Terrassenverlängerung mit kleinem Beet

Schon während der Planung der Pflasterflächen „vor“ dem Haus hatten wir keine Wirkliche Vorstellung darüber, was wir mit der Fläche zwischen unserem Haus und den „neuen“ Nachbarn anfangen sollen. Klar, ein Großteil der Fläche wird schon durch die vorhandene WPC-Terrasse belegt.
Im vorderen Bereich trennt die L-Steinmauer, die wir zur Abstützung der Einfahrt errichten lassen mussten, diesen Bereich vom Rest ab.

Soll heißen: wir reden hier von ca. 15-20m² Fläche. Eigentlich kein Grund um sich großartig Gedanken zu machen. Wir wollten dort in der Zukunft ggf. das Feuerholz für unseren (zukünftigen) Kaminofen lagern und ggf. eine Box für die Terrassenmöbelpolster platzieren. Das war’s dann aber auch.

Hm … Rasen? Und dann wegen den 15m² jedes Mal mit dem Rasenmäher um’s Haus gefahren? Macht das Sinn??? Nicht wirklich…
Der Garten und Landschaftsbauer machte den Vorschlag dort eine schöne Kiesschicht aufzubringen und ggf. noch Trittsteine. Oder Kies und ein paar Gräser…
Schon besser, aber irgendwie war’s auch nicht das, was uns überzeugt hat. Immerhin befindet sich in diesem Bereich auch eine Terrassentür. Und der Höhenunterschied zum Kies wären ca. 25cm. Unschön. Blockstufe davor legen? Hmpf …. ne…

Also haben wir es uns leicht gemacht und die vorhandene WPC Terrasse kurzerhand um
ca. 10m² vergrößert. Dazu musste natürlich wieder etwas Material herangeschafft werden. Aber eigentlich war es nichts Wildes:

Da wir noch einige von den Randsteinen übrig hatten, nahmen wir diese als Auflage für die Stelzlager. Das widerrum würde ich dann doch nicht mehr tun! Die Randsteine sind zwar nahezu gleich „groß“, allerdings variiert deren Dicke enorm. Da sind Toleranzen von 0,5 bis 1cm keine Seltenheit.
Das bedeutet: Du ziehst Deine zukünftige Terrassenfläche plan mit Feinsplitt ab, rollst ein Unkrautvlies aus, platierst voller Tatendrang die Randsteine als Auflage und beginnst dann die Stelzlager zu befestigen und zu justieren…
Und dann geht’s los … irgendwas passt nicht. Also … Wasserwage drauf …
Hä??? Warum liegt die Wasserwage nur auf den ersten Zentimetern auf, hängt dann in der Luft und liegt dann widerrum erneut nur auf den ersten cm des nächsten Steins auf???
(Die Antwort: die Randsteine sind im unteren Bereich meistens minimal dicker als im oberen Bereich. Liegen sie also plan auf dem Boden, denn ist die Oberfläche meistens in irgend eine Richtung schief)

Wir waren schon kurz davor die Randsteine wieder runter zu nehmen und stattdessen doch normale Betonplatten zu holen… a-b-e-r … Kollege Gummihammer war ja auch noch in der Garage.
Damit konnten wir die Stein mühsam so bearbeiten, dass sie doch passend im Splitbett lagen.
Dann nur noch „schnell“ ca. 150 Löcher mit dem Bohrhammer gebohrt um die Stelzlager mit Hilfe von Dübel und Schraube zu befestigen, Aluschiene drüber (ebenfalls befestigen) und irgendwann können dann die WPC-Dielen drauf:
Letzteres geht, wie schon beim ersten Terrassenbau, erstaunlich schnell!
Einzig das ständige Hin- und Hergerenne nervt! Brett holen, anlegen, anzeichnen, zurück, Brett sägen, wieder hinlatschen, anlegen, anbringen ….

Zu guter Letzt kamen noch hübsche Bodeneinbaustrahler rein:
An dieser Stelle kommt eigentlich immer die Frage: für was ist das Loch???
Ganz einfach: hier soll noch ein kleines Beet entstehen, in das wir einen Bambus setzen wollen.
Das konnte sich irgendwie keiner so richtig vorstellen. Und da zwischen „Einbauleuchten gesetzt“ und „Beet fertig“ einige Wochen vergingen, ernteten wir öfter skeptische Blicke.

Im Frühsommer sah das „Loch“ dann so aus:

Wir hatten mit Aluminium L-Profilen eine Umrandung gesetzt, ein 50-60cm tiefes Loch gegraben und mit dickem Unkrautvlies (als keine Wurzelsperre) ausgelegt.
In das Loch kamen Unmengen an Rhododendrenerde und ein Bambus der Sorte Jumbo.
Danach durfte sich der Boden erst einmal setzen, bevor wir nachfüllen durften.

Heute sieht der „kleine“ Jumbo natürlich anders aus. Er ist in nur einem Sommer ordentlich gewachsen. Aus optischen Gründen und zum Schutz vor Unkraut haben wir noch einen 25kg Sack Canadian Slate rund um die Pflanze verteilt.
Leider haben wir kein aktuelles Foto, aber das reichen wir zeitnah nach 😉

Für Alle, die sich fragen was wir mit dem ca. 1m breiten Streifen zwischen Terrasse und den großen L-Steinen vor haben: hier wollten wir im nächsten Jahr (!) ein durchgängiges, aber in der Höhe variierendes „Hochbeet“ erstellen.
Ist schwer zu erklären, aber ich sag’s mal so: irgendwann werden wir es hoffentlich zeigen können … also …. im Jahr 2018 😉

 

Obstplantage angepflanzt ;-)

Wir haben das tolle Wetter genutzt und unsere „Obstplantage“ gepflanzt.
Okay, okay Obstplantage ist etwas übertrieben, aber wir haben im hinteren Teil des Gartens ein paar Obstbäumchen gepflanzt.
Bestellt haben wir sie in der Baumschule Horstmann und es hat mal wieder alles super geklappt.

Wir sind schon öfter schief angeschaut worden: Wie ihr bestellt eure Pflanzen im Internet??? Klar, anfangs waren wir auch erstmal hier in den einschlägigen Gartenzentren und Baumschulen unterwegs. Aber ehrlich gesagt, sind wir die nicht fündig geworden.
Als wir vor ein paar Jahren die Weißdorn-Pflanzen für unsere Hecke vorne gesucht haben, sind wir wirklich von Pontius zu Pilatus gefahren, aber entweder gab es gar keinen Weißdorn oder die Pflanzen waren uns einfach zu teuer. 50cm hoch und soll dann 14€ kosten?? Puh, das mag sich nicht viel anhören, aber wenn man es dann mal auf die gesamte Fläche und die Pflanzen, die wir dafür brauchen, hochrechnet, dann ist das schon verdammt viel Geld.

Bei Horstmann haben wir 95 Pflanzen als Wurzel-(Ware) dann für je 1,80€ bekommen. Den (enormen) Preisunterschied könnt ihr euch ja selber ausrechnen. Letztlich haben wir gedacht, wir riskieren es einfach mal und wenn die Pflanzen sterben, nicht anwachsen oder einfach furchtbar aussehen, dann müssen wir das unter „schlechte Erfahrung“ abbuchen. Aber wir waren wirklich mehr als positiv überrascht und wir haben mittlerweile schon mehrfach dort bestellt. Die Ware ist immer top verpackt und bisher ist uns noch nichts eingegangen was wir bestellt haben. Das spricht deutlich für die super Qualität. Die Auswahl dort ist riesig und man findet nahe zu alles, was das Pflanzenherz begehrt.
Und so haben wir auch unsere Obstbäumchen dort bestellt:
Eine schwarze Knorpelkirsche, einen Dürkheimer Krachmandel-Baum und einen Herbstapfel ‚Schöner von Herrnhut‘.

Die Winterpause ist vorbei

Okay, komplett ruhig war es bei uns im Winter jetzt nicht, aber nun ist die „Winterruhe“ endgültig vorbei. Nach langem Warten ist endlich unsere Einfahrt gepflastert.
Da wir uns mit dem Nachbarn die Einfahrt teilen, konnten wir mit der Einfahrt nicht weiter machen, so lange das Nachbargrundstück noch nicht fertig bebaut war.
Dann kam noch dazu, dass der Landschaftsgärtner, der unsere Einfahrt pflastern sollte, unheimlich viel zu tun hatte und deswegen unser Projekt immer weiter nach hinten gerückt ist.
Endlich sind die Zeiten der kleinen Splitt-Steinchen im Haus vorbei. Man muß nicht mehr über eine Palette ins Haus latschen und kann sich die 5 Minuten Füsse abtreten (um die kleinen Steinchen schon mal so gut wie möglich abzustreifen) auch sparen.

Letztlich haben wir uns für das Pflaster Tagula Plan in anthrazit von Berding Beton entschieden. So anthrazit wie wir es eigentlich wollten, ist es nun nicht, aber trotzdem gefällt es uns sehr gut. Vorallem aber sind wir froh, dass der Schotter endlich weg ist und wir jetzt nicht mehr so viele kleine Steine mit reinschleppen.

Das Gefälle in Richtung Garage fällt doch geringer aus als erwartet. 😎
Statt die Pflasterfläche bis zu den Kantensteinen / L-Steinen gehen zu lassen, haben wir den Vorschlag unseres Garten- und Landschaftsbauers aufgegriffen. Jetzt endet das Pflaster ca. 40cm vorher. In den schmalen Streifen kommen noch ein paar Spots und ein paar schöne Pflanzen.

Ganz schön krass, was das für einen Unterschied macht, wenn man plötzlich eine gepflasterte Fläche vorm Haus hat und das Provisorium vor der Haustür nach langer Zeit Geschichte ist 😉

 

Und was wird das jetzt???

Nachdem unser Garten Anfang des Jahres noch aussah wie ein Schlachtfeld und außer „Unkraut“ kein Grashalm auf der großen Fläche zu sehen war, haben wir uns kurzerhand entschlossen, im Sommer ein zusätzliches „Bauprojekt“ in Angriff zu nehmen.

Aus diesem Grund haben wurde kurzerhand ein großes und recht tiefes Loch im Garten ausgehoben.
Danach gingen erst mal ein paar Tage ins Land…
Als es konkret wurde, stellten wir fest, dass unser Gartenloch nicht groß genug war. Also musste weiter gebaggert werden.

Kurz darauf wurden noch ein paar Tonnen Split / Schotter im „Krater“ versenkt. Natürlich so, wie es sein muss: mit Schubkarre und Schaufel!

Und da ist es nun… unser Loch:
Loch im Garten

Die alles entscheidende Frage ist jetzt: was wird das??? Hat jemand eine Idee?

 

Terrasse in Eigenregie Teil 2

Um ehrlich zu sein: unser Projekt „Terrasse in Eigenregie“ hat den geschätzten Zeitrahmen ordentlich gesprengt. Die geschätzte Dauer war schon verstrichen, da lagen gerade einmal 4 Dielen bzw. 2 Reihen.
Bis überhaupt die erste Diele mit der Unterkonstruktion verschraubt werden konnte, musste, wie schon berichtet, die Unterkonstruktion fertig sein.
Am Ende kamen da stolze 159,5m Aluminium-Unterkonstruktion zusammen. Die mussten ja auch erst mal mit den Betonplatten verschraubt werden. Und dann gab’s ja auch noch unseren Spritzschutz, den wir auch im Bereich der Terrasse angelegt hatten.
Das Problem: Die Alus hätten als letzten Auflagepunkt den Betonstein direkt vor dem Randstein für den Spritzschutz. Bestenfalls lägen die Alus direkt auf dem Randstein auf. Von dort wären es weitere 25cm bis zum Sockel. Jetzt gilt Aluminium eher als stabil und unnachgiebig, trotzdem wollten wir die Terrasse keine 20-25cm halbseitig „in der Luft“ hängen lassen.
Um das Problem zu lösen, haben wir in den Zwischenraum zwischen Haus und Randstein jeweils so genannte Terrassenstelzlager gestellt, ausgerichtet, in der Höhe justiert und mit den Alus verschraubt.
Auf der Seite in Richtung Garten war das alles kein Problem. Da lag die komplette Unterkonstruktion auf Betonplatten. Nur ganz ans Ende, an den überhängenden Teil, stellten wir ein Stelzlager.
Kniffliger war es da bei der Unterkonstruktion seitlich vom Haus. Da verläuft die Unterkonstruktion parallel zur Hausmauer. Folglich musste die Unterkonstruktion ca. 3,5m „über“ den Spritzschutz geführt werden und auf entsprechende Stelzlager gestellt werden. Damit das alles dauerhaft hält, muss man sich hierfür schon etwas Zeit nehmen.
Nachdem die Unterkonstruktion fertig war, dachten wir, dass der zeitraubende Teil hinter uns läge. Da wussten wir aber noch nicht was noch auf uns zukommen sollte.

In der Theorie war alles ganz einfach: Dielen nach Plan auf die Unterkonstruktion legen, ggf. kürzen und dann verschrauben. Das ganze macht man so lange, bis keine Dielen mehr da sind und tataaaaaaaa …. fertig!
Okay… ganz so leicht war es dann doch nicht!
In der Theorie gliederte sich unsere Terrasse in 3 Teilbereiche:

  • die große, rechteckige Fläche vor dem Erker bis zum Garten mit ca. 9m Seitenlänge.
    Dort werden abwechselnd 4m und 5m lange Dielen verlegt. Das ist der Bereich, wo man ohne große Mühe richtig Meter machen kann!
  • die Fläche links vom Erker
    Dort wechseln sich 4m und 2,9m lange Dielen ab. Da der Bereich jedoch ca. 0,5m schmaler ist, muss in jeder Reihe eine Diele gekürzt werden.
  • die Fläche „neben“ dem Haus. Da es die Südseite ist, wollten wir die Terrasse um die Ecke herum ziehen, so dass man auch über die südliche Wohnzimmer-Terrassentüre auf die Terrasse kommt. Dort sollte die Terrasse 2m breit werden. Also haben wir 4m lange Dielen bestellt und „halbiert“. In der Realität waren es dann doch nur ca. 1,95m statt 2m, so dass man jede Diele nach dem Teilen noch anlegen, markieren und auf die endgültige Länge kürzen musste.

Vermutlich lässt sich schon erkennen was etwas nervte: erst schleppt man die echt schweren Dielen in den Garten, markiert, schleppt wieder zurück in die Garage und sägt zu. Dann geht’s wieder zurück in den Garten. Wenn man sich vermessen hat, dann gibt’s noch eine Extrarunde 😉
Und selbst wenn nichts geschnitten werden musste: die 5m langen Dielen waren echt super-heavy!!!

Ach ja: eine witzige Erfahrung durften wir auch noch machen:
Um unsere Wunsch-Terrasse umsetzen zu können, musste eine Diele der Länge nach geschnitten werden. Es handelt sich um den Übergang der Fläche links vom Erker und der „großen“ Fläche vor dem Erker. Damit alles passt musste an einem 5m langen Brett auf einer Länge von ca. 3m ein 8cm breites Stück abgetrennt werden.
Und womit macht man das? Klar: mit der Stichsäge! Extra hierfür haben wir uns im Baumarkt 3 passende und für bis zu 3cm dickes Hartholz geeignete Sägeblätter gekauft. Die erstem 20 – 30cm des Schnitts gingen wie durch Butter. Die nächsten 20 – 30cm gingen schon schwerer. Und danach ging fast gar nichts mehr. Mehr als 1m mit einem Schneideblatt war nicht drin. Eher weniger! Am Ende genügten die 3 Sägeblätter nicht. Zum Glück hatten wir noch ein paar ältere Sägeblätter mit denen wir den Schnitt vollenden konnten.
Aber wer hätte das gedacht, dass ein Schneideblatt nach wenigen cm schon schlapp macht. Völlig faszinierend!
Die Kappsäge ist auch nach geschätzten 100 Schnitten noch top. Da merkt man keinen Unterschied!

Kommen wir zum zweiten Verzögerungspunkt: Schrauben!
Sagen wir’s mal so … jede Diele wird an der kreuzenden Unterkonstruktion mit einem Clip und einer Schraube verschraubt. Also: mit jeder einzelnen Latte. Das macht auf der großen, ca. 9m breiten Fläche 34 Clips und Schrauben pro Reihe!
Auf der große Fläche sind das alleine 14 Reihen. Macht schon mal 476 Schrauben. Insgesamt haben wir ca. 750 Schrauben für das Deck verbraucht. Da wir das Loch für die Schraube in die Alu-Unterkonstruktion vorbohren mussten, waren das ca. 1.500 Schraub- bzw. Bohrvorgänge!
Zum Glück hatte ich „vollumfängliche“ Unterstützung durch einen Arbeitskollegen. An dieser Stelle noch einmal Danke für die Hilfe und den genialen Akkuschrauber!

Irgendwann war es dann soweit! Die letzte Reihe lag und musste nur noch verschraubt werden. Vorher mussten die noch überstehenden Alus gekürzt werden. Im Anschluss konnten die Dielen verschraubt werden. Leider haben wir aktuell nur Fotos vom Zeitpunkt vor dem Kürzen der Alus. Als alles fertig war, war es einfach schon zu dunkel.

Trotz Dunkelheit tanzten wir vor Freude über die fertige Terrasse! Und da war er wieder: der unendliche Stolz ein Projekt, an dem man selbst hart gearbeitet hat, abgeschlossen zu haben 🙂

Was kostete der Spaß jetzt?

  • Schotter und Feinsplit für die Terrassenfläche inkl. Lieferung
    ca. 300 €
  • Rüttelplatte für einen Tag
    30 €
  • Terrassen-Dielen (Vollprofil), Alu-Unterkonstruktion, Alu-Einsteckverbinder, Schrauben und Clips, Stelzlager und Unterlagepads inkl. Lieferung
    ca. 3.050 €
  • Nachlieferung Alu-Unterkonstruktion, Alu-Einsteckverbinder inkl. Lieferung
    ca. 310 €
  • Nachbestellung Clips und Schrauben
    ca. 60 €
  • Edelstahlschrauben und Dübel für die Unterkonstruktion
    ca. 150 €
  • Kleinigkeiten (Edelstahlschrauben für Terrassenstelzen und Alus, Unterlagepads, Metallbohrer, Kegelsenker, etc.)
    ca. 100 €

Macht in Summe die gerade Zahl von 4.000€
Geplant bzw. gerechnet hatten wir mit max. 5.000€; d.h. wir haben jetzt noch ca. 1.000€ zur Verfügung um, wie bereits geplant, im Frühjahr eine Umrandung / Einfassung um die Terrasse zu errichten und ein paar Spots im Randbereich der Terrasse einzusetzen. Könnte knapp werden, aber Ihr wisst ja selbst wie es mit den Budgets ist 😉

Edit der Bauherrin: Und ich möchte nochmal ein extra DANKESCHÖN los werden. Einmal natürlich an den lieben „Arbeitskollegen“, der uns wirklich doll geholfen hat. Und dann auch an den besten Bauherren den es gibt. 😉 Ich konnte nämlich eigentlich fast gar nicht helfen, da ich zwischenzeitlich im Krankenhaus lag und krank geschrieben war. Darum ist das „wir“ in diesem Bericht auch eigentlich nicht ganz korrekt… 🙂

So, jetzt die versprochenen Bilder:

Terrasse in Eigenregie

Nachdem Sockel und Spritzschutz am Haus fertiggestellt wurden, sollte das Projekt Terrasse in Angriff genommen werden. Eine WPC-Terrasse sollte es werden. So viel war recht bald klar. Wieso?
Eine gepflasterte Terrasse, wie es der Garten- & Landschaftsbauer, der unseren Aushubberg verteilt hat, empfohlen hatte, kam für uns nicht in Frage. Das geht zwar schnell und ist unkompliziert, aber es gefällt uns einfach nicht.
Wenn es nach dem Bauherren ginge, dann hätten es auch Natur- oder Feinsteinzeugplatten sein können. Hier griff jedoch das Veto-Recht der Bauherrin.
Also kam das Thema „Holz“ auf den Tisch. Allerdings scheint es bei Naturholz so zu sein, dass man bei preislich akzeptablem Material mehrfach im Jahr pflegend eingreifen muss. Ansonsten splittert das Holz, graut aus und wittert sehr schnell.
Wenn man darauf verzichten möchte, dann bleiben eigentlich nur die Thermo-Esche, sibirische Lärche, Bangkirai oder andere Tropenhölzer. Sibirische Lärche und Tropenhölzer kommen für uns grundsätzlich nicht in Frage. Das deckt sich einfach nicht mit unserer Einstellung!
Und bei Thermo-Esche landet man dann sehr schnell bei 100 – 120 € pro m². Allein für das Deck. Ohne Unterkonstruktion und Co. lägen wir dann bei unserer ca. 45m² großen Terrasse bereits bei knapp 5.000€ – die Summe wollten wir eigentlich für das komplette Projekt in die Hand nehmen!
Also sind wir beim WPC gelandet. Zuerst natürlich beim billigen WPC, das man an allen Ecken und Ende und auch im Internet bekommt. Da werden Preise im Bereich von 25 € pro m² aufgerufen. Klingt verlockend, läuft aber meistens auf „wer billig kauft, kauft zweimal“ hinaus.
Für uns kam Hohlkammer-WPC nicht in Frage, da hier ein Gefälle von 2-3% zwingend erforderlich ist. Beachtet man dies nicht, beeinträchtigen Regen- und Kondenswasser die Haltbarkeit der Dielen und die Lebensdauer sinkt beträchtlich. Da unsere längste Seite der Terrasse stolze 9m lang ist, hätten wir einen Höhenunterschied von 20cm. 😕
Um es abzukürzen: wir haben uns für 20,5cm breite Vollprofil-WPCs-Dielen entschieden. Bei der Unterkonstruktion haben wir auf WPC verzichtet und stattdessen das nur unwesentlich teurere Aluminium gesetzt. Aus Haltbarkeits- und Stabilitätsgründen. Im Nachhinein würde ich sagen: die richtige Entscheidung, aber mit sehr viel Arbeit verbunden!

Aber von Vorne:
Nachdem wir unserem recht feuchten Garten eine Drainage spendiert haben (Ups, da gibt’s ja auch noch gar keinen Artikel zu 🙁  ), haben wir den Bereich der Terrasse gleich mit gemacht und ebenfalls einige Meter Drainagerohre verlegt. Stauwasser vom Haus fern zu halten hat oberste Priorität.

Die nächsten Schritte lassen sich in wenige Worte fassen. Eigentlich schade, denn das spiegelt in keinster Weise die Arbeit wieder, die darin steckt. Die einzelnen Schritte wären: Höhen errechnen und (z.B. an den Randsteinen) anzeichnen. Schotter möglichst eben verteilen und mit der Rüttelmaschine abrütteln. An dieser Stelle vielleicht noch der Tipp, dass man den Schotter vorher nass macht. Staubt weniger und die kleinen und größeren Bestandteile es Schotters verbinden sich besser. Wie lange man rütteln muss, ist von der Beschaffenheit des Untergrunds abhängig. An manchen Stellen habe ich (gefühlt) stundenlang gerüttelt. An anderen Stellen war das Ergebnis bereits nach 7-8 Überfahrten bestens.
Am Ende sollte alles +/- 3 cm eben sein.
Diese Unebenheiten werden am Ende mit einer ca. 3-5cm dicken Schicht Edelsplitt (2-5mm) ausgeglichen.
Im nächsten Schritt wird das Splittbett mit Hilfe mehrere Stahlrohre und einer ca. 2m langen Wasserwage gerade abgezogen. An dieser Stelle haben wir gleich ein minimales Gefälle mit eingebaut, so dass die 9m lange Seite ungefähr halbiert wird. Am Ende soll das Regenwasser zur Hälfte zur einen und zur Hälfte zur anderen Seite ablaufen.
Danach haben wir noch ein mittleres Unkrautvlies aufgebracht, bevor die Unterkonstruktion in Angriff genommen wurde.
Hierzu wurden 30x30cm große und 4cm dicke und sehr günstige Betonplatten in parallelen Reihen verlegt. Der Abstand der Reihen hängt vom später verwendeten Terrassenmaterial und der zu erwartenden Belastung ab.
Wir haben die Unterkonstruktion im Abstand von 30cm verlegt und zwischen den Auflageflächen 30cm, überbrückt. Klingt furchtbar kompliziert, ist aber total easy: parallel zum Haus eine Reihe Platten, dann eine Reihe frei lassen und dann kommt die nächste Reihe. Da kommt einiges an Steinchen zusammen. Wir hatten uns eine Palette (144 Stück) liefern lassen und mussten am Ende noch mal 60 Steinchen per Auto abholen 😉
Das sieht am Ende ungefähr so aus:
UK-Steinchen-1 UK-Steinchen-2Ist dieser Schritt erledigt, kann als nächstes die Alu-Unterkonstruktion aufgelegt und verschraubt werden.
Die Liste der Vorteile der Alu-Unterkonstruktion ist lang (witterungsbeständig, kann durch so genannte Verbinder quasi unendlich verlängert werden, etc.). Es gibt aber auch einen Nachteil: bei Holz oder WPC reicht es die Löcher vorzubohren. Will man die Alus mit den Betonsteinen verbinden, dann muss man entsprechend vorbohren und jedes einzelne Loch mit einem Kegelsenker so bearbeiten, dass die verwendete Schraube bündig abschließt. Letztendlich sollen die Dielen ja eben auf der Unterkonstruktion aufliegen und keine störende Schraubenköpfe im Weg sein.
Wo jetzt das Problem ist? Die Masse macht es! Am Ende wurden ca. 200 Löcher in die Alus gebohrt. 50 davon waren für die Katz‘ (weil falsch angezeichnet). Hinzu kamen ca. 150 Löcher, die in die Betonsteine gebohrt werden mussten, 150 Dübel und 150 5x70er Edelstahlschrauben.
Die 2,90m langen Alus haben wir, bei Bedarf, mit der Handsäge gekürzt. 2-3 Minuten sägen pro Alu. Hätten wir sicher auch mit der Kappsäge machen können, aber wir wollten das Sägeblatt nicht ruinieren.
Die Befestigung der Alus ging nur mühsam voran. Man muss ja auch immer aufpassen wo man hintritt. Sonst war die vorherige Arbeit mehr oder weniger umsonst.
Zwischenzeitlich sah die Baustelle so aus:
UK-Alus-reichen-nichtWährend der Arbeiten mit den Alus, ist uns irgendwann aufgefallen, dass die Anzahl nicht stimmt. Da hatten wir (also WIR und der Angebotsprüfer vom Lieferant) uns wohl verrechnet. Also kam es zu einer weiteren Verzögerung. Die Arbeiten ruhten, bis die letzten Alus und Verbindungsstücke eintrafen. Die Tage wurden kürzer und der Oktober neigte sich schon dem Ende entgegen. Aber dann traf die lange ersehnte Lieferung ein:
UK-Alus-geliefertDamit konnte die Unterkonstruktion fertig gestellt werden. Ein schönes Gefühl, wenn man nach einigen Tagen, an denen man nur mit Alu-Stangen und Schrauben hantiert hat, endlich das eigentliche Obermaterial in die Hand nehmen kann.
Die WPC-Dielen mussten natürlich auch in der Länge gekürzt werden. Da waren wir echt froh, dass wir eine ordentliche Kapp- und Gehrungssäge im Haus hatten. An dieser Stelle einen lieben Gruß an den Bruder des Bauherren 🙂
Mit diesem Werkzeug konnten die 21mm dicken und 205mm breiten Dielen problemlos und sauber geschnitten werden. Der Schnitt war so sauber, dass wir nicht erkennen konnten welche Seite die geschnittene Seite war, was nicht irrelevant ist, da das WPC eine Verlegerichtung hat.
WPC-geschnitten-1 WPC-geschnitten-2Und dann war es endlich soweit: die ersten Dielen waren verlegt und fest verschraubt. Mit Blick auf den großen Berg an Dielen, die noch in der Garage „warteten“ war uns klar, dass es erst ein Anfang war, aber immerhin! Und für die Motivation in kühler und dunkler werdenden Herbsttagen war dieser Anblick auch sehr dienlich:
WPC-erste-Dielen-liegenWeiter geht’s am Wochenende … mit der Fertigstellung der Terrasse 🙂

 

 

Spritzschutz ums Haus

Wie bereits angekündigt gibt es jetzt noch den Nachtrag zum Thema Spritzschutz.

Im Frühsommer, als wir noch voller Elan und Tatendrang waren, beschlossen wir, dass wir die Randsteine für den Spritzschutz ums Haus selbst in die Hand nehmen. Schließlich, so dachten wir, könne man jeden Tag, nach der Arbeit, noch drei, vier oder fünf Steinchen setzen. Am Wochenende könnten das dann auch mal 10 – 20 Stück sein, so dass das ganze Projekt in spätestens 2-3 Wochen abgeschlossen sein sollte.
So die Theorie!

Wir hatten uns im Vorfeld für dunkelgraue Rasenkantensteine entschieden. Passend zu den bereits vorhandenen, anthrazitfarbenen Elementen (Haustüre, Fenster, Garagentor, Farbstreifen, …).
Bei der „Dicke“ ,der auch Einfassungen genannten Steine, gibt es ja sämtliche Varianten. Von 5 cm bis 8 cm ist da üblicherweise alles dabei. Teilweise gab es sogar 10 cm dicke Steine.
Sagen wir es mal so: alleine der 5 cm dicke Rasenkantenstein wiegt pro Stück schon mal 28kg. Und da es nicht nur darum geht, die Steinchen ums Haus spazieren zu tragen, sondern da man die Randsteine auch irgendwie in der Länge kürzen muss, haben wir uns für die 5cm „dicke“ Variante entschieden.
Spaß beiseite: die Steine müssen nur besonders dick sein, wenn man z.B. bis an die Randsteine pflastert und z.B. sein Auto in der Nähe parkt.

Ein kleiner Irrglaube, dem wir auch verfallen sind: es gibt Rasenkantensteine mit Nut und Feder; z.B. diese hier.
Da denkt man als Bauherr unweigerlich an Klickparkett bzw. Klicklaminat und ist sofort begeistert.
Erst nach dem Kauf stellt man dann fest, dass das irgendwie total sinnbefreit ist.
Man meint man könne die Steine durch das Nut- und Federprinzip leichter ausrichten und somit viel leichter eine gerade Strecke und gleiche Höhen gewährleisten. Von wegen! 🙁

Wir haben uns 5 Paletten liefern lassen. 2 mit Randsteinen, 2 mit Trockenbeton und eine mit Betonplatten für die Terrassenunterkonstruktion.
Die ganze Ware haben wir dann kurzfristig in die Garage getragen. Nein…das ganze Zeug trägst Du leider nicht „mal eben“ durch die Gegend: der Sack Beton wiegt 25kg, der Randstein 28kg und die Betonsteinchen 8kg pro Stein.
Wir haben den Beton einfach mit Folien abgedeckt und haben gehofft, dass das reicht. Hat es auch!

Vor den Steinchen kommt die Schaufel: wir mussten einen kleinen Graben ums Haus ausheben um die Randsteine einsetzen zu können.
Seitens WeberHaus gibt’s natürlich auch ein paar Vorgaben. Man findet Sie auf den Bauplänen in einer der Ecken. Da gibt es verschiedene Ausführungen mit Rinne, Kiesbett, etc.. Da sollte jeder selbst nachsehen was bei ihm Sache ist.
Wir haben uns für die Kiesbett-Variante entschieden. Da gibt es definierte Abstände zwischen der Schnittstelle „Haus / Bodenplatte“ und der Oberkante der Randsteine bzw. der Oberkante der Kiesschicht. Wenn wir uns recht entsinnen, dann waren es bei uns 8 cm Höhenunterschied zwischen Oberkante Randstein und „Hausanfang“ und min. 10cm zwischen Kies und Haus. Der Abstand zwischen Randsteinen und Haus ist eigentlich egal. Es sollten nur mehr als 10cm sein.
Die entscheidende Frage: wie sieht das im Bereich der Terrasse aus?
Also… kurz drüber nachgedacht: wir haben KEINE rahmenlose Fenster. Man muss eh einen kleinen Schritt machen, um nach draußen zu kommen. Deshalb können wir uns die Variante mit einer Ablaufrinne zwischen Haus und Terrasse sparen. Wir setzen die Randsteine einfach komplett um das ganze Haus und lassen die Terrasse im entsprechenden Bereich einfach über die Randsteine hinaus gehen.

Wer sich die Mühe gemacht hat und einen passenden Graben ums Haus gegraben hat und meint das schwerste Stück Arbeit läge hinter ihm, der irrt. Zumindest erging es uns so. Das lag vielleicht daran, dass wir uns keine technische Hilfe zum Mischen des Betons organisiert hatten und jedem Sack Beton in einer großen Mischwanne per Hand angerührt haben und dann per Schaufel im Graben verteilt haben. Bei ca. 45 Steinen rund ums Haus und bei 1 Sack Beton pro Stein ist das doch…sagen wir mal „mühsam“.
Ist der Trockenbeton in der Rinne kommt der Stein rein, wird mit dem Gummihammer ausgerichtet und dann kommt der Nächste. Soweit die Kurzfassung.

Die ausführliche Version: Schnur spannen, Graben ausheben, Tiefe messen, fluchen, Pickel holen, Boden auflockern, Graben tiefer ausheben, messen, ggf. fluchen, etc.
Trockenbeton mischen: Betonsack schleppen, aufschneiden, ausleeren, Wasser hinzufügen, mischen, mischen, mischen, Wasser nachjustieren, mischen, mischen… ab in den Graben damit.
Dann den ersten Stein setzen. Gefühlte 50 Mal messen und 20 Mal nachjustieren. Der erste Stein ist definitiv der Schwerste.
Dann den nächsten Stein holen, Beton anmischen, etc.

Ach ja: mit der Flex sollte man auch umgehen können oder zumindest so viel Selbstvertrauen haben, dass man sich mit so einem Monster an einen 5cm dicken Stein traut um diesen zu kürzen. Es sei denn man hat sein Haus so geplant, dass man nichts schneiden muss. Wer bei der Hausplanung daran gedacht hat: Respekt! 😉

Passend zu den Randsteinen mit Nut- und Federsystem gibt es auch Ecksteine. Sieht super aus. Richtig tolle Ecksteine. Aber: an irgend einer Stelle muss man mit der Flex trennen. Entweder an der Ecke oder auf gerader Strecke. Wegen Nut und Feder müssten hier beide Seiten der aneinandergrenzenden Steine „auf der Geraden“ mit der Flex geschnitten werden. Wer so gut mit der Flex arbeiten kann, dass der Spalt zwischen beiden Steinen gering ist oder wer seine Randsteine so setzen kann, dass nur die oberen cm zu sehen sind, für den kommt das in Frage. Für uns definitiv nicht.
Wir haben immer an den Ecken „geschnitten“ und vorher darauf geachtet, dass der letzte Stein min. 50cm lang ist, damit der optische Gesamteindruck passt.

Zum „Irrglaube bezüglich Nut- und Feder“:
Wer meint, dass 1m lange und 25cm hohe Betonsteine zum Preis eines belegten Brötchens, ausschließlich rechteckige Winkel haben und alle Seiten schnurgerade sind – der irrt.
In der Praxis verhält es sich so, dass manche Steine auf der einen Seite statt 25 nur 24,5 cm hoch sind. Auf der anderen Seite halt 25,5cm oder sogar 26cm. (Gut, so krass vielleicht auch wieder nicht, aber Ihr wisst sicher, was gemeint ist)
Was passiert also? Ihr setzt den Stein mit der Nut in die Feder des bereits vorhandenen Steins. Prüft den Abstand zum Haus, fuchtelt mit der Wasserwage und dem Gummihammer so lange rum, bis alles perfekt ist. Nachdem der Stein seine endgültige Parkposition erreicht hat und der Beton keilförmig „drangeschmiert“ wurde, kommt der Bauherr gut gelaunt mit dem nächsten Stein. Auch dieser wird gesetzt, ausgerichtet, die geliebte Wasserwage kommt zum Einsatz und… Moment … da stimmt was nicht. Der ist ja total schief. Wie kann das denn sein???
Also fuchtelt man minutenlang herum und versucht das augenscheinliche Paradoxon irgendwie zu lösen. Am Ende muss man sich dann entscheiden: entweder man setzt Nut und Feder ordentlich zusammen und akzeptiert, dass man die Horizontale verlässt, dass man zwischen den beiden Steinen eine kleine Höhendifferenz von bis zu einem cm gibt oder man hat einen minimalen, spitz zulaufenden Spalt zwischen Nut- und Feder.

Das klingt jetzt alles furchtbar dramatisch – ist es auch… zumindest für einen Perfektionisten wie mich (Bauherr). Wann immer wir an eine derartige Herausforderung gestoßen sind, hat es min. 45 Minuten gedauert, bis der Stein nicht mehr angefasst wurde und der Bauherr zufrieden war.
Gerade an Samstagen, an denen man sich vornahm min.10 – 15 Steinchen zu setzen, lief es meistens so, dass man quasi einen Lauf hatte und 5-6 Steinchen setzen konnte, bevor dann ein so genannten Arschlochstein kam, der sich partout nicht ordentlich einfügen ließ. Dummerweise lag das meistens nicht am eigentlichen Arschlochstein, sondern an seinem Vorgänger, also dem zuletzt gesetzten Stein, der in sich wohl krumm war.

Irgendwann … nach langer Zeit war es dann also soweit: der letzte Stein wurde gesetzt. Danach wurde spontan eine Flasche Sekt geköpft und zusammen mit den Nachbarn geleert. Das Jahrhundertbauwerk wurde noch vor dem Berliner Flughafen BER fertig gestellt – ein Grund zur Freude. 😉

Gleich folgen noch ein paar Bilder – vorher noch die Info zu den Randsteinen im Terrassenbereich: damit der Unterbau der Terrasse leichter zu erstellen war und man die Terrasse ohne große Mühe nahezu auf die Höhe der „Fensterbretter“ bringen konnte, haben wir die Randsteine im Terrassenbreich im Vergleich zum Rest ein gutes Stück höher gesetzt. Dadurch konnten wir den Schotter über das Bodenplattenniveau aufschütten und trotzdem sicherstellen, dass immer ausreichend Luft zirkulieren kann.
Den Schotter direkt ans Haus ran schütten und zwischen Haus und Schotter eine Noppenfolie anbringen – das war uns zu heikel. Da gibt’s von WeberHaus keine direkte Freigabe und man müsste vorher die Kante, die vom Haus über die Bodenplatte hinaussteht, mit mineralischer Dichtschlämme versiegeln, damit das Haus keine Feuchtigkeit zieht.

So, genug geschrieben! Jetzt gibt’s noch etwas zu sehen:

 

Jahresendspurt…

Nachdem die letzte Rückmeldung schon ein paar Wochen her ist, wollten wir mal wieder ein kurzes Lebenszeichen von uns geben.
Beim letzten Mal hatten wir uns noch über das Mistwetter beschwert. Im November, wo man ein solches Wetter erwarten könnte, war das Wetter bislang echt „gnädig“.

Die Jahresplanung für 2015 sah das Thema „Außenanlagen“ vor. Was auch immer das beinhaltet.
In unserer Vorstellung sollten neben Garten und Terrasse („hinter“ dem Haus) auch der Bereich „vor dem Haus“, also Zufahrt und Eingangsbereich, fertig gestellt werden.
Ach ja … und der Sockel vom Haus sollte verputzt werden und ein Spritzschutz, also Randsteine im Abstand von ca. 20cm rund ums Haus gesetzt werden.

Mit dem „Grünstreifen“ vor dem Haus hatten wir angefangen. Nachdem dieser vom leidigen Brombeerchaos befreit war, sollte ein beauftragter Garten- und Landschaftsbauer den im Vergleich zur Garageneinfahrt höher liegenden Bereich auf einer Länge von ca. 14m mit L-Steinen abstützen, damit dieser nicht weiter in Richtung Zufahrt wandert.
Leider dauerte es mehrere Wochen bis zur Fertigstellung der Stützmauer.
Zwischenzeitlich kam auch noch die Anzeige vom Umweltamt.

In dieser Zeit hatten wir noch den Sockelputz am Haus in Angriff genommen.
Das Dumme an der Geschichte: wir hatten den GaLa-Bauer auch den mündlichen Auftrag gegeben den „Bereich der Terrasse“ zu schottern. Leider hatten wir diesen Bereich nicht schwarz-auf-weiß auf dem Plan festgehalten. Also hat der GaLa-Bauer mal eben 25t Schotter angeliefert und direkt an 2 Hausseiten verteilt. Vom Sockel war an diesen 2 Seiten nicht mehr viel zu sehen.
Problem: die Randsteine waren noch nicht gesetzt! Also durften wir wieder schaufeln …

Und so kommt es, dass vom ursprünglichen Plan nicht mehr viel über bleibt und man im Spätherbst froh ist, wenn man das eigentliche Ziel, die Terrasse bis Mitte August fertig zu haben, vor dem Wintereinbruch noch erreicht.
Schon irgendwie schade, aber andererseits … im Vergleich zum Flughafen in BER sind wir doch noch gut in der Zeit und vor allem kostentechnisch noch im grünen Bereich!

Sobald die Terrasse fertig ist, reichen wir noch den ein oder anderen Artikel nach!

 

Mistwetter!!!

In den letzten 3 Wochen ist bei uns kaum etwas passiert. Der Grund: das miese Wetter! Irgendwie kommt es uns so vor, als hätte es im September nur geregnet. Jedenfalls waren kaum trockene, geschweige denn sonnige Tage dabei. Und somit konnten wir die Arbeiten an den Außenanlagen nicht angehen.

Dabei wäre es so wichtig, dass es so langsam mal vorwärts geht: der Grünstreifen vorm Haus mit der so genannten „schützenswerten Hecke“ muss angelegt werden. Da stehen die Pflänzchen jetzt schon knapp 2 Wochen in ihren kleinen Töpfchen und warten darauf ein- bzw. ausgepflanzt zu werden. Das ging die ganze Zeit jedoch noch nicht, da der Grünstreifen erst noch von ca. 1m hohen Unkraut befreit werden musste. Da gab es Brombeere (da war sie wieder), Disteln, Brennnesseln und irgendetwas das aussieht wie eine Raps- oder Senfpflanze und wahnsinnig schnell wächst.
Dumm nur, wenn das Wetter so mies ist, dass man im unkrautfreien Bereich bis zu den Knöcheln im Matsch versinkt.
Die Idee, das bei der Lieferung der Weißdornpflanzen beiliegende Stroh als Trittunterlage zu verwenden, fiel unter die Kategorie „nette Idee, aber völlig umsonst“.
Nach jedem Regenschauer standen richtige Pfützen in den von den Schuhen hinterlassenen Erdlöchern.
Da hilft nur eins: warten 🙁

Rindenmulch vor teilweise vom Unkraut befreitem Grünstreifen

Rindenmulch vor teilweise vom Unkraut befreitem Grünstreifen

Ähnlich kompliziert wird es bei der Terrasse. Da liegt das Material (WPC-Dielen, etc.) in der Garage und blockiert einen Stellplatz.
Zuvor müssten wir noch das Schotterbett abrütteln / verdichten. Bevor das gemacht werden kann, müssen wir noch den Spritzschutz mit dem restlichen Kies + Unkrautvlies versehen. Das macht im Regen allerdings auch keinen Spaß. Zumal der Kies vorrangig für den Streifen zwischen „schützenswerter Hecke“ und Garage vorgesehen ist.

Der ITler nennt das Deadlock. Der normale Mensch sagt Zwickmühle dazu. Da kommst Du erst raus, wenn der Admin (ITler) bzw. Wettergott (normale Mensch) eingreift.
Das kommende Wochenende soll ja ganz gut werden. Hoffen wir mal, dass es tatsächlich so kommt…