Großbaustelle…

Puh … vielleicht habt Ihr Euch schon gewundert, warum es nach dem Rätsel um das Loch im Garten lange keine weiteren Beiträge gab…
Die Antwort ist ganz einfach: wir durften feststellen, dass der Bau eines Pools nicht „mal eben“ in wenigen Tagen gemacht ist. Das ist, für den Fall, dass man einen Großteil in Eigenregie macht, schon ein „Sommerprojekt“ oder zumindest etwas, dessen Bauzeit über die Dauer eines normalen Urlaubs hinaus gehen könnte…

Aber von Vorne: auf dem befreundeten Blog „Das Bismarck Haus“ haben wir schon 2013 vom Poolbau gelesen und waren sofort Feuer und Flamme. Da unser Grundstück / Garten groß genug ist und wir schon im Familienkreis in diesem Sommer den Luxus „eigener Pool im Garten“ genießen durften, haben wir den Entschluss gefasst, das Projekt Poolbau selbst in Angriff zu nehmen. Beim Bismarck-Haus hörte sich das alles auch ziemlich unkompliziert an.
Die grundsätzliche Idee dahinter:
der Garten- und Landschaftsbauer, der für uns den (Gabionen-) Zaun, den Rasen und die Einfahrt errichten soll, könnte ja „mal eben“ das Loch für den Pool ausgeben und gemeinsam mit uns die benötigte Betonbodenplatte errichten. Den Berg an Aushub könnte man direkt im Garten verteilen, um das Gelände zu nivellieren und das Gefälle in Richtung Bach, der am unteren Ende des Grundstücks verläuft, gleichmäßiger zu gestalten.
Sobald die Bodenplatte errichtet ist, legen wir los, bauen den Pool auf, Wasser rein, fertig 😀

So einfach ist / war es dann doch nicht 😉
Sagen wir es mal so: das ist kein Projekt, das man an einem oder zwei Wochenenden alleine stemmt. Da fließen schon einige Mannstunden ein. Und wenn man, so wie bei uns, zwar noch mit einem Mini-Bagger in den Garten kommt, aber mit Sicherheit kein Kipplaster, Betonmischer oder Kranwagen bis an die Baugrube heranfahren kann, dann bedeutet das: Du musst jeden Stein, jeden Zementsack, jedes Sandkorn, ja –  jedes einzelne Atom, das in irgendeiner Form etwas mit dem Pool zu tun hat, per Schubkarre, Sackkarre oder auf den Händen in den Garten tragen.

Das begann schon bei der „Sauberkeitsschicht“, die eingebracht werden musste. Da mussten dann mal eben ca. 6t Schotter per Schubkarre aus der Einfahrt in das ca. 25m entfernte Loch. Und das mit etwas Zeitdruck, da der Termin zur Errichtung der Bodenplatte quasi fix war.

Die Errichtung der Fundamentplatte für den Pool war auch ein Spaß: Um ca. 7 Uhr morgens kam der Betonmischer in die Einfahrt gefahren und kippte mal eben 5,5m³ einer Betontrockenmischung inkl. Wirkverzögerer in die Zufahrt.
Das war ein „Berg“ von knapp 2,5m Höhe und einem Radius von geschätzten 4m. Der Beton war, wie gesagt, relativ trocken, so dass man ihn gut schaufeln konnte, aber eine Schubkarre davon war gefühlt mindestens doppelt so schwer wie eine Schubkarre voll Kies / Schotter.
Am Ende waren es wohl etwas mehr als 10 Tonnen Material, die in unserer Einfahrt lagen.
Wie kommt sowas ins Loch?
Kurzform: genauso wie der Splitt! Per Schubkarre!
Langform: wir hätten mit der Betonlieferung auch eine Betonpumpe bestellen können. Das wäre ein eigener LKW mit langem Auslieger dran, der quasi über das ganze Haus „geklappt“ werden kann und den Beton dann direkt in das Loch in unserem Garten pumpt. Eine einfache, saubere Lösung. Einziger Haken: die Distanz zwischen Zufahrt und Loch für den Pool ist nicht ganz ohne. Das Haus selbst wäre ca. 11m „tief“, die Terrasse ca. 5m. Und von dort wären es auch noch mal ca. 7m bis zum zukünftigen Pool. Macht also 23m + Abstand des LKWs in der Zufahrt bis zum Haus. Und damit wären die gängigen Betonpumpen mit einer max. Reichweite von 24m definitiv raus. Also bräuchte man eine, die 32m oder besser 36m überbrücken kann.
Und jetzt kommt’s: für An- und Abfahrt der Betonpumpe werden 210€ berechnet. Für die Förderleistung ein Pauschalpreis von 430€. Hinzu kommt die Rüstzeit für den Auf- und Abbau der Pumpe, die mit einer halben Stunde und einem Stundensatz von 480€ zu Buche schlägt. Jetzt ist mir entfallen, ob die Reinigung der Pumpe noch mal extra berechnet wird, aber am Ende liegen die Kosten für die Beförderung des Betons von A nach B über die Pumpe bei ca. 900€. Und dann kommt ja noch der Beton dazu! Der kostet pro m³ ca. 120 € …
Deshalb wurde der Beton kurzerhand von 4 GaLa-Mitarbeitern und dem Bauherren per Schubkarre ins Loch geschafft.
Nachdem ca. 2/3 im Loch waren, begannen 2 Kollegen damit, den Beton ordentlich zu verteilen und glatt zu streichen.
Am Ende sah das Ergebnis ganz gut aus, allerdings war der Bauherr nicht mehr in der Lage Fotos zu machen und krabbelte auf allen Vieren unter die Dusche.

Ein Mitarbeiter des Garten- und Landschaftsbauers meinte zu dem Thema: Beton geht auf die Knochen!
Das habe ich erst nicht verstanden, aber ich kann Euch sagen: schippst Du Erde, Sand oder Schotter, dann bekommst Du bei entsprechender Menge Muskelkater.
Arbeitest Du mit einer größeren Menge Beton, dann tun Dir spätestens am nächsten Tag sämtliche Knochen weh! Aber mal so richtig!

Die Materialien vom Pool wurden zwischenzeitlich auch geliefert. Nach einiger Recherche im Internet kamen für uns eigentlich nur 3 Varianten in Frage:

  1. Der Pool wird beim gleichen Anbieter gekauft, bei dem das Bismark-Haus bestellt hat.
  2. Wir vertrauen der offenbar hohen Kompetenz von Pooldoktor.at und bestellen dort. Mit Bauchschmerzen bei den Versandkosten.
  3. Wir bestellen bei Poolsana aus Nürnberg. Qualitativ auf ähnlichem Niveau wie der Pooldoktor, aber in Summe günstiger.

Die Wahl fiel auf Poolsana, da wir dort das beste Gefühl hatten. Würde Geld keine Rolle spielen, dann hätten wir vermutlich sämtliche Empfehlungen des Pooldoktors beherzigt und dort bestellt.
Bei Yatego bzw. Schwimmbad24.de war das Komplettpaket aus unserer Sicht zu unflexibel. Außerdem hätten wir vorab gerne mehr Informationen erhalten.

Die Lieferung der Ware klappte wunderbar. Der Spediteur fuhr mit seinem LKW rückwärts bis an die Garage und platzierte die riesige Einwegpalette + 2 große Kartons direkt in unserer Garage. TOP Service!
Pool da … Garage belegt. 😀

Da wir nicht darauf vertrauten, dass irgendwelche Dämmstoffplatten den Erddruck auf die 1,5m tiefen, geraden Seiten des Pools ausreichend abfangen, mussten wir an den Längsseiten des Pools jeweils eine etwa 1,40m hohe Stützmauer aus Betonschalungssteinen und Beton bauen. Das Thema an sich wäre schon einen eigenen Blog-Artikel wert, da es eine „leicht“ kräftezehrende Arbeit ist, 80 Schalungssteine zu je 28KG, 56 Zementsäcke zu je 25KG und knapp 6t Sand per Schubkarre bzw. Sackkarre in den Garten zu karren.

An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Anika für Deine Ausdauer und den Ehrgeiz beim Steine schleppen 😉

Die 80 Steinchen, sowie der (später) gemischte Beton mussten dann noch 1,5m in die Tiefe gelassen werden. Jedes Steinchen einzeln ins Loch heben … neeee … das wollten wir dann doch nicht.
Zum Glück hatten wir noch die 3m lange Palette, auf der unsere Terrasse bzw. deren Verlängerung geliefert wurde. Diese war stabil genug um als „Rutsche“ für die Steinchen und (später) für die Mörtelbehälter zu dienen.

Da zu diesem Zeitpunkt klar war, dass wir über einen gewissen Zeitraum täglich ein paar Schubkarren Beton brauchen würden, haben wir uns kurzerhand einen Betonmischer gekauft. Wie’s der Zufall will war gerade einer im nahe gelegenen Baumarkt im Angebot.

Und dann ging der Poolbau in die nächste Runde: Reihe um Reihe wuchs die Schalsteinmauer, wobei der zeitraubende Teil der Arbeit eher das Verfüllen mit Beton war. Da der Abstand „Kante des Lochs“ zu den Mauern für die ersten 3-4 Reihen zu groß war, füllten wir den gemischten Beton in Mörtelbottiche, ließen diese über unsere Palettenrutsche hinab und schaufelten den Beton dann über kleine (Hand-) Gartenschäufelchen in die Schalungssteine.
Kann man so machen … dauert halt sehr lange! 🙁
Hinzu kamen die Temperaturen. Da diese im Bereich von 35 °C lagen, war es natürlich ein großer Spaß im windgeschützten Loch mit Beton zu arbeiten 😉

Nach Verarbeitung der Steine musste das Mäuerchen noch mit Beton erhöht werden. Laut Plan sollte die Mauer 1,45m hoch sein. Das ist halt doof, wenn die Steine ca. 25cm hoch sind. Da hast Du dann halt 1,50m (zu hoch) oder 1,25m (zu niedrig).
Also haben wir die Mauer mit Brettern verschalt und die Höhe mit Beton angepasst. Die endgültige Höhe von ca. 1,40m liegt im grünen Bereich. Zumal wir im nächsten Jahr noch Randsteine um den Pool setzen wollen.

Bevor es weiter gehen konnte, mussten die Innenseiten der Mauern noch mit 2cm dicken Styroporplatten beklebt werden. Diese sollen die Stahlwand bzw. deren Lackierung schützen.
Da wir noch ein paar Liter Grundierung in der Garage stehen hatten (wer hat das nicht?), haben wir die Bodenplatte des Pools kurzerhand grundiert. Was das bringen soll? Fragt uns nicht … jedenfalls steht die Grundierung jetzt nicht mehr in der Garage rum. 😀

Im Anschluss war es dann endlich soweit: die Stahlwand des Pools konnte an den vorgesehenen Platz gebracht werden. Hier erwies sich die 3m lange Palette ebenfalls als sehr vorteilhaft. Wir ließen die beiden, je ca. 80kg schweren Pakete über die Palette ins Loch „gleiten“. Anschließend wurden die Bodenschienen zusammengesteckt und ordentlich ausgerichtet.
Dann war es soweit: die Stahlmonster wurden vorsichtig abgewickelt und in die Bodenschiene gesteckt.
Da wir zu diesem Zeitpunkt davon ausgegangen sind, dass wir eine angeschweiste Keilbiese an der Poolfolie haben, wurde der Alu-Handlauf bereits zu diesem Zeitpunkt angebracht. Das war auch ganz gut, da der Handlauf zusätzlich Stabilität brachte, so dass davon auszugehen war, dass die Stahlwand nicht ohne Weiteres in alle Einzelteile auseinanderfallen würde, sobald ein kleiner Windhauch käme. 😉

Vom Gefühl her kamen jetzt die Schritte, die uns in Richtung Zielgerade führen sollten: das Bohren des zusätzlich benötigten Lochs für die Poolbeleuchtung und das schützen der Schnitt- und Stanzkanten mit Zinkspray.

Zu diesem Zeitpunkt konnte man schon ganz gut erkennen, dass das alles mal ein Pool werden könnte, wenn es fertig ist. Wie viel Arbeit noch kommen würde und wird, haben wir zu diesem Zeitpunkt echt unterschätzt.

Aber jetzt gibt’s erst mal ein paar Bilder zu dem Bauprojekt 2016:

 

Und was wird das jetzt???

Nachdem unser Garten Anfang des Jahres noch aussah wie ein Schlachtfeld und außer „Unkraut“ kein Grashalm auf der großen Fläche zu sehen war, haben wir uns kurzerhand entschlossen, im Sommer ein zusätzliches „Bauprojekt“ in Angriff zu nehmen.

Aus diesem Grund haben wurde kurzerhand ein großes und recht tiefes Loch im Garten ausgehoben.
Danach gingen erst mal ein paar Tage ins Land…
Als es konkret wurde, stellten wir fest, dass unser Gartenloch nicht groß genug war. Also musste weiter gebaggert werden.

Kurz darauf wurden noch ein paar Tonnen Split / Schotter im „Krater“ versenkt. Natürlich so, wie es sein muss: mit Schubkarre und Schaufel!

Und da ist es nun… unser Loch:
Loch im Garten

Die alles entscheidende Frage ist jetzt: was wird das??? Hat jemand eine Idee?

 

Der Countdown läuft…

Unglaublich, aber wahr … in weniger als 12 Stunden geht es los!!! 🙂
Dann rücken die WeberHaus Monteure mit „unserem“ Haus an und es wird gestellt!
Wäre nicht die Aktion mit der halbseitigen Straßensperre, dann hätten wir das vermutlich noch gar nicht realisiert. Ursprünglich war zwischen „Bodenplatte fertig“ und „Haus kommt“ so viel Zeit, dass wir uns irgendwie schon „daran gewöhnt“ hatten.
Aus diesem Zustand wurden wir vergangenen Mittwoch unsanft geholt als uns das Schreiben der Stadt vom Architekten in Kopie zugestellt wurde.
Inhalt: die Absperrvorschrift(en) zur halbseitigen Sperre der Straße ab Montag, 6 Uhr. 😯
Nachdem der normale Bauherr tagsüber für gewöhnlich noch einer anderen Beschäftigung nachgeht, konnten wir uns erst am Abend darum kümmern. Und ja, es scheint tatsächlich Firmen zu geben, die vom Verleih von Baustellenschildern und -Zubehör leben. Nachdem wir den Mark kurz sondiert hatten, haben wir per E-Mail-Kontakt ein Angebot eingefordert. Da es anscheinend nicht ganz normal zu sein scheint, dass sich Bauherren selbst darum kümmern und wir zum ersten Mal in einer solchen Situation waren, musste mehrfach telefoniert bzw. gemailt werden bis final klar war was Sache ist.
Am Ende hatten wir dann ein Angebot mit einer Mietdauer über 5 Tage! An dieser Stelle „rächt“ es sich dann doch ein wenig, dass wir schon Montagmorgen dran sind, denn so brauchen wir die Schilder schon am Freitag und können diese erst am Dienstag zurückgeben. Das summiert sich dann natürlich zu einem nicht unerheblichen Betrag 😐

Am Freitag war es dann soweit – wir wollten Schilder, Barken & Co. aus dem knapp 15 km entfernten Dortmund abholen. Dort wurden wir schon milde belächelt als wir auf den Hof fuhren und die netten Mitarbeiter vor Ort machten uns sofort klar, dass es schier unmöglich ist Absperrgitter in der Größenordnung 2,00m x 1,20m und Schilder mit 2,20m Stangenhöhe zusammen mit den jeweils 35kg schweren Grundplatten in einen Kombi zu bekommen. Also – rein ins Büro und freundlich nachgefragt ob eine Änderung der Bestellung möglich wäre.
Gedanken das Bauherren: statt 5 Tage Miete inkl. Transport mit dem eigenen Auto könnte man die Schilder ja auch am Montag um 5:30 Uhr aufstellen lassen und um 20 Uhr wieder abholen lassen. Macht einen Tag Miete + Transport + Arbeitszeit. Dürfte ja nicht wesentlich teurer sein.
Realität: die Firma arbeitet von 7 Uhr bis 16 oder 17 Uhr; d.h. da wird die Miete, der Transport, das Fahrzeug, die Entfernung und die Arbeitszeit + Zuschläge für Zeiten außerhalb der normalen Arbeitszeit fällig. Oder in Zahlen:
Der Bauherr denkt an einen Betrag im Bereich von 300 oder 350 €
In der Realität reden wir über einen Betrag im Bereich von 700 – 800 €
.
..

Wir haben die Sachen dann doch im eigenen KFZ transportiert und sind mehrfach gefahren.
Merke: das nächste Mal für 2-3 Stunden einen Transporter leihen. Dann geht das in Nullkommanix und kostet weniger Nerven! Darum werden wir das für den Rücktransport der ganzen Sachen auch einfach mal beherzigen 🙂

Bis Montag haben wir jetzt eine fachmännisch „abgesperrte“ Terrasse mit lustigen, dauerhaft leuchtenden, gelben Baustellenlichtern. Wer’s braucht 😉

Nur die 35kg schweren Platten, in die Barken, Schilder und Co. gesteckt werden, haben wir schon am Freitag am Grundstück „abgeladen“. Als wir vor Ort eintrafen stand dort schon ein riesiger LKW. Mit der Aussicht die 35kg schweren Platten jetzt locker 15m weiter schleppen zu dürfen, wollte der noch angesäuerte Bauherr den LKW-Fahrer fragen was er eigentlich vor hat. Aber dann „blitzten“ schon die Ziegel durch …
aaaaaaaah… die kommen mir doch bekannt vor!
Die Ziegel sind also schon da!

Die fachmännische Absperrung werden wir Montag Früh mit größtmöglicher Sorgfalt vornehmen. Das sind wir dem Ersteller der Skizze zur Absicherung schuldig. 😀

Einerseits freuen wie uns, dass es nach mehr als 13 Monaten soweit ist und unser Haus „kommt“, andererseits sind wir bezüglich des aktuell vorherrschenden „Spätsommers“ etwas besorgt . Ändern können wir es eh nicht, aber solche Regengüsse wie wir sie in den letzten Tagen hatten brauchen wir nicht!
Also: Daumen drücken!!!!

Abschließend noch ein paar Eindrücke vom Grundstück … lange wird es dort nicht mehr so aussehen 🙂
Ob wir morgen Zeit, Kraft und Nerven haben um uns zu melden wissen wir noch nicht, aber wir halten Euch kurzfristig auf dem Laufenden!

 

Fleißig gießen…

Wow! Was für eine Arbeit! Dieses ständige gießen! 😯
NEIN! Wir reden nicht vom Garten!!! Schön wär’s 😉 Es geht um die Bodenplatte! Diese wurde bei strahlendem Sonnenschein und geschätzten 26 – 28 °C gegossen! Was das mit gießen zu tun hat? Lest selbst…

Pünktlich zum geplanten Ende der Arbeiten stand der Termin für das Gießen der Bodenplatte vor der Türe. Die ganze Woche herrschte super Wetter; d.h. Sonnenschein und Temperaturen im Bereich um 25°C. Die Bauarbeiter freute es, uns bereitete es hinsichtlich der Bodenplatte einige Sorgen. Zu oft hatten wir gelesen, dass die Sonne der natürliche Feind der Bodenplatte ist. Aber aussuchen kann man sich das Wetter dann halt doch nicht. Und so kam es, dass der Tag an dem die Bodenplatte gegossen wurde der heißeste Tag der Woche war. Na gut, besser als 14 Tage Dauerregen und im Matsch versunkene Baumaschinen.

Die Tage vorher schauten wir öfter an der Baustelle vorbei und konnten den Fortschritt gut beobachten.
Kurz nachdem das Fundament fertiggestellt war, wurden die Hausanschlüsse (Leerrohre & Co.) verlegt. Zusätzlich wurde die Verrohrung für die sogenannte Regenwasserentsorgung durchgeführt. Da wurden stolze 69m Rohr verlegt. Dabei ist dem Tiefbauer aufgefallen, dass wir (wie im Bodengutachten bereits erwähnt) einen relativ feuchten Boden haben und, etwas tiefer, wasserundurchlässige Schichten liegen. Also schlug er vor, dass wir rund um die Garage und an 2 von 4 Hausseiten zusätzliche Drainagen errichten sollten. Kostet natürlich extra 🙁
Aber was bleibt einem übrig, wenn man bedenkt, dass die Möglichkeit besteht, dass WeberHaus die Bodenplatte ohne Drainage nicht abnimmt oder – noch schlimmer – eine Außenwand Feuchtigkeit zieht? Also … kurz geschluckt und Auftrag erteilt.

Im nächsten Schritt wurde mit den Vorbereitungen für die Bodenplatte begonnen; d.h. der geringe Höhenunterschied zwischen Fundament und dem Innenbereich, also der zukünftigen Bodenplatte, wurde mit Feinsplit ausgeglichen.  Danach wurde die Verschalung errichtet und die 12cm dicke (!!!) Perimeterdämmung angebracht. Im nächsten Schritt wurde der Boden im Inneren des verschalten Bereichs gedämmt und das Drahtgeflecht mit den Stahlmatten errichtet. Das ging alles so fix! Wir hatten damit gerechnet, dass das länger dauert! Respekt!

Als wir am Freitag, dem Tag des geplanten Abschlusses der Arbeiten, ans Grundstück kamen, waren wir fast schon zu spät! Die Bodenplatte für’s Haus war quasi schon fertig. 8O Der Bauherr hatte gerade noch Zeit eine 1-Cent Münze in der Bodenplatte zu versenken…soll ja angeblich Glück und Geld bringen, sagt die Bauherrin.
Die Arbeiter waren gerade dabei die Ränder der Bodenplatte zu glätten. Letztendlich musste nur noch die Bodenplatte für die Garage errichtet werden.
Darauf mussten wir nicht lange warten. Gerade hatte der Bauherr die ersten Bilder der Bodenplatte geschossen, schon rückte der nächste Betonmischer an und entlud seine Ladung. Wir wurden den Eindruck nicht los, dass diese Arbeit so etwas wie das „Highlight der Woche“ für die Bauarbeiter war! Mit welcher Begeisterung die Männer durch den Beton liefen – herrlich! 😀
Nachdem genug Beton eingefüllt war, wurde die Bodenplatte mit einer Art Rüttelmaschine abgezogen. Danach wurden die Ränder ebenfalls geglättet.

Wenig später wurde das Equipment gereinigt und eingepackt. Kurze Zeit später läuteten die Bauarbeiter den Feierabend ein. Das lag wohl auch daran, dass wir uns dazu bereit erklärt hatten, das Wässern der Bodenplatte zu übernehmen. Im Nachhinein würden wir das nicht als Fehler bezeichnen, aber … hätten wir gewußt was da auf uns zukommt, hätten wir das wohl nicht so locker gesehen. Wie bereits erwähnt: es hatte um die 26 bis 28 °C!!!
Im nicht sehr weit entfernten Dortmund hat es wohl geregnet, aber so viel Glück hatten wir nicht! Und die Bodenplatte war durstig! SEHR DURSTIG!!!
Noch bevor die Bodenplatte für die Garage fertig war, hatten wir die ersten trockenen Stellen (und Mini-Risse) im Bereich der Küche! Also … Wasser marsch und immer fleißig gießen! Der Chef der Bautruppe meinte zwar, dass es genügen sollte alle 1-2 Stunden zu wässern, aber es schien so, als ob wir wieder von vorne anfangen durften, sobald wir gewässert hatten.

Aus unserer Sicht machte es keinen Sinn nach Hause zu fahren. Also bleib der Bauherr da und flutete die Platte und die Bauherrin sprang ins Auto und organisierte „Bauarbeiterkleidung“, eine Decke, Kissen und ein paar Getränke. Später am Abend liesen wir uns vom örtlichen Pizzalieferanten eine Pizza ans Grundstück liefern. Hahahah … das war witzig. Bei der telefonischen Bestellung wollte er die Hausnummer wissen. 😀
Jau, haben wir, aber … bringt Dir nix! Da steht noch kein Haus, aber hey… da sitzen 2 verrückte Bauherren und „gießen“ ihre Bodenplatte.
Obwohl es mehr Arbeit war, als erwartet, haben wir einen schönen Nachmittag und Abend bei strahlendem Sonnenschein auf unserem Grundstück verbracht. Mit viel Spaß und immer einer Abkühlung parat ;). Spaß vorallem weil sowohl an der benachbarten Grundschule als auch beim Kindergarten die Abschiedsfeiern der 4. Klässler, bzw. der baldigen Schulkinder stattgefunden haben. So haben wir das eine oder andere Mal Besuch von Neugierigen bekommen und sind auch nicht müsig geworden immer und immer wieder zu erklären, was wir denn hier machen. So lernt man dann gleich die Dorfgemeinschaft kennen ;).
Samstag und Sonntag mussten wir ebenfalls fleißig weiter gießen. Am Samstag nur noch alle 3-4 Stunden und am Sonntag nur noch 3 Mal am Tag, aber immerhin … ganz schön krass. Es fehlte nicht mehr viel und das Auto hätte den Weg alleine gefunden 😉

Direkt am Montag wurde die Verschalung entfernt und der Bautrupp zog weiter zur nächsten Baustelle. Der von vielen angekündigte „Bodenplattenschock“ ist bei uns allerdings ausgeblieben. Vielleicht weil wir im Baugebiet schon kleinere Bodenplatten gesehen haben und dann erstaunt waren, dass da doch ein Haus drauf paßt ;). Oder es täuscht optisch wegen dem Erker…warum auch immer, wir finden unsere Bodenplatte nicht zu klein :).

So, jetzt gibt’s noch ein „paar“ Fotos:

Wir resümieren: Bodenplatte fertig gestellt!
Neuer Status:warten auf WeberHaus!!!

Fundament fertig!

Nach Abschluß der Erdarbeiten machte unser Tiefbauer direkt weiter und begann mit den nächsten Schritt der Bodenplattenerrichtung: dem Fundament!

Als wir zum ersten Mal den vermeintlichen Höhenunterschied zwischen dem höchsten Punkt unserer Zufahrt und der Garage sahen, mussten wir schon etwas schlucken. Das war ein gefühlter Meter Höhenunterschied! Hm … das hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt!
Noch „krasser“ sah der Höhenunterschied zur zukünftigen Hausecke, die in der Ecke der Zufahrt liegt, aus.
Das Nachbargrundstück liegt jetzt auch ca. 0,5m höher als das obere Ende unserer Schotterschicht. Ups…
Zum Glück konnte uns der Tiefbauer etwas beruhigen, dass das alles nicht ganz so dramatisch ist und mit etwas Abstand denken wir auch, dass sich der Höhenunterschied noch relativieren wird.
Der Höhenunterschied zum südlichen Nachbarn bereitet uns keine schlaflosen Nächte mehr, da sich dieser ebenfalls ähnlich „eingraben“ muss wie wir, da er als Referenzpunkt für seine Höhen ebenfalls die Straßenoberkante hat. Wir vermuten da verbleibt am Ende ein Höhenunterschied von 20-30cm.
Bei der Zufahrt können wir wohl nichts machen, da der Kanaldeckel in der Mitte der Zufahrt liegt und dessen Deckelhöhe fest vorgegeben ist. Von daher wird es wohl einen ungefähren Höhenunterschied von knapp 0,5m auf einer Strecke von 12m zwischen Kanaldeckel und Garagenboden geben.
Wir brauchen also vor der Garage eine Regenrinne / einen Ablauf. Damit hat sich das Thema Ökoplaster für uns eigentlich schon erledigt. Wenn wir eh ein Gefälle haben und einen Ablauf des Oberflächenwassers benötigen, dann können wir uns auch das Ökopflaster sparen.

Nachdem der Tiefbauer den Kanalanschluss soweit fertiggestellt hatte, wurden die Gräben für das Fundament ausgehoben. Ganz schön tief!
Jetzt konnte man sich schon vorstellen wie das Haus zukünftig steht. Zumindest konnte man die wichtigsten Punkte (da geht’s rein, da ist der Erker, da die Küche, etc.) erkennen. Ich denke das ist die ganz normale Bauherrenphantasie!

Was in den ausgehobenen Graben alles reingepasst hat! IRRE!!! 2 Betonmischer kamen nahezu zeitgleich an und entluden íhre Ladung. Die erste Ladung ging problemlos rein. Nach der zweiten Ladung war dann das Fundament für das Haus fertig. Danach wurde zum Glück nur noch ein teilweise beladener Betonmischer benötigt um das Garagenfundament zu gießen. 🙂

Während der Erstellung des Fundaments gab es ein paar lustige Szenen! Wie auf den Fotos (am Ende des Artikels) gut zu erkennen ist lief ein Fundamentgraben leicht über. Der Chef meiner Bautruppe schrie den Betonlieferanten an und wedelte mit hoch erhobener Schaufel 😉 herrliche Szenen!

Unabhängig von den „lustigen“ Szenen war es auch sehr interessant zu sehen wie ein Fundament errichtet wird. Für im Büro arbeitende Menschen jedenfalls 🙂

Auch bemerkenswert wie schnell das Fundament begehbar war. Schon am nächsten Tag war die Umrandung entfernt und es wurde damit begonnen den Untergrund für die Bodenplatte vorzubereiten. Dabei lies es sich anscheinend nicht vermeiden, dass der Bagger das Fundament befuhr um z.B. den Feinsplit im Inneren des Fundamentrings zu verteilen und zu verdichten. Dabei gab es wohl ein paar kleine Brüche im Fundament. Ob das wohl kritisch ist? Wir sind der Meinung, dass das zu vernachlässigen ist, da der Beton der Bodenplatte die Risse schon verschließen sollte.

Genug geschrieben! Jetzt gibt’s auch noch ein paar Bilder zum Text. Darauf ist auch unsere Alternative zum Mehrspartenanschluss gut zu erkennen (1 Rohr für den Wasseranschluss + 3 Leerrohre für den Rest).