Decken, Decken und noch mehr Decken!!!

Nachdem wir bereits vor knapp 2 Wochen nahezu alle Decken und Wänden geschliffen und grundiert hatten, musste irgendwann der nächste Schritt folgen: Tapete drauf!
Wir gehören (leider?) nicht zu den Leuten, die eine „nackte“ gestrichene Wand schön finden. Wobei das so nicht ganz korrekt ist! Wir haben nichts gegen gestrichene Wände, allerdings eher im Flur oder anderen Räumen. In Wohnräumen wirkt das auf uns irgendwie kalt. Sprich: uns fehlt das Wohlfühlklima!

Deshalb fiel uns die Entscheidung nicht schwer: Tapete muss her!
Wir haben uns recht schnell für klassische Rauhfasertapete entschieden. Allerdings nicht die altbekannte Variante, sondern Rauhfaserflies vom Typ „Romantic“; d.h. eine etwas weniger „rauhe“ Version der Rauhfasertapete.

Leider hat so ein Raum nicht nur Wände, sondern auch eine Decke! Und Decken zu tapezieren ist wirklich eine Strafarbeit! Und wenn man dann, wie ich (Bauherr) auch noch perfektionistisch veranlagt ist, dann ist das ein echtes Projekt!
Hat man passendes Material, das richtige Werkzeug und am besten eine fahrbare Arbeitsbühne, dann geht das bestimmt locker von der Hand. So eine Arbeitsbühne hatten wir leider nicht zur Hand. Stattdessen hat sich der „leichtgewichte“ Bauherr eine günstige, aber wenig vertrauensvoll wirkende Konstruktion einfallen lassen (siehe Bilder am Ende des Artikels). Sagen wir es mal so: es funktioniert. Nicht mehr – nicht weniger! 😉

An dem Tag an dem das Projekt „steifer Nacken“ eigentlich beginnen sollte, wurde es spontan verschoben. Unser Elektriker rief an und sagte seinen angekündigten Besuch spontan ab. Da aber das Baugerüst in den nächsten Tagen entfernt werden sollte, musste kurzerhand Ersatz gefunden werden! An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Antennentechnik Friedrich für die sehr kurzfristige Unterstützung bei der Anbringung unserer SAT-Schüssel!

Dem Start des Projekts „steifer Nacken“ stand nun also nichts mehr im Weg! Voller Elan und Tatendrang wurde im Raum mit der größten Deckenfläche (Wohn- / Esszimmer) begonnen 8O.
Am Ende des ersten Tages war gerade einmal die Decke des Küchenbereichs und ein kleiner Teil des mittleren Bereichs (inkl. Erker) tapeziert! Ganz schön deprimierend! 🙁

Insgesamt dauerte es fast 3 Tage, bis die Decke des großen Wohn- / Esszimmers fertig war. Zum Glück is Man(n) nicht ganz doof und lernt dann doch irgendwann dazu. Das Gästezimmer hat dann nur noch ca. 4 Stunden in Anspruch genommen. Zwei Zimmerdecken an einem Tag sind aktuell Stand der Dinge.
In den nächsten Tagen werden erst einmal die Wände der bereits „deckentapezierten“ Zimmer fertig gestellt. Dann kommt noch etwas Farbe ins Spiel. Wir haben u.a. keine Lust mehr ständig sämtliches Geraffel von einem ins andere Zimmer zu schleppen; z.B. den noch eingepackten Vinylboden. Der ist eigentlich ständig im Weg.
Deshalb werden jetzt erst mal ein paar Zimmer komplett fertig gemacht, sprich Decken und Böden, und dann geht’s weiter!
Oder anders formuliert: Projekt steifer Nacken wird vorerst auf Eis gelegt und das Projekt „blaue Knie“ startet demnächst! 😛

Bevor ein paar aktuelle Fotos kommen, schnell noch ein paar Profitipps zum Thema Decken tapezieren:

  1. Vliestapete ist ein Segen!
  2. Vorkleistern macht Sinn!
  3. Vom Licht weg tapezieren
  4. In größeren Räumen wird die erste Bahn mittig angebracht! Nicht am Rand – das geht schief – im wahrsten Sinn des Wortes!
  5. Die erste und die letzte Tapetenbahn wird ausgemessen und zugeschnitten (etwas „Spielraum“ ist immer gut!)
  6. Weitere Bahnen können von der Rolle tapeziert werden. Cutter-Messer oder Scheere in der Hosentasche kommt immer gut 😉
  7. Ab einer Tapetenbahnlänge größer 5m braucht man entweder Superkleber oder einen zweiten Mann 😛
  8. Zeit nehmen!!! 30min. pro Bahn sind am Anfang ein guter Schnitt!

Hier noch ein paar Bilder: