32,8 !?!?!

Wie schon im vorherigen Artikel erwähnt erreichte uns vergangene Woche Post aus der Nähe von Rheinau-Linx. Der Inhalt bestand hauptsächlich aus vielen Rechnungen, Zahlen und Beschreibungen. Für den Laien ziemlich verwirrend.

Aber dann … auf einer der letzten Seiten fanden wir sie: die Zahl 32.8, die uns glücklich macht 😉
Energieausweis mit 32,8

Da ist er: unser Energieausweis! Was uns die 12,7 kWh/(m²*a) sagen sollen ist uns noch nicht ganz klar. Aber… wir wissen sehr wohl was die 32,8 sagen soll:
Wir haben unser Ziel, ein KFW-40 Haus zu bauen nicht nur erreicht, sondern sogar ein gutes Stück „unterschritten“.
Zugegeben, das ist bislang „nur“ die KFW-Berechnung. Was am Ende tatsächlich raus kommt hängt hauptsächlich noch vom Blower-door-test ab. Und auch wenn uns das nicht gefällt … um den zu machen fehlt uns eine Kleinigkeit: das Haus 😉
Das existiert bislang nur auf dem Papier, aber jetzt können wir schon mal die Fördermittel vom Land NRW beantragen.

Und dann hoffen wir stark, dass es mit unserem Projekt schnell weiter geht und wir bald mehr vom Haus sehen. Aber gute Nachrichten wie diese dürfen ruhig öfter kommen 🙂

Für alle, die sich fragen wie man auf einen Wert von 32,8 kommt und somit irgendwo zwischen KFW40 und Passivhaus landet: wir bauen ein Generation 5.0 Haus von WeberHaus. Die restlichen W-Fragen klären wir demnächst 🙂

Unser Grundstück – Teil 2

Darüber, dass unsere Erde nur begrenzt Platz bietet und somit Grundstücke ein begrenztes Gut sind, waren wir uns im Klaren. Aber dass die Grundstückspreise in den vergangenen 20 bis 30 Jahren so explodiert sind – damit hätten wir nicht gerechnet. Und analog zu den Grundstückspreisen sind anscheinend auch die Erschließungskosten gestiegen.
Wir versuchen es mit Humor zu nehmen und reden uns ein, dass sich unser Einkommen im Vergleich zu vor 20-30 Jahren auch gebessert hat. Gut, damals war’s Taschengeld von den Eltern (@Mama: DANKE 🙂 ) und heute kommt das Geld vom Arbeitgeber…

Wahrscheinlich hat es der geübte Leser auch schon erkannt: Nein, wir haben uns vom Kosten-Schock nicht vergraulen lassen und haben uns nach kurzer Schockstarre weiter mit dem Thema beschäftigt.
Dass man hier in der Region keine Stadtvillen (d.h. 2 Vollgeschosse ohne Schrägen + Walmdach) bauen kann, scheint Fakt zu sein. Im Prinzip geht das schon, aber dann muss man das auch in der Stadt tun (aha… daher der Name STADT-Villa 😉 ) oder man schnappt sich eines der rar gesähten Grundstücke und lebt mit der Tatsache, dass die Grundstücke recht klein sind. Da gibt’s dann eine Terrasse aber mehr scheint nicht drin zu sein.

Nach kurzer Rücksprache mit unserem Bauträger wurden wir auf eine andere Modellreihe hingewiesen. Auch 2 Vollgeschosse, aber eine recht flexible und Bebauungsplan-konforme Traufhöhe. Und je mehr wir uns mit der Modellreihe beschäftigten, desto mehr haben wir ins Haus verliebt. Aber mehr wird dazu noch nicht verraten. Heute soll es ja um das Grundstück gehen…

Neue Faktenlage: das Haus entspräche den Vorschriften des Bebauungsplans. Jetzt stört eigentlich nur noch der Preis der Grundstücks. Dieser scheint jedoch nicht völlig utopisch zu sein. Zumindest durften wir das erfahren als wir uns mit Bodenrichtwerten und alternativen Grundstücken beschäftigt hatten. Da waren auch auf den ersten Blick bezahlbare Grundstücke dabei, aber die hatten dann alle mindestens ein k.o.-Kriterium. Wer möchte oberhalb einer großen Montagehalle wohnen, von der man die obersten 3-4m sieht und in der ein Lastkran hin und her fährt?
Okay, es war nicht alles schlecht, aber andere Grundstücke ließen sich nicht mit unserem Hausbaukonzept (das wir in naher Zukunft vorstellen werden), nicht in Einklang bringen.

Und obwohl das Grundstück nach Preisliste mindestens 15% über unserem Limit lag, haben wir uns dabei erwischt wie wir mehrfach absichtlich daran vorbeigefahren sind und wehmütig rüber gesehen haben.
Auch wenn es aussichtslos schien, wir wollten trotzdem mit dem Verkäufer der Grundstücke sprechen.

Letztendlich ging es aber nicht nur darum was wir wollen, sondern auch was wir brauchen! Und das ist ganz einfach: das Haus wird knapp über 11m „breit“; d.h. bei normaler Bebauung nach B-Plan kommen links und rechts noch einmal je 3m drauf. D.h. absolute Mindestbreit: 17,5m – besser 18m.
Die „Tiefe“ des Grundstücks ist fix. Da lässt sich nix dran ändern…

Und so ging es dann rein ins das Gespräch mit dem Grundstücksverkäufer. Dessen Urlaub stand kurz bevor und … ja … vielleicht kam einfach alles zusammen. Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass wir super-günstig an unser Grundstück gekommen sind. Es war immer noch mehr als wir uns je vorstellen konnten. Zumindest bevor wir uns mit dem Thema „Hausbau“ bzw.Grundstückskauf beschäftigt hatten.
(Na, wer erkennt sich bzw. seine Gedanken wieder? Bitte einen Kommentar hinterlassen 🙂 )
Aber: Preis-/Leistung passt!

Und deshalb können wir freudig verkünden: Unna Billmerich – wir koooooooommen 🙂

Hier liegt unser Grundstück:
Grundstück auf B-Plan

Wie schon angedeutet ist es 18m breit. Und das bei einer Länge zwischen 46 und 47m. Die unterschiedliche Länge stammt von einem kleinen Bach, der am unteren Ende des Grundstücks verläuft. Zwischen der Straße, die am oberen Ende verläuft und dem „Haus“ wird, bereits auf unserem Grundstück, ein Erdwall erstellt und bepflanzt, der uns vom auf der anderen Straßenseite liegenden Schulgebäude etwas abschottet.  Zu unserer Linken (aus Sicht der Straße) wird unser noch unbekannter Nachbar sein Häuschen bauen. Danach kommt ein Bach und dann schon der Kindergarten. Auf der anderen Seite werden noch 2 oder 3 Grundstücke verkauft. Je nachdem wie solvent die möglichen Käufer sind.
Aber wieso viel schreiben? Bilder mehr sagen als Worte:

Der smarte Leser hat sicherlich schon erkannt, dass die wechselnden Bilder der Kopfleiste ebenfalls Grundstücksbilder sind 🙂

Puh, ich hoffe ich konnte unser Grundstück ausreichend beschreiben und Eure Fragen beantworten. Falls nicht, dann zögert bitte nicht und fragt nach!

Ach ja … kommen wir noch zur Zahl des Tages! Die kam heute per Post! Die Zahl des Tages wird Euch weder beim Lotto noch beim Bingo helfen, aber uns hat sie sehr glücklich gemacht! Die Zahl des Tages lautet: 32,8!
Was es damit auf sich hat, erkläre ich in Kürze! Also bleibt uns treu!

Update: heute traf das Ergebnis vom Vermesser ein. Die Teilabtrennung von der Gesamtfläche stand noch aus. Und dabei wurde gleich die exakte Größe vermessen. Und dabei wurde festgestellt, dass unser Grundstück 1m² größer ist.
Es sind also nicht 837m² wie zunächst geschrieben, sondern 838m² 🙂

Unser Grundstück – Teil 1

Grundsätzlich gibt es (mindestens) 2 Varianten der Grundstückssuche. Entweder man plant sein Haus und sucht sich dann das „passende“ Grundstück oder man kauft erst das Grundstück und lässt dann ein passendes Haus darauf errichten. Beides hat seine Daseinsberechtigung.
Bei uns lief es natürlich etwas anders 😉 .

Wir hatten recht schnell eine Bauvariante gefunden: Typ Stadtville; d.h. 2 Vollgeschosse, Walmdach, vielleicht ein kleiner Balkon im OG, viele Fenster, etc.
Passend dazu gibt es ein schönes Neubaugebiet nur wenige km von meinem (=Jochen) Arbeitsplatz entfernt. Zack zack, alles perfekt!
Denkste! Uns hat, grob gesprochen, ein Fakt einen Strich durch die Rechnung gemacht, auf den wir immer und immer wieder „sanft“ hingewiesen werden: wir leben in Deutschland! Und im Vergleich zu anderen Ländern (z.B. USA – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten) haben wir in Deutschland das Land der unendlichen Bürokratie! Jedem Häuslebauer wird hier mindestens ein Lächeln über das Gesicht huschen…

Um es abzukürzen: der Bebauungsplan an dieser Stelle sah vor, dass maximal 1 Vollgeschoss gebaut werden darf. Die Traufhöhe ist, aus unserer Sicht, viel zu niedrig angesetzt. Vorsichtig ausgedrückt: Stadtvilla und dieser Ort sind nicht unter einen Hut zu kriegen.
Nach näherer Betrachtung haben wir ebenfalls beschlossen, dass wir uns trotz der freundlichen Erlaubniss recht viele Dachgauben im OG zu platzieren,  nicht vorstellen können in einem Haus mit derart vielen Dachschrägen zu wohnen.

Wie es der Zufall wollte hat Tini in der Zwischenzeit erfahren, dass in einem sehr nahe gelegenen Baugebiet, das ursprünglich nur aus Erbau-Grundstücke bestand, mittlerweile ebenfalls Kaufgrundstücke im Angebot hat. An den Babauungsplan für diese Grundstücke zu kommen war … sagen wir mal … mühsam.
Als wir den B-Plan hatten brach bei uns schon große Freude aus, da im Bereich der Kaufgrundstücke 2 Vollgeschosse erlaubt waren. Stadtvilla wir kommen!
Und die Preise … hach … sehr günstig. Dachten wir…

Bei näherer Betrachtung fiel uns die Traufhöhe ins Auge: 4,50m … Ups! *grübel*
2 Etagen mit ca. 3m … das könnte knapp werden. 🙁
Beim Gespräch mit unserem Bauträger wurde uns recht schnell klar gemacht, dass wir entweder die Variable Haus oder Grundstück ändern müssen, um bauen zu können.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch die Hoffnung das Haus ggf. etwas „eingraben“ zu können 😉

Tja … was macht man nun … eigentlich hatte man sich schon in eine Bauvariante verkuckt und dann findet man auch noch ein Grundstück, das man auf Anhieb ins Herz geschlossen hat. Aber Beides passt nicht … anders bauen oder woanders bauen?
Da uns die Entscheidung nicht leicht fiel, haben wir vorerst weiter geplant und vorsichtig bei der Stadt angefragt, ob es möglich wäre eine Ausnahme zu machen. Aber da kam wieder der Punkt „wie leben in Deutschland“ ins Spiel. No way …
Und dann stellte sich heraus, dass in der Preisliste der Kaufgrundstücke nicht der Grundstückspreis stand, sondern einzig und allein der Anteil der Erschließungskosten!!! Und deren Anteil am Gesamtpreis liegt bei ca. 1/3 des Gesamtpreises!  Bumm!
Tja… und dann sitzt Du da und fragst Dich, ob die Idee „wir bauen ein Haus“ überhaupt noch zur Debatte steht. Da verliert man auch mal ganz schnell die Lust 🙁

Zum Glück ist uns die Lust nicht vergangen. Wir haben lange vor unserer Kalkulation gesessen und viele Gespräche mit unserem Bauträger geführt. Am Ende haben wir eine Lösung gefunden. Diese Lösung ist dabei noch nicht mal ein Kompromiss, sondern eigentlich besser als das, was wir ursprünglich vor hatten.

Und die Lösung… kommt nicht nach der nächsten Maus, sondern im 2. Teil der Grundstückvorstellung 🙂

Und den gibt’s hier!

Trari-traraaaa, die Post ist da!

Puh, als Häuslebauer muss man wohl ziemlich geduldig sein. Und daran mangelt es uns aktuell noch. Tini sprintet quasi jeden Tag zum Briefkasten und freut sich darauf, endlich die Vetragsunterlagen /-Bestätigung unseres Bauträgers in den Händen zu halten (mehr dazu in Kürze).
Bei mir, dem Berufspessimisten sieht’s ein wenig anders aus. Ich freue mich natürlich auch über positive Nachrichten. Andererseits gilt für mich seit dem netten Brief vom Finanzamt von vor ein paar Tagen: no news is good news! 😉

Nichts desto trotz: heute ist ein guter Tag! Denn heute steckte ein dicker Umschlag im Briefkasten:

Und was war drin? Die Finanzierungsunterlagen!
D.h. wir haben zwar weiterhin wenig Geduld, aber dafür wenigstens eine stehende Finanzierung! Ist ja auch was wert…

Kleinvieh macht auch Mist!

Schon während der ersten, konkreten Kostenplanung ist uns aufgefallen, dass man planen kann wie man möchte, am Ende landet man doch an dem Punkt, an dem am Ende des Geldes noch Posten offen sind. Aus diesem Grund haben wir uns ein neues Haustier angeschafft:

Was man sparen nennt, heißt nur, einen Handel für die Zukunft abschließen.
George Bernard Shaw

Wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass wir mit dem sich hoffentlich reichlich mehrenden Inhalt keine großen Sprünge machen können. Aber vielleicht lässt sich die ein oder andere Finanzierungslücke mit dem Inhalt schließen.
Außerdem übernimmt unser Hausschwein die Stellvertretung für unser Haus. Denn bislang gibt’s vom Haus nur Grundrisse, unterschriebene Verträge und einen Stapel Rechnungen.

Und falls es am Ende doch knapp werden sollte, stellen wir einfach einen „Donate-Button“ auf die Seite 😉

Tadaaaaaa!

Herzlich willkommen auf unserem Blog!
Die Antwort auf die zumeist gestellte Frage „Warum blogt Ihr?“ lässt sich relativ schnell beantworten: Wir bauen ein Haus!
Auf dieser Seite wollen wir Euch regelmäßig über unseren Baufortschritt informieren, Tipps und Anregungen für den eigenen Hausbau geben, etc.
Außerdem müssen wir manche Dinge einfach loswerden 🙂

Schaut doch einfach gelegentlich hier vorbei und hinterlasst bei Gelegenheit einfach einen Kommentar. Wir würden uns freuen!