicht „da“ ist, sind die Module auf dem Dach nur der Ausdruck unseres guten Willens – mehr nicht.
In der 2. KW diesen Jahres war es dann soweit: der WeberHaus-Partner, der die Elektroinstallationen durchführt, meldete sich mit der Bitte ein Formular des lokalen Stromversorgers auszufüllen. Der Anschlusstermin in der 2. KW musste jedoch verschoben werden, da sich der lokale Stromversorger quer stellte. Der Bauherr hat die Rechnung für den Hausanschluss noch nicht bezahlt. Allerdings war die Rechnung auch keine Rechnung sondern eine Auftragsbestätigung mit dem freundlichen Hinweis, dass der ausgewiesene Betrag vor Inbetriebnahme der Anlage bezahlt werden müsse.

Den Termin in der 3. KW mussten wir dann verschieben, da zu diesem Termin der Batteriespeicher ebenfalls geliefert und in Betrieb genommen werden sollte. Das Problem: der Speicher wiegt über 600kg. Damit der Boden das Gewicht tragen kann, wurde der vorhandene Estrich an der entsprechenden Position extra aufgestemmt und -ohne Styropor-Dämmung zur Bodenplatte- neu errichtet. Jetzt musste der Bereich im Technikraum mit unserem Feinstein versehen werden. Das war in der Kürze der Zeit nicht möglich, da die Belastbarkeit erst nach einigen Tagen gegeben ist.

Vergangenen Mittwoch wurde dann der Baustrom abgebaut. Ja, ihr habt richtig gelesen! Als die Bauherrin am Haus eintraf, war der Elektriker in den letzten Zügen. Ein „hey… so geht das aber nicht – wir haben doch noch gar keinen Strom!“ half da wenig.
🙁

Der Anruf beim Bauleiter brachte dann Aufklärung: die Info, dass der Baustrom in der 3. KW 2014 weg kann, kam von ihm. Er hat dem Architekten darüber informiert, dass wir in KW 2 unsere Stromversorgung vom lokalen Stromanbieter erhalten. Die Terminverschiebung in KW 3 ging an ihm vorbei. Ein klassisches Missverständnis also – oder nicht?
Das Gefühl, dass das Thema „Kommunikation“ bei WeberHaus (aus diversen Gründen) nicht dem sonst gewohnten WeberHaus Standard entspricht, hatten wir schon mehrfach, aber jetzt stehen wir schon „dumm“ da!

Der Stromanschluss soll -nach unseren Informationen- kommenden Dienstag oder Mittwoch erfolgen. Wir hoffen, dass das Wetter weiterhin so bleibt, damit unser Haus nicht vollständig auskühlt. 🙁
Bis dahin ruhen unsere Arbeiten im Haus – dabei hätten wir noch viel zu tun! In einigen Räumen muss noch tapeziert und gestrichen werden. Die Böden im OG müssen auch noch verlegt werden. Im EG fehlt noch das Feinsteinzeug. Es gibt also noch viel zu tun – da ist eine Woche Stillstand echt ärgerlich!
Und dabei müssen wir sogar noch froh sein, dass wir selbst im Unglück noch Glück hatten: am Tag bevor uns der Baustrom genommen wurde, haben wir den Bereich für den Batteriespeicher im Technikraum mit Feinstein versehen. 24h später und wir hätten ein Problem gehabt! Die Restarbeiten (Fugen, etc.) haben wir dann im Schein einer LED-Glühlampe verrichtet, die an einer kleinen USV (für PCs) angeschlossen war.

Ohne Strom geht halt kaum etwas! Wir kriegen noch nicht einmal unsere Garage auf! Was ebenfalls mehr als blöd ist, weil wir diese mittlerweile auch als Lagerraum nutzen. Sprich…an Werkzeug oder so, kommt man ebenfalls nicht. Auf die Idee irgendwelche Dinge nach der normalen Arbeit im Haus zu erledigen kann man auch vergessen. Dafür wird es leider noch viel zu früh dunkel.
Da die Verlegung des Feinsteinzeugs im offenen Wohn-/Essbereich ebenfalls vom Stillstand betroffen ist, mussten wir die Lieferung und Montage der Küche erneut verschieben 👿

Wollen wir hoffen, dass es kurzfristig wieder Licht am Ende des Tunnels gibt! Es ist schon demotivierend, wenn man seinem eigenen Plan eh schon hinterher hinkt und dann unfreiwillig die Füße hochlegen muss.

Wir halten Euch auf dem Laufenden!

 

(Un-)freiwilliger Muskelaufbau

Hatten wir vor ein paar Tagen / Wochen den Tag herbeigesehnt, an dem wir im Haus  so richtig loslegen können!?! Und hatten wir nicht die Sorge, dass unser Feinstein-Fußboden in diesem Jahr nicht mehr lieferbar wäre? Nun ja…

Am Dientag war es soweit! Das schicke Steuler Feinsteinzeug wurde angeliefert! Um ca. 19:30 Uhr, bei -3°C wurden uns 2 Paletten in die Zufahrt gestellt. Noch schnell den Lieferschein gecheckt: 78 Pakete à 16,8KG, 8 Säcke Fliesenkleber à 15KG, 27 Sockelleisten mit 3m Länge, und ein paar Eimerchen Fugenmasse mit je 5KG.
Macht in Summe mal eben 1,5 Tonnen Material, das irgendwie ins Haus bzw. die Garage musste. Also … Ärmel hochgekrempelt und los geht’s…
Sehr demotivierend: die Päckchen waren ca. 40 x 70 cm groß und -wie schon erwähnt- 16,8KG schwer. In eigenen Worten: da haben wir uns zielstrebig das Format ausgesucht, bei dem man beim Tragen von einem Päckchen denkt „ach, da gehen auch zwei“. Schnappt man sich dann zwei der Päckchen, dann merkt man recht schnell, dass das nicht gut geht. Schwer, unhandlich, umständlich zu packen bzw. abzusetzen. Also trägt man die 78 Päckchen halt einzeln bis zur Garage. (Ergänzung der Bauherrin: Mir sind schon bei einem Päckchen Fliesen die Arme lang geworden…an zwei Päckchen war gar nicht zu denken ;))
Noch nerviger: je 3 von den Paketen waren doppelt mit einer verstärkten Umreifung verschnürt, die sich weder mit Teppichmesser noch Saitenschneider schnell oder bequem öffnen ließ.
Aber… 2 Stunden später war der ganze Spaß am Bestimmungsort angekommen und die beiden Bauherren fuhren mit gefühlten Orang-Utan-Armen nach Hause ;-).

Keine 12 Stunden später stand der nächste Termin an: die Endmontage durch WeberHaus! Kaum an der „Baustelle“ angekommen klingelte das Handy. „Hallo? … Was? Palette? Cortex? EINE TONNE!?!?!“ 😯
„… in 3 Minuten… okaaaaaaay“ 😀
Kurze Zeit später stand die Palette mit 48 Packungen Vinylparket / Vinylkorkboden je ca. 20,5kg an der gleichen Stelle, an der am Abend davor das Feinsteinzeug stand. Vielleicht hatte sich dort bereits eine kleine „Mulde“ gebildet 😉

Also … wieder Ärmel hoch gekrempelt (diemal immerhin bei +3°C ) und los. Zuerst schleppten wir die Päckchen ins zukünftige, große Wohn- / Esszimmer um danach 80% des Materials an den endgültigen Bestimmungsort, das Obergeschoß, zu schleppen.
Was ein nettes Gefühl, als die letzte Packung im OG angekommen war 🙂

Während wir den Vinylparkettboden durch’s Haus „führten“, montierten 2 Männer von WeberHaus, der so genannte Endmontagetrupp, u.a. die Sanitärobjekte. Da war es uns fast schon peinlich wie das Bad im OG aussah 😳
Unsere Schleifarbeiten, wohlgemerkt bisher nur in allen anderen Räumen und NICHT in den Bädern, hatten ihre Spuren hinterlassen! Der gesamte Boden, der ursprünglich den Farbton toffee hatte, sah aus wie der Boden einer Backstube, in der ein Sack Mehl geplatzt ist 😉
Zusätzlich wurden noch die Fenster eingestellt, die Haustüre „ausgepackt“, die Treppe der Dachbodenluke wurde auf die endgültige Bodenhöhe angepasst und der Rahmen um die Luke wurde angebracht.
Kommenden Freitag folgen die abschließenden Tätigkeiten und dann steht die Hausabnahme an. Wir sind gespannt…

So, genug gelesen… jetzt folgen noch ein Impressionen:

Schleifen und grundieren

Vergangenen Donnerstag war es soweit: die Firma, die von WeberHaus mit den Spachtelarbeiten beauftragt wurde, meldete „fertig“ und zog ab. Damit sind, bis auf die „Feinarbeiten“ wie z.B. Treppe „auspacken“, Luftein- und Auslässe montieren und Thermostate anbringen im Haus alle WeberHaus Arbeiten abgeschlossen.

Also wenn es nach uns gehen würde, dann dürfte WeberHaus gerne noch mehr machen. Es gibt ja noch einiges zu tun. Aber erstens würde das unser Sparschwein nicht mitmachen und zweitens gehört es ja irgendwie dazu im eigenen Haus etwas selbst zu machen. Allen, denen das noch bevor steht, können wir berichten, dass es eine ganz besondere Bindung schafft, wenn man selbst Hand anlegt.

Aber der Reihe nach: seit dem Wochenende sind wir dabei die Vorarbeiten für die Maler- und Tapezierarbeiten zu leisten. Sprich: wir schleifen mit einem so genannten Schleifgitter die Unebenheiten der verspachtelten Rigipsplatten und grundieren das Ganze mit einem normalen Tiefengrund.
Dabei ist es wie so oft im Leben: der Teufel steckt im Detail! Die gewöhnlichen, ebenen Flächen müssen kaum geschliffen werden. Die Nahtstellen zwischen den Rigipsplatten, die zwangsläufig „dicker“ gespachtelt wurden, müssen gelegentlich nachgeglättet werden. Die meiste Arbeit fällt jedoch an den Kanten z.B. den Übergängen zwischen Wand und Decke an. Und davon haben wir gefühlt unendlich viele!
Welche Mengen man bei den Schleifarbeiten runter schrubbelt, stellt man entweder fest, wenn man sich den Boden ansieht, spätestens jedoch wenn man sich selbst im Spiegel sieht! Man sieht aus wie eine Mischung aus alter Greis und einem Schneeman!

Und dann, wenn man hinsichtlich des gepuderten Haares locker am königichen Hof von Ludwig des 14. einziehen könnte, kommt quasi das Sahnehäubchen: Tiefengrund! Schon mal versucht mit einem Malerpinsel / einem Quast die Decke zu streichen? Ja, es geht – aber am Ende sieht man aus wie ein paniertes Schnitzel (in falscher Reihenfolge)! Erst dick eingepudert, dann ordentlich klebrige Masse drauf!

Aber: wir können stolz vermelden: das OG ist fertig geschliffen und grundiert! In der nächsten Woche kommt das UG dran! Und am kommenden Wochenende sollen dann die ersten Bahnen Tapete an den Wänden bzw. Decken kleben! Vorausgesetzt der Muskelkater spielt mit. 😉

Momentan tut sich generell einiges bei uns!
Der Vinylboden für das OG hätte bereits am Freitag geliefert werden sollen. Leider hat der Spediteur den Hinweis mit der Lieferavise übersehen. Deshalb durfte er feststellen, dass die Lieferadresse eine Baustelle ist und ohne vorherigen Anruf niemand da ist, der die Ware annehmen kann :P. Die Auslieferung soll jetzt kommende Woche nachgeholt werden.
Das Feinsteinzeug für das EG soll kommenden Dienstag geliefert werden. Mitte der Woche kam der erlösende Anruf, dass Steuler die Fliesen wieder produziert und wir sind froh, dass wir hier Geduld bewiesen haben.
Anfang nächster Woche ist vielleicht auch unser Außenputz fertig. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit! Aber unser Haus hat schon einen erste Grundierung in weiß bekommen und wir haben somit erstmals einen kleinen Eindruck vom Endresultat bekommen können.
In der kommenden Woche soll auch das Team der Endmontage anwesend sein – wir sind gespannt…

Jetzt werden wir erst einmal unseren Muskelkater versorgen 😉

Kabelwahnsinn!!!

Vorsicht….seeeeehr technisch! 😉
Während der Estrich trocknet, ist der wohl beste Zeitpunkt um die eigenen Kabel durch die Leerrohre zu ziehen. Natürlich erst nach den ersten 2-3 Wochen ;).
Ursprünglich wollten wir mehrere Leerrohre aus diversen Zimmern bis in den Technikraum legen lassen. Am Ende hätten uns die geplanten 7 Leerrohre vom Technikraum zu den geplanten Stellen in den Zimmern über 1000 € gekostet. Das war es uns dann doch nicht wert.
Die Alternative: man verzichtet auf die Leerrohre bis in den Technikraum und lässt „nur“ Leerrohre (ab Werk) in den Wänden legen. Das nennt sich „Leerrohr von Auslass bis Oberkante Decke / Unterkante Boden“ und bedeutet nichts anderes, als das vom zukünftigen Platz der Dose bis zur Decke im EG Leerrohre verlegt werden. Den Rest darf der fleißige Amateurbauherr selbst verlegen. Dafür kostet Dich das halt nur etwa 10%. Also … geht klar … kriegen wir hin 😉

Ach ja: wir sind bzw. waren der Meinung, dass wir mit ca. einem Leerrohr pro Zimmer (ohne Bäder und Technikraum) auskommen müssten, da wir ohnehin 6 Homewaydosen im Paket hatten. Bei den Homeway-Dosen hatten wir uns für die Variante mit SAT + LAN + ISDN entschieden. Klingt doch eigentlich ganz nett… eigentlich!

Da wir unser Berieselungsprogramm (auch TV genannt) via Satellit empfangen und im Moment mit unserem SAT-Rekorder häufig das Problem haben, dass wir während einer Aufnahme kaum andere Programm sehen können, war für uns klar, dass wir 2 SAT-Kabel für unseren Twin-SAT-Receiver benötigen. Dann ist das SAT-Problem mit unterschiedlicher Polarisation der Sender Geschichte und wir können auch während der Aufnahme wild zappen 😀

Unsere Video-Türklingelanlage hat, neben der eigentlichen Klingel am Eingang, noch 2 Videopannels. Diese können theoretisch über Klingeldraht verkabelt werden, aber wenn man schon LAN-Kabel verlegt, dann kann man das hier auch gleich mitmachen. Und wer weiß – vielleicht will der Bauherr in 5-10 Jahren auch eine IP-basierte Türklingel 😉

Soweit die Theorie! Während des Übergangs zur Praxis, wurde dann fleißig recherchiert, gerechnet und irgendwann bestellt.
Für die beiden SAT-Doppeldosen im Wohnzimmer wurde ein 130db SAT Kabel auf der Rolle (50m) bestellt. Für die Netzwerkdosen und die Videotürklingel wurde eine 100m CAT-7 Twin-Netzwerkkabeltrommel bestellt.
Damit auch alles in die Leerrohre passt, haben wir noch ein Riesenpaket mit flexiblen Leerrohr mit 50mm Durchmesser bestellt.

In den ersten Tagen, als die WeberHaus Elektriker im Haus waren, sprachen wir jene Mitarbeiter bezüglich der Verkabelung an.
Da wurde sehr schnell klar, dass wir mit dem 50er Leerrohr nicht weit kommen, da die Verlattung an der Decke max. 3cm „dick“ war. Außerdem wurden / werden seitens WeberHaus 12er Leerrohre in den Wänden (Auslass bis Ober-/Unterkante) verbaut.
Was nun?
Mal eben schnell andere Leerrohre organisieren? Wenn ja – was für welche? 12er oder größere? Passen die Kabel dann überhaupt durch 12er Rohre? Die letzte Frage war sehr schnell beantwortet: jein 😉
Die 7,2mm dicken Koax-Kabel waren einfach zu dick als das 2 davon in ein 12er Leerrohr passen könnten. Bei den Netzwerkkabeln war es ähnlich. Die konnte man zwar mit viel gutem Zureden (und roher Gewalt) durch die Leerrohre in der Wand ziehen, aber längere Strecken (etwa vom OG bis in den Technikraum) waren unmöglich. Da hätte man einen Elefant gebraucht, der einem das Kabel „sanft“ durchzieht. 🙂
Also wurde zumindest für das Netzwerkkabel-Problem eine Lösung gefunden und die LAN-Kabel wurden direkt und ohne Leerrohre verlegt. Ging einfach nicht anders.

Am Ende blieben noch 4 Leerrohre übrig, die mit Kabeln gefüllt werden sollten:
– 2 Leerrohre für die Kabel der Videotürklingel
– 2 Leerrohre für die SAT-Dosen im Wohnzimmer

Damit alles ganz einfach und leicht geht, hatten uns die Elektriker je einen „Zugdraht“ durch die Leerrohre geführt und an beiden Enden befestigt.
Da standen wir nun mit dem Twin-Cat-7 Kabel, bestehend aus zwei verbundenen CAT-7 Kabeln mit jeweils 7,5mm Durchmesser und versuchten unser Glück. Aber wie hätte das gehen sollen? Das Leerrohr hat 12mm im Innendurchmesser, das Kabel 15mm? Nicht zu vergessen, dass der Zugdraht mit seinem 1mm auch noch am Kabel befestigt werden muss. Sagen wir es mal so: es war einfach nicht möglich!
Zum Glück brauchen wir für die Videoterminals nur ein Netzwerkkabel. Folglich haben wir das Kabel geteilt und jeweils ein einzelnes Kabel durch das Leerrohr geschoben.

Beim SAT-Kabel sah es leider ähnlich bescheiden aus. Das vorhandene Kabel hatte 7,2mm Außendurchmesser. Hinzu kam, dass der Kabelweg länger war als bei den beiden Netzwerkkabeln. Also versuchten wir unser Glück mit dem ersten SAT-Kabel. der Kabelweg waren geschätze 15m, aber schon nach 6-7m machte es knack und der „tolle“ Zugdraht war gerissen. Und nun? Erst mal das Kabel wieder raus ziehen. Den Draht zurückschieben war eine nette Idee, aber leider unmöglich, da das Leerrohr geriffelt ist und sich der Zugdraht bei der kleinsten Krümmung verfängt und sich verdreht.
Mit viel Mühe und nach mehreren Versuchen hatten wir das erste SAT-Kabel auch ohne Zugdraht verlegt.
Der Hammer war dann aber das zweite Kabel. Erst lief es genauso: nach wenigen Metern machte es wieder „kling“ und der Zugdraht war ab. Ohne Zugdraht konnte das Kabel jedoch nicht durchgedrückt werden. Das Irre: man konnte das Kabel 18 bis 19m ins Leerrohr drücken, aber dann war schlagartig Schluss. Offenbar kam das Kabel nicht um die letzte Biegung von der Decke hinunter zur Wand. Grrrrr! 0.o
Also … Kabel raus und von der anderen Seite geschoben. Und siehe da, die kritische Stelle war geschafft! Also wurde immer weiter geschoben. Alles mit völliger Vorfreude, dass es gleich geschafft sein müsste. Von wegen!!! Irgendwann konnte man das Kabel im Technikraum zwar in der Decke hören, aber plötzlich klemmte es wieder. Wahnsinn! >:o
Mit viel Feingefühl konnten wir den Zugdraht doch noch einmal durchs Leerrohr ziehen. Beim Versuch das Kabel zu zweit verlegt zu bekommen (einer schiebt das Kabel ins Rohr der andere zieht am Zugdraht), passierte es dann: der Draht schnitt „schön“ in die Hand des Bauherren, so dass diese Aktion einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. :\

Völlig genervt wurde ein Nylon-Zugseil (25m), eine Tube Kabelfett und ein neues SAT-Kabel (Twin-SAT 100db mit je 5,5mm Außendurchmesser) bestellt. Der Grundgedanke: das dicke SAT-Kabel bleibt drin und dann schiebt man noch ein dünnes Kabel nach, so dass man wenigstens ein sehr gutes Kabel hat. Für HD kann nämlich kein X-beliebiges Kabel verwendet werden. Ein 100db geschirmtes Kabel sollte es schon sein. Zumindest wenn man ein DECT-Telefon im Haushalt betreibt 😉
So sehr wir uns auch bemühten: das zweite Kabel wollte nicht durch das teils belegte Leerrohr. Da half auch kein Kabelfett 🙁

Also entschlossen wir uns schweren Herzens das 130db Kabel wieder zu entfernen und stattdessen das Twin-100db Kabel zu ziehen. Selbst das war schwerer als gedacht.
Bei der zweiten SAT-Dose, die über 21m Kabelstrecke vom Technikraum entfernt war, gaben wir recht schnell auf, da dort noch nicht mal das ca. 2mm dicke Zugband durch das mit dem 7,2mm dicken Koaxkabel belegte Leerrohr zu ziehen war.
Letzteres ist jetzt nicht soooo dramatisch, da es nur der alternative Platz für einen Fernseher wäre. Quasi wenn man sich doch mal umentscheidet und im Wohnzimmer alles um 180° drehen möchte. So lange wird die Dose vermutlich für den selten auftretenden Fall benötigt wenn man den Fernseher auf die Terrasse oder in den Garten stellen möchte 😀
Falls wir doch irgendwann 2 SAT-Kabel benötigen, dann ziehen wir dort doch irgendwann ein TWIN-SAT-Kabel nach.

Zum Thema Homeway-Dosen. Für Homeway-Dosen gibt es spezielle Kabel bei denen einfach ein oder zwei LAN-Kabel und ein SAT-Kabel zusammen „gegossen“ werden, so dass man ein etwas dickeres Kabel hat, das zur Dose geführt wird. Bei uns ist es ein CAT-5e Kabel und ein Koax-Kabel für SAT. CAT-5e würde grundsätzlich für Gigabit Netzwerk reichen. Letzteres wäre für die eigenen Ansprüche ebenfalls ausreichend, da wir -wie geschildert- zusätzlich die 10Gbit-fähigen CAT-7 Komponenten verlegt / verbaut haben.
Jetzt sieht es aber so aus, dass bei der Homeway-Dose „Cable-Sharing“ zum Einsatz kommt; d.h. der LAN-Port der Dose wird mit 4 von 8 Adern des Kabels angeschlossen. Die restlichen 4 Adern werden für die ISDN-Dose verwendet. Das bedeutet, dass die LAN-Dose nur einer CAT5-Dose entspricht; d.h. es sind maximal 100 Mbit/s möglich. Das ist nicht wirklich das, was wir uns vorgestellt hatten 🙁

Die letzte Hoffnung: die Elektriker sprachen davon, dass man die Koax-Kabel für SAT-Verkabelung nach irgendeiner DIN-Norm immer in Leerrohre verlegen müsste, da diese Kabel einer gewissen Alterung unterliegen und irgendwann getauscht werden müssten. Es wäre zwar unwahrscheinlich, aber die DIN gibt das eben vor.
Also wurde voller Vorfreude schon nach einem dünnen CAT-5E oder CAT-6 Verlegekabel gesucht, das die Bauherren einfach zusätzlich durch das selbe Leerrohr ziehen wollten. Dann hätte man die zwei Ports jeweils vollständig auflegen können. Notfalls auch nachträglich in Eigenregie!
Aber … falsch gedacht! Was für reine Koax-Kabel gilt scheint nicht für Homeway-Kabel zu gelten. Irre, aber … diese Kabel wurden direkt und ohne Leerrohr verlegt. 🙁

Jetzt steht man natürlich doof da – in der Planungsphase hätten wir das CAT-7 Kabel von Homeway wählen können. Allerdings hätte das schlappe Mehrkosten von ca. 100€ pro Dose ausgemacht. Hätten wir das im Vorfeld gewußt, dann hätten wir vermutlich geschluckt, aber die Mehrkosten akzeptiert. Oder wir hätten die Homeway-Dosen aus der Ausstattung geworfen und dafür zusätzliche Leerrohre eingeplant. Der ganze Spaß soll ja auch zukunftssicher sein!
Jetzt bleiben uns nur noch 2 Möglichkeiten:

  1. Wir kontaktieren WeberHaus und lassen die Dosenart ändern. Statt SAT + LAN + ISDN könnten wir vermutlich SAT + LAN wählen und gut ist.
  2. Wir lassen alles wie es ist und nehmen dann, wenn wir Gbit-Netzwerk wollen entsprechende Adapter, die aus zwei mal 4 Adern wieder 8 Adern machen.

Fazit: man sollte sich im Vorfeld doch besser informieren und so lange nerven bis man auch Details wie z.B. Leerrohrdurchmesser erfährt! UND: Leerrohre! Ja, sie kosten Geld, aber vielleicht sollte man sich das Geld und die Zeit nehmen um zumindest die Leerrohre zu verlegen. Ob man dann sofort Kabel durchzieht steht ja auf einem anderen Blatt. Aber man kann später problemlos etwas ändern und bleibt deshalb auch in Zukunft flexibel ohne Wände und Decken öffnen zu müssen!

 

Estrich darf trocknen…

Wie fange ich nur an? Hm … okay:
die gute Nachricht: der Estrich ist seit über einer Woche „drin“ und trocknet vor sich hin.

Vor ca. 2 Wochen klingelte das Handy und ein netter, bislang unbekannter WeberHaus Mitarbeiter stellte sich als Disponent vor. Nach etwas Smalltalk wurde mir mitgeteilt, dass wir in 1-2 Tagen einen Ablaufplan erhalten sollten. DAS sind doch mal gute Nachrichten!
Der freudige Blick in jenen Plan offenbarte, dass der Termin für den Estrich kurz bevor stand, nämlich in KW40.
Nachdem Montag, Dienstag und auch am Mittwoch der entsprechenden Woche nichts geschah und der 3. Oktober bekanntlich ein Feiertag war, gingen wir eigentlich davon aus, dass in KW40 nichts mehr passieren würde.
Als die Bauherrin am Freitag auf dem Weg zur Arbeit zufällig an der Baustelle vorbeikam, stand dort ein Transporter neben einem Berg Sand und 2 Paletten Calciumsulfat. Glücklicherweise hatte der Bauherr (also ich) Spätdienst und konnte deshalb schnell unter die Dusche und dann ins Auto springen um am Haus vorbei zu fahren. Dort angekommen wurde ich  schon „begeistert“ vom Vorarbeiter empfangen, der mir klar machen wollte … moment … bringen wir’s auf den Punkt: „nix Standrohr – nix Estrich!“
Die Versuche zu erklären, dass wir von der gegenüberliegenden Schule Wasser beziehen dürfen und das mit dem Direktor geklärt wäre, war vergebens. An einem Brückentag an eine schriftliche Genehmigung oder der persönlich ausgesprochenen Einwilligung im Beisein der Handwerker zu kommen, könnte …naja Ihr wißt schon … schwer sein.
Unser Bauleiter konnte krankheitsbedingt telefonisch nicht erreicht werden. Und das Werk war brückentagsbedingt ebenfalls nicht besetzt 😯
Am Ende musste ich einsehen, dass es keinen anderen Weg gibt an den Estrich zu kommen, als die nächsten 2 Stunden damit zu verbringen beim Wasserversorger ein Standrohr zu organisieren. Dazwischen ging’s schnell noch zur Bank um die nötigen 1000 € Barkaution zu organisieren…die hatte ich unerklärlicher Weise nämlich nicht mal eben so bei mir.
Am Ende … ach ja … wartete „nur“ noch der Spätdienst. :-(, aber was tut man nicht alles, damit es vorwärts geht.

Am Samstag konnten wir es uns dann natürlich nicht verkneifen und haben unserem Haus einen Besuch abgestattet. Und siehe da… entgegen der Aussagen vor Ort wurde am Freitag offenbar doch noch Estrich eingebracht. Zwar „nur“ im OG, aber immerhin.
Während dieser Visite fiel uns bei der vorsichtigen Begehung der Styroporplatten im EG eines auf: irgendwas fehlte im Technikraum. Nur ein Detail, aber offenbar war es nicht mehr zu sehen: das Leerrohr zur Garage! Oh… das hatten die Estrich-Jungs wohl übersehen und haben das Loch mit Folie, Ausgleichsschüttung und 2 Lagen Styropor abgedeckt. Hm … und nun? Einfach warten und darauf hoffen, dass man den Estrich an dieser Stelle problemlos wieder aufstemmen kann? Oder einen kleinen Hinweis für die Handwerker hinterlassen? Oder das Thema selbst in die Hand nehmen? ❓
Wir haben uns für Letzteres entschieden und haben die Leerrohre am Sonntag selbst verlegt; d.h. Styroporplatten raus aus dem Technikraum, Ausgleichsschüttung weg gekehrt und dann das 100er Leerrohr vom Deckel befreit. Naja, so war zumindest der Plan. Die Umsetzung war etwas umständlicher. Und das alles bei subtropischen Temperaturen im Haus. Der Decke,l des bei den Arbeiten an der Bodenplatte verlegten Rohrs, saß komplett fest. Da war nix zu machen. Also wurde der Plan der Bauherrin umgesetzt: 35er Bohreraufsatz auf den Akkuschrauber gesteckt und mal eben zwei Löcher in den Deckel gebohrt. Dann zwei 35er Leerrohre durchgesteckt und so befestigt, dass sie den Handwerkern nicht im Weg waren.
Nach sehr kurzer Überlegung hatten wir uns dazu entschlossen die fachmännische Verlegung der zuschneidebedürftigen Styroporplatten den Experten zu überlassen.

Am folgenden Montag wurden die Restarbeiten durchgeführt; d.h. auch im EG gab es nun frischen Estrich.

Am vergangenen Wochenende wollten wir nicht länger warten und haben den Anhydridestrich betreten, um zu lüften. Die Luft im Haus war nämlich alles andere als gut und die Fenster waren schon beschlagen. Allerdings hatte es auch etwas Gutes: man konnte sehen, welches der Fenster das kälteste war. Hier hat eindeutig das Lichtband neben der Haustüre gewonnen. Das war von oben bis unten komplett naß.

Was gibt’s noch zum Estrich zu sagen? Er sieht gut aus. Entgegen des ersten Eindrucks waren die Handwerker offenbar doch vom Fach und wußten was sie da taten. Jedenfalls ist der Estrich mit Ausnahme einiger weniger Stellen sehr eben und gleichmäßig und weist nur wenige „Grübchen“ oder kleine Löcher auf. Risse haben wir bislang keine gesehen. Bislang bereitet uns nur der immernoch sehr feuchte Technikraum Sorgen, da dieser im Unterschied zu allen anderen Räumen kaum abgetrocknet ist. Nach Betreten des Technikraums hat man hinterher immer Sand unter den Schuhen. 😐
Zudem sind wir gespannt wie WeberHaus die Abdichtung in den Bädern durchführt. Anhydritestrich hat neben vieler Vorteile auch einen Nachteil: er ist nicht wasserbeständig! D.h. im Nassraum muss der Boden zusätzlich versiegelt werden.

Seit dem Wochenende hieß es „regelmäßig lüften“ , auch wenn uns das von offizieller Seite niemand gesagt hat. Aber beim Anblick der Fenster kann man gar nicht anders, als diese abzutrocknen und ordentlich zu lüften!
Der Vorteil: man hat bei jedem „Besuch“ Zeit sich die Dinge etwas genauer anzusehen. Dabei sind uns ein paar Sachen ins Auge gesprungen: die Badewanne sitzt schon sehr tief bzw. wirkt sehr niedrig, da diese auf der Rohbauhöhe steht und der Estrich außenrum 12cm höher ist . Aber das scheint bei Neubauten mittlerweile irgendwie „normal“ zu sein. Im Bad im EG ist die Duschtasse von Viega und nicht von Duravit. Geplant war eine 80cm x 80cm Dusche von Duravit. Jetzt steht dort eine rechteckige, aber nicht quadratische Duschtasse von Viega. Hm… kurz in die letzte Mehr-/Minderkostenrechnung geschaut… oh … das steht da ja wirklich drin. Wie konnte das denn passieren??? 😕
Die Größe müssen wir demnächst mal ausmessen. Das kommt uns irgendwie spanisch vor 🙁
Außerdem scheint der Wasseranschuss für die Armatur sowohl im EG als auch im OG nicht mittig zu sitzen. 🙁
Alles in Allem ist das für uns ein Punkt, wo wir uns fragen, wieso man eigentlich eine Bemusterung macht, alles durchspricht und dann in der Mehr-/Minderkostenrechnung wieder was Anderes steht. Das Problem ist leider, dass man nicht nur eine Version bekommt, sondern viele verschiedene und man da anscheinend immer jeden einzelnen Punkt haarklein überprüfen muß und nicht nur die angesprochenen Änderung.

So, Ende der grauen Theorie! Jetzt folgen noch ein paar bunte Impressionen:

Die Garage ist auch schon da!

Pünktlich zum 30. September war es soweit: die Garage wurde geliefert und montiert! Wie bereits im Artikel „Garage gesucht und gefunden“ geschildert haben wir uns für eine Bigbox der Firma Multibox bzw. Stahlbox entschieden.

Laut Lieferavise sollte die Garage am Montag geliefert werden. Dienstags sollte die Montage stattfinden. Mit dem Wissen, dass in der gleichen Woche auch WeberHaus mit dem Estrich anfangen wollte und der 3. Oktober bekanntlich ein bundesweiter Feiertag ist, hatten wir schon Bedenken, dass es Platzprobleme geben könnte, bzw. dass sich die Handwerker gegenseitig auf die Füße treten könnten.
Am Ende kam es dann doch anders…

Am Montag, pünktlich um 7 Uhr, zum vereinbarten Liefertermin mit obligatorischer Anwesenheit stand der Bauherr an seinem Arbeitsplatz 😉
Die Bauherrin war vor Ort und sollte die Lieferung in Empfang nehmen. Die „Lieferung“ war bereits vor Ort. Allerdings mussten wir noch einmal nachweisen, dass die „Ware“ bereits bezahlt wurde. Also hat sich die Bauherrin noch einmal ins Auto gesetzt und den Beleg organisiert. Dumm gelaufen…aber wir wollten ja auch, dass die Garage aufgebaut wird.

Die positive Überraschung folgte prompt: die Jungs vor Ort lieferten nicht nur die Bauteile der Garage, sondern begannen auch sofort die Garage zu montieren. Der ursprüngliche Plan à la „Lieferung am 30.9. – Montage am 1. Oktober“ wurde aufgrund einer Fahrzeugpanne über den Haufen geworfen. Die armen, aber immer freundlichen Monteure aus dem Nordosten Deutschlands waren die ganze Nacht unterwegs, um die Garage am Montag aufbauen zu können. Danach sollte es wieder zurück in den Nordosten gehen, um am Mittwoch in weniger als 25km Entfernung von uns die nächste Garage zu errichten. Irgendwie verrückt, oder?

Das Arbeitstempo, das die Monteure anschlugen war fast schon beängstigend. Um kurz nach 12 Uhr stand schon die komplette Garage inkl. Dach! Die Zeit bis 17Uhr wurde damit verbracht das Garagentor einzubringen, Tür und Fenster zu montieren und die Baustelle zu säubern!
Und ähnlich wie beim Haus war es auch hier total surreal zu sehen, wie dort, wo wochenlang eine mit Baumaterialen belagerte Bodenplatte „lag“, plötzlich „unsere“ Garage stand.
Bevor die Arbeiter Ihren Lohn für die geleistete Arbeit erhielten, gab es eine Einweisung in sämltliche Funktionalitäten (Garagentor, Fernbedienungen, Tasten-Cody, etc.) und Antworten auf die zahlreichen Fragen des Bauherren.

Da die dauerhafte Stromversorgung der Garage zwangsläufig noch fehlt (wir haben ja noch Baustrom), organisierten wir als erstes ein ausreichend langes Stromkabel um unser Garagentor elektrisch bedienen zu können. So ein 5m breites Sektionaltor ist dann doch etwas schwergängig, wenn man es per Hand öffnen muss 😉
Ob wir die endgültige Stromversorgung der Garage (Licht / Strom) auf die klassische Art und Weise machen oder ob wir auf EnOcean setzen ist noch nicht klar. Das entscheidet wohl das Budget bzw. die Preisdifferenz am Ende des Projekts 😀

Von den KFZ-Problemen der Monteure waren wir am Ende übrigens doch leicht betroffen. Unsere Dachattika, Regenrinne und -Fallrohr waren auf dem 2. LKW und fehlten somit am Montag. Dafür entschuldigten sich die beiden Jungs immer und immer wieder bei uns. Für uns war das aber kein Problem, da es nur um die Optik und weniger um die Funktion ging und die Anbringung der fehlenden Komponenten bereits am Mittwoch durchgeführt werden sollte.

Wie vereinbart wurden die fehlenden Teile zum vereinbarten Zeitpunkt angebracht.
Für die treuen Leser, die kaum Kontakt mit „dem Handwerk“ haben, ist der letzte Satz scheinbar lapidar und völlig bedeutungslos bzw. scheint nicht erwähnenswert. Der Rest der Leserschaft weiß sicher wovon ich spreche.
Oder anders formuliert: von den für den Estrich zuständigen Kollegen hatten wir bis zu diesem Zeitpunkt weder etwas gehört noch gesehen. :\
Aber das ist ein anderes Thema und wird in einem der nächsten Artikel noch näher erwähnt werden.

Abschließend möchten wir uns auf diesem Wege nochmal beim Garagenaufbauteam und allen Beteiligten der Firma Garagen Riese/Stahlbox bedanken. Das Aufbauteam hat wirklich tolle Arbeit abgeliefert und auch die ganze Abwicklung rund um das Thema war wirklich super und lief ohne Probleme. Würde nur alles so gut und unproblematisch laufen…

Hier noch ein paar Fotos vom neuen zu Hause für Rennsemmel, Black Pearl & Co.:

Der 2. Stelltag

Nach einer viel zu kurzen Nacht mit schmerzenden Beinen,hatte der Wecker auch am Dienstag kein Erbarmen. Glücklicherweise klingelte er etwas später und ließ uns bis 7 Uhr schlafen.
Auch an diesem Tag hatten wir großes vor: den fleißigen WeberHaus Monteuren Kaffee und belegte Brötchen zubereiten und vorbeibringen, Fotos schießen, im Weg herumstehen und Mittagessen kochen und vorbeibringen. Außerdem musste die Bauherrin auch arbeiten.
Das hört sich jetzt alles nicht sonderlich nach Stress an. Bedenkt man jedoch, dass wir muskelkatergeplagt und mit Schlafmangel unterwegs waren, dann kann man das ggf. nachempfinden.

Der Anblick der „Baustelle“ erzeugte zwiespältige Gefühle! Wie Engelchen und Teufelchen auf den Schultern gaben sich die Gedanken wie z.B. „WOW – da ist unser Haus!“ und „Hm … ist das wirklich unser Haus?Vor einigen Stunden hatten wir doch nur eine Bodenplatte“  im Kopf die Türklinke in die Hand! Seitens der Bauherrin war an diesem Tag mehrfach der Ausspruch „Verrückt!“ zu hören. Damit hat nahezu jeder Satz angefangen 😀

Im Vergleich zum ersten Tag waren die Veränderungen am Haus fast schon kosmetischer Natur 😉
Naja, das lag aber eher daran, dass am ersten Tag so viel passiert war 😉
Nichts desto trotz waren wir über die Tatsache, dass das Dach noch nicht gedeckt wurde etwas verwundert. Nicht gedeckt ist auch nicht ganz korrekt. Die Randziegel wurden gesetzt. Mehr jedoch nicht. Und das nach den Wetter-Erfahrungen des vergangenen Tages. Aber gut … „die werden schon wissen was sie tun“ dachten wir uns und liesen die Jungs mal machen.

Im Innern des Hauses gab es ebenfalls Veränderungen. Die Dämmung an den Dachelementen im OG wurde angebracht und die Verlattung als Unterkonstruktion für die Rigipsplatten montiert. Zusätzlich wurden die Türsockel abgesägt, die beim Transport dafür sorgten, dass sich die Wandelemente während des Transports und der Aufbauphase nicht vedrillen / verziehen konnten.
Sehr wahrscheinlich wurden noch hunderte andere Kleinigkeiten erledigt, die uns auf den ersten Blick nicht aufgefallen sind (z.B. die weißen Holzlatten zwischen den Dachsparren,die teilweise noch angebracht werden mussten). Ein größerer Punkt war z.B. auch die Anbringung der Alu- oder Edelstahlabschlußleisten am unteren Ende des Dachs, die dafür sorgen, dass zwischen Dachsparren und -Ziegel Luftzirkulation möglich ist.

Ach ja: die Spuren des Regenschauers vom 1. Stelltag waren nahezu vollständig verschwunden. Alle Holzteile und Dämmmaterialien waren trocken und die Wasserflecken im EG waren auf ein Minimum geschrumpft. Die WeberHaus-Handwerker hatten einen Nass-Sauger dabei und haben alles schnellst möglich abgesaugt. Der Rest ist über Nacht gut abgetrocknet.

Und so langsam begannen wir zu begreifen, dass dieses Haus unser zukünftiges zu Hause wird! 🙂

 

Und schwupps da steht das Haus

Tataaaaaaaa, da ist es:Letztes-Teil-fertig

Aber der Reihe nach!
Am 16.09. war es soweit! Pünktlich um 4:30 Uhr klingelte der Wecker und der Tag begann. Um ca. 5:15 Uhr trafen wir an der Baustelle ein. Eigentlich wollten wir die geforderte halbseitige Straßensperre errichten, aber als wir eintrafen ging es an der Baustelle schon rund. Der 35t Kran war gerade dabei sich eine geeignete Parkposition zu suchen und der WeberHaus Montagetruppe wuselte schon auf der Bodenplatte rum. Der erste LKW mit Kleinteilen (Treppe, Rigipsplatten, Badewanne, etc) und den ersten Bauteilen (Erker und Dachgiebel) stand auch schon auf der Straße.
Leider wurde auch unser Wunsch nach einem regenfreien Tag nicht erhört. Es regnete fast die ganze Nacht und auch in den ersten Stunden war zwischen leichtem Nieselregen und Starkregen eigentlich alles dabei.

Das Aufstellen der Baustellenschilder und die Einrichtung der Straßensperre dauerte aufgrund der blockierten Zufahrt zum Grundstück, auf dem wir die Teile über Nacht lagerten, länger als gedacht. Wir mussten jedes Teil durch den Bereich der „schützenswerten Hecke“ tragen und sind dabei bis zu den Knöcheln in Matsch versunken. Hm… das hatten wir irgendwie anders geplant!
Ab der 5. – 6., nassen, 35kg schweren Sockelplatte für Barken oder Schilder verliert man irgendwann die Lust…

Wir waren noch gar nicht fertig, da war das erste Teil schon in der Luft! Und spätestens an dieser Stelle war klar: der Plan das iPAD wasserdicht zu verpacken und mit einer „Stop-and-Go“ App bewaffnet alle 5 Minuten ein Bild der Baustelle schießen zu lassen, hatte sich erledigt. Schade, wir hätten Euch gerne eine Zeitrafferaufnahme der Bauarbeiten zur Verfügung gestellt.

Dann ging es richtig los: nachdem zuerst die „Kleinteile“ wie Werkzeug, Treppe, Badewanne, die witzige Akkuschrauber-Ladebank und viele andere Dinge abgeladen wurden und auf Bodenplatte und Garagenfundament standen, ging es richtig los. Es war noch stockfinster, da hing unser Erker am Haken und schwebte hoch über unseren Köpfen in Richtung endgültiger Parkposition. Dort bleibt er hoffentlich die nächsten Jahrzehnte stehen 😉
Danach kam die erste Außenwand. Unglaublich wie schnell das ging. Der erste LKW war noch nicht entladen, da stand schon der zweite LKW parat!
Einzig das Wetter zeigte sich unbeeindruckt vom faszinierenden Spektakel – es regnete ununterbrochen weiter, so dass wir selbst unter dem nahe gelegenen Baum naß wurde. Bei 8-9 Grad „im Schatten“ und Naß bis auf die Knochen, stieg die Sehnsucht nach einer warmen Dusche und heißem Kaffe in uns hoch. Und nachdem die erste Ladung auf der Bodenplatte stand sprangen wir schnell ins Auto, Heizung an und „ab nach Hause“!

Nach einer heißen Dusche, mit trockenen regenfesten Klamotten und bewaffnet mit 3 Thermoskannen Kaffee und 25 belegten Brötchen, schlugen wir wenig später wieder auf der Baustelle auf. Vor lauter Überraschung über die Tatsache, dass um ca. 9.30 Uhr bereits das komplette EG stand, wären wir fast in die angrenzende Pferdekoppel gefahren 😉
Echt der Wahnsinn! Und das Beste: es hatte aufgehört zu regnen! Es war zwar noch sehr bewölkt, aber … die Hoffnung stirbt zuletzt 😉
Ein Wunder, dass wir das mit dem Regen überhaupt bemerkt hatten. Wir rannten auf kürzestem Weg durch die Haustür und ins Haus. WAS FÜR EIN GEFÜHL! 🙂

Wir waren gerade dabei das Erdgeschoß zu erkunden, da wurden wir am Durchgang zum Flur aufgehalten. Unter unseren kritischen Blicken kam unsere Treppe angeschwebt und wurde in Rekordzeit an Ort und Stelle platziert. Unfassbar wie schnell die Treppe stand! Beim ersten Versuch gerade rein, abgestellt und gleich verschraubt. Dann noch das aufsteigende Seitenteil mit dem Feinmechanikerwerkzeug (auch bekannt als Vorschlaghammer) ausgerichtet und schon war das Thema abgehakt. Unterm Strich muss man sagen, dass die Einbringung der Treppe nicht länger gedauert hat als das Anbringen eines Wandteils.

Um die Mittagszeit machten wir uns auf den Weg nach Hause, um den schwer arbeitenden WeberHaus Mitarbeitern ein deftiges Mittagessen zuzubereiten. Während dessen lockerte der Himmel auf und die Sonne kam heraus. Zurück auf der Baustelle wurden selbstverständlich zuerst die Bauarbeiter mit Essen versorgt. Allerdings hätten wir am liebsten alles stehen und liegen lassen und hätten uns erst mal um „unser Haus“ gekümmert. Das stand mit stehenden Außenwänden der 2. Etage im Sonnenschein bei strahlend blauem Himmel. Traumhaft!!!
Im Obergeschoß traf ich unseren Bauleiter und unseren Ansprechpartner des lokalen Bauforums. Gemeinsamt „sonnten“ wir uns im Obergeschoß. Das war ein ziemliches surreales Gefühl bei völligem Sonnenschein im Schlafzimmer zu stehen. Glasdach drauf und fertig ist das Haus 😉

Noch während der Mittagspause traf der nächste LKW mit der Decke des OGs bzw. dem Fußboden für den Dachboden, dem / den  Kopfband Dachbalken und den Giebelelementen ein. Die Montage der Teile ging wieder erstaunlich fix. Offenbar schien es sich auch um einen speziellen Kran für exakt solche Bauvorhaben zu handeln. Unglaublich mit welcher Präzision die Bauteile am Haken gedreht werden konnten und wie sanft diese herabgelassen werden konnten.

Danach machte sich leichte Ratlosigkeit breit. Alle Teile waren verbaut, aber vom LKW mit der letzten „Fuhre“ war nichts zu sehen. Zuerst wurde geraucht, dann telefoniert, dann wieder geraucht und irgendwann wurde einfach damit begonnen Tätigkeiten, die eigentlich für den zweiten Stelltag angedacht waren, durchzuführen. Irgendwann, es muss wohl so um 16 Uhr gewesen sein, traf auch der letzte LKW mit den Dachelementen ein. „Oha! Indische Ladungssicherung“ war unser erster Gedanke als wir den LKW anrollen sahen. 😉
Kaum angekommen wurde damit begonnen die Ladungssicherung und die riesige WeberHaus-Plane zu entfernen. Wenige Minuten später schwebten die ersten Dachelemente über unseren Köpfen in Richtung endgültiger Parkposition.
Leider konnten nicht alle Dachelemente sofort auf’s Dach, da hier eine passende Reihenfolge vorausgesetzt wurde. Anscheinend war der LKW irgendwie anders beladen worden. Dies hatte zur Folge, dass einige Dachelemente im Umkreis um das Haus zwischengelagert wurden. Ansich kein Ding, da der Boden aufgrund des Regens schön weich war. Weniger schön für den kritischen, zuschauenden Bauherren sind die Tatsachen, dass
– ein Teil „hinter“ dem LKW auf den Asphalt gelegt wurde
– die Haltepunkte der Dachelemente so angebracht sind, dass das Dachelement in der Luft von alleine seine schräge Position, passend zum endgültigen Dachwinkel einnimmt.
Beides zusammen führt dazu, dass das Dachelement, das auf dem Asphalt zwischengelagert wurde, beim Anheben zuerst auf einer Seite nach oben ging und mit der anderen Seite – nämlich der Seite mit den sichtbaren, weiß lackierten Dachpfetten – 1-1,5 Meter über den Asphalt kratzte. Dies sorgte natürlich für Sorgenfalten auf der Stirn des Bauherren!!!

Etwa den gleichen Gesichtsausdruck konnte man bei den Bauherren erkennen, als sich der Himmel während der Montage der Dachteile wieder schlagartig zuzog und dunkle Wolken aus dem Nichts aufkreuzten! Keine 20 Minuten später goß es in Strömen! Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 2/3 des Dachs montiert. Weitere 20 Minuten später hörte es wieder auf zu regnen und die dunklen Wolken verzogen sich langsam wieder. Trotzdem hatten wir danach eine „kleine“ Tropfsteinhöhle bzw. – jetzt kommt’s … eine Tropfholzständerhöhle im EG. Selbstverständlich genau an den Stellen an denen noch kein Dach war. Dort regnete es auf die Zwischendecke, die laut WeberHaus Vorarbeiter so konstruiert ist, dass diese kein Wasser hält, so dass das Wasser unten wieder heraustropfte und im EG für einige kleine Pfützen sorgte. Aber nichts Dramatisches!

Gegen 18 Uhr stand dort, wo ca. 12,5 Stunden zuvor noch eine nackte Bodenplatte lag, ein Haus. Nein! Nicht nur ein Haus … unser Haus! 

Zum Abschluss wurden die einzelnen Ziegelpakete noch auf’s Dach gepackt. Die Frage nach dem „Warum?“ konnten wir uns selbst recht schnell beantworten: der Kran! Der ist ja nur für den Stelltag vorgesehen. Und wer möchte die ganzen Ziegel bitte per Hand auf’s Dach tragen?

Bevor sich die erschöpften Arbeiter in ihr TV-loses Hotelzimmer aufmachten, „mussten“ sie mit uns noch ein kleines Richtfest feiern. Also … schnell den Schnapps ausgepackt!
Der half nicht nur bei der Taufe des Hauses und diente nicht nur zur Wahrung der Tradition sondern half auch gegen die höllischen Schmerzen in den Beinen! Wer hätte gedacht, dass Baustellentourismus solche Schmerzen bereiten kann? 😉

Jetzt kommen noch ein „paar“ Bilder vom Stelltag:

 

 

Der Countdown läuft…

Unglaublich, aber wahr … in weniger als 12 Stunden geht es los!!! 🙂
Dann rücken die WeberHaus Monteure mit „unserem“ Haus an und es wird gestellt!
Wäre nicht die Aktion mit der halbseitigen Straßensperre, dann hätten wir das vermutlich noch gar nicht realisiert. Ursprünglich war zwischen „Bodenplatte fertig“ und „Haus kommt“ so viel Zeit, dass wir uns irgendwie schon „daran gewöhnt“ hatten.
Aus diesem Zustand wurden wir vergangenen Mittwoch unsanft geholt als uns das Schreiben der Stadt vom Architekten in Kopie zugestellt wurde.
Inhalt: die Absperrvorschrift(en) zur halbseitigen Sperre der Straße ab Montag, 6 Uhr. 😯
Nachdem der normale Bauherr tagsüber für gewöhnlich noch einer anderen Beschäftigung nachgeht, konnten wir uns erst am Abend darum kümmern. Und ja, es scheint tatsächlich Firmen zu geben, die vom Verleih von Baustellenschildern und -Zubehör leben. Nachdem wir den Mark kurz sondiert hatten, haben wir per E-Mail-Kontakt ein Angebot eingefordert. Da es anscheinend nicht ganz normal zu sein scheint, dass sich Bauherren selbst darum kümmern und wir zum ersten Mal in einer solchen Situation waren, musste mehrfach telefoniert bzw. gemailt werden bis final klar war was Sache ist.
Am Ende hatten wir dann ein Angebot mit einer Mietdauer über 5 Tage! An dieser Stelle „rächt“ es sich dann doch ein wenig, dass wir schon Montagmorgen dran sind, denn so brauchen wir die Schilder schon am Freitag und können diese erst am Dienstag zurückgeben. Das summiert sich dann natürlich zu einem nicht unerheblichen Betrag 😐

Am Freitag war es dann soweit – wir wollten Schilder, Barken & Co. aus dem knapp 15 km entfernten Dortmund abholen. Dort wurden wir schon milde belächelt als wir auf den Hof fuhren und die netten Mitarbeiter vor Ort machten uns sofort klar, dass es schier unmöglich ist Absperrgitter in der Größenordnung 2,00m x 1,20m und Schilder mit 2,20m Stangenhöhe zusammen mit den jeweils 35kg schweren Grundplatten in einen Kombi zu bekommen. Also – rein ins Büro und freundlich nachgefragt ob eine Änderung der Bestellung möglich wäre.
Gedanken das Bauherren: statt 5 Tage Miete inkl. Transport mit dem eigenen Auto könnte man die Schilder ja auch am Montag um 5:30 Uhr aufstellen lassen und um 20 Uhr wieder abholen lassen. Macht einen Tag Miete + Transport + Arbeitszeit. Dürfte ja nicht wesentlich teurer sein.
Realität: die Firma arbeitet von 7 Uhr bis 16 oder 17 Uhr; d.h. da wird die Miete, der Transport, das Fahrzeug, die Entfernung und die Arbeitszeit + Zuschläge für Zeiten außerhalb der normalen Arbeitszeit fällig. Oder in Zahlen:
Der Bauherr denkt an einen Betrag im Bereich von 300 oder 350 €
In der Realität reden wir über einen Betrag im Bereich von 700 – 800 €
.
..

Wir haben die Sachen dann doch im eigenen KFZ transportiert und sind mehrfach gefahren.
Merke: das nächste Mal für 2-3 Stunden einen Transporter leihen. Dann geht das in Nullkommanix und kostet weniger Nerven! Darum werden wir das für den Rücktransport der ganzen Sachen auch einfach mal beherzigen 🙂

Bis Montag haben wir jetzt eine fachmännisch „abgesperrte“ Terrasse mit lustigen, dauerhaft leuchtenden, gelben Baustellenlichtern. Wer’s braucht 😉

Nur die 35kg schweren Platten, in die Barken, Schilder und Co. gesteckt werden, haben wir schon am Freitag am Grundstück „abgeladen“. Als wir vor Ort eintrafen stand dort schon ein riesiger LKW. Mit der Aussicht die 35kg schweren Platten jetzt locker 15m weiter schleppen zu dürfen, wollte der noch angesäuerte Bauherr den LKW-Fahrer fragen was er eigentlich vor hat. Aber dann „blitzten“ schon die Ziegel durch …
aaaaaaaah… die kommen mir doch bekannt vor!
Die Ziegel sind also schon da!

Die fachmännische Absperrung werden wir Montag Früh mit größtmöglicher Sorgfalt vornehmen. Das sind wir dem Ersteller der Skizze zur Absicherung schuldig. 😀

Einerseits freuen wie uns, dass es nach mehr als 13 Monaten soweit ist und unser Haus „kommt“, andererseits sind wir bezüglich des aktuell vorherrschenden „Spätsommers“ etwas besorgt . Ändern können wir es eh nicht, aber solche Regengüsse wie wir sie in den letzten Tagen hatten brauchen wir nicht!
Also: Daumen drücken!!!!

Abschließend noch ein paar Eindrücke vom Grundstück … lange wird es dort nicht mehr so aussehen 🙂
Ob wir morgen Zeit, Kraft und Nerven haben um uns zu melden wissen wir noch nicht, aber wir halten Euch kurzfristig auf dem Laufenden!