Erdarbeiten – endlich tut sich was!

In der vergangenen Woche war es soweit: die Erdarbeiten auf unserem Grundstück haben begonnen!
Nachdem der Vermesser seinen Teil dazu beigetragen hat und die lustigen, bunten Stöckchen (auch bekannt als Grobabsteckung) rechtzeitig „gesteckt“ hatte, konnten die Erdarbeiten am Montag beginnen.

Bevor es allerdings losgehen konnte musste die Zufahrt geschaffen werden. Aus unserer Sicht wäre das eigentlich der Job des Erschließungsträgers gewesen. Aber darauf würden wir vermutlich noch bis nächsten Jahr warten. Also haben wir das selbst in die Hand genommen.
Und schon standen wir vor dem nächsten Problem:  50% der zu schaffenden Zufahrt befindet sich auf dem Nachbargrundstück. Und ohne diesen Anteil hätte unsere Zufahrt nur 2m – etwas knapp für Bagger, LKW & Co.
Die Genehmigung zur Schaffung der Zufahrt auch auf dem Nachbargrundstück hatten wir rasch. Auf den Kosten hierfür bleiben wir wahrscheinlich sitzen, da der neue Nachbar noch gar nicht existiert. Irgendwie können wir uns sehr schwer vorstellen, dass dieser (wenn er denn irgendwann mal kommt) freudig sein Portemonnaie zückt, wenn wir die neuen Nachbarn begrüßen und die Frage nach den Kosten für die Zufahrt stellen. 😉

Jetzt rollt der Bagger und begradigt bzw. nivelliert das Grundstück. Zwar waren uns die Höhen bekannt und durch die unzähligen Begehungen war uns auch klar, dass es ein „kleines Gefälle“ gibt, aber dass es so viel ist hätten wir nicht erwartet!
Und so kommt es auch, dass wir eine Entscheidung fast schon bereut haben: bei den Gesprächen vor den Arbeiten haben wir die Baufirma gebeten den Aushub auf dem hinteren Teil des Grundstücks, also quasi im Garten, zu lagern. Mit dem Aushub wollten wir das restliche Gefälle (quasi ab Haus bis zum Bach) ausgleichen und den Vorgarten herrichten. Aktuell befindet sich dort der Aushub der Begradigung der Zufahrt zur Garage, der Aushub für die Bodenplatte der Garage und ca. 1/3 des Aushubs für die Bodenplatte für’s Haus. Und was sollen wir sagen … hm …: dort, wo irgendwann mal der Garten sein soll befindet sich ein riesiger Berg mit Aushub. Wahnsinn!!!

Teile des Grundstücks wurden bereits geschottert. Nur Bauherren & -frauen, die diesen Bauschritt bereits hinter sich haben ahnen wie viel Schotter auf ein Grundstück passen 🙂
Man kann es sich kaum vorstellen, aber da spricht man schnell von mehreren hundert m³ Schotter! Verrückt, oder?
Aber zumindest unter den Bodenplatten soll ja alles „sicher“ sein. Wer hier spart, spart garantiert an der falschen Stelle.

Zu den Erdarbeiten gehört auch der Anschluss des später folgenden Mehrspartenanschlusses an die Kanalisation und das Verrohren der Oberflächenwasserentsorgung. Da kommen bei uns einige Meter Rohrleitung zusammen – uiuiui!

Am Freitag sind wir dann auf eine kleine, negative Überraschung gestoßen: der Kanaldeckel in der Zufahrt unseres Grundstücks  liegt ca.1m über der Straßenhöhe und ebenfalls ca. 1m über der Höhe der Bodenplatte unserer Garage. Das hat zur Folge, dass man bei der Fahrt auf’s Grundstück über ca. 5m leicht bergauf fährt, um dann auf den nächsten Metern wieder einen Höhenmeter bergab zu fahren. Warum und weshalb weiß kein Mensch. Kann sein, dass die sich Höhe des Schachts und damit die Höhe des Kanaldeckels daraus ergibt, dass weitere, südlich gelegene Grundstücke daran angebunden werden können.
Schon irgendwie ärgerlich, aber vielleicht greift hier der Punkt „beim Bau muss man gelassener sein“.
Wir warten einfach mal ab wie es nach Abschluss der Bauarbeiten aussieht und dann schauen wir mal wie wir die Zufahrt weiter gestalten.

Nächste Woche soll die Bodenplatte erstellt werden. Wir sind gespannt ob dieser Zeitplan gehalten werden kann. Nach aktuellem Stand können wir uns das schwer vorstellen – aber wir lassen uns gerne positiv überraschen 😉

 

1. Baustellentermin

Am vergangenen Dienstag war es soweit: wir hatten unser erstes Baustellengespräch. Mit dabei waren unser Architekt, der Bauleiter von WeberHaus, der WeberHaus-Mitarbeiter aus unserem lokalen Bauforum aus Kamen und der Chef der Baufirma, die unsere Bodenplatte herstellt und die gerne auch die Erdarbeiten ausführen würde.

Das eigentliche Ziel des Gesprächs war uns zu Beginn nicht ganz klar. Allerdings konnte dies trotz ägyptischer Temperaturen am frühen Morgen recht schnell geklärt werden.
Letztendlich ging es primär darum, dass sich der WeberHaus Bauleiter vor Ort mit unserem Architekten abstimmen konnte. Die nicht ganz unwichtigen Fragen wie

  • Wo wird der Kran aufgestellt?
  • Wo „parkt“ der LWK mit den Außen- und Innenwänden?
  • Muss / kann die Straße gesperrt werden?
  • Kommen LKW & Kran überhaupt problemlos aufs Grundstück
  • Was für einen Kran brauchen wir (von 30t bis 70t alles möglich)
  • etc.

Dazu konnte sich der Chef der Baufirma, die unsere Bodenplatte errichten wird, unser Grundstück ansehen um uns ein Angebot für die zusätzlichen Tätigkeiten (Erdarbeiten & Schottern) unterbreiten zu können.

So ganz nebenbei erfuhren wir dabei auch den ungefähren Stelltermin: KW40 🙁
Da waren wir erst mal … zurück auf dem Boden der Tatsachen.
Wir wussten schon, dass wir aufgrund der Verzögerungen erst nach den Werksferien dran sein werden. Aber eigentlich hatten wir gehofft, dass wir recht bald nach den Werksferien dran sein werden. Jetzt hört es sich eher nach Anfang Oktober an. Das ist in sofern ärgerlich, dass es ja dann noch eine ganze Weile dauert, bis wir wirklich einziehen können (12-16 Wochen) und wir somit ein Weihnachtsfest im eigenen Heim wohl abschreiben können.

Desweiteren müssen wir noch klären wer unsere Grenzsteine an der vorderen Grundstücksgrenze (zur Straße) entfernt hat. Nach den Kanalarbeiten waren diese einfach weg. Eins der Stöckchen, die damals zusätzlich gesteckt wurden hatten wir noch gefunden, aber die Grenzsteine scheinen weg zu ein 🙁
Bislang sind wir davon ausgegangen, dass diese Steine nur vom amtlichen Vermesser versetzt oder entfernt werden dürfen. Und jetzt sind diese weg. Klasse!
Wehe man wäre selbst auf die Idee gekommen das Steinchen auszugraben…

Trotz allem sind bzw. wären wir froh wenn sich etwas auf unserem Grundstück tut. Pläne machen und in der grauen Theorie von Haus & Co. sprechen sind die eine Sache – endlich Fortschritte im echten Leben zu sehen wären eine ganz andere Sache!

Back again…

Nach einem kleinen Server-Crash sind wir nun wieder online und versorgen Euch gleich mal mit Neuigkeiten.
Nächste Woche Dienstag haben wir unser Baustellengespräch mit dem Fachbauleiter, dem Projektleiter, unserem Weberhausmitarbeiter hier vor Ort und dem Architekten. Was genau bei einem ersten Baustellengespräch passiert wissen wir nicht, aber wir denken, dass sich alle Beteiligten erstmal einen Überblick über Grundstück und Anfahrt, etc. verschaffen wollen. Außerdem bekommen wir dann auch Details zu den Erdarbeiten und der Bodenplatte (wann und wie teuer!). Überraschenderweise haben wir nämlich letzte Woche einen Anruf bekommen, dass diese Arbeiten schon Ende des Monats gemacht werden können. Endlich passiert mal was und nicht nur auf dem Papier! 😉
Wir werden auf jeden Fall berichten, wie es gelaufen ist.

Dann haben wir noch die Auftragsbestätigung für unsere Garage bekommen. Hat alles bisher reibungslos geklappt und der Preis stimmt auch. Geplant ist die Anlieferung der Garage jetzt für Ende September. Wir haben zwar noch keinen Stelltermin fürs Haus, aber da wir zwischen Haus und Garage genug Platz haben, ist es egal ob Haus oder Garage zuerst kommt. So können wir schon wieder einen großen Punkt auf unserer To-Do-Liste abhaken.
Wir müssen jetzt nur noch auf einem Plan einzeichnen, wo genau wir Tür und Fenster haben wollen und den dann zeitnah zurück nach Hamburg schicken, damit die Garage zum Wunschtermin geliefert werden kann.

Abendspaziergang und neue Freunde

Weil das Wetter heute so wunderschön war, haben wir noch einen Abstecher zum Grundstück gemacht, um von dort dann einen kleinen Spaziergang durchs Dorf zu machen.
Zum Bach hin ist unser Grundstück derzeit von einem Diestelmeer besiedelt. Leider blühen sie (noch) nicht, aber so eine „grüne Hölle“ hat ja auch was ;).

Diesteln

Die Arbeiten der Versorger (Strom und Gas) sind nun auch nahezu abgeschlossen, so dass wir unser Grundstück nun wirklich als „erschlossen“ bezeichnen können. Die Abwasserleitungen wurden ja vor einigen Wochen schon erledigt und und „Frischwasser“, sowie der Anschluss fürs Telefon liegen schon in der Straße. Leider sind durch die ganzen Arbeiten an der Straßenseite unsere Grenzsteine dort verschwunden…keine Ahnung wo die abgeblieben sind, wahrscheinlich ausgebaggert oder so. Da müssen wir noch abklären, was jetzt zu tun ist. Neu vermessen? Wer zahlt das?? Wir dachten eigentlich immer, dass Grenzpunkte/-steine nicht so ohne Weiteres versetzt werden dürfen und wundern uns schon, wie leichtfertig Firmen da mit sowas umgehen.

Graben

Marienkäfer scheinen sich bei uns auch sehr wohl zu fühlen. Wir haben richtig viele Glücksbringer auf unserem Grundstück entdeckt.

Glücksbringer

Und einen neuen „Freund“ haben wir auch während unseres Spaziergangs kennengelernt. Ein wahrer Opportunist, der für ein paar Streicheleinheiten wahrscheinlich seine Seele verkaufen würde…aber trotzdem sehr, sehr niedlich und schwer zu fotografieren.

Opportunist

Ach ja…mit der Baugenehmigung haben wir natürlich auch unsere Hausnummer bekommen. Für die meisten Leute nur eine Nummer und eigentlich auch völlig uninteressant. Aber wie ja schon mal erwähnt, konnte es der weibliche Teil des Bauprojekts (also ICH) kaum abwarten und hatte quasi, also fast schon schlaflose Nächte.
Die Nummer schleppt man ja nun ne ganze Weile mit rum, da sollte sie einem ja auch gefallen. Und sie gefällt uns….und wie sie uns gefällt. Es ist die wunderschöne (gerade!!!) Zahl 80. 😉

 

 

 

 

Warten & Zeit für weitere Überlegungen

Eigentlich wußten wir es schon seit längerem, aber jetzt ist es fix: aus unserem anfänglichem Traum innerhalb von 12 Monaten nach Unterzeichnung des Werksvertrags ins neue Haus umzuziehen wird es nichts!
Nachdem die Erstellung der Bauantragsunterlagen wesentlich länger gedauert hat als wir dachten, sind wir von unserem gesteckten Ziel „Einzug im Spätsommer“ abgewichen und wären schon froh gewesen wenn das Haus im August soweit fertig gewesen wäre, dass wir mit den Restarbeiten hätten loslegen können.
Nach der Ablehnung unseres ersten Bauantrags wurde uns auch diese Illusion genommen: das Haus kommt definitiv erst NACH den WeberHaus Werksferien und somit erst im September!

Um den frühstmöglichen Termin im September zu erhalten haben wir etwas Streß gemacht und versuchen gerade alle offenen Punkte (Bankbürgschaft, Versicherungsnachweise, etc.) abzuhaken, damit wir schnellstmöglich einen offiziellen Termin vom Werk genannt bekommen.
Ab dann heißt es dann „Countdown läuft“ 🙂

Bis dahin bleibt dann noch genügend Zeit, um sich mit anderen Themen zu beschäftigen. Etwa „wie gestalten wir eigentlich den Vorgarten?“ oder „lohnt sich Öko-drain Pflaster bzw. gibt’s da überhaupt hübsche Steine?“

Der Hauptpunkt mit dem wir uns beschäftigen ist allerdings ein anderer. Wir dürfen oder müssen unser Oberflächenwasser in den ca. 25 – 30m entfernten Bach leiten. Ob das ein Vor- oder Nachteil ist – darüber sind wir uns noch nicht im Klaren. 😉
Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass wir unser Regenwasser durch ein langes Rohr bis zum Bach leiten müssen. Da liegt es doch nahe, dass man irgendwo auf diesem Weg eine Zisterne verbuddelt um sich die optisch unschönen Regentonne zu sparen.
Bei der weiteren Beschäftigung mit dem Thema kommt man unweigerlich zum Punkt Regenwassernutzung für WCs und Waschmaschine. Als Laie glaubt man gar nicht was es da alles zu beachten und zu entscheiden gibt.
Stand heute:
Die hausinterne Verrohrung um das Zisternenwasser auch für WC’s und Waschmaschine zu nutzen, werden wir definitiv ab Werk mit einbauen lassen. So sind wir auf der sicheren Seite, wenn wir in 1-2 Jahren das Wasser aus der Zisterne nicht mehr nur für den Garten nutzen wollen.

Bei der Größe der Zisterne sind wir derzeit noch unsicher. Von mir aus gerne 12.000 Liter, aber ich denke das ist zu viel 😀
Aber was ist besser: eine Betonzisterne oder doch eher aus Kunststoff? Was für ein Filter? Schwimmende Pumpe??? Schwierig!
Bisherige Tendenzen: Betonzisterne mit externem, großem Filter und schwimmender Wasseraufnahme. Bei der Größe sind wir uns noch nicht sicher, aber da der Garten damit zumindest teilweise mitbewässert werden soll, tendieren wir aktuell zu 5.000 Liter.

Ander formuliert: Anregungen, Kommentare und Erfahrungsberichte sind gerne gesehen!  🙂