Bastelstunde(n) im Bad

Während unserer kleinen Vorbemusterung hatten wir beim Thema Bad kurzen Prozess gemacht. Dort gab es viele kleine Musterkojen mit diversen Produkten und eine große Koje, die quasi ein vollständiges Musterbadezimmer zeigte.
„Ja, ungefähr so hätten wir uns unser Bad auch vorgestellt“ hieß es da schnell.
Anpassungswünsche waren natürlich ebenfalls reichlich vorhanden, aber so ein Doppelwaschtisch mit Unterschrank in Wandmontage, eine nahezu ebenerdige Duschtasse und eine schöne Badewanne … nehmen wir!

Bei der endgültigen Bemusterung gab es dann den von uns ursprünglich ausgesuchten Waschtisch Unterschrank (Duravit Ketho) nicht „zum anfassen“. Wir hatten nur die Info, dass im Werk in Wenden (bei der Vorbemusterung) ein Duravit Ketho Doppelwaschtisch Unterschrank mit einem großen Fach in der Farbe „basalt matt“ oder „anthrazit matt“ ausgestellt war. Hm … ein großes Fach … hm … *überleg* … und überhaupt … die Farbe passt irgendwie nicht zu den ausgesuchten Wand- und Bodenfliesen.
Also sahen wir uns in der Ausstellung um und stießen recht schnell auf den „großen Bruder“ (Duravit X-Large), der natürlich eine Echtholzfurnieroberfläche hatte und viel besser aussah als der ursprünglich ausgesuchte Unterschrank. Haken dran und weiter geht’s …

Haken… ja, also … der Haken … der kam dann mit der ausführlichen Mehr- / Minderkostenrechnung. Der kleine Bruder sollte so um die 650 € kosten. Geht, aber gefällt ja nicht mehr.
Der große Bruder sollte so um die 1100 € kosten…
Also gefiel uns dieser nach Erhalt dieser Information plötzlich auch nicht mehr so gut 😉
Oder anders formuliert: Waschtische, Unterschränke und Armaturen flogen aus der Ausstattung raus! Das hätten wir gerne alles „aus einer Hand“ machen lassen, aber wenn das Budget das nicht erlaubt, dann muss man halt kreativ werden 😉

Wie so viele Bauherren landeten wir auch recht schnell beim gelben Möbelriesen aus Schweden. Die Godmorgon Serie macht unserer Meinung nach einen guten Eindruck und steht den deutlich teureren Konkurrenzprodukten auf den ersten Blick in nichts nach. Außerdem gibt es in der gesamten Serie viele, passende Zusatzprodukte, die das Bad schöner machen.
Wo sich Bauherrin und Bauherr einig waren: Ikea-Armaturen wollen wir dann doch lieber nicht! Da hatten wir auch schon andere ausgesucht!
Wo wir uns nicht einig waren: Waschbecken! Der Bauherrin war das eigentlich recht gleich ob man die von Ikea nimmt oder nicht und der Bauherr wollte „was Anständiges“.
Also einigte man sich und im „kleinen Bad“ im EG gibt’s deshalb jetzt das volle Ikea-Programm mit Ikea Godmorgon Unterschrank und Odensvik Waschbecken. Dazu eine Wasserspararmatur von Grohe.
Im „großen Bad“ im OG gibt’s den Gormorgon Unterschrank in groß mit Duravit Starck 3 Doppelwaschtisch.

Der erfahrene Leser wird – genauso wie alle Mitarbeiter von Sanitär- und Badfachgeschäften – sofort „das klappt nicht“ rufen! Aber … der Bauherr hat eigentlich alles abgemessen und es sollte passen!

Beim Bad im EG gab’s nur kleine Probleme. Wobei selbst diese waren zeitraubend!
Zuerst die gute Nachricht: beim Godmorgon Unterschrank wird der Waschtisch nur durch Silikon mit dem Unterschrank (und ggf. der Rückwand) „verklebt“. Eine separate Befestigung, wie man es von Waschtischen anderer Hersteller kennt, erfolgt nicht. Allerdings ist das alles kein Problem. Die 4 dicken Schrauben, die in die 16mm dicke Holzwerkstoffplatte geschraubt wurden, halten mühelos das Gewicht des Unterschranks inkl. aufliegendem Waschtisch.
Außerdem verbaut WeberHaus an den Stellen an denen Waschtische geplant sind sowieso zusätzliche Holzlatten oder -Platten, damit sichergestellt ist, dass einem der Waschtisch nicht gleich von der Wand fällt, wenn man sich anlehnt oder darauf abstützt 😉
Jetzt zum kleinen Problem: Ich habe keine Ahnung was sich die Entwickler von Ikea dabei gedacht haben, als sie diesen „Raumsparsiphon“ entwickelt haben!!! 👿
Egal wie man es anstellt: das Teil muss entweder links oder rechts in die Ecke geschoben werden, damit die obere Schublade vom Unterschrank nicht anstößt. An dieser Stelle greift dann aber das gute alte Hebelgesetz in Verbindung mit der Schwerkraft. Beides zusammen lässt den Siphon leicht nach unten hängen. Durch die Schräglage drückt es den Gummi an der Verbindung zum Waschtisch auf der einen Seite zusammen und auf der anderen Seite entsteht ein Mini-Spalt. Durch den … na, er wer weiß es … Wasser rinnt.
Lösung: die zentrale Schraube am Ablauf des Waschtischs muss dann derart fest angezogen werden, dass man Angst hat, dass das Plastikgewinde auf der anderen Seite jeden Augenblick in tausend Teile springt!
Andererseits ist die Lösung für den Überlauf witzig konstruiert 😉
Da WeberHaus die Anschlüsse für das Frischwasser und den Ablauf für das Schmutzwasser derart eng zusammen setzt, mussten wir etwas fummeln bis der Ablauf vom Siphon bis zum Rohr dicht war. Außerdem waren wir 2 oder 3 mal bei Ikea und 3-4 mal im Baumarkt, da wir das flexible Ablaufrohr (wie in der Anleitung beschrieben) gekürzt hatten um dann, beim Wassertest, feststellen zu dürfen, dass wir es anders machen müssen.
Mein persönliches Highlight in diesem Fall: dieser Siphon ist integraler Bestandteil des Waschbeckens (oder des Unterschranks 😕 ) und hat keine eigene Ersatzteilnummer. Oder anders formuliert: den kannst Du nicht nachkaufen!
Also … da ist dann Kreativität und Durchhaltevermögen gefragt!
Fazit 1: War anstrengend, sieht gut aus und ist dicht! Ob das in 5 Jahren noch so sein wird werden wir dann sehen!

Den Doppelwaschtisch samt Befestigungsmaterial, Schallschutz und Geruchsverschluss haben wir für relativ kleines Geld bei einem großen Internet-Badshop (nein, nicht Reuter! Der Andere 😉 ) gekauft.

Auch wenn das jetzt nicht ganz zum Thema passt: dieser Aufputz Geruchsverschluss von Viega, den wir dort gekauft haben ist echt super! Auf der Suche nach einem Bild, das ich hier verlinken kann, bin ich im Katalog des Herstellers darauf gestoßen, dass es die Teile auch für die Unterputz-Montage gibt!!! Wie geil (sorry) ist das denn??? Gut, verlorene Ohrringe, Kinderzähne oder sonstige Gegenstände, die den Weg durch den Ablauf des Waschbeckens schaffen sind dann im Siphon „in der Wand“, aber dieses ganze Gewurschtel unter dem Waschtisch fällt weg und man hat einfach ein Rohr, das vom Ablauf in die Wand geht. Fertig aus. Der Siphon ist dann übrigens hinter einer Platte „versteckt“, so dass man keine Fliesen abschlagen muss um an die verloren gegangenen Schätze zu kommen! 😉
Schaut mal beim Katalog des Herstellers auf Seite 24. Das findet Ihr unsere Variante und die UP-Variante!

Als wir den „kleinen“, 130cm breiten Waschtisch in unser Auto luden hatten wir schon leichte Bedenken, dass dieses Monster überhaupt an der Wand hängen bleiben würde. Der Waschtisch war schwer – sehr schwer: 38,5kg ohne Armaturen.
Waschtisch mit 130cm Breite und Unterschrank mit 120cm Breite? Wie soll das denn gehen? Naja … das war bei den passenden Unterschränken von Duravit auch nicht anders. Also wird schon passen. Und die Tiefe… ja, also … bis auf 1 oder 2 cm ist das ähnlich.
Der Waschtisch hing, die Armaturen waren dran. Dann kam der Unterschrank. Dranhalten und … klong… oh… geht nicht. Der Unterschrank hat in der Mitte (an einem Befestigungspunkt) so einen Holm, der die normalerweise nur aufliegenden Ikea Waschbecken an dieser Stelle abstützen soll. Passt nicht … also … schnipp schnapp … Holm ab. Und dazu gleich noch die Befestigung neu angebracht.
Dann wieder: dranhalten und … hm … müsste passen. hängt mittig etwas durch … hm !?!? Erst mal befestigen. Und? Passt! Ja krass … Geld gespart und eine tolle Lösung bekommen!
Voller Elan werden die Schubfächer, die für die Montage natürlich entfernt wurden, geholt und eingesetzt. Das erste sitzt … toll … jetzt das Zweite … und … dong!
DONG!?!?!?! Oh nein! Oh doch! Das Rohr vom Ablauf ist durch den Verschlussmechanismus zu lang und hängt so tief, dass die Rückwand des oberen Schubfachs direkt daran hängen bleibt. Aber so richtig. Da reden wir nicht von 2-3 cm. Ne, das sind 10, 11 oder 12cm. Ach Du Sch…!!!

Wir sind damit so umgegangen wie wir es immer machen, wenn es nach dem Bauherren geht: wir lassen es erst mal liegen und hoffen / spekulieren darauf, dass sich eine Lösung findet 😉 🙂 😀

Naja, welche Lösung gibt’s wenn etwas im Weg ist und stört? Abmachen!
Die Verlängerung des Ablaufs durch den Verschluss wollten wir nicht wirklich opfern, da wir dann auch den Verschlussmechanismus hätten entfernen müssen und ein kleines Loch in der Armatur übrig geblieben wäre. Außerdem wäre das Rohr vom Ablauf zum Siphon zu kurz geworden.
Also kommt nur Variante B in Frage: die Schubfächer müssen „passend gemacht“ werden.
Also … kurz gemessen und die Stichsäge herausgeholt… naja … so einfach war es nicht!
Einerseits sind die Wände des Godmorgon Schubfachs recht einfach konstruiert (3 Holzstäbchen, die durch eine Plastikhalterung links und rechts zusammengehalten werden), andererseits ist der Bauherrn bekanntlich perfektionistisch veranlagt und hat keine Lust darauf, dass sein Duschgel irgendwann von alleine den Weg von der oberen in die untere Schublade findet, nur weil mal etwas verrutscht.
Also musste eine stabilere Konstruktion her.
Da der Rest des Schubfachs sehr robust ist, lässt sich das aber locker bewerkstelligen: man nehme einfach etwas Holz, in ungefähr gleicher Dicke und Breite wie beim restlichen Rahmen, ein paar 3 oder 3,5 cm lange Holzschrauben und etwas Holzleim. Optional noch ein paar Stuhlwinkel und passende, kurze Schrauben.
Dann sägt man einen passenden Ausschnitt in das Fach, befestigt die passend zurecht geschnittenen Holzteile „um“ den Ausschnitt und verschraubt zuerst die einzelnen Hölzchen der Rückwand mit den Zuschnitten. Am Ende fixiert man das Schlussstück mit etwas Holzleim.
Damit die Geschichte auch mehrere Monde überdauert sollte man die ganze Konstruktion entweder von unten mit zusätzlichen Schrauben stabilisieren oder (wie wir) Stuhlwinkel verbauen.
Die Stuhlwinkel hätten wir gerne innenliegend montiert, aber da fehlte der passende Bit für die Ratsche. Das nur als Tipp für die Optik.

Auf den nachfolgenden Bildern werdet Ihr sehen, dass die Ausschnitte in den Schubfächern unterschiedliche Breiten haben. Das liegt daran, dass der Bauherr beim zweiten Schubfach einfach weniger konservativ ausgeschnitten hat und die Toleranzen etwas kleiner ausgefallen sind.

Fazit: die Konstruktion der Marke Eigenbau hält, sieht gut aus und erfüllt absolut ihren Zweck. Der „Zuschnitt“ der Fächer fällt uns gar nicht mehr auf (so viel zum Thema „wenn ich das weiß, dann sehe ich das immer und es stört mich!!!! 😀 ).
Ersparnis im Vergleich zu „lassen wir machen“: 50 – 60%!
Und hier reden wir nicht von einer Kostenbasis im Bereich rund um 1000 € sondern von um die 3000 bis 4000 € (je nachdem, ob man sich im Kleinen Bad mit einer so genannten Halbsäule zufrieden gibt oder ob man dort auch einen Waschtisch möchte).

Das gesparte Geld haben wir in passende Ikea Badschränke investiert – passend zu den jeweiligen Unterschränken! Aber das ist eine ganz eigene Geschichte…

Jetzt noch ein paar Fotos von der wilden Bastelei 🙂

Der große Spiegelschrank im OG erhält demnächst noch eine 73cm breite LED Aufsatzlampe, die via kabellosem EnOcean Schalter gesteuert werden kann. Das wird auch eine kleine Bastellösung. Dazu gibt es dann aber einen kürzeren Bericht – versprochen 😛

Gartenplanung

Momentan beschäftigen wir uns mit dem Thema „Garten“. Wahrscheinlich werden wir dieses Jahr nicht mehr wirklich viel anpflanzen können und unsere Priorität liegt auch erstmal darauf, dass wir unseren riiiiiiesen Erdhügel wegbekommen, der stört nämlich die schöne Aussicht zum Bach hin :). Aber wir müssen ja schon mal die nächste Gartensaison in Angriff nehmen und vieles muss man ja durchaus auch schon im Herbst anpflanzen, damit es im nächsten Jahr blüht.
Wir haben sehr lehmigen Boden und die Aussagen dazu gingen von „Oh, da könnt ihr ja gar nicht wirklich was anpflanzen“ bis „Och da muss man einfach nur ein bißchen Mutterboden unterziehen und dann wächst da eigentlich alles“. Tja da wir beide jetzt nicht so wirklich mit dem grünen Daumen gesegnet sind, sind solche Aussagen eher verwirrend für uns.
Bisher wissen wir nur, dass wir die eine Seite zu unseren rechten Nachbarn mit Pflanzsteinen abstützen wollen, bzw. müssen, weil die etwas höher liegen. Rundrum wollen wir einen Maschendrahtzaun oder einen Doppelstabmattenzaun, das kommt aber eher auf den Preis an…immerhin müssen ca. 82 Meter Zaun her. Wir wollen sowohl Obstbäume und Obst, als auch Hochbeete mit Gemüse. Blumen dürfen natürlich auch nicht fehlen…am Besten natürlich auch solche, die auch als Insektenfutterplätze dienen! Ein Schmetterlingsflieder ist also u.A. ein absolutes MUSS! 🙂
Ansonsten sind wir noch sehr flexibel und darum seid ihr jetzt gefragt…wir brauchen eure Gartenerfahrungen und Empfehlungen, praktische Tipps zur Gartengestaltung und zu den Pflanzen!
Die Bauherrin (also ich ;)) hat sich z.B. total in eine violette Stockrose verliebt, die sie auf einem Foto gesehen hat…leider habe ich sie bisher weder online noch in diversen Gärtnereien entdecken können. Wer also zufällig weiß, wo ich so eine Stockrose herbekomme, darf sich gerne melden.