happy halloween

Gruselige Grüße 🙂

Bastelstunde im Bad – Teil 2

Unserem Spiegelschrank im OG fehlte noch ein für uns wichtiger Punkt: Licht!

Wie vor einiger Zeit berichtet, hatten wir den Waschtischunterschrank beim schwedischen Möbelhaus gekauft und auf unsere Bedürfnisse angepasst.
Den dazu passenden Spiegelschrank hatten wir auch angebracht.
Die benötigten Stromkabel hatten wir damals schon eingeplant und legen lassen. Allerdings hatten wir damals weder ein EnOcean-Modul im Technikraum, noch separate Schalter eingeplant. Wir dachten, dass eine Dauerstromleitung genügen würde und der Rest vom Spiegelschrank übernommen würde.

Jetzt gibt es von IKEA selbstverständlich auch Lampen und LEDs für Spiegelschränke, aber wirklich gefallen hat uns das alles nicht.

Weil wir gerade schon so in Bastelstimmung waren, haben wir uns für eine weitere „do it yourself Lösung“ entschieden:

Bestandteile:

  • eine moderne, helle LED mit ausreichender Breite oder eben mehrere kleine LEDs für die Aufschrankmontage. Wir haben unsere LED bei Amazon gekauft. Kosten: 68 € zzgl. 3,90 € Versand = 71,90 €
  • EnOcean Stromstoßschalter
    gibt es in verschiedenen Ausführungen: potentialfrei oder eben nicht.
    Unser Modell: FSR61-230V für die dezentrale Montage
    Kosten: 60 € zzgl. Versand
  • EnOcean Mini-Schalter in Anthrazit
    Unser Modell: FMH2-an
    Kosten: 29,44 € zzgl. 7,99 € Versand

Gesamt knapp 170 €

Die Schwierigkeit der Montage hielt sich in Grenzen. Die LED war recht leicht zu montieren: positionieren, Bohrpunkte markieren, Löcher anbohren und die Lampe dann mit den mitgelieferten Schrauben endgültig montieren.

Beim Anschluss der Elektrik taten wir uns hingegen schwer. Die Anleitung des Stromstoßschalters war nicht ganz verständlich!
Sicherung raus – L + N aus der Wand an den Stromstoßschalter … und die beiden Kabel der LED an den Schaltausgang angeschlossen.
Sicherung rein & Schalter einlernen (total easy!).
Schalter betätigen … es klackt leise, A-B-E-R … die LED bleibt dunkel … hm… *überleg*

Am Ende scheiterte es bei uns an einem Wort: potentialfrei! Sprich: am Schaltausgang liegt keine Spannung an! Noch einmal kurz in die beiliegende Anleitung geschaut und … „oh, so ist das also gemeint…“
Am Schaltausgang muß also noch Spannung aufgelegt werden… Fehler behoben und schon funktioniert es! 🙂

Den klebbaren Eltako Mini-Schalter haben wir unter den Spiegelschrank geklebt.
Das sieht dann so aus:

Beim nächsten Kauf würden wir statt einem potentialfreien Stromstoßschalter die Version mit 230V nehmen. Dann spart man sich ein paar Kabel. Das ist aber auch das Einzige, das wir beim nächsten Mal anders machen würden!

So, jetzt müssen wir schnell den Staub vom Spiegelschrank entfernen und dann genießen wir unser Wochenende! Wir hoffen Ihr tut das Gleiche! 🙂

Kann WeberHaus Bad???

Die etwas provokant und im Bild-typischen Stil gestellte Frage können wir selbstverständlich nicht grundlegend klären, sondern nur unseren subjektiven Eindruck vermitteln und einige Beispiele nennen.
In Kürze würde unsere Antwort „Ja, aber…“ lauten. Warum? Das ist eine längere Geschichte…

Mit der Arbeit des Fliesenlegers, der unser großes Bad (von Gästen wegen der anscheinend ungewohnten Größe schon als Kathedrale bezeichnet) gefliest hat, waren wir eigentlich sehr zufrieden. Eine der großen Bodenfliesen scheint zwar 1 – 1,5 mm tiefer zu liegen, als drei der vier angrenzenden Fliesen, aber das stört kaum und fällt auch optisch kaum auf. Und je nach Norm sind hier 2mm oder sogar 3mm Höhendifferenz gestattet.
Im Bad im EG gibt’s ebenfalls kaum etwas zu beanstanden. Der Übergang an der Tür war etwas krumm (Differenz von der linken Kante zur rechten Kante ca. 1cm), aber das kriegt man mit etwas Fugenmasse, einem Dehnfugenprofil und etwas Kreativität auch so hin, dass man das kaschiert.

Also … woher kommt die Frage, ob WeberHaus das Thema Bad beherrscht oder nicht???

3-4 Wochen nach dem Einzug stellten wir im Technikraum eine Verfärbung der Decke fest. Genauer gesagt ging es um den Bereich zwischen Decke und Wand:

Verfärbung an der Decke

Wasserflecken an der Decke

Als Verursacher kam die direkt darüber befindliche Duschtasse in Frage. Die Vermutung bestätigte sich recht schnell. Mit bloßem Auge konnte man erkennen, dass sich die Silikonnaht zur Außenwand gelöst hatte und sich ein nicht unerheblicher Spalt (1-2mm) bildete. Spätestens dann, wenn man in der Dusche stand.
Also verzichteten wir vorerst auf die Benutzung der lieb gewonnen, großen Dusche und nutzen die Duschmöglichkeit im Gäste-WC im EG.
Bei der näheren Betrachtung der Silikonfugen im Bad, fanden wir am Übergang bodentiefes Fenster / Boden noch eine Silikonfuge, die sich nahezu vollständig gelöst hatte.
Ca. eine Woche später wurden die Silikonfugen von einem WeberHaus Kundendienst-Mitarbeiter erneuert. Die alten Fugen hatten nur noch sehr wenig Kontaktfläche und konnten ohne große Mühe und fast an einem Stück abgezogen werden. Als damals verfugt wurde, hatte man wohl vergessen den Untergrund zu reinigen. Am besten man nehme Spiritus zur vorbereitenden Säuberung, bevor man verfugt. Dann würde die Fuge auf jeden Fall perfekt halten. So wurde es uns jedenfalls gesagt.
Die Verfärbungen an der Decke sollten wir weiter im Auge behalten…

Im August löste sich dann die Silikonnaht um die Duschtasse im OG; also quasi die äußere Umrandung. Nach näherem Hinsehen stellte sich heraus, dass sich offenbar die komplette Duschtasse knapp einen cm gesetzt hatte. Das war gerade an den Übergängen zur Wand sehr gut sichtbar, da die dort angebrachte Silikonfuge quasi frei an der Außenwand hing und zur Duschtasse ein deutlicher Spalt zu sehen war.
Leider haben wir davon keine Fotos gemacht. Zumindest konnten wir unter den gemachten Bildern keine finden.
Da wir keine Lust hatten schon wieder so lange nörgeln zu müssen bis das jemand erledigt und da wir ja wussten welches Silikon (Hersteller & Farbe) wir zu verwenden haben, hat der motivierte Bauherr die alten Fugen selbst herausgekratzt und erneuert.
Kleiner Tipp: macht das nicht 😀 Das hat ein komplettes Wochenende versaut, weil es eine ganz schöne Plackerei war bis die alte Fuge ordentlich aus dem Spalt zwischen Duschtassen und gefliestem Boden herausgekratzt war.

Um auf Nummer sicher zu gehen, haben wir wieder eine Woche darauf verzichtet die Dusche im OG zu benutzen.

Ende August war es dann wieder soweit: die im Juli neu gemachte Silikonfuge in der Dusche hatte sicher wieder gelöst. Beim Betreten der Dusche hörte man ein merkwürdiges Geräusch, das sich wie eine Mischung aus Reißverschluss öffnen und fliesendes / plätscherndes Wasser anhörte. Die Fuge hatte sich wieder vollständig gelöst.
Die Silikonfuge, die das Kopfende der Badewanne mit der gefliesten Wand verbindet, hatte sich zwischenzeitlich ebenfalls gelöst und hing mehr oder weniger alleine an der Wand und hatte den Kontakt zur Acrylwanne verloren.
Völlig genervt übernahm die Bauherrin den Anruf beim Kundendienst. Dort versuchte man es erst mal mit der Schiene, dass Silikonfugen nicht in der Gewährleistung / Garantie beinhaltet wären, da es sich um Wartungselemente (ähnlich Bremsen oder Öl beim Auto) handeln würde und so etwas wäre ja außen vor.
Zum Glück konnte meine Frau durch zielgerichtete Argumentation recht schnell verdeutlichen, dass die Silikonfuge nur ein Symptom ist und dass das Problem ganz woanders läge.
Am 9. September war es dann soweit: zwei Mitarbeiter von WeberHaus trafen am frühen Morgen bei uns ein. Die Ursache für unsere Probleme hatten Sie schnell gefunden: die Acryl Duschtasse stand nicht richtig auf dem Boden.

Es dauerte keine 15 Minuten und man hatte im Technikraum weitestgehend alles abgeklebt. Innerhalb weniger Minuten sah die Decke so aus:

Hilfe – wir haben ein Loch in der Decke!

Die Duschtasse wurde von unten gerichtet und die Standbeine wurden weiter raus gedreht. Zwischenzeitlich durften wir beim „Wackeltest“ unterstützen und fleißig in der Duschtasse im Kreis laufen. Irgendwann stand die Duschtasse bombenfest. Nur die Ecke an der sich der Ablauf befindet, wippte noch einen (Bruchteil von einem) Millimeter.
Während der eine WeberHaus Mitarbeiter die geschaffene Öffnung in der Decke wieder verschloss, zog der Kollege (der angebliche Silikonspezialist) die Silikonfugen an Dusche und Badewanne neu.
Nach knapp 6 Stunden war die Nachbesserung beendet.

Was sofort zu erkennen war: die neuen Silikonfugen waren wesentlich breiter als die ursprünglichen Fugen. Gerade bei der transparenten Fuge am unteren Ende des Glasseitenteils fiel es uns auf. Dort war zuvor nur eine 1-2 mm dünne Randfuge, die eigentlich gar nicht zu sehen war. Jetzt ist da eine 8er oder 10er Fuge.
Die Fuge zur Wand ist jetzt in weiß und nicht mehr silbergrau (finden wir nicht so schlimm) und noch breiter als die transparente Fuge (schätzungsweise 10 oder 12mm).
Die Kombination aus breiter Fuge und falschem Farbton stört uns aber dann doch. Noch störender fanden wir aber die Qualität der Fuge außerhalb der Dusche. Aber seht selbst:

Das Schlimmste ist jedoch, dass wir das Vertrauen verloren haben. Es verging über eine Woche bis wir uns wieder in die Dusche trauten. Mittlerweile nutzen wir die Dusche wieder. Trotzdem ertappen wir uns regelmäßig selbst dabei, wie wir im Technikraum einen prüfenden Blick an die Decke werfen oder – noch schimmer – in der Dusche gebückt oder kniend die Fuge beäugen.

Letztendlich stellen wir uns die Frage ob es gut war eine Acrylduschtasse auf eine „Holzdecke“ zu stellen. Lag es jetzt nur daran, dass die Duschtasse wackelte und dadurch die Fugen undicht wurden? Oder ist die Vollholzplatte einfach so weich, dass die Duschtasse deshalb etwas eingesackt ist und die Naht deshalb gerissen ist. Nasses Holz gibt unter Belastung ebenfalls nach. Das würde ggf. das zweite, größere Problem erklären. Das sind jedoch nur unsere Mutmaßungen, da es mit der kleineren Duschtasse im EG (die auf der Bodenplatte steht) keinerlei Probleme gibt.

Wäre es ggf. sinniger gewesen eine Stahlduschtasse an Stelle einer Acrylduschtasse zu wählen? Diese hätte sich unter Belastung nicht so verwunden. Hätten die Fugen dann gehalten? Nur so eine Vermutung…
Letztendlich wird die Zeit zeigen, ob die Dusche jetzt „dicht“ bleibt. Drückt die Daumen!!!

Das Loch in der Decke unseres Technikraums wurde mittlerweile wieder mit passender Gipskartonplatte und Spachtelmasse verschlossen. Hat alles WeberHaus gemacht.
Fehlt noch schleifen und streichen – dann ist da wieder alles in Ordnung.
Sollte eigentlich auch WeberHaus machen. Zumindest hat man uns das so gesagt. Wir warten mal ob / wann sich jemand meldet.

Was gibt’s noch zum Thema Bad zu sagen?
Etwas merkwürdig fanden wir auch, dass man heutzutage offenbar gar keine Silikonfugen mehr z.B. zwischen WC oder Urinal und Wand zieht. Das haben wir dann selbst gemacht, da wir das beim Waschtisch ohnehin machen mussten.
Vielleicht hätten wir das Thema bei der Planung / Bemusterung selbst ansprechen müssen / sollen. Keine Ahnung!
So hatten wir bei der Silikonfarbe freie Auswahl und haben mit Froschgrün einen Farbakzent gesetzt!
Nein – war nur Spaß! 😀
Wir haben den Farbton Vanille gewählt – wir finden das passt sehr gut:

 

Fuge am Waschtisch

Fuge am Waschtisch

Gerade Fugen ziehen ist eigentlich gar nicht schwer

Gerade Fugen ziehen ist eigentlich gar nicht schwer

Kurven zu verfugen sind hingegen kniffelig

Kurven zu verfugen ist hingegen kniffelig

Und da wir jetzt schon seit gefühlten Stunden über Silikonfugen schreiben, können wir, passend zum Thema, auch schreiben, dass wir schon die nächste Fuge gefunden haben, die nur noch halbseitig hält: die Randfuge zwischen Fliesen und Fensterrahmen hat sich gelöst und den Kontakt zum Fenster verloren:

Die nächste Fuge, die sich löst...

Die nächste Fuge, die sich löst…

Kann das alles wirklich so kompliziert sein???

Geburtstag!!! Wie die Zeit vergeht…

Meine Güte – wie die Zeit rennt!!!
Vor etwas mehr als einem Jahr, genauer gesagt am 16. September 2014, hatte unser Haus seinen ersten Geburtstag!!!
Das fühlt sich irgendwie merkwürdig an 🙂
Irgendwie unvorstellbar, dass es schon ein Jahr her sein soll, dass unser Haus gestellt wurde. Andererseits wohnen wir auch schon seit 4 Monaten in unserem „Castle“.
Und wir genießen jeden Tag! Im eigenen zu Hause zu leben, in Echt wie selbstverständlich durch die Räume gehen, die man lange Zeit nur auf Plänen und Zeichnungen gesehen hat – unbeschreiblich! 🙂

Als kleines Resümee können wir bescheinigen, dass

  • die ersten 4-6 Wochen wie im Rausch vergehen!
    Man möchte so oft wie möglich und so lange wie es geht am und im Haus verbringen. Jeder Baufortschritt wird wohlwollend zur Kenntnis genommen. Jeder noch so kleine Mangel / Schönheitsfehler wird sofort bemängelt und kommt einem Weltuntergang gleich!
  • ab der 7. Woche kommt es einem so vor als ginge es nicht mehr vorwärts.
    Man wartet auf irgendwelche Montageteams (Maler, Fliesenleger, etc.) und die Trockenzeit des Estrichs kommt einem vor, wie das Warten auf das Christkind am heiligen Abend.
  • man sich zu Beginn TOP motiviert in die Eigenleistungen stürzt und die „Ja hört das denn nie auf“-Phase erstaunlich lange auf sich warten lässt.
  • kleinere Mängel, auf die man stößt oder (was natürlich nie vorkommt) die man in der Eigenleistungsphase quasi selbst produziert, auf eine Liste der Dinge kommen, die man dann erledigt, wenn die größeren Aufgaben erledigt sind.

Nach gut einem Jahr sind wir „eigentlich“ fertig. Eigentlich …
Nun ja … eigentlich müssen „nur“ noch ein paar Silikon- und Acrylfugen gezogen werden, das Interieur des Arbeitszimmers aus den Umzugskartons befreit werden, die Außenlampen angebracht werden, etc.
Und dann wäre noch das Thema Außenanlage bzw. Garten.
Es gibt also auch bis zum 2. Geburtstag noch genug zu tun. Wir hoffen, dass wir bis zum 2. Geburtstag auch mit der Außenanlage, dem Garten und der Terrasse „eigentlich“ fertig sind.  😉

Was vor ca. einem Jahr am Morgen noch so aussah:

So, das erste Bauteil steht!

sah am Abend des 16.09.2013 so aus:

Letztes-Teil-fertig

Ein Jahr später:

einjähriges