Kleines Garagenresümee

Auch wenn unsere Garage erst gut ein dreiviertel Jahr alt ist, wollen wir aufgrund der hohen Zahl an Rückfragen ein paar Details zeigen und ein kleines Zwischenfazit ziehen!

Um es gleich vorweg zu nehmen: wir haben unsere Entscheidung bislang nicht bereut und würden uns wieder für die Multibox entscheiden!

Bevor die technischen Details und die Fotos kommen, erst einmal ein paar Infos und das, was uns nicht gefallen hat:
Unsere Multibox ist 6,05m breit, 6,00m tief und 2,58m „hoch“. Das Hörmann Sektionaltor ist 5m breit und 2,08m hoch. D.h. theoretisch passt auch der 1,97m hohe VM Multivan (Bulli) rein – darauf anlegen würde ich es allerdings nicht 😉
Der Torantrieb stammt von Sommer und kann durch die 3 Handsender, den Tasten-Cody oder dem Knopf im Innern der Garage geöffnet / geschlossen werden.
Um „mal eben“ in die Garage zu kommen haben wir noch eine Hörmann Nebeneingangstüre im Standardformat mitbestellt. Und damit auch etwas Tageslicht in die Garage kommt, bzw. ausreichende Luftzirkulation gewährleistet wird, haben wir noch ein kleines Fenster einbauen lassen.

Mit der Qualität der Garage sind wir sehr zufrieden. Nahezu alles macht einen sehr wertigen Eindruck. Von wegen „Holzgarage“ 😉
Das Montageteam machte auf uns einen sehr eingespielten und routinierten Eindruck.

Die ersten Monate diente die Garage einzig als Materiallager für den Feinsteinboden, Werkzeug und hauptsächlich für den anfallenden Müll. Meine Güte … kaum zu glauben wie viel Müll alleine beim Innenausbau anfällt! Aber das ist eine andere Geschichte!

In dieser Zeit wurde das Garagentor pro Monat max. 10 Mal geöffnet. Trotzdem zeichnete sich bereits nach wenigen Wochen ein Kratzer auf den obersten zwei Sektionen des Garagentors ab.
Die Reklamation im Februar gestaltete sich dann allerdings doch schwieriger als erwartet. Zuerst wurden wir vom Hersteller an das Montageteam (Subunternehmer? Kooperationspartner?) verwiesen.  Von dort kam erst einmal gar keine Reaktion. Auf erneute Nachfrage wurde geantwortet, dass es sich wohl nicht um einen Gewährleistungsfall handeln würde, da das Tor bei der Abnahme im September einwandfrei funktionierte. Viel mehr vermutet man, dass es sich um die Folgen einer überfälligen Wartung handeln würde. Diese müsse nämlich mindestens 1 Mal pro Jahr von zertifizierten Hörmann-Technikern durchgeführt werden.
Bumm – das hat gesessen! Wie jetzt … Inbetriebnahme Ende September … Kratzer seit Februar … überfällige Wartung!?! Nenenene… so konnten wir das nicht stehen lassen!
Diese „Missverständnis“ konnten wir jedoch über den Hersteller klären. Wäre ja auch noch schöner!
Am Ende lief es auf einen Deal hinaus – das Problem wurde bei einer durch uns für 2014 in Auftrag gegebene Torwartung beseitigt. Diese hat letzte Woche statt gefunden.
Ursächlich war – wie vermutet – die Führungsschiene des Zugmechanismus – daran scheuerte das Tor gelegentlich.

Ein weitere Punkt war, dass das Tor sich gelegentlich nicht richtig schloss. Es fuhr herunter und kurz bevor es vollständig geschlossen war, fuhr es wieder ein Stück nach oben. Quasi die Notfunktion, als wäre etwas zwischen Tor und Boden. Dies wurde während der Wartung ebenfalls behoben. Ursächlich war hier die Spannung der Feder, da fehlte eine Umdrehung.

Mit was waren wir bislang sonst nicht zufrieden? Ganz einfache Frage: das Tür-„Schloss“! Der Aufpreis für ein richtiges Profilzylinderschloss war uns zu hoch, deshalb wählten wir das normale Buntbartschloss. Die Lösung von Hörmann sieht in diesem Fall so aus: in die Aussparung für ein Profilzylinderschloss kommt ein Plastikstück, das eine Öffnung für den Schlüssel hat.
Für Innentüren mag das ja noch funktionieren … egal … bei uns hat das keine 10 Schließvorgänge gehalten. Danach war das Plastikteil derart verzogen, dass das Schloss nur noch von innen benutzbar war.
Aber … selbst ist der Mann – für knapp 30€ ein 31mm Profilzylinderschloss besorgt, eingebaut und das Thema ist erledigt!

Was gibt’s sonst noch zu sagen?
Die Garage bietet ausreichend Platz für unsere zwei Autos. Wie auf den Bildern unschwer zu erkennen ist, herrscht in unserer Garage noch „leichtes“ Chaos. Da stehen noch viel zu viele Sachen drin, die noch geordnet oder weggebracht werden müssen. Trotzdem ist ausreichend Platz für beide Autos + Regale + Schubkarre, Werkzeug, Müll 😉

Unser Garagenfundament wurde von der gleichen Firma erreichtet, die unsere Bodenplatte für das Haus errichtet hat. Hier würden wir, wie in einem älteren Artikel bereits geschrieben, auf das preislich günstigere Angebot des Garagenherstellers zurückgreifen. Die wissen sicher wie man das Fundament am besten herstellt 🙂

Die Garage selbst ist in Holzständerbauweise aufgebaut. Die Außenwände bestehen aus unverrotbaren Multithermfaserplatten (recycelte Kunst- und Dämmstoffe), die an der Außenseite mit einem Streichputz versehen werden. Die Balken des Ständerwerks sind mit ihren ca. 8cm Dicke für diese Konstruktion eigentlich überdimensioniert. Aber das ganze Konstrukt soll ja ein paar Jahre überdauern ;-).
Die Wände der Garage werden auf ca. 2cm dicke Multitherm-Faserplatten gestellt, so dass der Holzbalken in Fundamentnähe keinen direkten Kontakt mit dem Boden hat. Somit zieht das Holz auch kein Wasser.
Da die ganze Konstruktion etwa 2 – 2,5cm über die Grenzen des Fundaments hinaus geht, funktioniert die Abdichtung hier auf die gleiche Weise.
Trotzdem kämen wir nicht auf die Idee unseren Schnee im Winter an die Garagenwand zu schippen. Auch wenn sie das in der Theorie aushalten sollte.

Nach oben hin ist die Garage übrigens ähnlich aufgebaut wie unten. Hier steht das Dach ebenfalls etwas über. Dadurch wird eine Luftzirkulation ermöglicht und die heiße Sommerluft bzw. die Abwärme des Autos kann über diese Schlitze nach draußen gelangen.

Die Decke gibt’s in unterschiedlichen Varianten – einfaches, verzinktes Stahltrapez, verzinktes Stahltrapez mit Vliesbeschichtung und Stahltrapez mit Dämmung.
Nachdem der Aufpreis für ein gedämmtes Dach den Mehrwert nicht deckt, haben wir uns für die Vlies-Variante entschieden. Entstehendes Kondenswasser wird damit größtenteils am Dach gehalten und tropft nicht sofort herab.
Vielleicht ist das Dach damit auch gar nicht der kühlste Punkt des Gebäudes – wir werden es sehen, wenn es im Herbst mal so richtig kalt wird!

Was im Vergleich zu einer Betongarage definitiv anders ist: die Nebeneingangstüre hat eine sichtbare Türschwelle / Stolperfalle. Das ließe sich vermutlich nur ändern, wenn man im Innern der Garage noch Pflastern würde oder dicke Natursteine verlegen würde. Dann hätte das Holzständerwerk allerdings direkten Kontakt zum Boden und könnte mit Wasser in Kontakt kommen. Also leben wir einfach damit 🙂

Das Fenster macht hinsichtlich der Abdichtung zum Loch, das gesägt wurde, keinen allzu hochwertigen Eindruck. Hier müssen wir ggf. noch einmal mit Silikon nachhelfen.
Bei der Türe kann etwas Bauschaum oder Silikon ebenfalls nicht schaden 😀

Puh … das klingt jetzt so, als wären wir nicht zufrieden … aber genau das Gegenteil ist der Fall. Ich würde sagen das ist jammern auf hohem Niveau! Wir sind wirklich sehr zufrieden mit unserer Garage und vorallem mit dem Preis und dem, was wir dafür bekommen haben.
In ein paar Wochen werden wir den Innenausbau (Strom, Licht, ggf. Netzwerk) in Angriff nehmen. Die Leerrohre liegen jedenfalls bis zur Garage. Mal sehen was uns da so einfällt – z.B. eine Überwachungskamera? Mal sehen!

Jetzt gibt’s noch ein paar aktuelle Bilder der Garage: