Winterruhe? Naja…

Wie einige sicher festgestellt haben, machen wir sehr viel in unserem eigenen Tempo.
Manche Bauherren liegen im ersten Sommer nach dem Einzug bereits im fertig gestalteten Garten auf der Sonnenliege und relaxen.

Wir machen das anders. Und das hat viele Gründe:

Einerseits fehlten die südlichen Nachbarn.
Da man sich mit diesen nicht nur die gemeinsame Grenze, sondern auch die Zufahrt teilen muss, hat es wenig Sinn gemacht, die Außenanlagen bzw. den Garten im großen Stil in Angriff zu nehmen. Aber dieses Thema hat sich dieses Jahr erledigt. Die Ausrede für den inneren Schweinehund somit auch 🙂
Andererseits könnte man beim Bauherren (also mir) vermuten, er habe schwäbische Wurzeln.
Geizig würde ich das jetzt nicht nennen, aber formulieren wir es doch mal so:
beim Budget verfährt der Bauher nach dem ökonomischen Prinzip.
Für das kleine Teilprojekt bedeutet das: mit minimalem Aufwand ein vorgegebenes Ziel erreichen. Insgesamt gilt allerdings: mit den gegebenen Mitteln das maximale erreichen.

Meine Oma hat früher mal gesagt: lieber den Magen verrenkt, als dem Wirt was geschenkt!
Auf unsere Situation umgelegt bedeutet das wohl: lieber die Muskeln gezerrt, als dem GaLa-Bauer was geschenkt 😛

Spaß beiseite … vielleicht gibt es unter den Lesern ähnlich gesinnte Bauherren (bitte melden 🙂 ), die es auch so handhaben wie wir.
Die Kosten minimieren, durch Dingen, die man selbst machen kann (durch Eigenleistung / Muskelhypothek)  und mit den „gesparten“ Euros Projekte finanzieren, die man sich sonst nicht leisten könnte.

Ein solches Beispiel wäre z.B. unsere Gabionenabstützung zu den nördlich gelegenen Nachbarn. Zu diesen hatten wir ursprünglich einen kleinen Höhenunterschied von vielleicht 20cm. Die kommen dadurch, dass wir an einer Straße liegen, die etwas bergauf geht.
Jetzt hat aber unser südlicher Nachbar mit Keller gebaut und nahezu den kompletten Aushub auf seiner verbleibenden Gartenfläche verteilt. Daraus resultierte dann zu uns ein Höhenunterschied von etwa einem Meter (an der Grundstücksgrenze), der mit (mehr oder weniger hübschen) L-Steinen abgefangen wurde…
Glücklicherweise hatten wir mit den ca. 40m³ Aushub des Pools noch etwas „Erde“ über, die wir verteilen konnten. Damit konnten wir die Höhendifferenz zumindest soweit drücken, dass man nicht mehr an längst vergangene Zeiten mit der Berliner Mauer erinnert wurde, sobald man bei uns im Garten stand und zu jenen Nachbarn rüber schaute.
Andererseits möchte man natürlich einen halbwegs ebenen Garten. Wer will schon Fussball im eigenen Garten spielen, wenn der Ball ständig in Richtung Zaun rollt?
Letztlich erhöhte sich der Höhenunterschied zum nördlichen Nachbarn von knapp 20cm auf knapp 40 bis 50cm.

Sprich: wir mussten auch etwas tun!
Endergebnis: wir setzen einen Zaun, der ca. 50cm höher ist als unsere Wunschhöhe, setzen davor eine Gabione mit Natursteinen und schieben dann die Erde wieder ran.
Verstanden? Nein? Wir auch nicht 🙂
Also … so sollte das aussehen:

Das gefällt uns doch ein ganzes Stück besser als die ursprünglich vorgeschlagene Variante mit Hangflorsteinen und ist von den Materialkosten auch ein ganzes Stück günstiger als bewährte L-Steine, auf die ein Zaun montiert werden kann.

Jetzt sprechen wir hier aber von einem ca. 25m langem Stück, auf dem wir wesentlich höher liegen als der Nachbar. Die Gabionen sind ca. 50cm breit und ca. 50cm hoch. Nach Adam Riese wären das dann 6,25 m³. Machen wir lieber mal 7m³ draus, damit wir lieber zu viel als zu wenig haben. Das wären dann (ja nach Material) so 11,7 bis 13,1 Tonnen!
Und wie kommen die in den Garten? Klar … per Schubkarre!

So kam es also, dass die Bauherren selbst am 23. Dezember fleißig „Steinchen“ in die Schubkarre packten, um diese dann über den halb gefrorenen Boden in den Garten zu fahren.
Jetzt liegen dann schon mal ca. 2t Steinchen im Garten und warten darauf in die Gabione gepackt zu werden.
Von Winterruhe also keine Spur … es geht munter weiter…

So sieht „der Garten“ aktuell aus:

Der Pool ist im Wintermodus, die ersten Steinchen sind im Garten.
Wollen wir mal hoffen, dass wir die für 2017 gesteckten Ziele (endlich Rasen einsähen und die armen Hortensien, die seit 3 Jahren in Töpfen „leben“ müssen auspflanzen) baldmöglichst umsetzen können.

Wir halten Euch auf dem Laufenden…
und jetzt wünschen wir euch einen guten Rutsch und nur das Beste für 2017!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.