Umzug mit Katzen

Ja das ist wirklich ein Thema was uns im Vorfeld enorme Kopfschmerzen bereitet hat.
Wir haben zwei kleine Samtpfoten: eine kleine Katzendame namens Smila und einen Kater namens Tigger. Smila ist eigentlich eher ein kleiner Hund. Sie muss immer und überall dabei sein, rennt einem immer hinterher und ist total anhänglich.
Tigger ist eher der schüchterne Typ, kommt Besuch, verschwindet er sofort und anfassen darf man ihn nur, wenn er von allein kommt. Auf den Arm nehmen…neeee, das mag er gar nicht. Ein kleines Sensibelchen.
Besonders er hat uns große Sorgen gemacht.
Wir haben im Vorfeld natürlich mit der Tierärztin gesprochen und auch diverse Literatur gewälzt. Einig waren sich die „Quellen“, dass die Katzen nach dem Umzug erstmal mindestens zwei Wochen im Haus bleiben müssen und nicht nach draußen dürfen, da sonst die Gefahr besteht, dass sie zur alten Wohnung zurück laufen.
Bei unserer Katze kein Problem…beim Kater haben wir da schwarz gesehen. Der bleibt doch nie im Leben zwei Wochen im Haus…wir haben schon damit gerechnet, dass wir ihn mehrmals im alten Zuhause wieder einsammeln müssen.
Wirklich schwierig waren dann allerdings ganz andere Sachen. Empfohlen wurde, die Katzen während des Umzugs bei Nachbarn oder Freunden unterzubringen. Oder in einen Raum einzusperren, den abzuschließen und sie erst ganz zum Schluss ins neue Zuhause zu bringen. Eben erst wenn dort schon alles fertig ist, weil Katzen sehr allergisch auf noch so kleine Veränderungen in ihrer Umgebung reagieren.
Ich hab mich dann gefragt, wie lange die Katzen denn bitte in dem Raum bleiben sollen? Wenn man kein Umzugsunternehmen beauftragt, dann ist es doch nahezu unmöglich innerhalb eines Tages alles in Kisten zu verstauen, umzuziehen und abends dann auch alles schon wieder komplett eingerichtet zu haben.
Wir haben dann einfach aus dem Bauch heraus entschieden. Kisten haben wir immer schon nach und nach gepackt und auch schon teilweise ins Haus gebracht.Wichtig war uns hier, dass die nicht in der Wohnung rumstehen und die Katzen sie nicht wirklich wahrnehmen. Am Umzugstag haben wir unsere Smila, mit allem was sie braucht, im Schlafzimmer eingeschlossen. Den Kater haben wir einfach wie immer raus gelassen und das war genau die richtige Entscheidung. Er war so panisch und fertig, als die ersten Leute aufgetaucht sind und dann auch noch der LKW da war, der war froh, dass er sich im Garten verstecken konnte. Als es dann abends wieder ruhiger war, die fremden Leute weg waren, ist er von ganz alleine wieder angekommen und wir konnten die beiden Fellnasen ohne Probleme in ihre Transportkäfige sperren und mit ins neue Haus nehmen.
Smila hatte eigentlich überhaupt keine Probleme mit dem Umzug…hauptsache ihre Menschen, Futter, Wasser und ein Katzenklo waren da, mehr braucht sie nicht.
Tigger war zwar nicht tiefenentspannt, aber es war schon sein dritter Umzug und dieser ist mit Abstand am entspanntesten verlaufen. Klar, er hasst die Transportboxen und die 10minütige Fahrt ins neue Zuhause wurde von jammernden und klagendem Miauen begleitet. Auch im Haus hat er sich die erste Woche fast ausschließlich oben im Schlafzimmer oder Bad aufgehalten, aber er hat nicht gejammert und ist abends auch wie immer schmusen gekommen. Nach einer Woche hat er dann erste Erkundungsrundgänge im Haus unternommen und auch mal aus den Fenstern oben geschaut…anfangs waren ihm die bodentiefen Fenster gar nicht geheuer ;).
Was wir absolut empfehlen können sind Pheromonstecker (entweder/oder)…wir haben sie schon vor dem Umzug sowohl in der alten Wohnung, als auch im Haus eingesetzt und sind der Meinung, dass sie unseren Vierbeinern absolut geholfen haben. Vorallem bei Tigger kann ich das ganz gut beurteilen…zwei Umzüge ohne Pheromonstecker waren wirklich stressig, sowohl für mich, als auch für ihn. Jetzt war er nicht glücklich, aber wesentlich entspannter und die Eingewöhnung war viel einfacher.

Was wir jedem Katzen-/Tierbesitzer empfehlen können: Ihr kennt eure Lieblinge am Besten, nicht einfach blind das machen, was man so liest, sondern individuell entscheiden. Für unsere Katzen war unsere Taktik die wohl stressfeiste Variante und sie haben sich mittlerweile auch gut eingelebt…obwohl noch nicht alle Kisten ausgepackt sind und obwohl sie in einige Räume auch noch nicht wirklich rein dürfen :).
Tigger geht mittlerweile auch raus…zwar noch nicht die ganze Nacht, dafür ist er noch zu unsicher, aber ich bin optimistisch, dass sich das auch bald alles einspielt…und wir dann auch endlich wieder durchschlafen können 😉