Der nächste Dämpfer

Da haben wir uns am Wochenende wie blöd über die bunten Stöckchen gefreut, weil wir dachten, es kommt endlich Bewegung in die Sache, nur um dann am Montag den nächsten Dämpfer zu bekommen.
Von der Stadt bekamen wir die Info, dass zwar jetzt alles abgesteckt und vermessen ist, aber die zuständige Firma leider nicht mit den Bauarbeiten anfangen kann, da ein Teil des Kanals auch über die Zufahrt unserer Nachbarn geht und seit ein paar Tagen genau dort ein Kran steht. Unsere Nachbarn, bzw. deren Architektin, haben zwar versucht das mit dem Erschließungsträger im Vorfeld abzuklären, aber dieser hat sich nicht zuständig gefühlt und auf Andere (z.B. die Stadt) verwiesen, die aber eben auch nicht wirklich zuständig waren. Ende vom Lied: Der Kran steht und bleibt bis der Rohbau fertig ist. Wie lang das dauert?? Joa so irgendwas zwischen 8-12 Wochen oder aber auch länger und dann kann erst mit dem Abwasserkanal angefangen werden. Wäre uns ja im Prinzip egal, wenn es nicht heißen würde: So lange der nicht fertig ist, kriegen sie keine Baugenehmigung, weil die Schmutzwasserentsorgung nicht gesichert ist. So viel zum Thema „wir haben ein erschlossenes Grundstück gekauft“.

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie hilflos man sich da fühlt…gezahlt haben wir schon für den Kanal, bei der Planung wurden wir komplett außen vor gelassen und auch alle Infos haben wir nur durch Zufall erhalten.
Nach dem 1. Schock und der 1. Wut haben wir dann einfach mal unsere Nachbarn direkt kontaktiert und gefragt, ob man den Kran nicht einfach auf unser Grundstück umstellen kann. Dann verlieren sie keine Zeit und wir auch nicht.
Tja und dann gab es doch tatsächlich einfach mal gute Nachrichten: Aber sicher doch…ist schon alles mit den beteiligten Firmen geklärt und der Kran wird verschoben, so dass mit dem Kanalbau gestartet werden kann.
Man hatte uns nur einfach nicht darüber informiert…ärgerlich und unprofessionell in unseren Augen, aber hauptsache es gibt ein gutes Ende.
Und stellt euch vor beim Gespräch mit dem zuständigen Bauleiter für die Kanalarbeiten wurde uns heute gesagt, dass sie schon mit den Arbeiten angefangen haben und bis KW 15 fertig sein werden.
Also gleich wieder mit den Stadtbetrieben telefoniert und die haben gesagt, sie würden dann nochmal selbst mit dem Bauleiter Rücksprache halten, um sich das bestätigen zu lassen, aber dann steht von ihrer Seite nichts mehr im Wege…Halleluja! 🙂

Vorbereitung Abwasserkanal
Das wir uns mal so über ein paar Baugerätschaften und Schachtelemente freuen, hätten wir auch nicht gedacht 🙂

Da tut sich was!

Da fährt man aus Routine, Neugier und der Hoffnung darauf, dass sich etwas tut am Grundstück vorbei, schaut sich die Gegebenheiten an und … sucht nach den Croquet-Spielern !!?!?!
Seit Freitag stehen auf unserem Grundstück und rundherum, auf dem gesamten Flurstück,  viele kleine Holzstöckchen mit gelben,  pinken und orange-farbenen Markierungen:

Absteckung für SW-Kanal

Die gelben Stöckchen markieren die Grenzen für die verlegte Einfahrt, die sich nach Änderungen am Bebauungsplan jetzt zu 50% auf unserem Grundstück befindet. Zu sehen ist das am Stöckchen mit der pinken Farbe, da dieses unsere Grundstücksgrenze zeigt.
Das orange-farbene Stöckchen zeigt die Stelle an der sich später ein Schmutzwasserschacht befinden wird. An dieser Stelle wird der Schacht einen 90° Knick in Richtung der Einfahrt machen. Dort gibt es dann einen weiteren Schacht an den wir unser Schmutzwasser vermutlich anschließen werden. Es gibt also noch mehr Stöckchen…

Auch wenn – wie auf dem Bild zu sehen ist – noch Schnee liegt, hoffen wir, dass die Bauarbeiten kurzfristig starten und schnell abgeschlossen sind. Denn ohne Schmutzwasserkanal könnte es mit dem Bauantrag knapp werden. Die Baugenehmigung setzt nämlich eine gesicherte Erschließung (für die Schmutzwasser-Entsorgung) voraus.
Also weiter warten und Tee trinken (was bei diesen Temperaturen ja auch nicht so falsch ist).

 

That’s one small step for a man, one giant step…

Oder mit anderen Worten: der Bauantrag ist eingereicht!!!

Das war nicht nur ein langer, steiniger Weg, sondern auch ein Nerven zehrender Prozess.
Zu Beginn scheint oder ist alles wichtiger als der Bauantrag, den man hier sogar im beschleunigten Verfahren einreichen kann und dann nur 4 Wochen auf die Baugenehmigung warten muss.
Da sind dann andere Dinge wie z.B. die Hausplanung, die Ausstattung, das Grundstück selbst, die Finanzierung und was weiß ich noch alles wesentlich interessanter. Das Thema Bauantrag rückt dann gezwungenermaßen etwas in den Hintergrund. Teilweise aber auch berechtigterweise, da man (wie es bei uns der Fall war) ohne die Entscheidung über die Breite der Doppelgarage getroffen zu haben auch keinen Bauantrag einreichen kann. Oder man müsste im Nachgang ständig Änderungsanträge stellen…

Und exakt zu dem Zeitpunkt als wir fertig waren hieß es dann: ätschebätsch! SO aber nicht! Da muss am Bebauungsplan noch etwas geändert werden!
Darauf folgten eine große Welle, hochkochende Emotionen und natürlich floss auch viel Wasser dem Liedbach (bzw. für Insider: dem namenlosen Gewässer 😉  ) hinunter.

Aber seit heute tickt die Uhr. In 4 Wochen sollten wir, falls es seitens der Stadt nix zu beanstanden gibt, endlich die Baugenehmigung im Briefkasten haben. Und dann gibt’s auch die Hausnummer, auf die eine gewisse Bauherrin schon ganz gespannt wartet…

Daumen drücken, dass alles glatt geht!

 

So ein Gefühl…

Als wir am Freitag nach Hause gekommen sind, hatten wir zwei verpasste Anrufe…einmal eine Nummer aus der Stadtverwaltung und eine Privatnummer, die, wie wir wissen, unserer Ansprechpartnerin bei der Stadt gehört. Leider war es schon so spät, dass wir nicht mehr zurückrufen wollten und wir dachten uns, kann ja alles bis Montag warten!
Trotzdem haben wir natürlich gegrübelt…die nächste Hiobsbotschaft…oder vielleicht doch zur Abwechslung mal gute Nachrichten??? Schlimma geht’s nimma oder Schlimmer geht’s immer?

Zur Abwechslung waren es mal positive Nachrichten: auch wenn die Änderung des Bebauungsplan noch nicht ganz durch ist, können wir unseren Bauantrag schon einreichen. Dass die Änderung genehmigt wird, steht nämlich fest, es ist halt nur ein längerer Prozess bis jede zuständige Abteilung da „ihr Stempelchen“ drauf gemacht hat.
Also sofort los und die Papiere abgeben…tja leider geht es dann doch nicht ganz so schnell. Aber unsere Architektin gibt den Bauantrag am Donnerstag persönlich für uns ab und dann heißt es ganz kräftig die Daumen drücken….vielleicht haben wir ja Glück und der Antrag wird vor Ablauf der 4 Wochen-Frist genehmigt. Das wäre ja auch mal was, wenn bei uns einmal etwas schneller gehen würde als normal. Bislang war es grundsätzlich anders herum.

So und wer sich jetzt fragt, warum wir die Privatnummer unserer Ansprechpartnerin bei der Stadt kennen…weil wir nach viel Hin und Her mit Frau W. eine mehr als kompetente und engagierte Angestellte gefunden haben, die sich ganz lieb um uns bemüht hat und auch vielen Leuten da richtig Dampf gemacht hat, damit das bei uns voran geht. Und weil sie so bemüht ist, hat sie uns eben auch ab und an von zuhause aus (nach Dienstschluss!!!!) angerufen, um uns auf den neusten Stand zu bringen. Ja auch solche Angestellten gibt es bei der Stadt Unna 🙂  .
Bis dato kannten wir nur das übliche Spiel: keiner fühlte sich für unsere Fragen verantwortlich. Verbindliche Aussagen wollte und konnte uns keiner geben. Verbindlich waren nur die Gebühren 😉

Oder anders formuliert: gerade als wir uns wie Asterix und Obelix auf der Suche nach dem berühmten Passierschein A-38 befanden, stießen wir auf Frau W., die uns davor bewahrte dem Wahnsinn zu verfallen. Manche Stimmen im Kopf munkelten etwas von „Grundstückskauf rückabwickeln“ …

Kein Fortschritt beim Bebauungsplan, aber Armaturen schon da

Leider warten wir weiterhin auf grünes Licht von der Stadt Unna, damit wir unseren Bauantrag einreichen können. Aber die Änderung am Bebauungsplan sind anscheinend noch nicht vollzogen. D.h. wir müssen weiter warten. 🙁

Das Grundstück bleibt weiterhin unangetastet und ähnelt weiterhin eher einem Biotop als einem Baugrundstück. Sprich: vom Haus ist aktuell nichts zu sehen, A-B-E-R:
die Armaturen sind schon da. Da wird einem immer etwas über schlechte Lieferperformance von Dornbracht erzählt und als Folge daraus beschließt man möglichst schnell zu bestellen und dann klingelt es an der Haustüre und keine 14 Tage nach Bestellung ist die Lieferung vollständig 🙂
Zugegeben, unsere Armaturen sind vermutlich keine „Exoten“, trotzdem waren wir positiv überrascht.

In unserem „großen Bad“ im OG haben wir uns für Armaturen der Serie „LaFleur“ von Villeroy & Boch entschieden. Uh? Villeroy & Boch Armaturen gekauft und über die Lieferperformance von Dornbracht geschrieben? Dem verwirrten Leser sei erklärt, dass Villeroy & Boch Armaturen bei Dornbracht gefertigt werden.

Warum LaFleur? Ganz einfach: in unserem Haus wird es recht viele Stilelemente vom Typ „minimalistisch elegant“ bzw. „minimalistisch modern“ geben, so dass wir bei den Armaturen ganz bewusst die etwas verspieltere, organische Form wählen. In einem modernen Bad geht es ohnehin schon sehr „steril“ zu (Fliesen, Glas, etc.). Mein persönlicher Favorit ist der Papierrollenhalter für das WC, auf dem ein kleines Blümchen abgebildet ist. Leider gibt’s davon kein Bild beim Hersteller, aber sucht im Netz einfach mal nach Bildern zu „Villeroy & Boch LaFleur Papierrollenhalter mit Deckel und Dekor“.
Allen die in Ihrer Jugend mit Französisch in der Schule gequält wurden muss ich vermutlich nichts erklären. Für die Lateiner unter Euch: La Fleur = französisch und heißt schlicht und ergreifend „die Blume“ 😉

Und so wird es (vermutlich) bei uns aussehen:

  • Doppelwaschtisch Starck 3 von Duravit mit je einer „LaFleur“ als Einlocharmatur für die Bauherrin und den Bauherrn:
    Link zum Hersteller
  • Unsere Dusche bekommt neben dem normalen Schlauchbrausegarnitur noch eine Regendusche mit Deckenanbindung. Aufgrund der Regendusche und aus Kostengründen haben wir uns gegen eine Unterputz-Thermostat-Lösung entschieden und werden stattdessen einen Unterputz-Einhebelmischer mit Umschaltung (für die Umschaltung zwischen Regendusche und Handbrause) verbauen lassen. Hier gibt’s die Links zum Hersteller für:
    den UP-Mischer
    die Regendusche
    die Schlauchbrause
  • Bei der Badewanne wurde es etwas komplizierter. Wir hatten uns für eine Duravit Starck Wanne mit Mittelablauf entschieden. Aber irgendwie konnten wir keine Optimale Position für die Wanne finden. Und freistehend – das wollten wir dann doch nicht. Dazu nutzt man die Wanne wohl zu selten. Also haben wir die Wanne „unter“ die Dachschräge positioniert. Und damit man keine Platzangst bekommt haben wir die Wanne ca. 30cm in den Raum verschoben, damit mehr Luft zwischen Wanne und Dachschräge ist. Der Zwischenraum wird verschlossen und passend verfliest.
    Jetzt stellt sich nur die Frage: Wo kommt die Armatur hin? Die Standard Aufputz-Armatur ist raus, weil’s keine Wand gibt, an der man sie anbringen könnte. Unsere Möglichkeiten wären: eine freistehende Armatur, eine UP-Variante mit Befüllung über den Einlauf oder eine Vierloch-Armatur, die auf den gefliesten Bereich gesetzt wird.
    Letzteres ist dann unsere Wahl. Befüllung über den Überlauf wäre eigentlich mein Favorit gewesen, aber nachdem das preislich nur geringfügig günstiger gewesen wäre und man das Problem mit der Anbringung der Brause samt Schlauch nicht eleganz gelöst bekommt, haben wir uns für die 4-Loch Variante entschieden:
    So sieht’s aus: Link zum Hersteller

Was für Armaturen ins „kleine Bad“ im EG kommen haben wir noch nicht entschieden. In der Dusche wird es wohl eine ganz normale Aufputz Armatur mit Schlauchbrause und gut. Das werden wir recht spät entscheiden, wenn wir wissen wohin die Kostenreise geht 😉

An dieser Stelle gibt’s mal ein dickes Lob an WeberHaus! Wir hatten uns vor der Bemusterung in Linx keine Gedanken über die Armaturen in unserem Bad gemacht. In Linx haben wir dann recht naiv entschieden, dass die Armaturen aus dem Vertrag genommen werden sollen und Bauherrenleistung sind.
Ganz so einfach ist das natürlich nicht. Gerade wenn man bedenkt, dass wir die Ausstattungsvariante „Bad komplett“ gewählt haben.
WeberHaus hat sich aber sehr kooperativ gezeigt und wir haben eine gemeinsame Lösung gefunden mit der beide Seiten gut leben können.

Jetzt bleibt nur noch die Frage: Fluch oder Segen? Bis es in Sachen Haus weiter geht wird noch einige Zeit vergehen. Aber die Armaturen sind schon da und rufen „pack‘ mich aus! Bring‘ mich an! Benutze mich!“ 😉