Terrassenverlängerung mit kleinem Beet

Schon während der Planung der Pflasterflächen „vor“ dem Haus hatten wir keine Wirkliche Vorstellung darüber, was wir mit der Fläche zwischen unserem Haus und den „neuen“ Nachbarn anfangen sollen. Klar, ein Großteil der Fläche wird schon durch die vorhandene WPC-Terrasse belegt.
Im vorderen Bereich trennt die L-Steinmauer, die wir zur Abstützung der Einfahrt errichten lassen mussten, diesen Bereich vom Rest ab.

Soll heißen: wir reden hier von ca. 15-20m² Fläche. Eigentlich kein Grund um sich großartig Gedanken zu machen. Wir wollten dort in der Zukunft ggf. das Feuerholz für unseren (zukünftigen) Kaminofen lagern und ggf. eine Box für die Terrassenmöbelpolster platzieren. Das war’s dann aber auch.

Hm … Rasen? Und dann wegen den 15m² jedes Mal mit dem Rasenmäher um’s Haus gefahren? Macht das Sinn??? Nicht wirklich…
Der Garten und Landschaftsbauer machte den Vorschlag dort eine schöne Kiesschicht aufzubringen und ggf. noch Trittsteine. Oder Kies und ein paar Gräser…
Schon besser, aber irgendwie war’s auch nicht das, was uns überzeugt hat. Immerhin befindet sich in diesem Bereich auch eine Terrassentür. Und der Höhenunterschied zum Kies wären ca. 25cm. Unschön. Blockstufe davor legen? Hmpf …. ne…

Also haben wir es uns leicht gemacht und die vorhandene WPC Terrasse kurzerhand um
ca. 10m² vergrößert. Dazu musste natürlich wieder etwas Material herangeschafft werden. Aber eigentlich war es nichts Wildes:

Da wir noch einige von den Randsteinen übrig hatten, nahmen wir diese als Auflage für die Stelzlager. Das widerrum würde ich dann doch nicht mehr tun! Die Randsteine sind zwar nahezu gleich „groß“, allerdings variiert deren Dicke enorm. Da sind Toleranzen von 0,5 bis 1cm keine Seltenheit.
Das bedeutet: Du ziehst Deine zukünftige Terrassenfläche plan mit Feinsplitt ab, rollst ein Unkrautvlies aus, platierst voller Tatendrang die Randsteine als Auflage und beginnst dann die Stelzlager zu befestigen und zu justieren…
Und dann geht’s los … irgendwas passt nicht. Also … Wasserwage drauf …
Hä??? Warum liegt die Wasserwage nur auf den ersten Zentimetern auf, hängt dann in der Luft und liegt dann widerrum erneut nur auf den ersten cm des nächsten Steins auf???
(Die Antwort: die Randsteine sind im unteren Bereich meistens minimal dicker als im oberen Bereich. Liegen sie also plan auf dem Boden, denn ist die Oberfläche meistens in irgend eine Richtung schief)

Wir waren schon kurz davor die Randsteine wieder runter zu nehmen und stattdessen doch normale Betonplatten zu holen… a-b-e-r … Kollege Gummihammer war ja auch noch in der Garage.
Damit konnten wir die Stein mühsam so bearbeiten, dass sie doch passend im Splitbett lagen.
Dann nur noch „schnell“ ca. 150 Löcher mit dem Bohrhammer gebohrt um die Stelzlager mit Hilfe von Dübel und Schraube zu befestigen, Aluschiene drüber (ebenfalls befestigen) und irgendwann können dann die WPC-Dielen drauf:
Letzteres geht, wie schon beim ersten Terrassenbau, erstaunlich schnell!
Einzig das ständige Hin- und Hergerenne nervt! Brett holen, anlegen, anzeichnen, zurück, Brett sägen, wieder hinlatschen, anlegen, anbringen ….

Zu guter Letzt kamen noch hübsche Bodeneinbaustrahler rein:
An dieser Stelle kommt eigentlich immer die Frage: für was ist das Loch???
Ganz einfach: hier soll noch ein kleines Beet entstehen, in das wir einen Bambus setzen wollen.
Das konnte sich irgendwie keiner so richtig vorstellen. Und da zwischen „Einbauleuchten gesetzt“ und „Beet fertig“ einige Wochen vergingen, ernteten wir öfter skeptische Blicke.

Im Frühsommer sah das „Loch“ dann so aus:

Wir hatten mit Aluminium L-Profilen eine Umrandung gesetzt, ein 50-60cm tiefes Loch gegraben und mit dickem Unkrautvlies (als keine Wurzelsperre) ausgelegt.
In das Loch kamen Unmengen an Rhododendrenerde und ein Bambus der Sorte Jumbo.
Danach durfte sich der Boden erst einmal setzen, bevor wir nachfüllen durften.

Heute sieht der „kleine“ Jumbo natürlich anders aus. Er ist in nur einem Sommer ordentlich gewachsen. Aus optischen Gründen und zum Schutz vor Unkraut haben wir noch einen 25kg Sack Canadian Slate rund um die Pflanze verteilt.
Leider haben wir kein aktuelles Foto, aber das reichen wir zeitnah nach 😉

Für Alle, die sich fragen was wir mit dem ca. 1m breiten Streifen zwischen Terrasse und den großen L-Steinen vor haben: hier wollten wir im nächsten Jahr (!) ein durchgängiges, aber in der Höhe variierendes „Hochbeet“ erstellen.
Ist schwer zu erklären, aber ich sag’s mal so: irgendwann werden wir es hoffentlich zeigen können … also …. im Jahr 2018 😉

 

Garagenantrieb modifizieren bzw. reparieren

Schon kurz nach unserem Einzug hatten wir einen Kratzer am Hörmann Sektionaltor unserer Multibox.
Dieser wurde zwar bereits 2014 entfernt und alles repariert, aber im Laufe des Sommers 2016 tauchte wieder ein kleiner Kratzer auf.
Anfangs nur 2 oder 3 cm lang, wuchs dieser im Spätsommer auf eine stattliche Länge an. Zwischenzeitlich waren es 15 bis 20cm!
Das Merkwürdige: der Kratzer war, genau wie der Vorherige, exakt senkrecht.
Hm… DAS kann doch kein Zufall sein.

Also … Leiter in die Garage gestellt und, bewaffnet mitTaschenlampe und der Fernbedienung für’s Garagentor, beobachten was passiert, wenn die Garage auf und zu fährt.
Schon nach der ersten Fahrt war klar was passiert: das Tor kratzt an der Führungsschiene des Schlittens entlang! Wobei… korrekt ausgedrückt müsste es heißen „die Schiene verkratzt das vorbeifahrene Tor“.

Wie kann das sein?
Ganz einfach … die Konstruktion ist absolute Scheiße! Sorry, aber das kann man gar nicht anders sagen.
Wieso? Ganz einfach … die Führungsschiene, in der der „Schlitten“ inkl. Motor läuft, der das ganze Tor hoch zieht bzw. runter schiebt, war nur an 2 Stellen befestigt. Und zwar ganz Vorne und fast ganz am Ende der Schiene. Nämlich dort, wo der Schlitten / Motor bei geöffnetem Tor zum Stehen kommt.
Jetzt muss man wissen, dass die Führungsschiene nicht aus einem Stück ist, sondern aus zwei, etwa gleich langen Elementen besteht, die über eine Art Hülse miteinander verbunden sind.
Das sieht dann ungefähr so aus: 

Und die Kombination aus Beidem führt zum Problem: die Schiene „biegt“ sich unter dem Gewicht des Zugschlittens / Motors so sehr nach unten, dass die verbindende Hülse am Torelement kratzt.
Jetzt kommt ggf. der berechtigte Einwand  „Mooooooment! Müssten dann nicht 2 parallele Kratzer am Tor zu sehen sein? Die Schiene hat doch 2 scharfe Kanten!“
Korrekt … ABER … zur ohnehin sehr schwachen Befestigung kam noch die Tatsache, dass die hintere Halterung ungenau montiert war, so dass die Deckenschiene auch in sich leicht verzogen war. Soll heißen: eine Seite der Schiene hing 2-3 mm tiefer herab, als die andere Seite.

Die Lösung: beim Hersteller des Torantriebs (Firma Sommer) gibt’s auch entsprechende Ersatzteile. Dort haben wir einfach 2 zusätzliche Deckenhalter bestellt. In Summe waren das knapp 30 € … kann man mal machen.

Die Montage ist für jeden Bauherren, der mehr kann als Überweisungen tätigen und den Haustürschlüssel ins Schloss stecken, leicht durchzuführen.
Glücklicherweise hatten wir noch einen passenden Holzbalken „auf Lager“. Dieser wurde passend zugeschnitten und mit drei 15cm langen Schrauben an den Dachbalken befestigt. Daran wurden die Metallwinkel montiert.
Die größte Herausforderung: die Kunststoffwinkel, die um die Führungsschiene greifen und diese halten, können nicht um die Schiene gebogen werden. D.h. die vorhandene Halterung am Ende der Führungsschiene muss zuerst demontiert werden. Dann schiebt man zwei neue Halter bis an die gewünschte Position. Danach kann man alle drei Halter wieder an den Winkeln befestigen.
Bei der Gelegenheit haben wir das Problem mit der „verdrillten“ Schiene ebenfalls gleich behoben.

So ein montierter Deckenhalter sieht dann folgendermaßen aus:

Der „ursprüngliche“ Deckenhalter (am Ende der Schiene) sieht minimal anders aus:
Auf dem letzten Bild kann man die drei Deckenhalter gut erkennen. Denkt Euch einfach mal die beiden durch uns angebrachten Halter weg und sagt mir dann, ob Ihr der Meinung seid, dass der eine Halter ausreichend sein sollte:
Wir sind der Meinung, dass zwei Halter definitiv zu wenig ist. Es sollten mindestens drei Halter sein. Ein Weiterer ist wohl „nice to have“, aber so sind wir auf der sicheren Seite. Das Gewicht ist gut verteilt und es hängt wirklich nichts mehr durch.

Unser bisheriges Fazit zur Multibox Garage ändert sich deshalb minimal. Das neue Fazit sieht so aus, dass wir weiterhin von der Multibox überzeugt sind und bislang keine gravierenden Probleme festgestellt haben.
Die Sache mit der Deckenbefestigung der Führungsschiene kreiden wir der Montagefirma an.
Wir können uns nicht vorstellen, dass das vom Hersteller tatsächlich so gewollt ist, dass die Führungsschiene eines 5m breiten Sektionaltors mit einem Deckenhalter befestigt wird. Und dann auch noch „verdrillt“.

Haken dran … Problem behoben. 🙂