Das Kind im Mann

Während der Artikel zur Terrasse entstand, fiel uns auf, dass wir noch gar nichts über die Garten-Drainage geschrieben haben.
Das können wir so natürlich nicht stehen lassen:

Offenbar hatten wir unsere Terrasse doch zu spät bestellt. Im Juli war es soweit: Bauherrin und Bauherr hatten Urlaub, wollten die Terrasse in Angriff nehmen, nur die Terrasse war nicht da!
Eigentlich kein Drama, aber wenn man sich extra frei nimmt um das Projekt umzusetzen oder es zumindest anzufangen, dann ist das schon sehr, sehr ärgerlich!

Jetzt hätten wir uns auch kurzfristig in den Flieger setzen können, um uns irgendwo auf der Welt (möglichst weit weg) die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Aber irgendwie will man mit der Außenanlage auch voran kommen. Obwohl die Vorstellung mit Cocktail in der Hand und dem Hintern auf einer gepolsterten Liege unter Palme mit Sicht auf das weite Meer zu liegen – das hätte schon was 🙂

Allerdings fiel es uns nicht sonderlich schwer einen Plan B auszugraben:
Unser Aushub-Hügel wurde 1-2 Monate vorher verteilt, so dass unser Garten größtenteils eben war. Auch wenn bereits das erste „Unkraut“ wuchs, stand das Wasser nach einem Regenschauer teilweise tagelang auf der Fläche. Selbst bei ganztägigen Sonnenschein blieb der Boden übersättigt.
Auf den Punkt gebracht: wenige Meter oder sogar Zentimeter unter der obersten Erdschicht befindet sich eine mehrere Meter dicke Lehmschicht, die größtenteils Wasserundurchlässig ist. Am Ende des Grundstücks fliest ein Bach.
Das erklärt, weshalb der Mutterboden übersättigt ist.

Da wir mehr als nur Moos und Hortensien im Garten haben wollen, musste etwas getan werden.
Okay … und ein klein wenig Spaß wollte sich der Bauherr auch gönnen. Und wie macht man das am Besten? Man(n) leiht sich für ein Wochenende einen kleinen Bagger 🙂

Okay … am Ende wurde es natürlich ein Kompromiss. Der Bauherr bekommt „seinen“ Bagger für ein Wochenende. Allerdings wird nicht nur planlos gebaggert, sondern eine Drainage für den Garten erstellt.
Unser Glück: da wir unser Oberflächenwasser in den Bach entwässern dürfen, mussten wir uns auch keine Gedanken darüber machen, wie wir das Wasser los werden. In die normale Kanalisation darf das in den meisten Gemeinden in Deutschland nämlich nicht.
Also: falls Ihr derartiges plant: vorher informieren!

So sah unser Plan aus:
DrainageplanDa die Fläche ca. 400m² groß ist, müssten wir die Drainage eigentlich anders verlegen. Man hätte dann nicht mehr den zentralen Strang, auf den die „Ärmchen“ zulaufen, sondern eine U-Form, wobei die „Ärmchen“ jeweils nach links und nach rechts laufen.
Schwer zu erklären, aber es lässt sich auch hier nachlesen.
Allerdings wäre der Aufwand höher. Außerdem müsste man an beiden Grundstücksgrenzen und nahe des Bachs baggern. Letztendlich erschließt sich für uns der Vorteil der größeren Lösung nicht. Bei großen Flächen und starkem Regen ist der „Mittelstrang“ der Flaschenhals, durch den sämtliches Wasser muss. Bei der großen Lösung gäbe es 2 Hauptableitungen (die dann am Ende aber direkt aufeinander zulaufen um dann im 90°Winkel abzufließen). Was ist da besser?
Da wir nicht vor haben einen Sumpf trocken zu legen, haben wir beschlossen, die „kleine“ Variante für Flächen bis 300m² zu errichten.

Die benötigten Materialien sind gar nicht mal so teuer. Dafür um so schwerer und unhandlicher.
Neben dem bereits erwähnten Bagger braucht man:

  • Splitt oder feinen Schotter um der ausgehobenen Graben einige cm hoch aufzufüllen. So lässt sich auch das benötigte, durchgängige Gefälle der Drainage leichter errichten
  • Ausreichend Drainage-Rohre (von uns liebevoll „Zini“ genannt)
  • T-Stücke, Verbinder und Y-Stücke um die Seitenarme der Drainage am Hauptstrang anzuschließen und um die einzelnen Stücke zu verbinden
  • Endkappen um die Enden der Drainage zu verschließen
  • Einleitung mit Froschklappe
  • Filterstrumpf für das Drainagerohr (Alternativ: Drainagevlies)
  • Kies, um eine Filterschicht um das verlegte Drainagerohr zu schaffen

Unsere ungefähren Kosten blieben im überschaubaren Bereich. Der 1,8t Kompaktbagger hat uns über das (verlängerte) Wochenende ca. 170 € gekostet (inkl. Anlieferung, Abholung und geduldiger Einweisung 🙂 ). An dieser Stelle ein Dankeschön an die Fink Baumaschinen, die nicht nur wesentlich günstiger als „die großen“ Verleiher waren. Nein, hier wurde man freundlich beraten („für was brauchen Sie denn einen Bagger?“; „Den Mini-Bagger würde ich als Anfänger nicht nehmen – der ist wesentlich komplizierter zu bedienen, weil…“; „Dann gebe ich Ihnen noch eine Tieflöffelschaufel mit, damit geht das Graben ziehen wesentlich schneller…“). Am Ende gab’s noch eine ausführliche Einweisung inkl. Erklärung wie die Schaufel zu wechseln ist. Das war echt außergewöhnlich

Zurück zu den Kosten … Bagger 170 €, Diesel für den Bagger 10 €, 100m NW80 Drainagerohr ca. 130 €, 100m Drainagefilterschlauch ca. 120 €, Auslaufrohr mit Froschklappe ca. 30 €, Verbindungs- Übergangsstücke und Endkappen ca. 100 €, Splitt und Kies (inkl. Anlieferung) ca. 350 €.
Macht in Summe ca. 910 € … mit Getränke für den Baggerfahrer (Bauherr) und irgendwelchen Kleinteilen, die ich jetzt sicher vergessen habe wären das also um die 1.000 €

Aber zurück zu dem, um das es hier eigentlich geht: dem Bagger 😀
Anfangs war der Bauherr noch etwas zögerlich und zurückhaltend … da gibt’s so viele Hebel und Schalter. Dann ist das auch noch ein Kettenfahrzeug. Das Teil hat richtig Kraft und kann richtig was kaputt machen…
Aber die erste Nervosität legte sich schnell 😉
Kaum war der Mitarbeiter des Bagger-Verleihs verschwunden, wurden sämtliche Funktionen des Baggers in der eigenen Zufahrt getestet. Anschließend ging es im Höllentempo (max. 4 km/h) über die Wiese des (damals) unbebauten Grundstücks und ab in den Garten „hinterm Haus“. Dort sollte, genau wie geplant die gerade Hauptleitung von der Terrasse bis zum Bach gebaggert werden. Dazu wurde die Linie extra mit Sand markiert und Anfang und Ende jeweils mit kleinen Holzpflöcken versehen.
Aber sagen wir’s mal so … wenn man zum ersten Mal baggert, dann fällt es nicht ganz so leicht einen geraden Graben auszuheben. Da wir am Bach angefangen haben zu graben und uns in Richtung Haus „hochgegraben“ haben, sind die ersten 5m der Grabung etwas schief, so dass dieser Fehler mit einer „kleinen“ Kurve korrigiert wurde. War so ja auch im Plan vorgesehen … siehe oben … *räusper* 😉

Da ein Gefälle zu errichten war, mussten wir am unteren Ende fast 2m tief graben. Im Bereich der Terrasse war’s dann nur noch ein halber Meter. Trotzdem war es wesentlich einfacher 2m tief in Erde zu baggern als in einer großen Schotterfläche 0,5m bis 0,75m tiefe Gräben auszuheben. Der Schotter rutschte einfach immer wieder nach. Und durch die Planung mit mehreren „Drainageärmchen“ im Bereich der Terrasse wurde irgendwann der Platz für die Lagerung das „Aushubs“ knapp.
Aber auch im hinteren Bereich gab es ein paar Probleme. In der Nähe des Bachs war die Erde teilweise so feucht, dass sie nicht freiwillig aus der Schaufel wollte. Normalerweise ruckelt man dann an sämtlichen Hebeln, bis der Klumpen raus fällt. Aber manchmal ging das einfach nicht! Also musste man aus dem bequemen Fahrerhäuschen aussteigen und die Erde mit Gartenwerkzeugen überreden, die Baggerschaufel zu verlassen.

Nach etwa zwei Stunden Bagger-Erfahrung setzt dann der männliche Übermut ein. Und so kam es, dass ich beim „routinierten“ Arbeiten während einer 180° Drehung die Baggerschaufel nur wenige cm über den Zaun der Nachbarn bewegte. Völlig unabsichtlich. Das passierte einfach. Im Gegensatz zu mir blieb die Nachbarin ganz entspannt und kümmerte sich um Ihren Sohn, für den der Bagger in Nachbars Garten natürlich DAS Highlight des Wochenendes war! 😉
Nach diesem Erlebnis war ich jedenfalls wieder geerdet und baggerte vorsichtiger weiter.

Die Anziehungskraft des Baggers macht aber auch vor größeren „Jungen“ nicht halt. Kaum hatte der Bauherr ein paar Bilder an den Arbeitskollegen geschickt, stand dieser schon im Garten und wollte auch unbedingt mal Baggerfahrer sein.
Der Kollege musste nach 1,5h mit Bier und sehr guten Argumenten aus dem Führerhaus des Baggers gelockt werden 😀
Refinanzierung der Baumaßname? Wäre kein Problem gewesen … Stündchen baggern 50€ 😉

Irgendwann waren (leider?) alle Gräben ausgehoben und der Bagger hatte seinen Job erledigt.
(Das hielt den Bauherren jedoch NICHT davon ab den Bagger das restliche Wochenende gelegentlich anzuwerfen um damit ziellos über die Wiese zu fahren oder den Aushubberg der Zufahrt planlos anzubaggern 😀 )
Im nächsten Schritt wurde das Drainagerohr Stück für Stück verlegt. Da das gelbe Rohr vermutlich monatelang in Rollenform in irgend einem Lager steht, nimmt es diese gekrümmte Form gerne wieder ein. Und das immer und immer wieder! Das nervt! Aber so richtig!!! Man muss jedes Stück temporär mit Steinen beschweren, damit die Enden des Rohrs nicht aus dem Graben springen und man (als Träger des anderen Endes) wie von einer wilden Python angefallen wird.
Am Ende lagen die Drainagerohre alle brav in den Gräben und warteten darauf mit Kies bedeckt zu werden. Eigentlich hätten wir hierfür auch gerne den Bagger genommen, allerdings lag der Kies noch in der Zufahrt (also ca. 50 Fahrmeter entfernt). Selbst wenn wir die große Schaufel genommen hätten, hätte das eine gefühlte Ewigkeit gedauert. Unterwegs hätten wir sicher noch einen Teil der Ladung verloren (unebene Wiese). Und dann war da noch das Problem mit dem Aushub. Den hatten wir links oder rechts und teilweise auch links und rechts vom Graben gelagert. Da hätte man sich mit dem Bagger erst einmal einige „Passagen“ graben müssen.
Der Teil wurde dann wieder in Handarbeit und mit der Schubkarre erledigt. Aber auch das geht … einfach jeden Tag (nach der Arbeit) 15 – 20 Schubkarren voll Kies in den Garten karren. Am Wochenende auch gerne mal 2x 15-20 Schubkarren voll. Dann sind die ca. 10 Tonnen Rheinkies in knapp 2 Wochen auch verschwunden. 😛
Am Ende hatten wir noch so viel davon, so dass wir den restlichen Kies zum Auffüllen des Bereichs zwischen Haus und Randsteinen, also dem Spritzschutz, nutzen konnten. Ob das für immer so bleibt, oder ob wir da irgendwann noch Zierkies darauf verteilen wird die Zeit zeigen.

Jetzt muss die Grabenlandschaft wieder eingeebnet werden. Wie macht man das am besten? Da bräuchte man ja … oh … einen Bagger 😉

Nachfolgend noch ein paar Fotos von vom „Tag des Mannes“:

Mistwetter!!!

In den letzten 3 Wochen ist bei uns kaum etwas passiert. Der Grund: das miese Wetter! Irgendwie kommt es uns so vor, als hätte es im September nur geregnet. Jedenfalls waren kaum trockene, geschweige denn sonnige Tage dabei. Und somit konnten wir die Arbeiten an den Außenanlagen nicht angehen.

Dabei wäre es so wichtig, dass es so langsam mal vorwärts geht: der Grünstreifen vorm Haus mit der so genannten „schützenswerten Hecke“ muss angelegt werden. Da stehen die Pflänzchen jetzt schon knapp 2 Wochen in ihren kleinen Töpfchen und warten darauf ein- bzw. ausgepflanzt zu werden. Das ging die ganze Zeit jedoch noch nicht, da der Grünstreifen erst noch von ca. 1m hohen Unkraut befreit werden musste. Da gab es Brombeere (da war sie wieder), Disteln, Brennnesseln und irgendetwas das aussieht wie eine Raps- oder Senfpflanze und wahnsinnig schnell wächst.
Dumm nur, wenn das Wetter so mies ist, dass man im unkrautfreien Bereich bis zu den Knöcheln im Matsch versinkt.
Die Idee, das bei der Lieferung der Weißdornpflanzen beiliegende Stroh als Trittunterlage zu verwenden, fiel unter die Kategorie „nette Idee, aber völlig umsonst“.
Nach jedem Regenschauer standen richtige Pfützen in den von den Schuhen hinterlassenen Erdlöchern.
Da hilft nur eins: warten 🙁

Rindenmulch vor teilweise vom Unkraut befreitem Grünstreifen

Rindenmulch vor teilweise vom Unkraut befreitem Grünstreifen

Ähnlich kompliziert wird es bei der Terrasse. Da liegt das Material (WPC-Dielen, etc.) in der Garage und blockiert einen Stellplatz.
Zuvor müssten wir noch das Schotterbett abrütteln / verdichten. Bevor das gemacht werden kann, müssen wir noch den Spritzschutz mit dem restlichen Kies + Unkrautvlies versehen. Das macht im Regen allerdings auch keinen Spaß. Zumal der Kies vorrangig für den Streifen zwischen „schützenswerter Hecke“ und Garage vorgesehen ist.

Der ITler nennt das Deadlock. Der normale Mensch sagt Zwickmühle dazu. Da kommst Du erst raus, wenn der Admin (ITler) bzw. Wettergott (normale Mensch) eingreift.
Das kommende Wochenende soll ja ganz gut werden. Hoffen wir mal, dass es tatsächlich so kommt…

Halteverbot auf unserer Straßenseite

Wir haben es ja schon mal kurz angeschnitten…seit April ist auf unserer Straßenseite absolutes Halteverbot.
Unser Grundstück liegt direkt gegenüber einer Grundschule. Uns war von Anfang an klar, dass das eben auch heißt, dass man die Schulglocke hört, dass man die Kinder in den Pausen hört und das eben auch zu gewissen Zeiten mehr los ist, wenn Kinder gebracht oder abgeholt werden.
Was uns allerdings nicht klar war…es wimmelt nur so von sogenannten „Helikopter-Eltern“. 🙂
Während wir noch zu Kindergarten und Schule gelaufen sind, scheint es so, als wird hier nahezu jedes Kind von den Eltern mit dem Auto zur Schule gefahren. Ob es im Dorf wohnt oder nicht. Klar, seit es die freie Wahl der Grundschule gibt und man nicht mehr auf bestimmte Einzugsgebiete achten muß, kann man den Schwerpunkt auf andere/individuellere Kriterien legen. Nachteil ist eben, dass man unter Umständen einen längeren Schulweg in Kauf nehmen muß.
Während wir noch mit dem Bus gefahren sind, übernehmen den Fahrdienst heute Eltern und Großeltern. Aber nicht in Fahrgemeinschaften, sondern jeder einzeln für sich allein.
Letztlich wäre uns das egal…wie gesagt uns war klar, dass es eben zu gewissen Stoßzeiten auch ein höheres Verkehrsaufkommen gibt und wir sind einfach auch der Meinung, dass jeder sein Leben so leben soll, wie er mag. Selbiges gilt natürlich auch für die Kindererziehung!
Das Verständnis hört allerdings auf, wenn man uns für dumm verkaufen will oder sich einfach nur unmöglich benimmt.
So ist es z.B. mehrfach vorgekommen, dass wir nicht mehr aus unserer Einfahrt gekommen sind, weil diese als Parkplatz genutzt wurde. Richtig blöd wird es, wenn die Eltern/Großeltern gar nicht mehr im Auto sitzen, sondern irgendwo vor der Schule stehen und quatschen, bzw. in der Schule drin sind. Oder einfach so tun, als würden sie uns nicht sehen/hören.
Anfangs haben wir es mit viel gutem Zureden versucht und haben uns fast noch dafür entschuldigt, dass wir zur Arbeit oder einkaufen (etc.) mußten.
Nachdem wir dann aber von einigen Eltern dumm angemacht worden sind, bin ich jedes Mal im Auto sitzen geblieben und habe wie wild gehupt, bis jemand gekommen ist und das Auto weggefahren hat. Und da war es mir dann auch total egal, dass sich unter Umständen ein ewig langer Rückstau gebildet hatte.
Gerade Mittags war es oft besonders schlimm…die Eltern haben hier beide Straßenseiten komplett zu geparkt. Da aber immer wieder Eltern kommen und fahren und natürlich auch der normale Straßenverkehr noch durch will, war es schlimmer als in einem Ameisenhaufen.
Da stehen Eltern gegenüber der Schule und brüllen ihre Kinder an, dass sie sich beeilen sollen, man müsse ja noch zum Ballett/zur Musikstunde/zum Reiten/zum Fussball und rudern hektisch mit den Armen. Und die Kinder sind so verschreckt, dass sie ohne großartig zu gucken, schnell zu ihren Eltern laufen wollen. Da bringt man sein Kind in so eine Gefahr, nur weil man selbst keinen Meter zu viel laufen will??
Selbst der Polizist, der vor allem am Anfang des Schuljahres mit den 1.Klässlern den „sicheren“ Schulweg übt, hat über so ein Verhalen immer nur den Kopf geschüttelt.
Am Schlimmsten sind aber die Eltern, die sich dann auch noch ungerecht behandelt oder angegriffen fühlen, wenn man sie drauf hinweist, dass sie ja in unserer Einfahrt stehen und man da jetzt gerne raus oder rein möchte.
„Ja wo soll ich denn sonst parken?“, “ Früher war das kein Problem.“, „Ich warte hier auf mein Kind.“ , „Herzchen geh einfach wieder rein und kümmer dich um den Haushalt, das könnt ihr Frauen eh am Besten.“ ist nur eine kleine Auswahl der Kommentare, die man da so zu hören gekriegt hat.

Aber nicht nur wir und die Nachbarn haben uns über solche Eltern geärgert….auch die Lehrer und Mitarbeiter der Ganztagsbetreuung haben sich beschwert, weil sie morgens keinen Parkplatz auf dem Lehrerparkplatz gefunden haben, weil auch hier Eltern geparkt hatten. Teilweise wurden die Lehrer/Mitarbeiter der Ganztagsbetreuung mittags auch einfach zugeparkt, weil man ja nur schnell sein Kind abholen wollte. Auch hier wurde auf mehreren Schulversammlungen mit den Eltern geredet. Es wurde nochmal gesagt, dass es wichtig ist, dass Schulkinder sich im Straßenverkehr zurecht finden und das der Schulweg eine ideale Übungsstrecke wäre, weil wir hier eben auf dem Dorf wohnen und „normalerweise“ kein großer Verkehr vor der Schule ist. Sie sollten einfach etwas weiter weg parken und dann gemeinsam mit den Kindern laufen oder aber die Kinder selbst gehen lassen. Tja aber auch das hat nicht gefruchtet.

Unsere Nachbarn haben uns dann irgendwann erzählt, dass der Direktor der Schule beim Dorfverein war und dort bei einem Treffen angekündigt hat, dass vor der Schule bald Halteverbotsschilder aufgestellt werden, weil das alles zu gefährlich ist.
Und im April war es dann so weit…man kommt von der Arbeit nach Hause und auf einmal stehen da die Schilder. 🙂

Gut es hält immer noch nicht alle Eltern ab dort zu parken…aber der Großteil hält sich wirklich dran und so ist die ganze Situation viel entspannter geworden. Klar Mittags ist immer noch viel los hier, aber man muß sich wenigstens keine allzu großen Gedanken mehr machen, dass eins der Kinder einfach über die Straße rennt und angefahren wird.
Im Juni war Schulfest und es war wirklich viel los…sprich alle regulären Parkmöglichkeiten waren irgendwann auch erschöpft. Da hat dann jemand bei uns geklingelt und gefragt, ob er sich in unsere Einfahrt stellen darf, weil er keinen Parkplatz findet. Noch ist die Einfahrt ja sehr groß, weil unsere Nachbarn(zur Rechten) bald anfangen zu bauen und dann eben auch Baufahrzeuge einfach rein und raus kommen müssen…war also überhaupt kein Problem.
Aber ich glaub das war der erste, der überhaupt gefragt hat, ob das okay wäre. 😀

Post vom Amt für Natur und Umwelt

Anfang Mai haben wir Post vom Kreisumweltamt bekommen.
Leider keine erfreuliche Post, sondern eine Anzeige.
Wir haben erstmal ziemlich dumm aus der Wäsche geschaut, als wir den Brief gelesen haben. Mal abgesehen davon, dass er in so typischem Amtsdeutsch verfasst worden ist (Paragraph xyz, Absatz bla bli blubb und siehe Paragraph abc ….), haben wir auch überhaupt nicht verstanden, warum wir diesen Brief bekommen haben.
Wir sind angezeigt worden, weil wir angeblich 10m der „schützenswerte Hecke“ gerodet haben! Und das ist in der Vogelschutzzeit vom 1. März bis 30. September natürlich streng verboten und wird mit einer Geldbuße von bis zu 30.000 € geahndet! 😯

Da ich (die Bauherrin) wohl genetisch bedingt einfach der emotionalere Part bin, habe ich mir sofort mein Telefon geschnappt und bei der Dame, die die Anzeige verfasst hat, angerufen.
HIMMEL…was für ein Gespräch! Mal abgesehen davon, dass die gute Frau überhaupt nicht wußte, wovon ich spreche, obwohl sie den Brief doch erst einen Tag vorher aufgesetzt und abgeschickt hatte, machte sie auf mich einen generell sehr überforderten Eindruck. Sie konnte anfangs weder mit unserem Namen, noch mit dem „Fall“ an sich etwas anfangen.
Ich habe ihr gesagt, dass wir nicht verstehen, was diese Anzeige soll, immerhin wären wir laut Bebauungsplan dazu verpflichtet eine Weißdornhecke zu pflanzen. Ursprünglich stand hier wohl vor Jahren mal eine Hecke, aber da es sich hier mittlerweile nur noch um Brennesseln und Brombeersträucher handelt, haben wir diese jetzt entfernt, um dann eben Weißdorn neu anzupflanzen.
Bebauungsplan?? Was für ein Bebauungsplan?? 😡 Ich dachte, ich höre nicht richtig! Sollte man sich nicht vorab einfach mal genauer informieren, bevor man Anzeigen verschickt???
Da sie aber wohl am Telefon nicht mehr dazu sagen konnte oder wollte, hat sie dann nur gesagt, wir hätten ja das Recht uns zu äußern und dann würde der Fall geprüft.
Ja das steht auch in dem Brief…so ähnlich zumindest.
Ungefähr so muss die Hecke vor Jahren ausgesehen haben, bevor die Grundstücke zum Verkauf standen:

(c) Google Maps

(c) Google Maps

Der Bauherr hat sich dann hingesetzt und einen 4 seitenlangen Brief mit Fotos verfasst. Glücklicherweise hatten wir ja im April 2013 jede Menge Fotos gemacht, als hier die Kanalarbeiten (ebenfalls in der Vogelschutz-Periode) begonnen haben und sowohl Hecke, als auch Straße schwer beschädigt wurden. Diese Bilder haben wir damals an die Stadt geschickt, damit hinterher niemand sagen kann, wir hätten da irgendwas zerstört. Damals haben wir mehr an die Straße gedacht und nicht an die Hecke! Glücklicherweise haben wir aber sogar noch die Eingangsbestätigung vom Amt.
Damals sahen Straße und „schützenswerte Hecke“ so aus:


Da in diesem Frühjahr auf unserer Straßenseite Halteverbotsschilder aufgestellt worden sind (dazu vielleicht später auch nochmal mehr) und ich so begeistert war, habe ich diese sofort fotografiert und dem Bauherren geschickt. Auf diesen Fotos kann man sehr gut erkennen, in welchem Zustand die „Hecke“ war. Gräser, Disteln, Brennesseln und einige vertrocknete Brombeersträuche. So konnten wir ziemlich detailiert aufzeigen, dass es zumindest auf unserem Teil keine schützenswerte Hecke gibt/gab und wir auch keine Behausungen für brütende Vögel zerstört haben.
Angeblich gerodete Hecke
Am nächsten Tag haben wir den Brief sofort beim Umweltamt eingeschmissen…man will  ja schließlich keine Frist versäumen. 🙂
Anfang der Woche haben wir dann nochmal bei der Dame angerufen, weil wir wissen wollten, ob sie den Brief bekommen hat und evtl. noch weitere Unterlagen braucht. Tja…die Dame war nur leider nicht zu erreichen. Die war nämlich im Urlaub! Ähm ja und wieso hatte sie davon am Freitag nichts am Telefon gesagt, bzw. wieso setzt sie uns eine Frist von einer Woche, wenn sie selbst 2 Wochen im Urlaub ist??? Schlimmer fand ich allerdings, dass es zwar eine Vertretung gab, die aber in einer ganz anderen Abteilung tätig war und somit auch nicht wusste, worum es ging, bzw. auch gar nicht wusste, wie das jetzt weiter geht. Sie hat uns dann vertröstet und meinte, sobald der Brief da wäre, würde sie sich alles mal durchlesen und sich dann mal melden. Das hatte sie wohl in dem Moment vergessen, als sie den Hörer aufgelegt hat. 😉

Während wir auf Antwort vom Amt gewartet haben, hat das ganze Thema natürlich auch hier die Runde gemacht. Viele haben gesagt, dass wir sie gerne als Zeugen benennen dürfen, dass hier die letzten drei-vier Jahre keine Hecke gestanden hat, sondern nur Unkraut gewuchert ist und man doch froh sein sollte, wenn wir jetzt endlich eine richtige Hecke pflanzen, die dann auch wirklich verschiedenen Vögeln und Tieren Schutz bieten kann.
Dieser Rückhalt war vor allem für mich eine große Erleichterung. Die Anzeige selber, war laut Amt nämlich anonym! Klar, ob das wirklich so ist oder der „Anzeigenden“ nur geschützt werden sollten, das weiß man nie. Aber ich habe mich wirklich gefragt, wer uns da einen auswischen wollte.
Wir kommen beide selber aus kleinen Dörfern, kennen das Landleben also. Aber bevor man da zum Amt gerannt ist, hat man erstmal miteinander gesprochen. Hat die Leute versucht auf ihre Fehler aufmerksam zu machen, bzw. hat auch erstmal nachgefragt, ob das alles so richtig ist. Der Gang zum Amt wäre immer erst der aller letzte Schritt gewesen, wenn die Fronten total verhärtet gewesen wären.
Allerdings wissen wir auch, dass es hier im Dorf Menschen gibt, die das neue Baugebiet nicht so gerne gesehen haben. Aber ist sowas gleich ein Grund für so viel Ärger??
Oder hat irgendein städtischer Mitarbeiter gesehen, dass da was gemacht wurde, dann mal beim Amt nachgefragt und die haben sich dann einfach der Bilder von google maps bedient und darauf hin diese Anzeige geschrieben. Blöd nur, wenn diese Bilder von 2007 sind!

Wie auch immer es zu dieser Anzeige gekommen ist…Dank unseres ausführlichen, mit Fotos übersätem Brief, konnten wir beweisen, dass wir keine Hecke zerstört haben, sondern nur die Fläche vor unserem Haus von Unkraut befreit haben, um jetzt dann alles zeitnah zu bepflanzen…wie im Bebauungsplan gefordert. Anzeige fallen gelassen. 🙂

Verfahren eingestellt

So ungefähr sah es bis vor 2 Wochen aus:Unkraut weg!Wir haben nicht nur die „immense“ Menge an Brombeeren (siehe Markierung) entfernt und klein geschnitten, sondern auch ca. 20m an Stacheldraht, die selbe Menge an Weidezaundraht, eine Tonne voll Müll (Flaschen, Becher, Dosen, etc.), diverse alte Holzzaunpfosten und eine Bordsteinkante heraus geholt. Der „Hügel“ soll jetzt zum Haus bzw. zur Zufahrt hin mit L-Steinen gestützt werden. Danach wollen wir, wie im Bebauungsplan vorgegeben und ähnlich wie es unsere Nachbarn schon getan haben, neu mit Weißdorn bepflanzen.

In der Zeit zwischen Anzeige und „Erlösung“ haben wir natürlich erst einmal nicht weiter gemacht…. ob das für die Natur zum Vorteil lassen wir an dieser Stelle einfach unbeantwortet…

Eigene Zufahrt: ja / nein / vielleicht

Vor langer, langer Zeit, als wir noch zur Miete wohnten und weder Haus noch Schulden hatten, saßen wir bei der Stadt und diskutierten über die Zufahrt zu unserem Grundstück, Leitungs- und Wegerechte.
Damals sollten wir eine gemeinsame Zufahrt mit unserem südlichen Nachbarn bekommen. Auf jedem Grund sollte ein 2m breiter Weg liegen. Beide Nachbarn tragen sich gegenseitig und notariell beurkundet Leitungs- und Wegerechte ein, man einigt sich auf die gleiche oder zumindest passende Oberflächenwahl des geteilten Wegs, etc.

Alles eigentlich kein Ding, mit der Ausnahme, dass es unseren zukünftigen, südlichen Nachbarn zu dem Zeitpunkt noch gar nicht gab.
Dafür war aber klar, dass der nächste Bauherr, also der Nachbar von unserem südlichen Nachbar eine eigene, 3m breite Zufahrt bekommen sollte.

Ach ja: warum überhaupt das ganze Gezappel mit der eigenen Zufahrt? Ganz einfach: „vor“ unserem Haus befand sich vor ca. 6 Jahren eine große, offenbar geliebte Weißdornhecke. Diese wurde im Zuge der Vermarktung der Grundstücke jedoch „auf Stock“ zurück geschnitten, wobei die ausführende Firma unter „Stock“ wohl die Wurzel meinte. Zum Zeitpunkt des Kaufs bestand diese „schützenswerte Hecke“ aus 20% Holundersträuchern, 50% wilder Brombeere und je 15% Brennnessel und 15% Disteln. Weißdorn suchten wir vergebens! Das hat mit der ursprünglichen Hecke nicht mehr viel zu tun, aber … in den offiziellen Plänen ist das noch so verzeichnet und deshalb ist das per Definition eine schützenswerte Hecke. Punkt.
Und deshalb darf die auch nur minimalinvasiv durchbrochen werden.

Wir waren in der Zeit, als wir eigentlich den Bauantrag stellen wollten, mehrere Male unterwegs und hatten versucht eine Änderung zu bewirken. Es müsste doch möglich sein, dass jeder Nachbar eine 3m Zufahrt bekäme. Die 2m (in Summe) reißen es doch nicht raus. Am Ende wollten wir das Problem sogar an den nächsten Nachbarn weiter reichen und hatten vorgeschlagen, dass man die 4m breite, geteilte Zufahrt auf die Nachbarn schiebt und uns die 3m gibt. Ja von wegen… böse Bauherren (*schäm*)

Im letzten Spätsommer trafen wir einige potentielle Nachbarn am Grundstück an, mit denen wir uns auch nett unterhielten. Ein sehr interessiertes Pärchen sprach davon, dass man sich für beide Grundstücke interessieren würde und dass man ggf. schon einen Käufer für das andere Grundstück hätte (Details lassen wir jetzt einfach mal weg). Jedenfalls wäre man sehr daran interessiert, wenn man die Zufahrt beider Grundstücke zusammenlegen könnte. Bedeutet im Umkehrschluss: wir bekämen eine eigene Zufahrt in 3m Breite.
Damals haben wir diese Aussage noch belächelt…

Mehr als ein halbes Jahr später, wir beschäftigen uns so langsam doch mal mit der Außenanlage, stellt sich natürlich die Frage: was ist denn nun mit Zufahrt? Eins ist klar: pflastern wir jetzt unseren Teil der Zufahrt und den Bereich am Haus, dann steht spätestens 2 Wochen später der 40-Tonner von Nachbars Baufirma in unserer „gemeinsamen“ Zufahrt, so dass wir das in 6 Monaten neu machen dürfen.
Leider gibt es halt auch diese verflixten Abhängigkeiten: um die „Renaturierung“ / „Aufforstung“ der schützenswerten Hecke vor unserem Haus brauchen wir uns nicht kümmern, so lange wir nicht wissen wie weit die Hecke am Ende gehen soll. Da geht es nicht nur um eine Fläche der Dimension 5x18m, sondern auch um einen kleinen Hügel mit ca. 1m Höhendifferenz zur Straße / Garageneinfahrt. Da gräbt man nicht mal eben 1m Breite per Hand ab, falls man 1m mehr Zufahrt „bekommt“.

Also … kurz bei der Stadt nachgefragt und … tataaaaaaaa… „Sie bekommen eine eigene Zufahrt!“

Nicht, dass wir uns da nicht darüber freuen, aber … das steht doch garantiert nicht erst seit dem Tag unserer Anfrage fest. Hätte man uns da nicht mal informieren können? Dann hätten wir das Thema Hecke + Garten schon im Herbst / Winter angehen können.

Muss man das verstehen???

Gartenplanung

Momentan beschäftigen wir uns mit dem Thema „Garten“. Wahrscheinlich werden wir dieses Jahr nicht mehr wirklich viel anpflanzen können und unsere Priorität liegt auch erstmal darauf, dass wir unseren riiiiiiesen Erdhügel wegbekommen, der stört nämlich die schöne Aussicht zum Bach hin :). Aber wir müssen ja schon mal die nächste Gartensaison in Angriff nehmen und vieles muss man ja durchaus auch schon im Herbst anpflanzen, damit es im nächsten Jahr blüht.
Wir haben sehr lehmigen Boden und die Aussagen dazu gingen von „Oh, da könnt ihr ja gar nicht wirklich was anpflanzen“ bis „Och da muss man einfach nur ein bißchen Mutterboden unterziehen und dann wächst da eigentlich alles“. Tja da wir beide jetzt nicht so wirklich mit dem grünen Daumen gesegnet sind, sind solche Aussagen eher verwirrend für uns.
Bisher wissen wir nur, dass wir die eine Seite zu unseren rechten Nachbarn mit Pflanzsteinen abstützen wollen, bzw. müssen, weil die etwas höher liegen. Rundrum wollen wir einen Maschendrahtzaun oder einen Doppelstabmattenzaun, das kommt aber eher auf den Preis an…immerhin müssen ca. 82 Meter Zaun her. Wir wollen sowohl Obstbäume und Obst, als auch Hochbeete mit Gemüse. Blumen dürfen natürlich auch nicht fehlen…am Besten natürlich auch solche, die auch als Insektenfutterplätze dienen! Ein Schmetterlingsflieder ist also u.A. ein absolutes MUSS! 🙂
Ansonsten sind wir noch sehr flexibel und darum seid ihr jetzt gefragt…wir brauchen eure Gartenerfahrungen und Empfehlungen, praktische Tipps zur Gartengestaltung und zu den Pflanzen!
Die Bauherrin (also ich ;)) hat sich z.B. total in eine violette Stockrose verliebt, die sie auf einem Foto gesehen hat…leider habe ich sie bisher weder online noch in diversen Gärtnereien entdecken können. Wer also zufällig weiß, wo ich so eine Stockrose herbekomme, darf sich gerne melden.

Der Countdown läuft…

Unglaublich, aber wahr … in weniger als 12 Stunden geht es los!!! 🙂
Dann rücken die WeberHaus Monteure mit „unserem“ Haus an und es wird gestellt!
Wäre nicht die Aktion mit der halbseitigen Straßensperre, dann hätten wir das vermutlich noch gar nicht realisiert. Ursprünglich war zwischen „Bodenplatte fertig“ und „Haus kommt“ so viel Zeit, dass wir uns irgendwie schon „daran gewöhnt“ hatten.
Aus diesem Zustand wurden wir vergangenen Mittwoch unsanft geholt als uns das Schreiben der Stadt vom Architekten in Kopie zugestellt wurde.
Inhalt: die Absperrvorschrift(en) zur halbseitigen Sperre der Straße ab Montag, 6 Uhr. 😯
Nachdem der normale Bauherr tagsüber für gewöhnlich noch einer anderen Beschäftigung nachgeht, konnten wir uns erst am Abend darum kümmern. Und ja, es scheint tatsächlich Firmen zu geben, die vom Verleih von Baustellenschildern und -Zubehör leben. Nachdem wir den Mark kurz sondiert hatten, haben wir per E-Mail-Kontakt ein Angebot eingefordert. Da es anscheinend nicht ganz normal zu sein scheint, dass sich Bauherren selbst darum kümmern und wir zum ersten Mal in einer solchen Situation waren, musste mehrfach telefoniert bzw. gemailt werden bis final klar war was Sache ist.
Am Ende hatten wir dann ein Angebot mit einer Mietdauer über 5 Tage! An dieser Stelle „rächt“ es sich dann doch ein wenig, dass wir schon Montagmorgen dran sind, denn so brauchen wir die Schilder schon am Freitag und können diese erst am Dienstag zurückgeben. Das summiert sich dann natürlich zu einem nicht unerheblichen Betrag 😐

Am Freitag war es dann soweit – wir wollten Schilder, Barken & Co. aus dem knapp 15 km entfernten Dortmund abholen. Dort wurden wir schon milde belächelt als wir auf den Hof fuhren und die netten Mitarbeiter vor Ort machten uns sofort klar, dass es schier unmöglich ist Absperrgitter in der Größenordnung 2,00m x 1,20m und Schilder mit 2,20m Stangenhöhe zusammen mit den jeweils 35kg schweren Grundplatten in einen Kombi zu bekommen. Also – rein ins Büro und freundlich nachgefragt ob eine Änderung der Bestellung möglich wäre.
Gedanken das Bauherren: statt 5 Tage Miete inkl. Transport mit dem eigenen Auto könnte man die Schilder ja auch am Montag um 5:30 Uhr aufstellen lassen und um 20 Uhr wieder abholen lassen. Macht einen Tag Miete + Transport + Arbeitszeit. Dürfte ja nicht wesentlich teurer sein.
Realität: die Firma arbeitet von 7 Uhr bis 16 oder 17 Uhr; d.h. da wird die Miete, der Transport, das Fahrzeug, die Entfernung und die Arbeitszeit + Zuschläge für Zeiten außerhalb der normalen Arbeitszeit fällig. Oder in Zahlen:
Der Bauherr denkt an einen Betrag im Bereich von 300 oder 350 €
In der Realität reden wir über einen Betrag im Bereich von 700 – 800 €
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Wir haben die Sachen dann doch im eigenen KFZ transportiert und sind mehrfach gefahren.
Merke: das nächste Mal für 2-3 Stunden einen Transporter leihen. Dann geht das in Nullkommanix und kostet weniger Nerven! Darum werden wir das für den Rücktransport der ganzen Sachen auch einfach mal beherzigen 🙂

Bis Montag haben wir jetzt eine fachmännisch „abgesperrte“ Terrasse mit lustigen, dauerhaft leuchtenden, gelben Baustellenlichtern. Wer’s braucht 😉

Nur die 35kg schweren Platten, in die Barken, Schilder und Co. gesteckt werden, haben wir schon am Freitag am Grundstück „abgeladen“. Als wir vor Ort eintrafen stand dort schon ein riesiger LKW. Mit der Aussicht die 35kg schweren Platten jetzt locker 15m weiter schleppen zu dürfen, wollte der noch angesäuerte Bauherr den LKW-Fahrer fragen was er eigentlich vor hat. Aber dann „blitzten“ schon die Ziegel durch …
aaaaaaaah… die kommen mir doch bekannt vor!
Die Ziegel sind also schon da!

Die fachmännische Absperrung werden wir Montag Früh mit größtmöglicher Sorgfalt vornehmen. Das sind wir dem Ersteller der Skizze zur Absicherung schuldig. 😀

Einerseits freuen wie uns, dass es nach mehr als 13 Monaten soweit ist und unser Haus „kommt“, andererseits sind wir bezüglich des aktuell vorherrschenden „Spätsommers“ etwas besorgt . Ändern können wir es eh nicht, aber solche Regengüsse wie wir sie in den letzten Tagen hatten brauchen wir nicht!
Also: Daumen drücken!!!!

Abschließend noch ein paar Eindrücke vom Grundstück … lange wird es dort nicht mehr so aussehen 🙂
Ob wir morgen Zeit, Kraft und Nerven haben um uns zu melden wissen wir noch nicht, aber wir halten Euch kurzfristig auf dem Laufenden!

 

Die Handwerkermentalität und wir

Es gibt wenige Dinge beim Thema Hausbau von denen wir vorher wußten, die uns dann aber doch überrascht haben.
Die Mentalität mancher Handwerker ist nicht ganz kompatibel mit unserer Auffassung.
Vielleicht sind wir was das dieses Thema angeht zu sensibel, aber wir waren schon etwas überrascht als wir im Sommer an unserem Grundstück vorbeigeschaut hatten und Besuch antrafen:Besuch auf unserem Grundstück

Zuerst dachten wir, dass es sich um Arbeiten / Messungen / Kontrollen an unserem Grundstück handelt, aber das war nicht der Fall.
Relativ schnell war klar, dass es die Handwerker der benachbarten Baustellen waren.
Bringt einen ja nicht um … „was soll’s“ dachten wir uns… 🙂
Zumal es die Handwerker, die uns auch wahrgenommen hatten, überhaupt nicht interessierte, das wir da waren…

Als wir Tage später wieder am Grundstück vorbei kamen fielen uns merkwürdige Spuren in der Einfahrt auf:

Da war wohl wieder jemand der Meinung, dass es besser wäre das Nachbargrundstück als Parkplatz zu verwenden. Und wenn da schon eine Bodenplatte für die Garage ist, dann kann man die natürlich auch gleich mitbenutzen! Da war es uns doch glatt peinlich, dass wir noch keine Garage auf der Bodenplatte hatten. Dann hätte man die glatt gleich noch mitbenutzen können 😉

Ne, Spaß beiseite – wir waren schon etwas verwirrt wie … sagen wir mal … praktisch denkend manche Handwerker sind.
Und dabei geht es noch nicht mal um „die Anderen“, sondern auch um die eigenen Handwerker. Da werden Material, Bauwagen und Co. auf dem noch zu verkaufenden Nachbargrundstück „zwischengelagert“.

Da stellt sich die Frage: was passiert wenn z.B. der Bautrupp des Nachbargrundstücks anrückt und plötzlich dumm aus der Wäsche schaut? Offenbar passiert soetwas zu selten, sonst kämen doch niemand auf die Idee das Risiko einzugehen. Oder doch?

Grenzsteine…und weiter gehts

Manchmal fragt man sich wirklich, was noch alles kommt….
Anfang der Woche haben wir Post von der Versicherung bekommen….von der Versicherung des Landschaftsbauers, der unsere Grenzsteine umgemäht hat! Viel Blabla, aber im Endeffekt hieß es: Leider können wir den Schaden nicht übernehmen!!8O
Wir haben ein bißchen blöd aus der Wäsche geguckt, weil uns nicht verständlich war, wieso man eine Versicherung hat, die dann so einen Schaden nicht übernimmt.
Also haben wir erstmal direkt bei der Versicherung angerufen und nachgefragt, wie sowas denn sein kann??
Nur nochmal zur Erinnerung: wir haben niemanden beauftragt bei uns zu mähen und durch die Bodenplatte und den Erdhaufen, sieht man eigentlich recht deutlich, dass dort ein Baugrundstück ist. Trotzdem wurde bei uns auf dem Grundstück gemäht und beim Mähen wurden die Grenzsteine/-pfosten umgemäht.
Am Telefon hat man uns erstmal vertröstet…ja reichen sie beizeiten mal Fotos ein und dann sehen wir mal weiter. Man hatte irgendwie nicht das Gefühl, dass da wirkliches Interesse hinter stand. Aber glücklicherweise gibt es ja noch andere Möglichkeiten und manchmal muß man einfach auch den „öffentlichen“ Weg gehen, was wir dann letzlich auch getan haben. Gut, dass Versicherungen heutzutage auch im Internet vertreten sind und man dort in den meisten Fällen auch mal seine Meinung hinterlassen kann.
Prompt hat sich eine sehr nette Dame gemeldet und uns gebeten doch mal den Fall zu schildern und gegebenenfalls auch Fotos zu schicken. Kein Problem…wir haben ihr den selben Brief geschickt, den wir vor einigen Wochen schon dem Landschaftsbauer geschickt haben mit samt den Fotos und der genauen Erklärung. Schon ein paar Stunden später kam die Rückmeldung, dass unser Schaden selbstverständlich übernommen wird, weil der Fall ja absolut klar wäre. Schriftlich haben wir das Ganze sogar auch nochmal bekommen!
Wichtig für uns: Wir können unserem Vermesser sagen, dass er alles wieder neu herstellen kann.
Interessant ist auch, dass der Chef der Landschaftsbau-Firma bei unserem 1. Gespräch meinte, dass sie ja auch Vermessungen machen und das sie die Wiederherstellung dann selber übernehmen würden, dann kam aber die Absage der Versicherung. Wir haben in der Zwischenzeit mit unserem Vermesser Rücksprache gehalten und der hat uns mitgeteilt, dass das nur ein öffentlich anerkannter Vermesser machen darf, weil es da um ein Baugrundstück geht, und dass es wohl richtig hohe Strafen kostet, wenn das jemand Anderes macht. Letzteres wußten wir zwar, aber wir dachten ja, der Landschaftsbauer hat auch einen offiziellen Vermesser…falsch gedacht!
Hauptsache jetzt ist alles geklärt…ist halt nur immer sehr nervig, wenn man alles selbst organisieren muß.

Grenzsteine

Wir haben ja schon berichtet, dass unsere Grenzsteine am unteren Grundstücksrand einer Grasmähaktion zum Opfer gefallen ist.
Telefonisch haben wir bei der Firma niemanden erreicht, aber wir haben sie jetzt schriftlich kontaktiert und ihnen mittgeteilt, was passiert ist und sie aufgefordert diese wieder herzustellen. Relativ zügig hat sich ein Mitarbeiter der Firma gemeldet und wollte erstmal wissen, was genau passiert ist. Dann hat er versprochen, dass er sich um alles kümmert. Heute hat dann der Chef der Firma angerufen und uns mitgeteilt, dass alles an die Versicherung weitergereicht wurde und er alles wieder in Stand setzen läßt.
Wir werden in den nächsten Tagen unserem Vermesser nochmal eine Nachricht zukommen lassen, damit der Bescheid weiß, falls sich jemand bei ihm meldet.
Gestern waren wir dann nochmal am Grundstück und waren ganz überrascht, dass dort überall Schafe stehen 8O.
Gut die waren auch letztes Jahr da, aber wieso stehen die auch bei uns auf dem Grundstück?? Letztlich stört es uns nicht wirklich, aber wir fragen uns schon, wieso die Leute nicht mal fragen, ob das für uns in Ordnung ist. Wir werden jetzt mal abwarten, wie lange die Tiere da bleiben und wie sich das alles entwickelt.