Geburtstag!!! Wie die Zeit vergeht…

Meine Güte – wie die Zeit rennt!!!
Vor etwas mehr als einem Jahr, genauer gesagt am 16. September 2014, hatte unser Haus seinen ersten Geburtstag!!!
Das fühlt sich irgendwie merkwürdig an 🙂
Irgendwie unvorstellbar, dass es schon ein Jahr her sein soll, dass unser Haus gestellt wurde. Andererseits wohnen wir auch schon seit 4 Monaten in unserem „Castle“.
Und wir genießen jeden Tag! Im eigenen zu Hause zu leben, in Echt wie selbstverständlich durch die Räume gehen, die man lange Zeit nur auf Plänen und Zeichnungen gesehen hat – unbeschreiblich! 🙂

Als kleines Resümee können wir bescheinigen, dass

  • die ersten 4-6 Wochen wie im Rausch vergehen!
    Man möchte so oft wie möglich und so lange wie es geht am und im Haus verbringen. Jeder Baufortschritt wird wohlwollend zur Kenntnis genommen. Jeder noch so kleine Mangel / Schönheitsfehler wird sofort bemängelt und kommt einem Weltuntergang gleich!
  • ab der 7. Woche kommt es einem so vor als ginge es nicht mehr vorwärts.
    Man wartet auf irgendwelche Montageteams (Maler, Fliesenleger, etc.) und die Trockenzeit des Estrichs kommt einem vor, wie das Warten auf das Christkind am heiligen Abend.
  • man sich zu Beginn TOP motiviert in die Eigenleistungen stürzt und die „Ja hört das denn nie auf“-Phase erstaunlich lange auf sich warten lässt.
  • kleinere Mängel, auf die man stößt oder (was natürlich nie vorkommt) die man in der Eigenleistungsphase quasi selbst produziert, auf eine Liste der Dinge kommen, die man dann erledigt, wenn die größeren Aufgaben erledigt sind.

Nach gut einem Jahr sind wir „eigentlich“ fertig. Eigentlich …
Nun ja … eigentlich müssen „nur“ noch ein paar Silikon- und Acrylfugen gezogen werden, das Interieur des Arbeitszimmers aus den Umzugskartons befreit werden, die Außenlampen angebracht werden, etc.
Und dann wäre noch das Thema Außenanlage bzw. Garten.
Es gibt also auch bis zum 2. Geburtstag noch genug zu tun. Wir hoffen, dass wir bis zum 2. Geburtstag auch mit der Außenanlage, dem Garten und der Terrasse „eigentlich“ fertig sind.  😉

Was vor ca. einem Jahr am Morgen noch so aussah:

So, das erste Bauteil steht!

sah am Abend des 16.09.2013 so aus:

Letztes-Teil-fertig

Ein Jahr später:

einjähriges

Der 2. Stelltag

Nach einer viel zu kurzen Nacht mit schmerzenden Beinen,hatte der Wecker auch am Dienstag kein Erbarmen. Glücklicherweise klingelte er etwas später und ließ uns bis 7 Uhr schlafen.
Auch an diesem Tag hatten wir großes vor: den fleißigen WeberHaus Monteuren Kaffee und belegte Brötchen zubereiten und vorbeibringen, Fotos schießen, im Weg herumstehen und Mittagessen kochen und vorbeibringen. Außerdem musste die Bauherrin auch arbeiten.
Das hört sich jetzt alles nicht sonderlich nach Stress an. Bedenkt man jedoch, dass wir muskelkatergeplagt und mit Schlafmangel unterwegs waren, dann kann man das ggf. nachempfinden.

Der Anblick der „Baustelle“ erzeugte zwiespältige Gefühle! Wie Engelchen und Teufelchen auf den Schultern gaben sich die Gedanken wie z.B. „WOW – da ist unser Haus!“ und „Hm … ist das wirklich unser Haus?Vor einigen Stunden hatten wir doch nur eine Bodenplatte“  im Kopf die Türklinke in die Hand! Seitens der Bauherrin war an diesem Tag mehrfach der Ausspruch „Verrückt!“ zu hören. Damit hat nahezu jeder Satz angefangen 😀

Im Vergleich zum ersten Tag waren die Veränderungen am Haus fast schon kosmetischer Natur 😉
Naja, das lag aber eher daran, dass am ersten Tag so viel passiert war 😉
Nichts desto trotz waren wir über die Tatsache, dass das Dach noch nicht gedeckt wurde etwas verwundert. Nicht gedeckt ist auch nicht ganz korrekt. Die Randziegel wurden gesetzt. Mehr jedoch nicht. Und das nach den Wetter-Erfahrungen des vergangenen Tages. Aber gut … „die werden schon wissen was sie tun“ dachten wir uns und liesen die Jungs mal machen.

Im Innern des Hauses gab es ebenfalls Veränderungen. Die Dämmung an den Dachelementen im OG wurde angebracht und die Verlattung als Unterkonstruktion für die Rigipsplatten montiert. Zusätzlich wurden die Türsockel abgesägt, die beim Transport dafür sorgten, dass sich die Wandelemente während des Transports und der Aufbauphase nicht vedrillen / verziehen konnten.
Sehr wahrscheinlich wurden noch hunderte andere Kleinigkeiten erledigt, die uns auf den ersten Blick nicht aufgefallen sind (z.B. die weißen Holzlatten zwischen den Dachsparren,die teilweise noch angebracht werden mussten). Ein größerer Punkt war z.B. auch die Anbringung der Alu- oder Edelstahlabschlußleisten am unteren Ende des Dachs, die dafür sorgen, dass zwischen Dachsparren und -Ziegel Luftzirkulation möglich ist.

Ach ja: die Spuren des Regenschauers vom 1. Stelltag waren nahezu vollständig verschwunden. Alle Holzteile und Dämmmaterialien waren trocken und die Wasserflecken im EG waren auf ein Minimum geschrumpft. Die WeberHaus-Handwerker hatten einen Nass-Sauger dabei und haben alles schnellst möglich abgesaugt. Der Rest ist über Nacht gut abgetrocknet.

Und so langsam begannen wir zu begreifen, dass dieses Haus unser zukünftiges zu Hause wird! 🙂

 

Und schwupps da steht das Haus

Tataaaaaaaa, da ist es:Letztes-Teil-fertig

Aber der Reihe nach!
Am 16.09. war es soweit! Pünktlich um 4:30 Uhr klingelte der Wecker und der Tag begann. Um ca. 5:15 Uhr trafen wir an der Baustelle ein. Eigentlich wollten wir die geforderte halbseitige Straßensperre errichten, aber als wir eintrafen ging es an der Baustelle schon rund. Der 35t Kran war gerade dabei sich eine geeignete Parkposition zu suchen und der WeberHaus Montagetruppe wuselte schon auf der Bodenplatte rum. Der erste LKW mit Kleinteilen (Treppe, Rigipsplatten, Badewanne, etc) und den ersten Bauteilen (Erker und Dachgiebel) stand auch schon auf der Straße.
Leider wurde auch unser Wunsch nach einem regenfreien Tag nicht erhört. Es regnete fast die ganze Nacht und auch in den ersten Stunden war zwischen leichtem Nieselregen und Starkregen eigentlich alles dabei.

Das Aufstellen der Baustellenschilder und die Einrichtung der Straßensperre dauerte aufgrund der blockierten Zufahrt zum Grundstück, auf dem wir die Teile über Nacht lagerten, länger als gedacht. Wir mussten jedes Teil durch den Bereich der „schützenswerten Hecke“ tragen und sind dabei bis zu den Knöcheln in Matsch versunken. Hm… das hatten wir irgendwie anders geplant!
Ab der 5. – 6., nassen, 35kg schweren Sockelplatte für Barken oder Schilder verliert man irgendwann die Lust…

Wir waren noch gar nicht fertig, da war das erste Teil schon in der Luft! Und spätestens an dieser Stelle war klar: der Plan das iPAD wasserdicht zu verpacken und mit einer „Stop-and-Go“ App bewaffnet alle 5 Minuten ein Bild der Baustelle schießen zu lassen, hatte sich erledigt. Schade, wir hätten Euch gerne eine Zeitrafferaufnahme der Bauarbeiten zur Verfügung gestellt.

Dann ging es richtig los: nachdem zuerst die „Kleinteile“ wie Werkzeug, Treppe, Badewanne, die witzige Akkuschrauber-Ladebank und viele andere Dinge abgeladen wurden und auf Bodenplatte und Garagenfundament standen, ging es richtig los. Es war noch stockfinster, da hing unser Erker am Haken und schwebte hoch über unseren Köpfen in Richtung endgültiger Parkposition. Dort bleibt er hoffentlich die nächsten Jahrzehnte stehen 😉
Danach kam die erste Außenwand. Unglaublich wie schnell das ging. Der erste LKW war noch nicht entladen, da stand schon der zweite LKW parat!
Einzig das Wetter zeigte sich unbeeindruckt vom faszinierenden Spektakel – es regnete ununterbrochen weiter, so dass wir selbst unter dem nahe gelegenen Baum naß wurde. Bei 8-9 Grad „im Schatten“ und Naß bis auf die Knochen, stieg die Sehnsucht nach einer warmen Dusche und heißem Kaffe in uns hoch. Und nachdem die erste Ladung auf der Bodenplatte stand sprangen wir schnell ins Auto, Heizung an und „ab nach Hause“!

Nach einer heißen Dusche, mit trockenen regenfesten Klamotten und bewaffnet mit 3 Thermoskannen Kaffee und 25 belegten Brötchen, schlugen wir wenig später wieder auf der Baustelle auf. Vor lauter Überraschung über die Tatsache, dass um ca. 9.30 Uhr bereits das komplette EG stand, wären wir fast in die angrenzende Pferdekoppel gefahren 😉
Echt der Wahnsinn! Und das Beste: es hatte aufgehört zu regnen! Es war zwar noch sehr bewölkt, aber … die Hoffnung stirbt zuletzt 😉
Ein Wunder, dass wir das mit dem Regen überhaupt bemerkt hatten. Wir rannten auf kürzestem Weg durch die Haustür und ins Haus. WAS FÜR EIN GEFÜHL! 🙂

Wir waren gerade dabei das Erdgeschoß zu erkunden, da wurden wir am Durchgang zum Flur aufgehalten. Unter unseren kritischen Blicken kam unsere Treppe angeschwebt und wurde in Rekordzeit an Ort und Stelle platziert. Unfassbar wie schnell die Treppe stand! Beim ersten Versuch gerade rein, abgestellt und gleich verschraubt. Dann noch das aufsteigende Seitenteil mit dem Feinmechanikerwerkzeug (auch bekannt als Vorschlaghammer) ausgerichtet und schon war das Thema abgehakt. Unterm Strich muss man sagen, dass die Einbringung der Treppe nicht länger gedauert hat als das Anbringen eines Wandteils.

Um die Mittagszeit machten wir uns auf den Weg nach Hause, um den schwer arbeitenden WeberHaus Mitarbeitern ein deftiges Mittagessen zuzubereiten. Während dessen lockerte der Himmel auf und die Sonne kam heraus. Zurück auf der Baustelle wurden selbstverständlich zuerst die Bauarbeiter mit Essen versorgt. Allerdings hätten wir am liebsten alles stehen und liegen lassen und hätten uns erst mal um „unser Haus“ gekümmert. Das stand mit stehenden Außenwänden der 2. Etage im Sonnenschein bei strahlend blauem Himmel. Traumhaft!!!
Im Obergeschoß traf ich unseren Bauleiter und unseren Ansprechpartner des lokalen Bauforums. Gemeinsamt „sonnten“ wir uns im Obergeschoß. Das war ein ziemliches surreales Gefühl bei völligem Sonnenschein im Schlafzimmer zu stehen. Glasdach drauf und fertig ist das Haus 😉

Noch während der Mittagspause traf der nächste LKW mit der Decke des OGs bzw. dem Fußboden für den Dachboden, dem / den  Kopfband Dachbalken und den Giebelelementen ein. Die Montage der Teile ging wieder erstaunlich fix. Offenbar schien es sich auch um einen speziellen Kran für exakt solche Bauvorhaben zu handeln. Unglaublich mit welcher Präzision die Bauteile am Haken gedreht werden konnten und wie sanft diese herabgelassen werden konnten.

Danach machte sich leichte Ratlosigkeit breit. Alle Teile waren verbaut, aber vom LKW mit der letzten „Fuhre“ war nichts zu sehen. Zuerst wurde geraucht, dann telefoniert, dann wieder geraucht und irgendwann wurde einfach damit begonnen Tätigkeiten, die eigentlich für den zweiten Stelltag angedacht waren, durchzuführen. Irgendwann, es muss wohl so um 16 Uhr gewesen sein, traf auch der letzte LKW mit den Dachelementen ein. „Oha! Indische Ladungssicherung“ war unser erster Gedanke als wir den LKW anrollen sahen. 😉
Kaum angekommen wurde damit begonnen die Ladungssicherung und die riesige WeberHaus-Plane zu entfernen. Wenige Minuten später schwebten die ersten Dachelemente über unseren Köpfen in Richtung endgültiger Parkposition.
Leider konnten nicht alle Dachelemente sofort auf’s Dach, da hier eine passende Reihenfolge vorausgesetzt wurde. Anscheinend war der LKW irgendwie anders beladen worden. Dies hatte zur Folge, dass einige Dachelemente im Umkreis um das Haus zwischengelagert wurden. Ansich kein Ding, da der Boden aufgrund des Regens schön weich war. Weniger schön für den kritischen, zuschauenden Bauherren sind die Tatsachen, dass
– ein Teil „hinter“ dem LKW auf den Asphalt gelegt wurde
– die Haltepunkte der Dachelemente so angebracht sind, dass das Dachelement in der Luft von alleine seine schräge Position, passend zum endgültigen Dachwinkel einnimmt.
Beides zusammen führt dazu, dass das Dachelement, das auf dem Asphalt zwischengelagert wurde, beim Anheben zuerst auf einer Seite nach oben ging und mit der anderen Seite – nämlich der Seite mit den sichtbaren, weiß lackierten Dachpfetten – 1-1,5 Meter über den Asphalt kratzte. Dies sorgte natürlich für Sorgenfalten auf der Stirn des Bauherren!!!

Etwa den gleichen Gesichtsausdruck konnte man bei den Bauherren erkennen, als sich der Himmel während der Montage der Dachteile wieder schlagartig zuzog und dunkle Wolken aus dem Nichts aufkreuzten! Keine 20 Minuten später goß es in Strömen! Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 2/3 des Dachs montiert. Weitere 20 Minuten später hörte es wieder auf zu regnen und die dunklen Wolken verzogen sich langsam wieder. Trotzdem hatten wir danach eine „kleine“ Tropfsteinhöhle bzw. – jetzt kommt’s … eine Tropfholzständerhöhle im EG. Selbstverständlich genau an den Stellen an denen noch kein Dach war. Dort regnete es auf die Zwischendecke, die laut WeberHaus Vorarbeiter so konstruiert ist, dass diese kein Wasser hält, so dass das Wasser unten wieder heraustropfte und im EG für einige kleine Pfützen sorgte. Aber nichts Dramatisches!

Gegen 18 Uhr stand dort, wo ca. 12,5 Stunden zuvor noch eine nackte Bodenplatte lag, ein Haus. Nein! Nicht nur ein Haus … unser Haus! 

Zum Abschluss wurden die einzelnen Ziegelpakete noch auf’s Dach gepackt. Die Frage nach dem „Warum?“ konnten wir uns selbst recht schnell beantworten: der Kran! Der ist ja nur für den Stelltag vorgesehen. Und wer möchte die ganzen Ziegel bitte per Hand auf’s Dach tragen?

Bevor sich die erschöpften Arbeiter in ihr TV-loses Hotelzimmer aufmachten, „mussten“ sie mit uns noch ein kleines Richtfest feiern. Also … schnell den Schnapps ausgepackt!
Der half nicht nur bei der Taufe des Hauses und diente nicht nur zur Wahrung der Tradition sondern half auch gegen die höllischen Schmerzen in den Beinen! Wer hätte gedacht, dass Baustellentourismus solche Schmerzen bereiten kann? 😉

Jetzt kommen noch ein „paar“ Bilder vom Stelltag: