So nicht, mein Freund!!!

Jetzt ist es passiert!!! 👿

Die Wühlmaus / Schermaus hat uns den Krieg erklärt! Unsere im März / April 2017 gepflanzten Bäume und Sträucher hatten sich letztes Jahr gut bis sehr gut entwickelt. Das Mandelbäumchen ist förmlich explodiert und hatte schon 4m lange „Triebe“, die sich der Sonne entgegen streckten.
Unser Kirschbaum wurde schon in 2017 und noch schlimmer im Jahr 2018 von Blattläusen befallen und war deshalb soetwas wie unser „Sorgenkind“.
Der Apfelbaum trug im letzten Jahr die ersten Früchte. Die genaue Zahl ist mir entfallen, aber es müssen um die 10 – 15 Äpfel gewesen sein, die wir ernten und verzehren durften. Dafür dass der Baum gerade einmal ca. 1,5 Jahre in unserem Garten stand … nicht schlecht.

In diesem Frühling mussten wir den Mandelbaum schon etwas stutzen, da die Triebe viel zu lang wurden. Der Baum stand zu dieser Zeit allerdings schon kurz vor der Blüte bzw. hatte schon einige Blüten geöffnet.
Damit fällt eine Mandelernte wohl flach…
Der Kirschbaum blühte etwas später … aber reichlich. Mittlerweile hängen sogar einige Kirschen am Baum. Wir sind gespannt.
Das Apfelbäumchen hatte bald kleine grüne Knospen. Aber irgendwie wollte es nicht weiter gehen. Merkwürdig.
Der Mandelbaum hatte schon seine Blätter ausgebildet. Der Kirschbaum geblüht. Aber am Apfelbaum tat sich nichts.

Wir dachten uns noch dass es ja eine späte Sorte wäre und Apfelbäume generell später blühen (als Kirsche und Co). Aber irgendwie tat sich selbst Ende April nichts.
Also versorgten wir das Bäumchen mit Baum- und Strauchdünger und warteten weiter ab. Aber es tat sich nichts!
Bei näherer Betrachtung fiel auf, dass einige Stellen mit kleinen Spinnennetzen überzogen waren. Die Blütenansätze waren vertrocknet. Merkwürdig…

Wir zogen gerade in Erwägung, dass der Baum ggf. von Parasiten (z.B. Spinnmilben) befallen sein könnte. 🙁

Als wir den Apfelbaum weiter oben am Holzpflock fixieren wollten und vorher das alte Juteband entfernt hatten, wackelte das Stämmchen bedenklich.
Unser Versuch den Baum mit viel Wasser durch die aktuell doch recht trockene Zeit zu bringen offenbarte dann das Dilemma. Nach wenigen Sekunden des Gießens brach rund um das Bäumchen ein großes Loch auf.
Wir hatten den Wühlmausgang also gefunden. Und der ging rund um das Bäumchen. Mit der Hand konnte man schon unter den Stamm greifen. An der Stelle erwartet man eigentlich massive Wurzeln. Nichts … gar nichts!

So nicht mein Freund! Die Wühlmaus MUSS ausziehen. Anknabbern … von mir aus, aber töten? Grrrrrrr…..

Noch mehr Pflastersteine…

Eigentlich sollte der Artikel „Rasen & Dachüberstand = doofe Kombination“ heißen…
Warum? Lest selbst:

Als wir unseren Rasen gesäht hatten, hatten wir auch den Bereich vor unserem bodentiefen Küchenfenster mit Rasensamen versehen. Und was sollen wir sagen? Der Rasen wuchs dort 1a. Obwohl unser 70cm Dachüberstand verhindert, dass ausreichend Regen dorthin gelangt.
Das war auch im ersten Sommer nach der Saat kein Problem. Alles TOP!

Aber dann kam der Rekordsommer 2018! Obwohl wir diesen Bereich regelmäßig wässerten, ging der Rasen auf den paar Quadratmetern langsam, aber sicher zu Grunde. Im Frühling diesen Jahres waren dann schon die ersten kahlen Stellen zu sehen.
Die zwei sonnigen Wochen an Ostern, gefolgt von den gefühlt unendlich vielen Wochen Regenwetter gaben dem „Rasen“ in dem Bereich offenbar den Rest.
Lange Rede, kurzer Sinn: es sah einfach nicht gut aus.

Und da wir keine Lust hatten dieses Spielchen (Rasen sähen, er wird schön, er stirbt wieder, muss neu gesät werden, etc.) dauerhaft zu betreiben, haben wir beschlossen den Bereich von unserer Terrasse bis zur Hausecke mit kleinen 20 cm x 10 cm Pflastersteinen zu versehen. Eine Blockstufe hatten wir ohnehin schon zwischen Terrasse und Palisadenbeet, das übrigens schon letztes Jahr entstanden ist.

Da das ganze kein „Monsterprojekt“ zu sein schien, kann man das ja auch locker „nebenbei“ machen.
Das lief dann so:

  • Mit dem Auto 3 – 4 Mal zum nahe gelegenen Baumarkt gefahren und den Kofferraum mit Pflastersteinen beladen.
    Zu Hause ausladen und neben der Garage stapeln
  • Noch einmal zum Baumarkt fahren und 7 Säcke Edelsplitt à 25kg kaufen
  • Mit Zollstock und Spaten bewaffnet in den Garten stürmen und im Abstand von ca. 90 cm eine Linie parallel zu den Randsteinen stechen
  • Weitere parallele Linien im Abstand von ungefähr einer Spatenbreite stechen
  • Dann kleinere Quader ausstechen. Nachdem die ersten ausgestochen sind, lassen sich alle Weiteren relativ leicht „abstechen“ und in die Schubkarre laden
  • Den Aushub in einer Ecke das Gartens lagern
  • Mit großer Wasserwaage und Kreide die ungefähre Höhe der Pflasterschicht abzgl. der Dicke des Pflasters am Randstein anzeichnen um die Höhe des Edelsplitts zu markieren…

…um dann festzustellen, dass man -warum auch immer- davon ausgegangen ist, dass die Pflastersteine eine Dicke von 10 cm hätten, was definitiv falsch ist. Es sind 6 cm. 

Grundsätzlich ist das ja kein Problem: man muss die 4cm „Lücke“ einfach auffüllen. Normalerweise nimmt man hierzu entweder den „alten“ Erdaushub (was wir nicht wollten, weil man das nicht verdichtet bekommt), Schotter, der aber mit einer Rüttelplatte (nicht vorhanden) verdichtet werden müsste, oder man nimmt halt einfach Splitt. So wie wir 😉
Zusätzlich haben wir, beim Anblick der ausgehobenen „Grube“ beschlossen den gepflasterten Bereich um die Hausecke, bis zum Wasserhahn gehen zu lassen.

Also…

  • noch 2x in den Baumarkt und den Kofferraum voller Pflastersteine geladen. Wir hatten ursprünglich eh zu wenige gekauft
  • noch 2-3x in den Baumarkt um 20 + x Säcke Splitt zu kaufen. Unfassbar wie sehr man sich verschätzen kann, was die benötigten Mengen angeht
  • Direkt 2 Säcke NoGrow-Fugensand aus dem Baumarkt mitgenommen

Nachdem alles Material bereit lag, konnte der Spaß losgehen:

Das ist jetzt ein von unserer Küche aus aufgenommenes Foto, das den Start der Pflasterarbeiten zeigt. Wir haben uns bewusst für den so genannten Fischgrätenverband entschieden, da es dort keine Verlegerichtung gibt. Man muss sich also beim mehrmaligen Wechsel der Verlegerichtung, also mehreren „Ecken“, nicht darum kümmern, dass man irgendwie um die Ecke kommt. Mit etwas Glück und vorheriger Überlegung muss man auch recht wenig schneiden.

Wie schon angedeutet: wir haben Unmengen an Splitt verbraten. Aus Kostensicht schon pervers, weil wir locker 20 bis 30 Sack Splitt zu je 5 € und ein paar Cent verbraten haben. Für die Summe bekommt man locker einen oder zwei m³ Splitt als Schüttgut geliefert.
Und die Pflastersteine kosten keine 10 € pro m².
Aber gut … hinterher ist man immer schlauer.

Die letzten 50-70 cm „vor“ der Treppenstufe zur Terrasse haben uns auch etwas ausgebremst. Einerseits, da dort noch massenhaft des ungeliebten Recyclingschotters lag (wohin damit???) und andererseits war dort sehr viel „vergraben“: unsere Drainage für die Terrasse begann dort, ein Stromkabel, das die Terrasse umrundet liegt in diesem Bereich und ein Netzwerkkabel, welches zur Überwachungskamera führt lag dort ebenfalls vergraben.

Aber am Ende wird doch alles gut und man ist stolz auf das Geleistete:

Die Bilder sind recht alt und zeigen den Zustand vor dem Schneiden der letzten Pflastersteine und vor der Betonschürze, die noch an den Rand kam um zu verhindern, dass die Steine „wandern“.
Aktuell haben wir noch etwas Erde aufgefüllt und ein paar Rasensamen verstreut, damit alles wieder hübsch wird.
In den nächsten Tagen kommt noch ein Foto vom 100% fertigen „Pfad zur Wasserstelle“ 😉