Hausnummer

Sie ist da! Unsere Hausnummer!!
Okay, eigentlich haben wir sie noch gar nicht gesehen, weil wir sie erst zum Geburtstag geschenkt bekommen, aber ich konnte einfach nicht widerstehen und hab einfach mal schnell ins Päckchen geschaut. Und bevor ich sie gleich wieder eingepackt habe und brav bei meiner Mutter abgegeben habe, mußte ich noch schnell ein Foto machen. 😉
Hausnummer

Gekauft haben wir sie bei Ebay und optisch schauen sie schon toll aus. Sie sind  aus Edelstahl, 20cm hoch und sind zu finden unter Avantage Design VA Nirosta Inox.
Mit dem Montieren müssen wir ja leider noch etwas warten, aber was wir haben, haben wir ;).

Kein Fortschritt beim Bebauungsplan, aber Armaturen schon da

Leider warten wir weiterhin auf grünes Licht von der Stadt Unna, damit wir unseren Bauantrag einreichen können. Aber die Änderung am Bebauungsplan sind anscheinend noch nicht vollzogen. D.h. wir müssen weiter warten. 🙁

Das Grundstück bleibt weiterhin unangetastet und ähnelt weiterhin eher einem Biotop als einem Baugrundstück. Sprich: vom Haus ist aktuell nichts zu sehen, A-B-E-R:
die Armaturen sind schon da. Da wird einem immer etwas über schlechte Lieferperformance von Dornbracht erzählt und als Folge daraus beschließt man möglichst schnell zu bestellen und dann klingelt es an der Haustüre und keine 14 Tage nach Bestellung ist die Lieferung vollständig 🙂
Zugegeben, unsere Armaturen sind vermutlich keine „Exoten“, trotzdem waren wir positiv überrascht.

In unserem „großen Bad“ im OG haben wir uns für Armaturen der Serie „LaFleur“ von Villeroy & Boch entschieden. Uh? Villeroy & Boch Armaturen gekauft und über die Lieferperformance von Dornbracht geschrieben? Dem verwirrten Leser sei erklärt, dass Villeroy & Boch Armaturen bei Dornbracht gefertigt werden.

Warum LaFleur? Ganz einfach: in unserem Haus wird es recht viele Stilelemente vom Typ „minimalistisch elegant“ bzw. „minimalistisch modern“ geben, so dass wir bei den Armaturen ganz bewusst die etwas verspieltere, organische Form wählen. In einem modernen Bad geht es ohnehin schon sehr „steril“ zu (Fliesen, Glas, etc.). Mein persönlicher Favorit ist der Papierrollenhalter für das WC, auf dem ein kleines Blümchen abgebildet ist. Leider gibt’s davon kein Bild beim Hersteller, aber sucht im Netz einfach mal nach Bildern zu „Villeroy & Boch LaFleur Papierrollenhalter mit Deckel und Dekor“.
Allen die in Ihrer Jugend mit Französisch in der Schule gequält wurden muss ich vermutlich nichts erklären. Für die Lateiner unter Euch: La Fleur = französisch und heißt schlicht und ergreifend „die Blume“ 😉

Und so wird es (vermutlich) bei uns aussehen:

  • Doppelwaschtisch Starck 3 von Duravit mit je einer „LaFleur“ als Einlocharmatur für die Bauherrin und den Bauherrn:
    Link zum Hersteller
  • Unsere Dusche bekommt neben dem normalen Schlauchbrausegarnitur noch eine Regendusche mit Deckenanbindung. Aufgrund der Regendusche und aus Kostengründen haben wir uns gegen eine Unterputz-Thermostat-Lösung entschieden und werden stattdessen einen Unterputz-Einhebelmischer mit Umschaltung (für die Umschaltung zwischen Regendusche und Handbrause) verbauen lassen. Hier gibt’s die Links zum Hersteller für:
    den UP-Mischer
    die Regendusche
    die Schlauchbrause
  • Bei der Badewanne wurde es etwas komplizierter. Wir hatten uns für eine Duravit Starck Wanne mit Mittelablauf entschieden. Aber irgendwie konnten wir keine Optimale Position für die Wanne finden. Und freistehend – das wollten wir dann doch nicht. Dazu nutzt man die Wanne wohl zu selten. Also haben wir die Wanne „unter“ die Dachschräge positioniert. Und damit man keine Platzangst bekommt haben wir die Wanne ca. 30cm in den Raum verschoben, damit mehr Luft zwischen Wanne und Dachschräge ist. Der Zwischenraum wird verschlossen und passend verfliest.
    Jetzt stellt sich nur die Frage: Wo kommt die Armatur hin? Die Standard Aufputz-Armatur ist raus, weil’s keine Wand gibt, an der man sie anbringen könnte. Unsere Möglichkeiten wären: eine freistehende Armatur, eine UP-Variante mit Befüllung über den Einlauf oder eine Vierloch-Armatur, die auf den gefliesten Bereich gesetzt wird.
    Letzteres ist dann unsere Wahl. Befüllung über den Überlauf wäre eigentlich mein Favorit gewesen, aber nachdem das preislich nur geringfügig günstiger gewesen wäre und man das Problem mit der Anbringung der Brause samt Schlauch nicht eleganz gelöst bekommt, haben wir uns für die 4-Loch Variante entschieden:
    So sieht’s aus: Link zum Hersteller

Was für Armaturen ins „kleine Bad“ im EG kommen haben wir noch nicht entschieden. In der Dusche wird es wohl eine ganz normale Aufputz Armatur mit Schlauchbrause und gut. Das werden wir recht spät entscheiden, wenn wir wissen wohin die Kostenreise geht 😉

An dieser Stelle gibt’s mal ein dickes Lob an WeberHaus! Wir hatten uns vor der Bemusterung in Linx keine Gedanken über die Armaturen in unserem Bad gemacht. In Linx haben wir dann recht naiv entschieden, dass die Armaturen aus dem Vertrag genommen werden sollen und Bauherrenleistung sind.
Ganz so einfach ist das natürlich nicht. Gerade wenn man bedenkt, dass wir die Ausstattungsvariante „Bad komplett“ gewählt haben.
WeberHaus hat sich aber sehr kooperativ gezeigt und wir haben eine gemeinsame Lösung gefunden mit der beide Seiten gut leben können.

Jetzt bleibt nur noch die Frage: Fluch oder Segen? Bis es in Sachen Haus weiter geht wird noch einige Zeit vergehen. Aber die Armaturen sind schon da und rufen „pack‘ mich aus! Bring‘ mich an! Benutze mich!“ 😉

Bemusterung – 2. Tag!

Zuerst einmal ein Danke an Tom vom Projekt Villa 1.0, der uns mit dem Hinweis, auf den vermutlich nicht ganz so hohen Aufpreis, doch noch zu unserer „geliebte“ Haustüre verholfen hat. Noch liegt uns keine offizielles WeberHaus Statement vor (ja, auch die Kollegen von WeberHaus dürfen mal ein paar Tage abschalten, bevor wir sie wieder unter Dampf setzen 🙂  ), aber wenn sich die Mehrkosten ungefähr in dem vermuteten Rahmen bewegen, dann wird es wohl doch noch eine kleine Änderung geben.

Zurück zur Bemusterung: die zweite Nacht in Kork war irgendwie entspannter. Draußen war’s noch kälter und auf den Straßen wegen überfrierender Nässe schön glatt, aber im Hotel war’s mukelig warm. Am nächsten Morgen ging es dann nach einem leckerem Frühstück bei super Wetter und strahlenden Sonnenschein wieder nach Linx zu Weberhaus – womit wir auch beim eigentlichen Thema wären 🙂

Wie bereits mehrfach erwähnt haben wir die Böden im EG (mit Außnahme des Gäste-Zimmers) alle in unserem Vertrag „mit drin“. Durch vorheriger Recherche im Internet wussten wir, dass bei WeberHaus unter Anderem Bodenbeläger der Firma Steuler „im Programm“ sind. Und irgendwie hatten wir uns in einen ganz bestimmten Feinstein Bodenbelag „verkuckt“. Dabei handelt es sich um die Serie Livin‘ von Steuler. Letztlich waren wir uns nur nicht sicher, ob uns die Bodenfliese in schiefer oder toffee besser gefällt bzw. wir wussten nicht, welches besser passen würde.
Und so standen wir im Sonnenschein vor 8 oder 10 von diesen „Schränken“ mit ausziehbaren Fliesenmustern und suchten und suchten. Zwischenzeitlich blieben wir immer wieder bei der ein oder anderen Bodenfliese hängen, aber eigentlich waren wir nur auf der Suche nach „unserer“ Bodenfliese. Irgendwann gab unser Ausstattungsberater, der immer mal wieder versuchte uns die ein oder andere Bodenfliese schmackhaft zu machen, auf und recherchierte, in welchem der vorhandenen Fächer „unsere“ Livin‘ versteckt ist.
Und kaum wurde das Fach geöffnet stand die Bauherrin mit leuchtenden Augen da und starrte dann den Bauherren (also mich) mit verunsichertem Blick an. Jaaaaaa, sie gefallen mir auch sehr gut. Schnell noch mal ein mitgebrachtes Muster der Küchen-Fronten dran gehalten und dann stand fest: dieser Punkt ist abgehakt!
Unser Bodenfließe im Wohn-/Essbereich, der Diele, dem Technikraum und … wenn wir schon mal dabei sind … auch gleich in beiden Bädern sieht folgendermaßen aus:
Unsere BodenflieseUnsere Bodenfliese
Leider zeigt das Foto nicht die tatsächliche Farbe. Die Bezeichnung „toffee“ trifft es schon ziemlich genau. Allerdings lässt sich die Größe erahnen. Mit 40cm x 70cm sind die schon recht groß. Aber uns gefallen sie super!
Die schieferfarbenen fanden wir auch toll, aber die passen nicht ganz so gut zum Rest des Interieuers 😉

Weiterlesen

Bemusterung – 1. Tag!

Am 12. und 13. November war es soweit: unser Bemusterungstermin stand an!
Damit wir auch alles in den 2 Tagen durchkriegen, sind wir schon am Tag davor angereist, haben uns die Gegend angesehen, Straßburg einen Kurzbesuch abgestattet und sind dann in unser wames Bettchen des Hotel Schwanen gefallen.
Und trotz Außentemperaturen von unter 0°C war es da wirklich warm. So warm, dass wir nachts das Fenster öffnen mussten und wir mitten in der Nacht auf allen Vieren durch das Hotelzimmer gekrabbelt sind, um den verflixten Heizkörper zu finden, der voll  aufgedreht war. Aber Fehlanzeige – da war nichts zu finden. Da war es einfach so warm. 🙂

Am nächsten Morgen ging es dann nach einem ausgiebigen Frühstück in die WeberHaus Zentrale nach Linx. Dort angekommen rieben wir uns erst mal verwundert die Augen: keiner da 😉 Naja … so ganz stimmt das nicht: Montags ist die repräsentative „World of Living“ von WeberHaus geschlossen. Und so sieht es auf den ersten Blick auch aus: Türen zu, niemand zu sehen 🙂
Aber eine der Eingangstüren war dann doch auf und kaum waren wir drin, konnten wir schon unsere Namen auf dem LCD-TV erkennen, der ununterbrochen alle Bauherren begrüßt.
Also schnell das Bauherrin- und Bauherren-Schild angebracht und ab in Richtung Ausstellung. Gerade als wir vom rechten Weg abkommen wollten … oder anders formuliert: kurz bevor uns der Sog der Musterbadausstellung vollständig einsaugen konnte, kam Herr Hahn und wir konnten uns in das Beratungsbüro retten 😉

Als wir Herrn Hahn von unserer „warmen Nacht“ im Hotel Schwanen berichteten, meinte er nur „Aha … Sie sind also im Anbau untergebracht. Der ist übrigens von Weberhaus!“. Das könnte dann erklären warum es so warm war. Die Außenwände sind einfach richtig dicht 😉

Dann ging es aber los! Herr Hahn schlug vor die Bemusterung anhand des Hauses von oben nach unten und von außen nach innen durchzugehen. Da hatten wir auch nichts dagegen, also ging es beim Dach los. Und schon bei der ersten Frage, der Frage nach den Dachschindeln, standen wir da und zuckten mit den Schultern. Die Farbe ist sowieso vom Bebauungsplan vorgegeben (grau) und ob die Form der Schindeln S-förmig oder gerade ist, war uns jetzt nicht sonderlich wichtig. Letztendlich haben wir uns für die S-förmigen Schindeln entschieden. Unser Haus hat so viel Geradlinigkeit, da dürfen die Schindeln gerne geschwungen sein 😉
In diesem Stil ging es dann erst mal weiter. Was es alles zu entscheiden gibt. Wahnsinn! Farbe und Form der Dachbalken (Überstände), Kunststoff- oder Holz-Alu-Fenster? Farbe der Fenstergriffe? Farbe und Art der Innen- und Außenfensterbänke? Integrierte Fliegengitterleiste? Rolläden in Kunstoff oder Alu? Und mein persönlicher Favorit: Farbe der Führungsleiste der Rollädenführungsschiene!

A-B-E-R … zu Beginn hatten wir noch den Eindruck wir müssten uns schnell entscheiden, um in 2 Tagen fertig zu werden. Aber das ist Käse. Man sollte sich die Zeit nehmen, die man braucht. Immerhin muss man ja einige Zeit mit seinen Entscheidungen leben. Und eigentlich ist seitens WeberHaus auch ausreichend Zeit einkalkuliert worden. Zumindest bei uns.
Und manche Entscheidungen treffen sich von ganz alleine; z.B. bei den Fenstern: wir haben eigentlich anthrazit-farbene Kunststofffenster aus einem der gewählten Hattrick-Programme. Die Diskussion, ob der Aufpreis für Holz-Alu-Fenster (außen aus langlebigem Aluminium und innen mit der Oberfläche aus Holz) gerechtfertigt ist, wurde nach kurzer Rücksprache mit dem WeberHaus Bauingenieur schnell beendet. Will oder muss man den KFW-40 Standard einhalten, dann bleibt einem eigentlich nichts anders übrig als die dreifachverglasten Kunststofffenster zu wählen.
Und so doof wie es jetzt klingt: wir waren froh, dass uns manch eine Entscheidung auf diese oder eine ähnlich Art abgenommen wurde.
Die andere, wohl bekanntere Art, ist der Preis: bei den Außenfensterbänken standen wir merkwürdigerweise relativ lange. Dort gab es neben dem Standard noch weitere mehr oder weniger abweichende Alternativen.
Als wenig künstlerisch angehaucht kann ich es aus meiner Sicht grob zusammenfassen: es gab den Standard und 3 weitere, dem Standard sehr ähnliche Fensterbänke. Dazu noch 2 weitere in einem dunklen, fast schwarzen Anthrazit und mit unterschiedlicher Oberfläche (poliert und offenporig).
Sagen wir es mal so: bei uns hat der Preis in einigen Situationen die Alternative ausgestochen. Oder anders formuliert: wir haben uns eigentlich immer die Frage gestellt: ist uns diese Änderung den Aufpreis wert? Bei den Fensterbänken hätte wahrscheinlich die glatte, anthrazit-farbene Fensterbank am besten gepasst. aber deren Aufpreis lag im dreistelligen Bereich pro laufendem Meter. Und jetzt sucht noch mal unsere Pläne raus und zählt mal die laufenden Meter 😉
Also zurück zum Standard.

Manche Dinge, etwa die Innentreppe und auch Teile der Badausstattung hatten wir bereits im Vorfeld bei einer kleinen „Vorbemusterung“ mit Herrn Hahn in Wenden geklärt. Das war bereits VOR Unterzeichnung des Bauvertrags. Wir wollten damals möglichst genau wissen wo wir preislich landen.

Obwohl wir uns nicht sicher waren, ob wir die Türen durch WeberHaus machen lassen oder ob wir das selbst übernehmen, haben wir uns natürlich auch Innentüren angesehen. Die Enscheidung hatten wir jedoch relativ schnell getroffen, da wir eine Standard-Türe langweilig fanden und andere Türen uns eher an „englischen Landadel“ erinnerten.
Viel „schlimmer“ war die Sache mit der Haustür. In Wenden hatten wir uns schon eine Tür angesehen und diese auch für gut befunden. In Rheinau-Linx gab es aber wahnsinnig viele, super-tolle Haustüren! Wir hatten uns sofort in eine Tür „verliebt“. Aber nachdem Herr Hahn ohne Weiteres keinen Preis finden konnte und der Name der Tür das kleine, unbedeutende Wörtchen „exclusive“ in sich trug, ahnten wir schon, dass das nichts Gutes heißen kann. Bei privaten Recherchen zu Hause durften wir dann feststellen, dass es sich bei der Haustüre um ein echtes Designerstück handelt, das im „ungemütlichen“ fünfstelligen Bereich liegt. So gesehen fanden wir die ursprünglich ausgesuchten Haustüre dann doch wieder sehr hübsch 🙂

Schon am Nachmittag des ersten Tags kamen wir zum Thema Bodenbeläge und Bad.
Zur Erläuterung: wir hatten bei der kleinen Vorbemusterung in Wenden bestimmte Elemente in den Vertrag aufgenommen. Am Ende wurde es der Vertrag mit Ausbaustufe „Bad komplett“ und einigen Zusatzelementen wie z.B. Feinsteinboden im EG im offenen Wohn-/Essbereich, der Diele und dem Technikraum.
Also ging es nicht nur um die Bäder, sondern auch um den Boden im EG.

Ich weiß, das ist jetzt gemein an dieser Stelle darum zu bitten demnächst wieder vorbei zu schauen, aber der Artikel würde den normalen Rahmen bei Weitem sprengen, wenn ich die verbleibenen Themen im gewünschten Detail darlegen würde.
Deshalb gibt’s jetzt noch ein paar Fotos und das Versprechen, dass es noch vor Neujahr den 2. Teil geben wird!

In ein paar Tagen gibt’s mehr zu unserer Bemusterung! Dann auch mit interessanteren Bildern z.B. von den Fliesen. Versprochen 🙂

Küche…zweiter Akt

Da es bei uns in einem Radius von 25-30km etliche Küchenstudios und Möbelhäuser mit Küchenabteilung gibt, hatten wir uns innerlich schon auf eine wahre Küchen-Odysse eingestellt. Zumal wir von allen Seiten gehört haben, dass wir so viele Termine wie möglich vereinbaren sollen, damit wir besser vergleichen und letztlich besser handeln können.
Zwei Küchenstudios haben wir nach Gesprächen mit Freunden und Bekannten sofort wieder von unserer Liste gestrichen:
Nummer 1: zu teuer
Nummer 2: anscheinend sehr unfreundliches und wenig kompetentes Personal

Weil wir nirgendwo auf „gut Glück“ hinfahren wollten, haben wir vorher bei allen potenziellen Kandidaten angerufen, um einen Termin auszumachen. Und da hat sich gleich die Spreu vom Weizen getrennt. Viele wollten wohl einfach kein Geld verdienen, denn es war ihnen anscheinend unmöglich uns trotz mehrmaliger Bitte zurück zurufen oder uns einen Termin innerhalb der nächsten drei Wochen zu nennen.

Im September waren wir schon mal bei Reddy Küchen in Holzwickede, um uns einen Überblick zu verschaffen, weil wir hier viel Gutes gehört hatten. Viele schöne Küchen in der Ausstellung und auch das Personal war sehr nett und nicht aufdringlich. Da wir bei der Gelegenheit gleich die Visitenkarte der Kundenberaterin eingesteckt hatten, war klar, dass wir auch mit ihr unseren Beratungstermin ausgemachen wollten.
Und so hatten wir unseren 1. Termin in Holzwickede. Bei Frau Trzcinski haben wir uns immer sehr gut aufgehoben gefühlt. Aus ihrer Sicht bzw. aus Sicht des Küchenplaners bzw. -Verkäufers waren wir wohl eher schwierige Kunden. WIR waren der Meinung zu wissen was wir gerne hätten und wollten dafür natürlich einen fairen Preis. Tatsächlich standen wir oft mit zuckenden Schultern da, wenn uns eine eigentlich nicht allzu schwierige Frage gestellt wurde (z.B. Mülltrennbehälter mit 2 oder 3 Fächern?). Sprich: es gab extrem viel Beratungspotential. Und hier hat Frau Trzcinski groß gepunktet. Keinerlei Resignation, immer nett und freundlich und es wurde nie versucht etwas zu verkaufen, das wir nicht wirklich brauchten oder das sie selbst nicht vertreten konnte. Bestes Beispiel: diese neumodischen Dunstabzugshaben in Lampen-Optik … besser gesagt: die kronleuchterähnlichen Lampen, die auch Luft umwälzen können. Die sehen neuwertig toll aus, wälzen die Luft um, aber sie sind einfach nicht sauber zu halten. Und das wurde uns dann auch offen und ehrlich gesagt.
Unser erster Planungstermin hat stolze 2,5 Stunden gedauert. Und dann kamen wir zum Preis: Joa wir wollten natürlich so wenig wie möglich bezahlen, aber das Preis-/Leistungsverhältnis hat wirklich gestimmt. Trotzdem wollten wir lieber noch eine Nacht „drüber schlafen“. Frau Trzcinski wäre es natürlich auch recht gewesen, wenn wir sofort zugesagt und unterschrieben hätten, allerdings blieb es bei Aussagen wie „ich würde mich schon sehr freuen, wenn wir jetzt zusammen kämen“. Kein Druck à la „hey… das ist aber ein Tagespreis, etc.“.

Den zweiten Termin hatten wir in einem Küchenstudio in Dortmund Aplerbeck. Ein Anruf, zwei Tage später einen Termin bekommen…perfekt. Auch hier gab’s ein große Auswahl verschiedener Küchenmodelle, Wahnsinn was es alles gibt.
Auch hier wurden wir gut beraten, allerdings war das Gespräch etwas zäher, da der Berater eine andere Taktik gewählt hatte. Wir sind erst durch die ganze Ausstellung gelaufen, um abzuklären, was wir uns vorstellen und was uns wichtig ist. Anschließend haben wir dann fast zwei Stunden monoton am Schreibtisch des Beraters gesessen und uns quasi mit uns selbst beschäftigt, weil er unsere Küche am PC geplant hat und der große 42 oder 50 Zoll Monitor leer blieb. Ja wir können uns auch sehr gut selbst beschäftigen, aber das hätte man wirklich geschickter machen können. Der Preis für eine nahezu identische Küche war hier ca. 3000€ höher, aber das endgültige K.O. Kriterium war die Aussage: „Nachlass kann nur der Chef gewähren und zu dem kann ich erst gehen, wenn sie mir eine Unterschrift für heute zusagen, weil es hier immer nur Tagesrabatte gibt!“
Wir haben uns angeschaut und wären am liebsten sofort rausgestürmt, aber da wir ja höflich sind, haben wir nur gesagt, dass man über so einen Kauf nicht übers Knie brechen sollte und wir noch etwas Bedenkzeit brauchen. Dann wollte man uns noch Ausstellungsmuster der Fronten und der Arbeitsplatte mitgeben, damit wir mal testen können, ob uns das alles gefällt…ähm ja, wir haben doch noch gar kein Haus und dementsprechend auch keine Räume. Wo sollen wir testen, ob das gefällt?? Ja nehmen Sie es einfach mal mit…ähm NEIN! Neeeee, das war uns dann doch alles irgendwie zu offensichtlich und am Ende sind wir dann doch fast rausgestürmt. Kennt Ihr das Gefühl, das einen überkommt, wenn man am einzigen Ausgang des Lebensmittelmarkts des Vertrauens von einer Schar „Marketingesxperten“ aufgehalten wird, die einem eine „kostenlose“ Tageszeitung in die Hand drücken wollen oder den so dringend benötigten KFZ-Schutzbrief nahe bringen wollen? So ungefähr war unser Gefühl…

Trotz nochmaliger Versuche einen Termin in anderen Küchenstudios zu bekommen, kamen diese nicht zustande, da man uns entweder keinen Termin zusagen konnte („zu viel los“) oder wir bis heute auf den Rückruf mit Terminvorschlag warten.

Alternativ waren wir dann noch einmal bei Ikea und haben uns dort Küchen angeschaut und dann unser Wunschmodell am PC selbst erstellt. Obwohl Ikea im Küchenbereich eine Riesenauswahl und erstaunliche Flexibilität vorweisen kann, konnten wir „unsere“ Wunschküche nicht 100% abbilden. Aber gut, 95% sind ja auch ein vergleichbarer Wert und die fehlenden 5% machten die Küche jetzt nicht weniger hübsch. Vom angezeigten Preis waren wir jedoch überrascht. Der lag über dem uns vorliegenden Angebot von Reddy Küchen. Und das bei vergleichbarer Ausstattung (Softverschluss der Schubfächer, etc.), Ausstattung mit IKEA-Geräten und ohne Montage
Und dann haben wir etwas gemacht, was zumindest für den Bauherren sehr untypisch ist, wir haben einfach auf unser Bauchgefühl gehört: wir haben einen weiteren Termin bei Reddy ausgemacht, haben noch ein paar Kleinigkeiten abgeklärt und dann ging es ganz „rasch“… in 2 Stunden waren wir durch 🙂
Geschafft… Thema Küche vorerst abgehakt!

Und für alle, die so lang durchgehalten haben kommen jetzt auch noch die Bilder dazu:

Hoffentlich verwirren Euch die Bilder nicht. Im zweiten Bild fehlt die Kochinsel + Dunstabzugshaube (um die dahinterliegenden Küchenelemente zu sehen). Das letzte Bild zeigt eigentlich die Blickrichtung „aus der Küche“, wenn man hinter der Kochinsel steht und ins Wohnzimmer blickt. Wo die an der Wand angebrachten Unterschränke und die integrierte Spüle abgeblieben sind weiß wohl nur das CAD-Küchenprogramm. Aber gut… diesen Blickwinkel wird man im echten Leben sowieso nicht hinkriegen 🙂 .

Nachtrag: die letzten beiden Fotos habe ich nachträglich hinzugefügt. Das war eine Küche deren grundsätzliche Art uns sehr gefallen hat. Die Beleuchtung wäre zwar optisch sehr nett, aber wir haben die Vorderseite der Kücheninsel lieber mit Schränken belegt, die sich per Push-Mechanismus öffnen lassen. Wir wollten eine Küche, die doch etwas anders ist als das, was jeder kauft. Bei den Farben der Fronten wollten wir dann aber doch keine Experimente (Mint oder Berry 😉 ) eingehen. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden 🙂

Technikdetails (Teil 2)

Wo es einen ersten Teil gibt, sollte es auch einen zweiten Teil geben. 😉

Dass wir auf eine Luft-Luft Wärmepumpe inkl. Kühlfunktion als Primärheizung setzen und zur Deckelung des Strombedarfs eine Photovoltaik-Anlage mit Batterie-Speicher setzen haben wir schon erwähnt.

Den kleinen Nachteil unserer Frischluft-Wärmetechnik haben wir selbst erst kurz nach der Unterschrift festgestellt: in den Bädern wird nur verbrauchte Luft abgesaugt aber keine Frischluft zugeführt. Das bedeutet im Umkehrschluss: das Bad muss anders beheizt werden! Im Standard hat Weberhaus mehr oder weniger hübsche Wandluftgebläse, aber das erinnert uns zu sehr an Nachkriegshäuser. Da werden wir wohl eher auf strombasierte Fußbodenheizungen oder beheizte Handtuchhalter umschwenken. Wir halten Euch auf dem Laufenden 🙂

Ein weiteres, kleines Highlight, das wir uns in Haus holen ist Weberlogic, das auf EnOcean basiert. Was das ist lässt sich in einem Satz oder in einem Buchband erklären. Kurz erklärt ist es ein Haussteuerungsstandard auf den sich verschiedenste Hersteller geeinigt haben. Der große Unterschied zu anderen, bereits bestehenden Systemen auf dem Markt ist, dass die verbauten Komponenten ohne eigene Stromversorgung betrieben werden und über Funk mit der zentralen Steuereinheit kommunizieren. Für die meisten Schalter funktioniert das z.B. so, dass beim Druck auf den Schalter ein kleiner Stromimpuls erzeugt wird, der ausreicht um ein Funksignal an die Haussteuerung zu senden. Bei Sensoren (z.B. Temperatur) muss der benötigte Strom anders „besorgt“ werden. Etwa über ein kleines, vom Taschenrechner bekanntes, Solarfeld oder notfalls über eine kleine Batterie 😉

Der Vorteil für beide Seiten (d.h. für Weberhaus und für uns) liegt auf der Hand. Die Art und der Standort der Montage von Schaltern ist variabel und kann sehr schnell geändert werden. So könnten wir z.B. die Rolläden zu Beginn mit einem Schalter irgendwo im Raum steuern. Wenn uns das zu umständlich wird, dann kaufen wir uns andere Schalter oder eine passende Fernbedienung, lernen diese an und fertig. Und wenn wir noch bequemer werden, dann passen wir die Visualisierung der Haussteuerung an und steuern die Rolläden über’s iPAD oder lassen sie Zeit- oder Helligkeitsgesteuert hoch oder runter fahren.

Und unterm Strich ist es natürlich auch eine große Spielwiese für den Mann im Haus. Was man(n) da alles machen kann 🙂
Abschattungsanlage selber „basteln“, Haustüre zeitgesteuert verschließen, Steckdosen per Mausklick ein- oder ausschalten, Zustände überwachen (huch? Alle Fenster zu???), etc.

ABER … wir starten natürlich nicht mit dem Vollausbau! Wir fangen mit dem Standard Weberlogic Paket an und werden nach und nach unsere aufkommenden Wünsche erfüllen. So ein System muss man ja auch erst einmal verstehen…

Was haben wir noch? Ach ja … durch die Hattrick-Aktion haben wir insgesamt 6 der so genannten Homeway Dosen. Naja … nehmen wir einfach mal so mit. Das reduziert dann die Zahl der CAT 7 Netzwerkdosen, die wir verbauen um netzwerkseitig ausreichend ausgestattet zu sein. Aber selbst diese Zahl wird überschaubar sein. Wir werden großzügig Leerrohre verlegen lassen. Den Rest machen wir dann bei Bedarf. Wir sehen momentan nicht ein in jeden Raum 3 oder 4 Netzwerkdosen zu platzieren, obwohl die in den nächsten Jahren kein Mensch braucht.

Demnächst geht’s zur Bemusterung – vielleicht gibt’s dann noch einen dritten Teil der Technikdetails 😉

 

Technikdetails (Teil 1)

Der Mann ansich ist ja ein sehr technik-begeistertes Wesen. Warum sollte es beim Bauherren, also mir ( 🙂 ), anders sein? Und so ein Hausbau stellt natürlich die größtmögliche Spielwiese für den gewöhnlichen Mann dar. Manch ein Mann steigt in knapp 39km Höhe aus einer kleinen Kapsel, die an einem Ballon baumelt. Andere machen sich um die technische Ausstattung ihres zukünftigen zu Hauses ein paar Gedanken.
Jeder so wie er mag 😉

Unter die Kategorie Technik fällt z.B. die Heizung. Seit meinen Kindertagen in denen ich im geschätzten Alter von 12 Jahren eine der ersten Erdwärmebohrungen in Deutschland gesehen habe, galt für mich „ui, das will ich (später) auch“.
Naja … oft kommt es dann doch anders als man denkt…
Eine Erdwärmebohrung hätte den finanziellen Rahmen wohl gesprengt. Zumal die Wahrscheinlichkeit auf Grundwasser bzw. Schlamm zu stoßen durch das kleine Tal, in dem sich das Neubaugebiet befindet, und den kleinen Bach samt kleinem Regenwasservorhaltebecken, sehr hoch ist.
Nach kurzer Recherche sind wir bei der Wohlfühlwärmetechnik gelandet. Und nachdem wir den Prospekt der Firma Proxon ausgiebig studiert hatten, haben wir uns für die moderene Variante, die Frischluftwärmetechnik, entschieden. Eine sehr effiziente nachvollziehbare Technik: es wird permanent Frischluft von außen zugeführt. Einem Teil der Luft wird durch eine hocheffiziente Wärmepumpe ein Teil der Wärme entzogen. Diese Luft wird zusammen mit der abgepumpten, verbrauchten Luft (der ebenfalls Wärme entzogen wird) aus dem Haus befördert. Die so gewonnene Wärme wird benutzt um die Frischluft für die Räume zu temperieren und Warmwasser bereitzustellen. Vorteile: kein Kamin & die gesamte Luftmenge im Haus wird in ca. 2 Stunden komplett ausgetauscht. Gerade bei sehr „dichten“ Häusern ein wichtiger Punkt um Schimmelbildung zu unterbinden.
Nachteil: das Ding wird mit Strom betrieben!
Um den Stromverbrauch in Grenzen zu halten und weil’s einfach extrem gemütlich ist, werden wir uns einen hübschen Kaminofen ins Wohnzimmer stellen (so viel zum Thema „kein Kamin“ 😉 – aber hier wird es „nur“ einen Edelstahl Außenkamin geben.).
Die permanente Lufzirkulation sorgt dann hierfür, dass es nicht nur im Wohnzimmer mollig warm wird, sondern auch in den anderen Räumen.

Um den Stromverbrauch weiter in Grenzen zu halten haben wir uns für eine Photovoltaikanlage (PV) entschieden. Meine Güte gibt’s da Unterschiede! Aufdach, Fasadenintegriert, mit/ohne Battery-Pack, 70% Drosselung oder ferngesteuert durch die Stadtwerke!?! Wir bekommen jetzt bzw. irgendwann wenn es soweit ist, eine Anlage mit 21 Solarpanneln und Batteriemodul des Herstellers Solarworld. Und gerade der Batteriespeicher, das so genannte SunPac hat es uns angetan. Warum? Ganz einfach! Wie fragt die Frau in der aktuellen E-ON Werbung? „Sag mal E-ON: gibt’s eigentlich so etwas wie einen Akku für Windenergie?“ Mag ja sein, dass es das gibt, aber den Akku für Solarenergie gibt’s auch. Und der lädt sich tagsüber durch die PV-Anlage auf und liefert Abends Strom, wenn die PV-Anlage nicht mehr genügend Sonnenstrahlen einfangen kann. Erst wenn das Ding leer ist, wird der Strom „aus der Steckdose“ verwendet.
Das ist nicht nur aus finanzieller Sicht praktisch, weil man für eingespeisten Strom weniger Vergütung erhält als man für zugekauften Strom bezahlen muss. Nein … da kommt mittlerweile ein weiterer Punkt hinzu: die so genannte EEG 2012 Bestimmung. Dahinter verbirgt sich die so genannte 70% Regel. Darin wird geregelt, dass man als PV-Besitzer 2 Möglichkeiten hat:

  1. Man schaltet die Anlage am Einspeisepunkt so, dass max. 70% der Nennleistung eingespeist werden können
  2. Man erhält vom Stromanbieter eine Komponenten, die es dem Netzbetreiber ermöglicht den Anteil des eingespeisten Stroms dynamisch zu regulieren.
    Das Gerät muss man natürlich mieten…

Das dient angeblich der Netzstabilität. Naja … das sei mal so dahin gestellt…
Der große Vorteil ist das SunPac bzw. die hohe Eigenverbrauchsquote: die 70% werden am Übergabepunkt gemessen bzw. eingestellt, also dort wo das, was wir „zu viel haben“ an die Stadtwerke übergeben werden. Und aufgrund des Eigenverbrauchs und dem SunPac ist es sehr unwahrscheinlich, dass wir überhaupt mal mehr als 70% der Nennleistung einspeisen werden. In solchen Fällen verzichten die Stadtwerke in der Regel auf die 70% Limitierung. Mal sehen wie’s bei uns kommt… Aber selbst wenn die Sperre kommt, dann sprechen wir hier trotz 70% Sperre von ein paar Promille „Verlust“.
Da lacht das Männerherz 🙂

Mehr für’s lachende Männerherz gibt’s demnächst…

Erste Pläne…

Im vorherigen Artikel hatten wir schon ausführlich über die Bestimmungen und Gegebenheiten gesprochen, denen unser Bauvorhaben unterliegt (B-Plan, Bodenwerte, Kosten, Budget, etc.).
Heute wollen wir das „was wir nicht machen“ beiseite stellen und das vorstellen, was wir vorhaben.
Unsere zukünftige Bleibe soll ein Haus der Serie „Generation 5.0“ von WeberHaus werden. Die grundsätzlichen Vorgaben (Kniestock, Gesamthöhe, etc.) werden durch den B-Plan bestimmt. Bevor ich jetzt groß erzähle was es wird, gibt’s erst mal die Pläne für unser Erdgeschoss und das Obergeschoss:

Was gibt’s zu sagen? Hm … okay, zum Erdgeschoss:
WeberHaus bietet grundsätzlich 3 Größen an, die sich 100, 200 und (na, wer hat’s erraten?) 300 nennen. Das sind natürlich nicht die m² Angaben 😉
Die 100er Variante mit eine Grundfläche von ca. 120 bis 130 m² (je nach Variante) war uns zu klein. Die 200er Variante hätte zwar gepasst, allerdings hatten wir sowohl mit 2 möglichen Kinderzimmern als auch mit 2 Büros für die Bauherren geplant. In der 200er Variante fehlt hierfür eigentlich der Platz. Mit unseren Vorgaben hätte es ein Generation 5.0 in 300er Ausführung werden müssen. Wie in einem vorherigen Artikel schon erwähnt, hat uns unser WeberHaus Ansprechpartner kurzerhand an die Hand genommen und in ein im Bau befindliches 200er Haus mitgenommen. Das Ergebnis seht Ihr beim Blick auf die Pläne.

Wir haben uns für die 200er Variante entschieden. Um das Haus im EG etwas aufzuwerten und um im OG den Platz für ein weiteres Zimmer zu schaffen haben wir das Grundpaket um einen Erker im EG und einen so genannten „dritten Giebel“ im OG erweitert. Das gibt uns im EG zum einen viel Platz um den Esstisch mit Blick auf den Garten aufzustellen und im OG haben wir die Möglichkeit ein weiteres Zimmer zu platzieren.

Noch ein paar Worte zum Erdgeschoss:
Hier noch einmal der Plan für alle, die schon wieder vergessen haben wie es dort aussieht:

Hier wird es einen großen Wohn- & Essbereich mit offenener Küche geben. Die Seite zum Garten wird mir sehr vielen bodentiefen Fenstern ausgestattet um möglichst viel Tageslicht einzufangen und um uns täglich darauf hinzuweisen, dass wir den Garten möglichst schnell fertig stellen 😉
Da uns der Keller fehlt wird die Technik in einem relativ groß dimensionierten Technik-Raum untergebracht. Ob die ca. 8m² ausreichen um unsere anscheinend überdimensionierte Technik unterzubringen wird sich zeigen 🙂
Im EG soll es neben einem Gästezimmer für unsere hoffentlich zahlreichen Gäste ein kleines Duschbad geben.

Über die eingestemmte Treppe geht es in das Obergeschoss:

An dieser Stelle müssten alle, die aufgepasst haben, lautstark protestieren! Warum? Zählt doch mal die Zimmer! Um es aufzuklären: wir wollten 2 Büros und 2 Kinderzimmer. Im EG gibt’s ein zusätzliches Zimmer (das vorerst das Gäste-Zimmer wird). Im OG gibt’s neben Schlafzimmer und Bad „nur“ 2 weitere Zimmer. Die Lösung des Problems: ursprünglich wollten wir dort, wo jetzt „Empore“ steht ein 5. Zimmer im OG „einziehen“. Allerdings hat unser Ausflug mit unserem WeberHaus Berater einen bleibenden Eindruck hinterlassen: die Helligkeit und das überwältigende Raumgefühl hat uns überzeugt. So lange wir das 5. Zimmer im OG nicht benötigen, bleibt die Empore offen. Bis dahin genießen wir die Vorteile dieser Lösung. Wenn der Zeitpunkt kommt, an dem das Zimmer gebraucht wird, ziehen wir an den Ecken der Empore eine Trockenbauwand ein oder wir trennen den Bereich mit Milchglas vom Rest ab.

Durch die gestrichelten Linien kann man die Dachschrägen erkennen. Was uns wichtig war: der Kniestock liegt bei ca. 1,30m; d.h. man kann problemlos Schreibtisch & Co. unter die Schräge stellen.
Die Fenster im OG werden alle bodentief sein, allerdings ist es gut möglich, dass wir bei einigen Fenstern von der geliebten Milchglasfolie Gebrauch machen 🙂
Dachfenster sind vorerst keine vorgesehen. Ich muss gestehen, dass ich gerne ein großes Dachfenster hätte über das man z.B. in den Sternenhimmel blicken kann, aber nach Abwägung von Pro und Contra (Pro: Sternchen / Contra: Budget, KFW-Einstufung, Regentropfen, etc.) haben wir uns dagegen entschieden.

A propos Dach und dagegen: ursprünglich wollten wir ein versetztes Satteldach bauen (lassen). In der Kostenrechnung wurde uns dann aber klar, dass man die Besonderheit versetztes Dach aufgrund anderer Statik und den daraus resultierenden Folgen mit 10.000 bis 11.000 € Mehrkosten bezahlt. Aber nachdem der Bauherr, also ich, schon anderweitig viel Geld in technische Ausstattung investieren möchte, haben wir uns gegen ein versetztes Satteldach entschieden.

Was der verrückte Bauherr (ups, schon wieder ich) mit technischer Ausstattung meint, dazu demnächst mehr!