Die Küche

…ein leidiges Thema. Derzeit warten wir ja (zugegeben sehr, sehr ungeduldig) auf die Pläne der Architektin. Einerseits natürlich damit wir unseren Bauantrag einreichen  können, andererseits weil wir so langsam gern mal die ersten Planungen für unsere Küche in Angriff nehmen würden. Für ein Planungsgespräch braucht man nur leider die genauen Maße der Räume,die genauen Positionen der Fenster, etc.. Also eben die Unterlagen von der Architektin…ihr erkennt unser Problem ;).
Aber wir haben uns natürlich schon mal umgeschaut mit der Erkenntnis, dass es preislich nach oben keine Grenze gibt. Theoretisch zumindest…
Wir haben jetzt schon mit vielen Bekannten und Freunden gesprochen und waren erstaunt, wie unterschiedlich die Preis sein können, aber auch vorallem wie viel oft noch „Verhandlungssache“ ist. Einige Verkäufer kamen mit der Masche: „Dieser Preis ist nur heute gültig und auch nur, wenn sie jetzt unterschreiben.“
Oder: „Ja wir können da sicherlich noch ein bißchen am Preis drehen, aber das geht nur, wenn sie jetzt den Vertrag unterschreiben, erst dann kann ich mit meinem Chef nochmal nachverhandeln.“
Ich glaube, da würd ich einfach aufstehen und gehen, weil ich mich verarscht fühlen würde. Ja alle wollen Geld verdienen, versteh ich auch, aber muß man deswegen andere über den Tisch ziehen?? Wie kann es sein, dass eine nahezu identische Küche so unterschiedliche Preise hat??
Bei unserem Besuch in einem Küchenstudio hat uns eine wirklich sehr nette Verkäuferin schon gesagt, dass natürlich die Fronten ne Menge ausmachen…Folie oder Lack, da zahlt man dann gleich richtig drauf. Ebenso bei Hängeschränken, die keine klassischen Schranktüren haben, sondern sich nach oben hin öffnen lassen. Oder Schranktüren ohne Griff, die sich durch Antippen öffnen lassen.
Ich glaube, wir sind generell nicht sonderlich wählerisch beim Thema Küche…derzeit ist unsere Küche gerade mal 4,36qm groß, ist also fast alles eine enorme Verbesserung ;).
Aber so ein paar Eckpunkte gibt es eben doch…Side-by-Side Kühlschrank, Kochfeld seperat, Spülmaschine, erhöhter Backofen und eben genug Stauraum, aber auch Arbeitsfläche um zu zweit zu kochen. Bei allem Anderen sind wir recht flexibel, aber eben auch nicht bereit Unmengen an Geld dafür auszugeben.
Aber welche Taktik empfiehlt sich beim Küchenkauf….sagt man direkt, dass man ein Preislimit hat….oder wartet man bis der Verkäufer das Angebot nennt und sagt dann gegebenenfalls, dass es über dem Limit liegt? Wie vielen Küchenstudios statet man einen Besuch ab? Geräte gleich mit kaufen oder doch lieber schauen, ob man sie im Internet günstiger bekommt? Woher weiß man, ob der Preis gut ist oder nicht?
Fragen über Fragen, aber so lange wir die Pläne von der Architektin noch nicht haben, haben wir ja noch genug Zeit,uns über all das Gedanken zu machen….

Technikdetails (Teil 1)

Der Mann ansich ist ja ein sehr technik-begeistertes Wesen. Warum sollte es beim Bauherren, also mir ( 🙂 ), anders sein? Und so ein Hausbau stellt natürlich die größtmögliche Spielwiese für den gewöhnlichen Mann dar. Manch ein Mann steigt in knapp 39km Höhe aus einer kleinen Kapsel, die an einem Ballon baumelt. Andere machen sich um die technische Ausstattung ihres zukünftigen zu Hauses ein paar Gedanken.
Jeder so wie er mag 😉

Unter die Kategorie Technik fällt z.B. die Heizung. Seit meinen Kindertagen in denen ich im geschätzten Alter von 12 Jahren eine der ersten Erdwärmebohrungen in Deutschland gesehen habe, galt für mich „ui, das will ich (später) auch“.
Naja … oft kommt es dann doch anders als man denkt…
Eine Erdwärmebohrung hätte den finanziellen Rahmen wohl gesprengt. Zumal die Wahrscheinlichkeit auf Grundwasser bzw. Schlamm zu stoßen durch das kleine Tal, in dem sich das Neubaugebiet befindet, und den kleinen Bach samt kleinem Regenwasservorhaltebecken, sehr hoch ist.
Nach kurzer Recherche sind wir bei der Wohlfühlwärmetechnik gelandet. Und nachdem wir den Prospekt der Firma Proxon ausgiebig studiert hatten, haben wir uns für die moderene Variante, die Frischluftwärmetechnik, entschieden. Eine sehr effiziente nachvollziehbare Technik: es wird permanent Frischluft von außen zugeführt. Einem Teil der Luft wird durch eine hocheffiziente Wärmepumpe ein Teil der Wärme entzogen. Diese Luft wird zusammen mit der abgepumpten, verbrauchten Luft (der ebenfalls Wärme entzogen wird) aus dem Haus befördert. Die so gewonnene Wärme wird benutzt um die Frischluft für die Räume zu temperieren und Warmwasser bereitzustellen. Vorteile: kein Kamin & die gesamte Luftmenge im Haus wird in ca. 2 Stunden komplett ausgetauscht. Gerade bei sehr „dichten“ Häusern ein wichtiger Punkt um Schimmelbildung zu unterbinden.
Nachteil: das Ding wird mit Strom betrieben!
Um den Stromverbrauch in Grenzen zu halten und weil’s einfach extrem gemütlich ist, werden wir uns einen hübschen Kaminofen ins Wohnzimmer stellen (so viel zum Thema „kein Kamin“ 😉 – aber hier wird es „nur“ einen Edelstahl Außenkamin geben.).
Die permanente Lufzirkulation sorgt dann hierfür, dass es nicht nur im Wohnzimmer mollig warm wird, sondern auch in den anderen Räumen.

Um den Stromverbrauch weiter in Grenzen zu halten haben wir uns für eine Photovoltaikanlage (PV) entschieden. Meine Güte gibt’s da Unterschiede! Aufdach, Fasadenintegriert, mit/ohne Battery-Pack, 70% Drosselung oder ferngesteuert durch die Stadtwerke!?! Wir bekommen jetzt bzw. irgendwann wenn es soweit ist, eine Anlage mit 21 Solarpanneln und Batteriemodul des Herstellers Solarworld. Und gerade der Batteriespeicher, das so genannte SunPac hat es uns angetan. Warum? Ganz einfach! Wie fragt die Frau in der aktuellen E-ON Werbung? „Sag mal E-ON: gibt’s eigentlich so etwas wie einen Akku für Windenergie?“ Mag ja sein, dass es das gibt, aber den Akku für Solarenergie gibt’s auch. Und der lädt sich tagsüber durch die PV-Anlage auf und liefert Abends Strom, wenn die PV-Anlage nicht mehr genügend Sonnenstrahlen einfangen kann. Erst wenn das Ding leer ist, wird der Strom „aus der Steckdose“ verwendet.
Das ist nicht nur aus finanzieller Sicht praktisch, weil man für eingespeisten Strom weniger Vergütung erhält als man für zugekauften Strom bezahlen muss. Nein … da kommt mittlerweile ein weiterer Punkt hinzu: die so genannte EEG 2012 Bestimmung. Dahinter verbirgt sich die so genannte 70% Regel. Darin wird geregelt, dass man als PV-Besitzer 2 Möglichkeiten hat:

  1. Man schaltet die Anlage am Einspeisepunkt so, dass max. 70% der Nennleistung eingespeist werden können
  2. Man erhält vom Stromanbieter eine Komponenten, die es dem Netzbetreiber ermöglicht den Anteil des eingespeisten Stroms dynamisch zu regulieren.
    Das Gerät muss man natürlich mieten…

Das dient angeblich der Netzstabilität. Naja … das sei mal so dahin gestellt…
Der große Vorteil ist das SunPac bzw. die hohe Eigenverbrauchsquote: die 70% werden am Übergabepunkt gemessen bzw. eingestellt, also dort wo das, was wir „zu viel haben“ an die Stadtwerke übergeben werden. Und aufgrund des Eigenverbrauchs und dem SunPac ist es sehr unwahrscheinlich, dass wir überhaupt mal mehr als 70% der Nennleistung einspeisen werden. In solchen Fällen verzichten die Stadtwerke in der Regel auf die 70% Limitierung. Mal sehen wie’s bei uns kommt… Aber selbst wenn die Sperre kommt, dann sprechen wir hier trotz 70% Sperre von ein paar Promille „Verlust“.
Da lacht das Männerherz 🙂

Mehr für’s lachende Männerherz gibt’s demnächst…

Ein kleiner Ausflug

Nachdem wir bislang nur eine sehr kurze Zeit in einem Generation 5.0 Haus verbringen konnten und die Fertighauswelt Köln, mit einem Ausstellungshaus von WeberHaus, ein solches Haus zur Besichtigung anbietet, haben wir gestern einen kleinen Ausflug unternommen.

Vor der Vertragsunterzeichnung hatten wir uns ein im Bau befindliches Generation 5.0 Haus angesehen. Aber das war gefühlt schon wieder sooooooo lange her 😉
Also rein ins Auto und ab nach Köln 🙂

Da gibt’s dann ein „ähnliches Haus“  zu sehen, wobei die Unterschiede schon sehr groß sind. Aber es gibt eben auch viele Gemeinsamkeiten. Und nachdem man bislang kaum etwas „zum anfassen“ hat sondern nur Rechnungen bezahlen darf, braucht man auch mal etwas Handfestes:

Vor Ort durften wir feststellen, dass die Unterschiede größer sind als gedacht:

  • An der Haustüre wurden wir von einem KFW-55 Schild begrüßt
    (wir haben ja ein KFW40)
  • Der Eingang ist an der linken Seite. Bei uns geht’s von Vorne rein. Dementsprechend ist die Dielenform anders
  • Das Haus verfügt über einen Keller. Also geht’s aus dem EG nicht nur nach oben sondern auch nach unten
  • Auf dem Haus liegt ein versetztes Satteldach. Wir haben uns aus Kostengründen gegen die interessantere Variante entschieden und bauen nun ein „normales“ Satteldach
  • Die Deckenhöhe im EG ist höher als normal. Ich glaube das waren knapp 20cm mehr als „normal“
  • Aufgesattelte Treppe mit transparenten Staketen statt „metallfarbene“ Staketen bei einer eingestemmten Treppe
  • Wohlfühlwärmetechnik statt Frischluftwärmetechnik
  • Dritter Giebel mit Flachdach statt kleinem Satteldach
  • Balkon statt nix 😉
  • und noch viel mehr…

ABER… es hat trotzdem Spaß gemacht. Und es hat uns das Gefühl gegeben, dass wir uns für das richtige Haus entschieden haben. Zwar standen dort auch noch ein paar nette Häuschen, aber „unseres“ hat uns am besten gefallen 😉

Unser Fazit: eine Anreise über 100km oder mehr alleine für die Fertighauswelt lohnt sich bedingt. Wer sich schon für ein Haus / einen Bauträger entschieden hat, der kann dort „seinen Liebling“ besuchen. Zusätzlich findet man sicher noch die ein oder andere Idee über die es sich zumindest lohnt nachzudenken. Diskussionsstoff für die Rückfahrt gibt es genügend. Und wer im Anschluss an die Fertighauswelt noch einen kleinen Kölner Stadtbummel anhängt, der wird sicher einen schönen Tag verbringen.
Leute, die noch auf der Suche nach dem richtigen Haus sind, finden dort eine tolle, gepflegte Anlage mit einigen Ausstellern. Allerdings dürfte das Angebot gerne größer sein…

Erste Pläne…

Im vorherigen Artikel hatten wir schon ausführlich über die Bestimmungen und Gegebenheiten gesprochen, denen unser Bauvorhaben unterliegt (B-Plan, Bodenwerte, Kosten, Budget, etc.).
Heute wollen wir das „was wir nicht machen“ beiseite stellen und das vorstellen, was wir vorhaben.
Unsere zukünftige Bleibe soll ein Haus der Serie „Generation 5.0“ von WeberHaus werden. Die grundsätzlichen Vorgaben (Kniestock, Gesamthöhe, etc.) werden durch den B-Plan bestimmt. Bevor ich jetzt groß erzähle was es wird, gibt’s erst mal die Pläne für unser Erdgeschoss und das Obergeschoss:

Was gibt’s zu sagen? Hm … okay, zum Erdgeschoss:
WeberHaus bietet grundsätzlich 3 Größen an, die sich 100, 200 und (na, wer hat’s erraten?) 300 nennen. Das sind natürlich nicht die m² Angaben 😉
Die 100er Variante mit eine Grundfläche von ca. 120 bis 130 m² (je nach Variante) war uns zu klein. Die 200er Variante hätte zwar gepasst, allerdings hatten wir sowohl mit 2 möglichen Kinderzimmern als auch mit 2 Büros für die Bauherren geplant. In der 200er Variante fehlt hierfür eigentlich der Platz. Mit unseren Vorgaben hätte es ein Generation 5.0 in 300er Ausführung werden müssen. Wie in einem vorherigen Artikel schon erwähnt, hat uns unser WeberHaus Ansprechpartner kurzerhand an die Hand genommen und in ein im Bau befindliches 200er Haus mitgenommen. Das Ergebnis seht Ihr beim Blick auf die Pläne.

Wir haben uns für die 200er Variante entschieden. Um das Haus im EG etwas aufzuwerten und um im OG den Platz für ein weiteres Zimmer zu schaffen haben wir das Grundpaket um einen Erker im EG und einen so genannten „dritten Giebel“ im OG erweitert. Das gibt uns im EG zum einen viel Platz um den Esstisch mit Blick auf den Garten aufzustellen und im OG haben wir die Möglichkeit ein weiteres Zimmer zu platzieren.

Noch ein paar Worte zum Erdgeschoss:
Hier noch einmal der Plan für alle, die schon wieder vergessen haben wie es dort aussieht:

Hier wird es einen großen Wohn- & Essbereich mit offenener Küche geben. Die Seite zum Garten wird mir sehr vielen bodentiefen Fenstern ausgestattet um möglichst viel Tageslicht einzufangen und um uns täglich darauf hinzuweisen, dass wir den Garten möglichst schnell fertig stellen 😉
Da uns der Keller fehlt wird die Technik in einem relativ groß dimensionierten Technik-Raum untergebracht. Ob die ca. 8m² ausreichen um unsere anscheinend überdimensionierte Technik unterzubringen wird sich zeigen 🙂
Im EG soll es neben einem Gästezimmer für unsere hoffentlich zahlreichen Gäste ein kleines Duschbad geben.

Über die eingestemmte Treppe geht es in das Obergeschoss:

An dieser Stelle müssten alle, die aufgepasst haben, lautstark protestieren! Warum? Zählt doch mal die Zimmer! Um es aufzuklären: wir wollten 2 Büros und 2 Kinderzimmer. Im EG gibt’s ein zusätzliches Zimmer (das vorerst das Gäste-Zimmer wird). Im OG gibt’s neben Schlafzimmer und Bad „nur“ 2 weitere Zimmer. Die Lösung des Problems: ursprünglich wollten wir dort, wo jetzt „Empore“ steht ein 5. Zimmer im OG „einziehen“. Allerdings hat unser Ausflug mit unserem WeberHaus Berater einen bleibenden Eindruck hinterlassen: die Helligkeit und das überwältigende Raumgefühl hat uns überzeugt. So lange wir das 5. Zimmer im OG nicht benötigen, bleibt die Empore offen. Bis dahin genießen wir die Vorteile dieser Lösung. Wenn der Zeitpunkt kommt, an dem das Zimmer gebraucht wird, ziehen wir an den Ecken der Empore eine Trockenbauwand ein oder wir trennen den Bereich mit Milchglas vom Rest ab.

Durch die gestrichelten Linien kann man die Dachschrägen erkennen. Was uns wichtig war: der Kniestock liegt bei ca. 1,30m; d.h. man kann problemlos Schreibtisch & Co. unter die Schräge stellen.
Die Fenster im OG werden alle bodentief sein, allerdings ist es gut möglich, dass wir bei einigen Fenstern von der geliebten Milchglasfolie Gebrauch machen 🙂
Dachfenster sind vorerst keine vorgesehen. Ich muss gestehen, dass ich gerne ein großes Dachfenster hätte über das man z.B. in den Sternenhimmel blicken kann, aber nach Abwägung von Pro und Contra (Pro: Sternchen / Contra: Budget, KFW-Einstufung, Regentropfen, etc.) haben wir uns dagegen entschieden.

A propos Dach und dagegen: ursprünglich wollten wir ein versetztes Satteldach bauen (lassen). In der Kostenrechnung wurde uns dann aber klar, dass man die Besonderheit versetztes Dach aufgrund anderer Statik und den daraus resultierenden Folgen mit 10.000 bis 11.000 € Mehrkosten bezahlt. Aber nachdem der Bauherr, also ich, schon anderweitig viel Geld in technische Ausstattung investieren möchte, haben wir uns gegen ein versetztes Satteldach entschieden.

Was der verrückte Bauherr (ups, schon wieder ich) mit technischer Ausstattung meint, dazu demnächst mehr!