Fliesen im Bereich der Dusche

Auf dem Blog von Torenia haben wir ein paar Bilder der „überstehenden“ Fliesen gesehen, die über den Rand der Dusche hinaus gehen. Schwer zu beschreiben … aber … wenn man, so wie wir auch, den Bereich „in“ der Dusche in einer anderen Farbe gefliest haben möchte, dann sollen die andersfarbigen Fliesen natürlich nicht über den Rahmen der Dusche hinaus gehen.

Dass man keinen absolut bündigen Rand hinbekommt kann ich verstehen. Da bräuchte man einerseits eine sehr gute Planung (der Fliesenleger und der Monteur der Duschkabine sollten sich vorher abstimmen) und andererseits einen mutigen Monteur. Ich selbst hätte nicht den Mut weniger als 1cm vom Rand entfernt in eine Fliese zu bohren.
Ist die Wand links und rechts von der Befestigungsschiene gleich hoch gefliest, dann könnte man so fliesen, dass die Bohrlöcher in die Fuge zwischen den unterschiedlich farbigen Fliesen gesetzt werden. Verständlich, oder?
Hat man außerhalb der Dusche nur noch halbhoch gefliest oder ähnlich, dann wird’s schwierig.

Uns ist das bislang nie wirklich ins Auge gestochen. Aber: bei uns sind die Übergänge auch nicht vollständig „unsichtbar“.
Wir haben Alu-Profile an die Ränder und Kanten der Fliesen setzen lassen. Vielleicht kaschiert das die leicht überstehenden „Ränder“ von max. 5mm (ca. 3mm Fuge + Alu-Profil).

Jedenfalls sieht es bei uns so aus:

Wie sieht’s bei Euch aus? Besser? Schlechter? Schreibt uns!

Bastelstunde im Bad – Teil 2

Unserem Spiegelschrank im OG fehlte noch ein für uns wichtiger Punkt: Licht!

Wie vor einiger Zeit berichtet, hatten wir den Waschtischunterschrank beim schwedischen Möbelhaus gekauft und auf unsere Bedürfnisse angepasst.
Den dazu passenden Spiegelschrank hatten wir auch angebracht.
Die benötigten Stromkabel hatten wir damals schon eingeplant und legen lassen. Allerdings hatten wir damals weder ein EnOcean-Modul im Technikraum, noch separate Schalter eingeplant. Wir dachten, dass eine Dauerstromleitung genügen würde und der Rest vom Spiegelschrank übernommen würde.

Jetzt gibt es von IKEA selbstverständlich auch Lampen und LEDs für Spiegelschränke, aber wirklich gefallen hat uns das alles nicht.

Weil wir gerade schon so in Bastelstimmung waren, haben wir uns für eine weitere „do it yourself Lösung“ entschieden:

Bestandteile:

  • eine moderne, helle LED mit ausreichender Breite oder eben mehrere kleine LEDs für die Aufschrankmontage. Wir haben unsere LED bei Amazon gekauft. Kosten: 68 € zzgl. 3,90 € Versand = 71,90 €
  • EnOcean Stromstoßschalter
    gibt es in verschiedenen Ausführungen: potentialfrei oder eben nicht.
    Unser Modell: FSR61-230V für die dezentrale Montage
    Kosten: 60 € zzgl. Versand
  • EnOcean Mini-Schalter in Anthrazit
    Unser Modell: FMH2-an
    Kosten: 29,44 € zzgl. 7,99 € Versand

Gesamt knapp 170 €

Die Schwierigkeit der Montage hielt sich in Grenzen. Die LED war recht leicht zu montieren: positionieren, Bohrpunkte markieren, Löcher anbohren und die Lampe dann mit den mitgelieferten Schrauben endgültig montieren.

Beim Anschluss der Elektrik taten wir uns hingegen schwer. Die Anleitung des Stromstoßschalters war nicht ganz verständlich!
Sicherung raus – L + N aus der Wand an den Stromstoßschalter … und die beiden Kabel der LED an den Schaltausgang angeschlossen.
Sicherung rein & Schalter einlernen (total easy!).
Schalter betätigen … es klackt leise, A-B-E-R … die LED bleibt dunkel … hm… *überleg*

Am Ende scheiterte es bei uns an einem Wort: potentialfrei! Sprich: am Schaltausgang liegt keine Spannung an! Noch einmal kurz in die beiliegende Anleitung geschaut und … „oh, so ist das also gemeint…“
Am Schaltausgang muß also noch Spannung aufgelegt werden… Fehler behoben und schon funktioniert es! 🙂

Den klebbaren Eltako Mini-Schalter haben wir unter den Spiegelschrank geklebt.
Das sieht dann so aus:

Beim nächsten Kauf würden wir statt einem potentialfreien Stromstoßschalter die Version mit 230V nehmen. Dann spart man sich ein paar Kabel. Das ist aber auch das Einzige, das wir beim nächsten Mal anders machen würden!

So, jetzt müssen wir schnell den Staub vom Spiegelschrank entfernen und dann genießen wir unser Wochenende! Wir hoffen Ihr tut das Gleiche! 🙂

Bastelstunde(n) im Bad

Während unserer kleinen Vorbemusterung hatten wir beim Thema Bad kurzen Prozess gemacht. Dort gab es viele kleine Musterkojen mit diversen Produkten und eine große Koje, die quasi ein vollständiges Musterbadezimmer zeigte.
„Ja, ungefähr so hätten wir uns unser Bad auch vorgestellt“ hieß es da schnell.
Anpassungswünsche waren natürlich ebenfalls reichlich vorhanden, aber so ein Doppelwaschtisch mit Unterschrank in Wandmontage, eine nahezu ebenerdige Duschtasse und eine schöne Badewanne … nehmen wir!

Bei der endgültigen Bemusterung gab es dann den von uns ursprünglich ausgesuchten Waschtisch Unterschrank (Duravit Ketho) nicht „zum anfassen“. Wir hatten nur die Info, dass im Werk in Wenden (bei der Vorbemusterung) ein Duravit Ketho Doppelwaschtisch Unterschrank mit einem großen Fach in der Farbe „basalt matt“ oder „anthrazit matt“ ausgestellt war. Hm … ein großes Fach … hm … *überleg* … und überhaupt … die Farbe passt irgendwie nicht zu den ausgesuchten Wand- und Bodenfliesen.
Also sahen wir uns in der Ausstellung um und stießen recht schnell auf den „großen Bruder“ (Duravit X-Large), der natürlich eine Echtholzfurnieroberfläche hatte und viel besser aussah als der ursprünglich ausgesuchte Unterschrank. Haken dran und weiter geht’s …

Haken… ja, also … der Haken … der kam dann mit der ausführlichen Mehr- / Minderkostenrechnung. Der kleine Bruder sollte so um die 650 € kosten. Geht, aber gefällt ja nicht mehr.
Der große Bruder sollte so um die 1100 € kosten…
Also gefiel uns dieser nach Erhalt dieser Information plötzlich auch nicht mehr so gut 😉
Oder anders formuliert: Waschtische, Unterschränke und Armaturen flogen aus der Ausstattung raus! Das hätten wir gerne alles „aus einer Hand“ machen lassen, aber wenn das Budget das nicht erlaubt, dann muss man halt kreativ werden 😉

Wie so viele Bauherren landeten wir auch recht schnell beim gelben Möbelriesen aus Schweden. Die Godmorgon Serie macht unserer Meinung nach einen guten Eindruck und steht den deutlich teureren Konkurrenzprodukten auf den ersten Blick in nichts nach. Außerdem gibt es in der gesamten Serie viele, passende Zusatzprodukte, die das Bad schöner machen.
Wo sich Bauherrin und Bauherr einig waren: Ikea-Armaturen wollen wir dann doch lieber nicht! Da hatten wir auch schon andere ausgesucht!
Wo wir uns nicht einig waren: Waschbecken! Der Bauherrin war das eigentlich recht gleich ob man die von Ikea nimmt oder nicht und der Bauherr wollte „was Anständiges“.
Also einigte man sich und im „kleinen Bad“ im EG gibt’s deshalb jetzt das volle Ikea-Programm mit Ikea Godmorgon Unterschrank und Odensvik Waschbecken. Dazu eine Wasserspararmatur von Grohe.
Im „großen Bad“ im OG gibt’s den Gormorgon Unterschrank in groß mit Duravit Starck 3 Doppelwaschtisch.

Der erfahrene Leser wird – genauso wie alle Mitarbeiter von Sanitär- und Badfachgeschäften – sofort „das klappt nicht“ rufen! Aber … der Bauherr hat eigentlich alles abgemessen und es sollte passen!

Beim Bad im EG gab’s nur kleine Probleme. Wobei selbst diese waren zeitraubend!
Zuerst die gute Nachricht: beim Godmorgon Unterschrank wird der Waschtisch nur durch Silikon mit dem Unterschrank (und ggf. der Rückwand) „verklebt“. Eine separate Befestigung, wie man es von Waschtischen anderer Hersteller kennt, erfolgt nicht. Allerdings ist das alles kein Problem. Die 4 dicken Schrauben, die in die 16mm dicke Holzwerkstoffplatte geschraubt wurden, halten mühelos das Gewicht des Unterschranks inkl. aufliegendem Waschtisch.
Außerdem verbaut WeberHaus an den Stellen an denen Waschtische geplant sind sowieso zusätzliche Holzlatten oder -Platten, damit sichergestellt ist, dass einem der Waschtisch nicht gleich von der Wand fällt, wenn man sich anlehnt oder darauf abstützt 😉
Jetzt zum kleinen Problem: Ich habe keine Ahnung was sich die Entwickler von Ikea dabei gedacht haben, als sie diesen „Raumsparsiphon“ entwickelt haben!!! 👿
Egal wie man es anstellt: das Teil muss entweder links oder rechts in die Ecke geschoben werden, damit die obere Schublade vom Unterschrank nicht anstößt. An dieser Stelle greift dann aber das gute alte Hebelgesetz in Verbindung mit der Schwerkraft. Beides zusammen lässt den Siphon leicht nach unten hängen. Durch die Schräglage drückt es den Gummi an der Verbindung zum Waschtisch auf der einen Seite zusammen und auf der anderen Seite entsteht ein Mini-Spalt. Durch den … na, er wer weiß es … Wasser rinnt.
Lösung: die zentrale Schraube am Ablauf des Waschtischs muss dann derart fest angezogen werden, dass man Angst hat, dass das Plastikgewinde auf der anderen Seite jeden Augenblick in tausend Teile springt!
Andererseits ist die Lösung für den Überlauf witzig konstruiert 😉
Da WeberHaus die Anschlüsse für das Frischwasser und den Ablauf für das Schmutzwasser derart eng zusammen setzt, mussten wir etwas fummeln bis der Ablauf vom Siphon bis zum Rohr dicht war. Außerdem waren wir 2 oder 3 mal bei Ikea und 3-4 mal im Baumarkt, da wir das flexible Ablaufrohr (wie in der Anleitung beschrieben) gekürzt hatten um dann, beim Wassertest, feststellen zu dürfen, dass wir es anders machen müssen.
Mein persönliches Highlight in diesem Fall: dieser Siphon ist integraler Bestandteil des Waschbeckens (oder des Unterschranks 😕 ) und hat keine eigene Ersatzteilnummer. Oder anders formuliert: den kannst Du nicht nachkaufen!
Also … da ist dann Kreativität und Durchhaltevermögen gefragt!
Fazit 1: War anstrengend, sieht gut aus und ist dicht! Ob das in 5 Jahren noch so sein wird werden wir dann sehen!

Den Doppelwaschtisch samt Befestigungsmaterial, Schallschutz und Geruchsverschluss haben wir für relativ kleines Geld bei einem großen Internet-Badshop (nein, nicht Reuter! Der Andere 😉 ) gekauft.

Auch wenn das jetzt nicht ganz zum Thema passt: dieser Aufputz Geruchsverschluss von Viega, den wir dort gekauft haben ist echt super! Auf der Suche nach einem Bild, das ich hier verlinken kann, bin ich im Katalog des Herstellers darauf gestoßen, dass es die Teile auch für die Unterputz-Montage gibt!!! Wie geil (sorry) ist das denn??? Gut, verlorene Ohrringe, Kinderzähne oder sonstige Gegenstände, die den Weg durch den Ablauf des Waschbeckens schaffen sind dann im Siphon „in der Wand“, aber dieses ganze Gewurschtel unter dem Waschtisch fällt weg und man hat einfach ein Rohr, das vom Ablauf in die Wand geht. Fertig aus. Der Siphon ist dann übrigens hinter einer Platte „versteckt“, so dass man keine Fliesen abschlagen muss um an die verloren gegangenen Schätze zu kommen! 😉
Schaut mal beim Katalog des Herstellers auf Seite 24. Das findet Ihr unsere Variante und die UP-Variante!

Als wir den „kleinen“, 130cm breiten Waschtisch in unser Auto luden hatten wir schon leichte Bedenken, dass dieses Monster überhaupt an der Wand hängen bleiben würde. Der Waschtisch war schwer – sehr schwer: 38,5kg ohne Armaturen.
Waschtisch mit 130cm Breite und Unterschrank mit 120cm Breite? Wie soll das denn gehen? Naja … das war bei den passenden Unterschränken von Duravit auch nicht anders. Also wird schon passen. Und die Tiefe… ja, also … bis auf 1 oder 2 cm ist das ähnlich.
Der Waschtisch hing, die Armaturen waren dran. Dann kam der Unterschrank. Dranhalten und … klong… oh… geht nicht. Der Unterschrank hat in der Mitte (an einem Befestigungspunkt) so einen Holm, der die normalerweise nur aufliegenden Ikea Waschbecken an dieser Stelle abstützen soll. Passt nicht … also … schnipp schnapp … Holm ab. Und dazu gleich noch die Befestigung neu angebracht.
Dann wieder: dranhalten und … hm … müsste passen. hängt mittig etwas durch … hm !?!? Erst mal befestigen. Und? Passt! Ja krass … Geld gespart und eine tolle Lösung bekommen!
Voller Elan werden die Schubfächer, die für die Montage natürlich entfernt wurden, geholt und eingesetzt. Das erste sitzt … toll … jetzt das Zweite … und … dong!
DONG!?!?!?! Oh nein! Oh doch! Das Rohr vom Ablauf ist durch den Verschlussmechanismus zu lang und hängt so tief, dass die Rückwand des oberen Schubfachs direkt daran hängen bleibt. Aber so richtig. Da reden wir nicht von 2-3 cm. Ne, das sind 10, 11 oder 12cm. Ach Du Sch…!!!

Wir sind damit so umgegangen wie wir es immer machen, wenn es nach dem Bauherren geht: wir lassen es erst mal liegen und hoffen / spekulieren darauf, dass sich eine Lösung findet 😉 🙂 😀

Naja, welche Lösung gibt’s wenn etwas im Weg ist und stört? Abmachen!
Die Verlängerung des Ablaufs durch den Verschluss wollten wir nicht wirklich opfern, da wir dann auch den Verschlussmechanismus hätten entfernen müssen und ein kleines Loch in der Armatur übrig geblieben wäre. Außerdem wäre das Rohr vom Ablauf zum Siphon zu kurz geworden.
Also kommt nur Variante B in Frage: die Schubfächer müssen „passend gemacht“ werden.
Also … kurz gemessen und die Stichsäge herausgeholt… naja … so einfach war es nicht!
Einerseits sind die Wände des Godmorgon Schubfachs recht einfach konstruiert (3 Holzstäbchen, die durch eine Plastikhalterung links und rechts zusammengehalten werden), andererseits ist der Bauherrn bekanntlich perfektionistisch veranlagt und hat keine Lust darauf, dass sein Duschgel irgendwann von alleine den Weg von der oberen in die untere Schublade findet, nur weil mal etwas verrutscht.
Also musste eine stabilere Konstruktion her.
Da der Rest des Schubfachs sehr robust ist, lässt sich das aber locker bewerkstelligen: man nehme einfach etwas Holz, in ungefähr gleicher Dicke und Breite wie beim restlichen Rahmen, ein paar 3 oder 3,5 cm lange Holzschrauben und etwas Holzleim. Optional noch ein paar Stuhlwinkel und passende, kurze Schrauben.
Dann sägt man einen passenden Ausschnitt in das Fach, befestigt die passend zurecht geschnittenen Holzteile „um“ den Ausschnitt und verschraubt zuerst die einzelnen Hölzchen der Rückwand mit den Zuschnitten. Am Ende fixiert man das Schlussstück mit etwas Holzleim.
Damit die Geschichte auch mehrere Monde überdauert sollte man die ganze Konstruktion entweder von unten mit zusätzlichen Schrauben stabilisieren oder (wie wir) Stuhlwinkel verbauen.
Die Stuhlwinkel hätten wir gerne innenliegend montiert, aber da fehlte der passende Bit für die Ratsche. Das nur als Tipp für die Optik.

Auf den nachfolgenden Bildern werdet Ihr sehen, dass die Ausschnitte in den Schubfächern unterschiedliche Breiten haben. Das liegt daran, dass der Bauherr beim zweiten Schubfach einfach weniger konservativ ausgeschnitten hat und die Toleranzen etwas kleiner ausgefallen sind.

Fazit: die Konstruktion der Marke Eigenbau hält, sieht gut aus und erfüllt absolut ihren Zweck. Der „Zuschnitt“ der Fächer fällt uns gar nicht mehr auf (so viel zum Thema „wenn ich das weiß, dann sehe ich das immer und es stört mich!!!! 😀 ).
Ersparnis im Vergleich zu „lassen wir machen“: 50 – 60%!
Und hier reden wir nicht von einer Kostenbasis im Bereich rund um 1000 € sondern von um die 3000 bis 4000 € (je nachdem, ob man sich im Kleinen Bad mit einer so genannten Halbsäule zufrieden gibt oder ob man dort auch einen Waschtisch möchte).

Das gesparte Geld haben wir in passende Ikea Badschränke investiert – passend zu den jeweiligen Unterschränken! Aber das ist eine ganz eigene Geschichte…

Jetzt noch ein paar Fotos von der wilden Bastelei 🙂

Der große Spiegelschrank im OG erhält demnächst noch eine 73cm breite LED Aufsatzlampe, die via kabellosem EnOcean Schalter gesteuert werden kann. Das wird auch eine kleine Bastellösung. Dazu gibt es dann aber einen kürzeren Bericht – versprochen 😛

Böden im EG – Teil 2

Wie bereits erwähnt streikte der günstig erworbene Fliesenschneider (Ferm FCM1011). Das ist nicht ganz korrekt – die Maschine lief, aber das beiliegende, billige Schneideblatt war am Ende. Aber was kann man schon für das Geld erwarten???
Das extrem günstige Ersatzteil, das man für schlappe 6,90 € nachkaufen kann, ist mit dem Material (Feinstein in 1cm Stärke und einer 70cm langen Schnittkante) überfordert. Das Schneideblatt taugt bei Schnitten im Randbereich, da diese sowieso mit einer Sockelleiste abgedeckt werden. Aber spätestens die Schnittkanten am Übergang zum Flur sollten möglichst wenig ausgefranst sein.

Also haben wir uns das Luxus Diamantschneideblatt von Bosch gegönnt. Da kommt man mit 6,90 € aber nicht ganz hin 😉 Da sprengt der Preis fast schon die Kosten für den gesamten Nassschneider 😀
Das Blatt schnitt ganz gut. Leider gab es dann ein ganz anderes, dämliches Problem: das Schneideblatt war mit 1,5mm so dünn, dass man die geschnittene Fliese nicht an der mittig angebrachten Halterung für den Spritzschutz vorbeigeschoben bekam, da dessen Träger breiter war als der beim Schneiden entstehende Spalt! Suuuuuuuuuuuper! 🙄
Zur Verdeutlichung: das Standardblatt war um die 2,5mm dick!

Also musste noch ein neues Schneideblatt her. Diesmal fiel die Wahl auf die „Cedima EC-110“ – angeblich der Geheimtipp. Preislich lag die Scheibe im unteren Drittel; d.h. das Teil gibt es schon für um die 20€. EC steht für Easy Cut .. und … JA! Das stimmt! Ich möchte jetzt nicht vom warmen Messer sprechen, dass durch die Butter gleitet, aber im Vergleich zu den vorherigen Versuchen ging’s jetzt ganz einfach und die Schnittkanten waren super sauber und ohne Splitter!

Der Nassschneider war jedoch nicht das einzige Hilfsmittel, das zum Einsatz kam. Wie Ihr sicher schon auf dem ein oder anderen Foto gesehen habt, haben wir ein System verwendet, das dafür sorgt, dass der Boden möglichst plan wird und die Übergänge zwischen den Fliesen auf der gleichen Höhe sind. Im Fachjargon spricht man von der Vermeidung von Überzähnen 😀
Das sieht das ungefähr so aus:WP_20140408_009

Während man die Platten verlegt setzt man an die Übergänge zwischen den Fliesen so genannte Laschen ein. Diese haben eine Grundplatte und die auf dem Bild zu erkennende Lasche, die heraus ragt. Durch die 2mm dicke Lasche hat man gleichzeitig eine Art Abstandshalter, so dass man sich ggf. sogar Fliesenkreuze sparen könnte.
Hat man ein paar Platten verlegt, dann schiebt man Keile in die Öffnungen der Lasche und zieht diese mit einer speziellen „Zange“ fest. Dadurch werden beide Platten auf die gleiche Höhe gebracht. Gleichzeitig wird die Fliese in ihr Mörtelbett gedrückt.

Nach Aushärtung des Fliesenklebers (wir haben immer 1-2 Tage gewartet!) werden die Laschen, die eine Sollbruchstelle am Übergang Lasche / Bodenplatte haben, abgetreten. Das geht eigentlich ganz leicht und klappt in 95% der Fälle.
Aber genau hier liegt auch das Problem: drückt man den Keil zu tief / fest in die Lasche, dann bricht das ganze Konstrukt an der Sollbruchstelle. Das passierte uns bestimmt in 5% der Fälle – klingt nicht viel, aber wenn man bedenkt, dass wir ca. 1000 (!!!) Laschen verarbeitet haben, dann ist die Stückzahl doch nicht unerheblich.
Das zweite Problem auf das man unweigerlich stößt: der Fliesenkleber quillt, je nachdem wie viel man „zu viel“ unter die Platten gepackt hat, an den Fugen heraus. Im Normalfall kratzt man das einfach mit einem Holzkeil oder einem alten Schraubenzieher heraus. Dort wo Keil und Lasche sitzen ist das natürlich nicht möglich. Das darf man dann im Nachhinein, wenn alles hart geworden ist, auskratzen. Ich wiederhole: wir haben ca. 1000 Laschen verarbeitet … noch Fragen? 😉

Trotzdem würden wir das System jedem empfehlen, der sich an das Thema „Feinsteinboden selbst legen“ wagt und keinen Fliesenleger in der Familie hat 🙂
Das System nennt sich Raimondi Levelling System bzw. Planfix Nivelliersystem. Man findet es auch beim größten Deutschen Versandhandel, allerdings nicht zum besten Preis…
Hier noch ein Video, das die Funktionsweise des Systems verdeutlicht.

Apropos Preis – das System ist nicht ganz billig. Das Set mit 500 Laschen, 100 Keilen und der Zange kostet um die 60 €. Die Keile können mehrfach verwendet werden. Allerdings sind 100 Stück etwas wenig, wenn man bedenkt, dass man pro 70x40cm Bodenfliese 8-10 Laschen / Keile braucht. Außerdem sind uns beim abtreten der Laschen einige Keile kaputt gegangen.
Oder anders gesprochen: wir haben noch einmal 1000 Laschen und 100 Keile nachbestellt. Pro Lasche kann man mit ca. 10 Cent rechnen – pro Keil mit ca. 25 Cent.

Natürlich haben wir beim Übergang in andere Räume nicht über die Dehnfugen des Estrichs gefliest. Auch wenn da die Meinungen auseinander gehen und selbst einige Fliesenleger der Meinung sind man könnte problemlos über Dehnfugen fliesen – wir haben uns hier für schicke, aber teure Alu-Übergangsprofile des Herstellers Schlüter entschieden. Die sehen sehr edel aus. Allerdings gibt’s die im Versandhandel nur in 2,50m Länge. Das treibt die Versandkosten natürlich in astronomische Höhen! Bei der Gelegenheit haben wir gleich noch entsprechende Randprofile (z.B. zur Haustüre) und Edelstahl Übergangsprofile für alle weiteren Übergänge im Haus bestellt.
Dass läppert sich dann doch ganz schön…

Während des Endspurts stießen wir dann doch noch auf ein kleines Problem. Eigentlich wollten wir den Flur so fliesen, dass wir am Ende quasi rückwärts bis zur Haustüre fliesen. Jetzt stehen die Laschen des gewählten Systems locker 3-4cm aus dem frisch verlegten Boden heraus. Ergo: die Haustür lässt sich im Leben nicht mehr öffnen / schließen und bleibt an den Laschen hängen.  😯
Also haben wir bis auf 2 Reihen zur Tür alles verlegt und trocknen lassen. Einen Tag später haben wir den Rest bei geschlossener Haustüre verlegt und das Haus über die Terrasse verlassen 😉

Mit unbändiger Freude wurden die letzten Laschen abgetreten und zusammengekehrt!
Jetzt geht es in den Endspurt – dachten wir zumindest. Zuvor mussten „nur“ noch die Fugen gereinigt / ausgekratzt werden. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön samt Kuss an die Bauherrin, die mehrere Vor- und Nachmittage auf Knien über den Boden gerutscht ist um die Fugen mit Holzkeil und Wasser sauber zu kratzen!!!!!
Anschließend wurde verfugt. Wem das Verlegen der Platten schon keinen großen Spaß macht, der wird spätestens beim Verfugen an den Rand des Wahnsinns getrieben! Beim Fliesenkleber hat man 90 Minuten Zeit um die angerührte Masse zu verarbeiten. Bei der Fugenmasse sind es maximal 30 Minuten – dazu kommt dass die Masse zu Beginn gefühlt zu dünnflüssig ist und man manche Fugen im zeitlichen Abstand einiger Minuten ein zweites Mal füllen muss. Gegen Ende der 30 Minuten wird die Masse immer härter und nähert sich in Konsistenz und Beschaffenheit einem erkaltenden Griesbrei! Unglaublich!
Bei uns führte das nicht nur zu Frust, sondern auch dazu, dass wir mehr Fugenmasse brauchten als geplant, da man eigentlich immer etwas zu hart gewordene Masse entsorgen musste. 🙁

Am Ende dürfen wir stolz verkünden: wir glauben nicht, dass das Ergebnis besser geworden wäre, wenn uns ein Fliesenleger die Arbeit abgenommen hätte. Der Stolz, der einen packt, wenn man „sein Werk“ betrachtet ist unglaublich. Das kann man nicht in Worte fassen 🙂
Andererseits hätte eigentlich jeder den donnernden Schlag des Steins hören müssen, der uns vom Herzen gefallen ist, als der letzte Arbeitsschritt (Zementschleier entfernen) erledigt war 😉

Resümee:
Lohnt sich das wenn man das selber macht? Wir würden sagen: JA! Und … auch wenn uns der geduldige Leser jetzt zum potentiellen Kandidat für die Einweisung in die nächst gelegene Nervenheilanstalt macht: wir würden es wieder tun! Das hat 2 essentielle Gründe: man kann Geld sparen UND die Bindung zum eigenen Haus ist wesentlich höher als wenn man alles machen lässt … A-B-E-R … das ganze hat natürlich auch eine Kehrseite: die finanziellen Einsparungen sind nicht so groß wie anfänglich erwartet und man muss in der komfortablen Situation sein, dass man sich viel Zeit für den Innenausbau nehmen kann. Hat man die „alte“ Wohnung schon gekündigt und nur noch wenig Zeit, dann sollte man das gar nicht erst in Erwägung ziehen!

Wie sieht der finanzielle Vergleich aus?
– Feinsteinzeug, Fliesenkleber, Fugenmasse, etc.  ca. 3.000 €
– Fliesenschneider + zusätzliche Schneidblätter: 200 €
– Übergangs- und Anschlussprofile 125 €
– Grundierung 150 €
– Planfix Nivelliersystem 200 €
– Werkzeug (Mörtelrührstab, Kellen, Fliesenkreuze,etc.) 100 €
– ein Paar neue Schuhe 50 €

Macht in Summe: 3825 € – sagen wir mal 4.000 €

Ein Paar neue Schuhe!?! Ja, sicher! Die Schuhe des Bauherren hatten es am Ende wirklich hinter sich und waren zu nichts mehr zu gebrauchen 🙂
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Kommen wir zur Frage, die uns während der Arbeiten häufiger gestellt wurde und die wir uns auch selbst oft gestellt haben: Warum haben wir nicht einen Fliesenleger angerufen? Der hätte uns das doch in ein paar Tagen fertig gemacht und gut is‘!

Die Fliesenleger, die wir gefragt hatten, wollten ohne Material alle um die 35€ pro m². Nachdem sie erfahren haben, dass es sich um 1cm „dicken“ Feinstein handelt musste der Preis wegen höherer Abnutzung der Maschine auf 40€ pro m² abgehoben werden. Als man dann noch hörte, dass die Längsseite 70cm lang ist, stieg der Preis um weitere 5 € pro m² auf stolze 45€ pro m² gefliestem Boden OHNE Material. „Da muss ich mir eine geeignete Maschine besorgen / leihen“ hieß es von den meisten Fliesenlegern.  Pfffffffff…  🙄
Bei unseren knapp 80m² wäre das ein stolzer Betrag von um die 3600 € plus eben nochmal die Materialkosten von knapp 4000€ geworden.
Dann hätten wir die Arbeiten auch gleich von WeberHaus machen lassen können!

Das ist dann auch unser Fazit: entweder man macht es (wie wir) selbst, man hat einen Fliesenleger in der Verwandtschaft oder man lässt die Arbeiten gleich von WeberHaus durchführen!

Hier noch ein paar Impressionen vom Abenteuer „Lass‘ uns mal selbst den Feinsteinboden verlegen“:

 

Böden im EG – Teil 1

Auch wenn das Kapitel „Bodenbeläge“ bzw. „Böden“ eigentlich schon abgeschlossen ist, wollen wir Euch dieses nicht vorenthalten.
Jetzt, wo wir umgezogen sind und wie so viele (Ex-)Bauherren in ein Motivationsloch gefallen sind, nehmen wir uns die Zeit um die überfälligen Berichte nachzutragen. Während der „heißen Phase“ der Eigenleistungen, der so genannten Muskelhypothek, blieb kaum Zeit um den Blog aktuell zu halten 🙁

In einem Anfall leichter Überheblichkeit / Naivität beschlossen wir schon vor langer Zeit, nämlich nach dem Erhalt der Kosten für Ausstattung (auch Mehr-/Minderkostenrechnung genannt), Angebote anderer Firmen einzuholen bzw. den Bodenbelag in Eigenregie zu verlegen. Ein Besuch beim nahe gelegenen Fliesenoutlet bekräftigte uns in der Entscheidung die Position „Bodenbelag im Wohn-/Esszimmer, Diele und Technikraum“ aus der Mehr-/Minderkostenrechnung herausnehmen zu lassen. Insgesamt sprechen wir hier von einer Fläche von knapp 80m²!
Bei der Ausstattungsberatung hatten wir uns für Feinsteinzeug der Firma Steuler entschieden (wie schon berichtet). Das Material hat(te) einen Listenpreis von ca. 37€ pro m². WeberHaus wollte für die Fliesenarbeiten inkl. aller hierfür nötigen Tätigkeiten und Sockelleisten aus Holz von uns einen hohen, vierstelligen €-Betrag.
Im Fliesenoutlet bekamen wir den Boden für etwas mehr als 30€ pro m² – Multiflexkleber, Fugenmasse, Sockelleisten aus Holz, Leistenklipps und Anlieferung lagen wir dort bei unter 3.000€ !
Also … kurz überlegt … und … Yepp … machen wir selbst! 🙂

Warum auch immer, wir wissen es selbst nicht mehr so genau, haben wir erst Decke und Wände fertig gemacht und dann mit den Bodenbelägen angefangen. Jedenfalls war unser großer Wohn-/Essbereich wochenlang eher ein Werkzeug- und Materialager. Also musste das vor dem ersten Arbeitsschritt leer geräumt werden. Hier wurde uns zum zweiten Mal klar was für eine Herausforderung auf uns zukommt. Der erste Schock kam schon bei der Anlieferung des Materials … soooooo viel und sooooooooo schwer 😉
Der zweite Schock folgte beim Anblick der großen Fläche im – nun leer geräumten – Wohnzimmer 😯

Aber – es hilft ja alles nichts! Im ersten Schritt wurde grundiert. Die Grundierung haben wir aus Kostengründen im Internet bestellt. Aufgrund eines Transportschadens der ersten Lieferung und einer großzügigen Nachlieferung des Verkäufers hatten wir ca. 33% mehr Grundierung als berechnet / ursprünglich bestellt. Oder anders formuliert: wir mussten nicht sparen 😉
Nach dem Motto „sicher ist sicher“ oder „viel hilft viel“ wurde zwei Mal grundiert. Das Zwischenergebnis, direkt nach dem 2. Grundiervorgang, seht Ihr in den Bildern am Ende des Beitrags. Sah aus wie verschüttete und verteilte Schlumpfsuppe 😎

Auch wenn sich der Bauherr um den Start der Fliesenarbeiten drücken wollte und immer anderen Tätigkeiten den Vorzug gab: irgendwann musste es los gehen!
Also „kurz“ Gedanken gemacht und dann ging es auch „schon“ los. Mit den ebenfalls erworbenen, günstigen Nassschneider wurden die ersten Fliesen zugeschnitten und dann wurde „schnell“ der Fliesenkleber angerührt.
Am Ende des Tages hatten wir 9,5 Platten (also ca. 2,5 bis 3 m²)  unseres Feinsteinzeugs verlegt. 😯
Oder anders formuliert:
Feinsteinzeug 1 – Bauherren 0
Muskelkater 1 – Bauherren 0
usw.

Am Ende des folgenden Wochenendes waren die ersten beiden Reihen (je 16 Platten) verlegt. Allerdings waren wir etwas verwirrt / erschrocken: der Plan sah so aus, dass wir im südlichen Bereich des Wohnzimmers anfangen wollten zu fliesen und die Startfliese so zuschneiden wollten, dass die „Überstände“ an den Terrassentüren (ca. 5cm) vorhanden sind, wenn wir in diese Bereiche kommen. Sprich: da wo keine Terrassentüre ist werden 5cm abgeschnitten. Im Bereich der Türen wird dann nichts abgeschnitten.
Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. Da die Fenster weniger dick als die Mauer sind und ca. in der Mitte der Mauertiefe eingebaut sind, muss man für die Stellen, die in der „hochprofessionellen CAD-Zeichnung“ rot eingekreist sind, mehr Fliesenfläche einplanen. Sonst hat man hässliche Fugen direkt vor den Terrassentüren:
Herausforderung Feinsteinzeug

D.h. fängt man oben rechts an zu fliesen, dann muss man die Fliesen an der pink markierten Stelle jeweils 5cm abschneiden, damit man diese 5 cm am Fenster zur Verfügung hat. Verlegt man im Halbverband, dann muss man in der 2. Reihe eben 5cm mehr abschneiden und nicht nur halbieren, damit alles passt.
Klingt alles kompliziert, aber mit einer kleinen Zeichnung ist doch alles verständlich, oder? 🙂

Beim der ersten Türe, die schon nach der 3. Fliese folgte, ging der Plan auf. Am anderen Ende des Raums, im Küchenbereich, fehlten uns ca. 4cm zwischen Türe und Fliese. Hatten wir sooooo schief gefliest??? 🙁
Wenn das so wäre – wieso mussten wir „am Ende“ der jeweiligen Bahn 100% gerade (ab-) schneiden?!? Wenn wir schief gelegt hätten, also quasi von der Wand weg, dann hätten wir die kurze Kante an der letzten Fliese der Reihe doch auch „krumm“ abschneiden müssen? Merkwürdig…
Die Antwort: NEIN – wir haben NICHT schief gefliest! Der Erker bzw. die Wände links und rechts vom Erker sind einfach nicht symmetrisch! Damit hätten wir nicht gerechnet!
Entweder ist eine Wand 3cm dicker oder die Wand steht näher in den Raum als die andere! Das „Phänomen“ konnte mit einer Dachlatte recht leicht nachvollzogen werden: liegt die Dachlatte plan an der einen Wand auf, dann fehlen auf der anderen Seite knapp 3cm…
Egal – lässt sich nicht mehr ändern! Da mussten wir improvisieren und am Ende schmale Stücke einsetzen.

Ab der 3. Bahn ging die Arbeit irgendwie leichter von der Hand – trotzdem geht das derart auf den Körper, dass man als unerfahrener Laie nicht mehr als ca. 20 bis max 30 Bodenfliesen pro Tag verlegt bekommt. Umgerechnet sind das ungefähr 6 bis 8,5 m².
Bei einer Gesamtfläche von ca. 80m² und der Tatsache, dass es viele Stellen gibt an denen „gefrickelt“ werden muss, kann sich jeder ausrechnen wie viele Nachmittage und Abende man im Haus verbringt…

Eine witzige Erkenntnis dabei: man stellt fest, dass man vom eigenen Geist getäuscht wird! Am Anfang geht man frustriert nach Hause und denkt sich „Man! Da brauchen wir ja Monate!“. Und sobald man sich der Hälfte des Raums annähert, dann dreht sich der Eindruck um und man meint man wäre in wenigen Stunden fertig!
Realistisch betrachtet stimmt weder das Eine noch das Andere! 😉

Irgendwann streikte dann der Fliesenschneider und wir mussten das Schneideblatt ersetzen um voran zu kommen. Mehr hierzu und wie das Ergebnis letztendlich  aussieht erfahrt Ihr im nächsten Bericht! 🙂

Jetzt aber noch ein paar Bilder:

Steuler Fliesen bzw. Feinsteinzeug schwächelt

Die letzten Wochen waren wir damit beschäftigt im großen Wohn- / Essbereich unseren Feinsteinboden zu verlegen. Ja, ihr habt schon richtig gelesen: Wochen – nicht Tage! Das liegt einfach daran, dass die Fläche mit knapp 50m² doch recht groß ausfällt und man sich hinsichtlich der benötigten Zeit ordentlich verschätzt, wenn man zum ersten mal mit Feinsteinzeug bzw. Fliesen hantiert.

Die gute Nachricht: wir haben’s hinbekommen und es sieht, obwohl es einige knifflige Stellen gab, toll aus! Die 70 x 40 großen Platten und die schiefer-Optik gefällt uns sehr gut. Wir haben im Halbverband verlegt, da uns das am sinnigsten erschien – im Nachhinein genau die richtige Wahl 🙂

Weniger Freude bereitete uns das Material selbst. Entweder waren wir zu Beginn zu abgelenkt bzw. damit beschäftigt die Platten ordentlich zu verlegen und haben es nicht sofort bemerkt oder die kleinen Fehlerchen in der Oberfläche der Feinsteinzeugplatten traten tatsächlich erst ab der Hälfte unseres Bestands auf. 🙁
Während des Verlegens stießen wir immer öfter auf hellgraue Punkte auf der Oberfläche, die sich anfühlten wie kleine Minikrater. Teilweise nur so groß wie die Spitze einer Stricknadel. Dort fehlte offenbar die Dekorschicht. Als ob jemand mit einer Nadel in die noch nicht gebrannte Platte gestochen hätte.
Einige wenige Platten hatten gebrochene Kanten oder es gab kleine Splitter auf dem Dekor, die im Brennprozess auf die Platte aufgebrannt wurden, aber das hielt sich alles im erwarteten Rahmen.

Wir begannen also die offensichtlich fehlerhaften Bodenfliesen auszusortieren. „Die nehmen wir dann für den Technikraum – da stört das nicht“ war unser erster Gedanke. Als wir jedoch anfangen mussten die Garage als „Zwischenlager“ für die uns nicht gefallenden Fliesen zu verwenden war schnell klar: das sind jetzt schon locker mehr als die 8 m², die wir im Technikraum bräuchten. Ach ja … dann kommen die halt noch in den Bereich „unter“ der Treppe. Da sieht man das ja auch nicht. :\

Mittlerweile haben wir eine nicht unerhebliche Anzahl von Bodenfliesen mit weißen Kringeln und Pfeilen in der Garage stehen. Irgendwann haben wir nämlich angefangen die fehlerhaften Stellen mit Kreide zu markieren.
Ob die verbliebene Zahl an Bodenfliesen für den „sichtbaren“ Bereich des Flurs / der Diele ausreicht wissen wir noch gar nicht! Das kommt darauf an wie viele Dekorfehler in den verbliebenen, bislang ungeöffneten Packungen vorliegen.
Vielleicht müssen wir am Ende doch das ein- oder andere Paket nachkaufen. Worauf wir nämlich gar keine Lust haben sind Stellen an denen sich die Dekorschicht Stück für Stück auflöst. 🙁

Der Händler hat sich diesbezüglich natürlich abgesichert: wir hatten ab Erhalt der Ware 48 Stunden Zeit diese zu prüfen. Aber mal ehrlich: wer öffnet schon 78 Pakete Feinsteinzeug, wenn er diese kurz zuvor Mühsam in die Garage geschleppt hat? Hätten wir alle 78 Päckchen geöffnet, jede Fliese kontrolliert und dann „irgendwo“ gelagert, dann hätten wir mit dieser Aktion vermutlich noch mehr Schaden angerichtet.  Wie willst du denn 312 ausgepackte Bodenfliesen lagern? Stapeln? Da hätte das Dekor sicher mehr gelitten…

Wir vermuten, dass es sich um ein Produktionsproblem handelt. 90% der „Pünktchen“ befanden sich ca. 20cm vom linken oder rechten Rand entfernt und nahezu auf halber Fliesenbreite. Um diesen Bereich waren häufiger auch gräuliche Schleifspuren zu erkennen. Als Laien vermuten wir, dass die Pünktchen vom Transportmechanismus stammen.

Ändern können wir es jetzt eh nicht mehr – nur das Beste daraus machen. Und bislang ist ja noch alles gut gegangen 🙂 Soll heißen: einige der Bodenfliesen haben wir knallhart zerschnitten, wenn uns am Ende noch eine Reihe mit 15cm breiten Stücken gefehlt hat. Somit haben wir das Problem quasi „umschnitten“ 😀
Sollte uns am Ende was fehlen, dann müssen wir halt nachbestellen. Dass die Bodenfliesen dann eine andere „Charge“ sind und ggf. von der Farbnuance abweichen ist dann halt so – im Technikraum könnten wir das gerade so überleben 😉

Blog-Umzug!

Unsere Generalprobe ist geglückt 😉
Auch wenn es bei uns leider noch nicht soweit ist: unser Blog ist schon einmal umgezogen! Damit dürften Eure Zugriffe ein ganzes Stück schneller sein. Vorher lag der Blog auf einem kleinen, privat betriebenen Server. Jetzt liegt das gute Stück in einem dafür vorgesehenen Rechenzentrum.
Die restlichen Hintergründe ersparen wir Euch an dieser Stelle 😀

Was gibt’s Neues bei uns? Das ist kompliziert! Nüchtern betrachtet sind wir schon ein gutes Stück vorwärts gekommen. Bedeutet konkret:

  • Maler- und Tapezierarbeiten sind (mit Ausnahme des Treppenbereichs) abgeschlossen.
  • Die Verlegearbeiten des Vinylkorkbodens sind abgeschlossen.
  • Die ersten Feinsteinplatten im Wohn- / Essbereich liegen
  • Die erste Zarge sitzt
  • Die Eckventile in den Bädern und der Küche sind drin und dicht
  • Waschtische und Unterschränke warten nur noch auf die Anbringung
  • WeberHaus / Zimmermann hat die Wärmepumpe in Betrieb genommen
  • WeberHaus / Rosenlehner hat die restlichen EnOcean-Schalter konfiguriert und angebracht. Die Homeway-Dosen inkl. Patchpannel im Technikraum sind gesetzt.

Klingt eigentlich super. Sieht auch wesentlich besser aus, als vor einigen Wochen. Andererseits ist die Zeit der schnellen und deutlich sichtbaren Fortschritte offensichtlich vorbei. Und die Liste der offenen Punkte ist noch lang:

  • Feinstein im Wohn- / Esszimmer fertig verlegen
  • Feinstein im Flur (EG) verlegen
  • Feinstein im Technikraum fertig verlegen
  • Treppenhaus tapezieren und streichen
  • Restliche Zimmertüren einbauen
  • SAT- und Netzwerkdosen anbringen
  • Sockelleisten anbringen
  • (kilometerweise) Fugen
  • Lampen anbringen
  • Armaturen anbringen
  • Waschtische und Unterschränke anbringen
  • uvm… 🙂

Andererseits gibt’s auch seitens WeberHaus noch offene Punkte. Irgendwie haben wir den Eindruck, dass alles, was mit Elektrik zu tun hat, noch nicht rund läuft. Unser Wechselrichter der PV-Anlage meldet sich im Schnitt 1x am Tag mit wechselnden Fehlercodes.
Die Wärmepumpe nimmt sich im Moment 600 Watt. Vermutlich deshalb, weil der gemessen Temperatur-IST-Wert im Gästezimmer zwischen -4 und -9 Grad liegt. Falls also irgendwer den Winter sucht: da isser 😛
Hinzu kommt, dass der Monteur der Firma Zimmermann nur ca. die Hälfte der Luftauslässe & PTCs installieren / montieren konnte, da die Elektriker die Verkabelung anscheinend falsch hinterlassen haben. Die Strom- und Bus-Kabel müssen, zumindest die letzten cm, durch das Alu-Luftrohr verlaufen um die PTCs in Betrieb nehmen zu können. Im Moment baumeln die Kabel außerhalb der Rohre herum. Komischerweise paßte es bei allen Auslässen außer bei drei Auslässen im Wohn-/Essbereich.
Als weiteres i-Tüpfelchen kommt hinzu, dass die Wärmepumpe mehrere Kommunikationsfehler meldet. Oder anders formuliert: da läuft’s noch nicht rund!

Zu den normalen Verzögerungen wie z.B. man braucht „mal eben“ ein neues Schneideblatt für den Feinsteinboden“ oder „huch … das sind ja die falschen Abstandshalter“ kommt hinzu, dass wir tagsüber unseren normalen Arbeitstätigkeiten nachgehen und quasi „nebenbei“ am Haus weiter werkeln. Und da stößt man manchmal einfach an seine Grenzen. Man werkelt unter der Woche Nachmittags / Abends am Haus und am Wochenende ist der Akku meistens leer, so dass man sich einen Tag frei nimmt 😉
Irgendwie nachvollziehbar, dass es gefühlt nur langsam voran geht.

Aufmunternd ist dann allerdings ein kleiner „Vorher-/Nachher-Vergleich“. Wenn man dann quasi im Zeitraffer sieht, wie sich die Räume verwandeln – einfach herrlich! Vom nackten Rohbau über tapezierte Decken & Wände, gestrichene Wände bis hin zum verlegten Boden. Einige der Bilder wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten 🙂

Stromlos!

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass es ausgerechnet diejenigen trifft, die sich eine Photovoltaikanlage auf’s Dach gemacht haben und einen Batteriespeicher in den Technikraum stellen wollen… aber der Reihe nach!

Da der Batteriespeicher unserer PV-Anlage erst im Dezember lieferbar war, wurde die Inbetriebnahme der PV-Anlage mit diesem Termin zusammen gelegt. Mit anderen Worten: so lange der Batteriespeicher nicht „da“ ist, sind die Module auf dem Dach nur der Ausdruck unseres guten Willens – mehr nicht.
In der 2. KW diesen Jahres war es dann soweit: der WeberHaus-Partner, der die Elektroinstallationen durchführt, meldete sich mit der Bitte ein Formular des lokalen Stromversorgers auszufüllen. Der Anschlusstermin in der 2. KW musste jedoch verschoben werden, da sich der lokale Stromversorger quer stellte. Der Bauherr hat die Rechnung für den Hausanschluss noch nicht bezahlt. Allerdings war die Rechnung auch keine Rechnung sondern eine Auftragsbestätigung mit dem freundlichen Hinweis, dass der ausgewiesene Betrag vor Inbetriebnahme der Anlage bezahlt werden müsse.

Den Termin in der 3. KW mussten wir dann verschieben, da zu diesem Termin der Batteriespeicher ebenfalls geliefert und in Betrieb genommen werden sollte. Das Problem: der Speicher wiegt über 600kg. Damit der Boden das Gewicht tragen kann, wurde der vorhandene Estrich an der entsprechenden Position extra aufgestemmt und -ohne Styropor-Dämmung zur Bodenplatte- neu errichtet. Jetzt musste der Bereich im Technikraum mit unserem Feinstein versehen werden. Das war in der Kürze der Zeit nicht möglich, da die Belastbarkeit erst nach einigen Tagen gegeben ist.

Vergangenen Mittwoch wurde dann der Baustrom abgebaut. Ja, ihr habt richtig gelesen! Als die Bauherrin am Haus eintraf, war der Elektriker in den letzten Zügen. Ein „hey… so geht das aber nicht – wir haben doch noch gar keinen Strom!“ half da wenig.
🙁

Der Anruf beim Bauleiter brachte dann Aufklärung: die Info, dass der Baustrom in der 3. KW 2014 weg kann, kam von ihm. Er hat dem Architekten darüber informiert, dass wir in KW 2 unsere Stromversorgung vom lokalen Stromanbieter erhalten. Die Terminverschiebung in KW 3 ging an ihm vorbei. Ein klassisches Missverständnis also – oder nicht?
Das Gefühl, dass das Thema „Kommunikation“ bei WeberHaus (aus diversen Gründen) nicht dem sonst gewohnten WeberHaus Standard entspricht, hatten wir schon mehrfach, aber jetzt stehen wir schon „dumm“ da!

Der Stromanschluss soll -nach unseren Informationen- kommenden Dienstag oder Mittwoch erfolgen. Wir hoffen, dass das Wetter weiterhin so bleibt, damit unser Haus nicht vollständig auskühlt. 🙁
Bis dahin ruhen unsere Arbeiten im Haus – dabei hätten wir noch viel zu tun! In einigen Räumen muss noch tapeziert und gestrichen werden. Die Böden im OG müssen auch noch verlegt werden. Im EG fehlt noch das Feinsteinzeug. Es gibt also noch viel zu tun – da ist eine Woche Stillstand echt ärgerlich!
Und dabei müssen wir sogar noch froh sein, dass wir selbst im Unglück noch Glück hatten: am Tag bevor uns der Baustrom genommen wurde, haben wir den Bereich für den Batteriespeicher im Technikraum mit Feinstein versehen. 24h später und wir hätten ein Problem gehabt! Die Restarbeiten (Fugen, etc.) haben wir dann im Schein einer LED-Glühlampe verrichtet, die an einer kleinen USV (für PCs) angeschlossen war.

Ohne Strom geht halt kaum etwas! Wir kriegen noch nicht einmal unsere Garage auf! Was ebenfalls mehr als blöd ist, weil wir diese mittlerweile auch als Lagerraum nutzen. Sprich…an Werkzeug oder so, kommt man ebenfalls nicht. Auf die Idee irgendwelche Dinge nach der normalen Arbeit im Haus zu erledigen kann man auch vergessen. Dafür wird es leider noch viel zu früh dunkel.
Da die Verlegung des Feinsteinzeugs im offenen Wohn-/Essbereich ebenfalls vom Stillstand betroffen ist, mussten wir die Lieferung und Montage der Küche erneut verschieben 👿

Wollen wir hoffen, dass es kurzfristig wieder Licht am Ende des Tunnels gibt! Es ist schon demotivierend, wenn man seinem eigenen Plan eh schon hinterher hinkt und dann unfreiwillig die Füße hochlegen muss.

Wir halten Euch auf dem Laufenden!

 

Decken, Decken und noch mehr Decken!!!

Nachdem wir bereits vor knapp 2 Wochen nahezu alle Decken und Wänden geschliffen und grundiert hatten, musste irgendwann der nächste Schritt folgen: Tapete drauf!
Wir gehören (leider?) nicht zu den Leuten, die eine „nackte“ gestrichene Wand schön finden. Wobei das so nicht ganz korrekt ist! Wir haben nichts gegen gestrichene Wände, allerdings eher im Flur oder anderen Räumen. In Wohnräumen wirkt das auf uns irgendwie kalt. Sprich: uns fehlt das Wohlfühlklima!

Deshalb fiel uns die Entscheidung nicht schwer: Tapete muss her!
Wir haben uns recht schnell für klassische Rauhfasertapete entschieden. Allerdings nicht die altbekannte Variante, sondern Rauhfaserflies vom Typ „Romantic“; d.h. eine etwas weniger „rauhe“ Version der Rauhfasertapete.

Leider hat so ein Raum nicht nur Wände, sondern auch eine Decke! Und Decken zu tapezieren ist wirklich eine Strafarbeit! Und wenn man dann, wie ich (Bauherr) auch noch perfektionistisch veranlagt ist, dann ist das ein echtes Projekt!
Hat man passendes Material, das richtige Werkzeug und am besten eine fahrbare Arbeitsbühne, dann geht das bestimmt locker von der Hand. So eine Arbeitsbühne hatten wir leider nicht zur Hand. Stattdessen hat sich der „leichtgewichte“ Bauherr eine günstige, aber wenig vertrauensvoll wirkende Konstruktion einfallen lassen (siehe Bilder am Ende des Artikels). Sagen wir es mal so: es funktioniert. Nicht mehr – nicht weniger! 😉

An dem Tag an dem das Projekt „steifer Nacken“ eigentlich beginnen sollte, wurde es spontan verschoben. Unser Elektriker rief an und sagte seinen angekündigten Besuch spontan ab. Da aber das Baugerüst in den nächsten Tagen entfernt werden sollte, musste kurzerhand Ersatz gefunden werden! An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Antennentechnik Friedrich für die sehr kurzfristige Unterstützung bei der Anbringung unserer SAT-Schüssel!

Dem Start des Projekts „steifer Nacken“ stand nun also nichts mehr im Weg! Voller Elan und Tatendrang wurde im Raum mit der größten Deckenfläche (Wohn- / Esszimmer) begonnen 8O.
Am Ende des ersten Tages war gerade einmal die Decke des Küchenbereichs und ein kleiner Teil des mittleren Bereichs (inkl. Erker) tapeziert! Ganz schön deprimierend! 🙁

Insgesamt dauerte es fast 3 Tage, bis die Decke des großen Wohn- / Esszimmers fertig war. Zum Glück is Man(n) nicht ganz doof und lernt dann doch irgendwann dazu. Das Gästezimmer hat dann nur noch ca. 4 Stunden in Anspruch genommen. Zwei Zimmerdecken an einem Tag sind aktuell Stand der Dinge.
In den nächsten Tagen werden erst einmal die Wände der bereits „deckentapezierten“ Zimmer fertig gestellt. Dann kommt noch etwas Farbe ins Spiel. Wir haben u.a. keine Lust mehr ständig sämtliches Geraffel von einem ins andere Zimmer zu schleppen; z.B. den noch eingepackten Vinylboden. Der ist eigentlich ständig im Weg.
Deshalb werden jetzt erst mal ein paar Zimmer komplett fertig gemacht, sprich Decken und Böden, und dann geht’s weiter!
Oder anders formuliert: Projekt steifer Nacken wird vorerst auf Eis gelegt und das Projekt „blaue Knie“ startet demnächst! 😛

Bevor ein paar aktuelle Fotos kommen, schnell noch ein paar Profitipps zum Thema Decken tapezieren:

  1. Vliestapete ist ein Segen!
  2. Vorkleistern macht Sinn!
  3. Vom Licht weg tapezieren
  4. In größeren Räumen wird die erste Bahn mittig angebracht! Nicht am Rand – das geht schief – im wahrsten Sinn des Wortes!
  5. Die erste und die letzte Tapetenbahn wird ausgemessen und zugeschnitten (etwas „Spielraum“ ist immer gut!)
  6. Weitere Bahnen können von der Rolle tapeziert werden. Cutter-Messer oder Scheere in der Hosentasche kommt immer gut 😉
  7. Ab einer Tapetenbahnlänge größer 5m braucht man entweder Superkleber oder einen zweiten Mann 😛
  8. Zeit nehmen!!! 30min. pro Bahn sind am Anfang ein guter Schnitt!

Hier noch ein paar Bilder:

(Un-)freiwilliger Muskelaufbau

Hatten wir vor ein paar Tagen / Wochen den Tag herbeigesehnt, an dem wir im Haus  so richtig loslegen können!?! Und hatten wir nicht die Sorge, dass unser Feinstein-Fußboden in diesem Jahr nicht mehr lieferbar wäre? Nun ja…

Am Dientag war es soweit! Das schicke Steuler Feinsteinzeug wurde angeliefert! Um ca. 19:30 Uhr, bei -3°C wurden uns 2 Paletten in die Zufahrt gestellt. Noch schnell den Lieferschein gecheckt: 78 Pakete à 16,8KG, 8 Säcke Fliesenkleber à 15KG, 27 Sockelleisten mit 3m Länge, und ein paar Eimerchen Fugenmasse mit je 5KG.
Macht in Summe mal eben 1,5 Tonnen Material, das irgendwie ins Haus bzw. die Garage musste. Also … Ärmel hochgekrempelt und los geht’s…
Sehr demotivierend: die Päckchen waren ca. 40 x 70 cm groß und -wie schon erwähnt- 16,8KG schwer. In eigenen Worten: da haben wir uns zielstrebig das Format ausgesucht, bei dem man beim Tragen von einem Päckchen denkt „ach, da gehen auch zwei“. Schnappt man sich dann zwei der Päckchen, dann merkt man recht schnell, dass das nicht gut geht. Schwer, unhandlich, umständlich zu packen bzw. abzusetzen. Also trägt man die 78 Päckchen halt einzeln bis zur Garage. (Ergänzung der Bauherrin: Mir sind schon bei einem Päckchen Fliesen die Arme lang geworden…an zwei Päckchen war gar nicht zu denken ;))
Noch nerviger: je 3 von den Paketen waren doppelt mit einer verstärkten Umreifung verschnürt, die sich weder mit Teppichmesser noch Saitenschneider schnell oder bequem öffnen ließ.
Aber… 2 Stunden später war der ganze Spaß am Bestimmungsort angekommen und die beiden Bauherren fuhren mit gefühlten Orang-Utan-Armen nach Hause ;-).

Keine 12 Stunden später stand der nächste Termin an: die Endmontage durch WeberHaus! Kaum an der „Baustelle“ angekommen klingelte das Handy. „Hallo? … Was? Palette? Cortex? EINE TONNE!?!?!“ 😯
„… in 3 Minuten… okaaaaaaay“ 😀
Kurze Zeit später stand die Palette mit 48 Packungen Vinylparket / Vinylkorkboden je ca. 20,5kg an der gleichen Stelle, an der am Abend davor das Feinsteinzeug stand. Vielleicht hatte sich dort bereits eine kleine „Mulde“ gebildet 😉

Also … wieder Ärmel hoch gekrempelt (diemal immerhin bei +3°C ) und los. Zuerst schleppten wir die Päckchen ins zukünftige, große Wohn- / Esszimmer um danach 80% des Materials an den endgültigen Bestimmungsort, das Obergeschoß, zu schleppen.
Was ein nettes Gefühl, als die letzte Packung im OG angekommen war 🙂

Während wir den Vinylparkettboden durch’s Haus „führten“, montierten 2 Männer von WeberHaus, der so genannte Endmontagetrupp, u.a. die Sanitärobjekte. Da war es uns fast schon peinlich wie das Bad im OG aussah 😳
Unsere Schleifarbeiten, wohlgemerkt bisher nur in allen anderen Räumen und NICHT in den Bädern, hatten ihre Spuren hinterlassen! Der gesamte Boden, der ursprünglich den Farbton toffee hatte, sah aus wie der Boden einer Backstube, in der ein Sack Mehl geplatzt ist 😉
Zusätzlich wurden noch die Fenster eingestellt, die Haustüre „ausgepackt“, die Treppe der Dachbodenluke wurde auf die endgültige Bodenhöhe angepasst und der Rahmen um die Luke wurde angebracht.
Kommenden Freitag folgen die abschließenden Tätigkeiten und dann steht die Hausabnahme an. Wir sind gespannt…

So, genug gelesen… jetzt folgen noch ein Impressionen: