Energie-Bilanz 2015

Da wir die monatlichen Verbrauchswerte regelmäßig dokumentieren, wussten wir es schon seit dem 1.1.2016, aber wir wollten noch die Jahresabrechnungen der Versorger abwarten.
Im Jahr 2015 hatten wir ca. 350 kWh mehr Verbrauch als Ertrag.
Bedeutet konkret:
Durch unsere Fotovoltaik-Anlage haben wir 3.844 kWh Strom produziert. Davon haben wir 1.643 kWh selbst verbraucht (direkt oder via Batteriespeicher) und 2.201 kWh eingespeist.
Von den Stadtwerken haben wir 814 kWh „Haushaltsstrom“ bezogen. Der Zähler der Wärmepumpe zeigt für 2015 einen Verbrauch in Höhe von 1.750 kWh an.

Verbrauchsdiagramm2015

Verbrauchsdiagramm 2015

Betrachtet man die Monatswerte, wird sehr schnell klar, dass es in Deutschland Jahreszeiten gibt 😉
Wer ganz genau hinsieht, der kann auch erkennen, dass wir einen „kalten“ Mai hatten. Der Herbst kam pünktlich im Oktober und der November, vor allem aber der Dezember, waren erstaunlich mild.

In Zahlen ausgedrückt: Wir haben 3844 kWh Strom produziert und 4207 kWh Strom verbraucht. Macht ein Minus von 363 kWh.
In Anbetracht der Tatsache, dass, im Vergleich zum Jahr 2014, als wir im Mai eingezogen sind, 4 „Verbrauchsmonate“ mehr in die Kalkulation einfließen, sind das noch richtig gute Werte.

In € ausgedrückt kann sich unser Ergebnis auch sehen lassen! Wir hatten in 2015 im Vergleich zu 2014 zwar einen höheren Verbrauch, allerdings war unser Eigenverbrauch des selbst produzierten Stroms wesentlich höher, da unser Batteriespeicher richtig funktionierte.
Letztendlich bleiben die monatlichen Abschlagszahlungen für den Strombezug und die Vergütung für die Einspeisung gleich.
Die detaillierte Aufdröselung der Zusammensetzung unserer Stromrechnung(en) ersparen wir Euch besser. Aufgrund der unterschiedlichen Grundpreise und unterschiedlichen Preise pro kWh für normalen Strom, Wärmepumpenstrom im Haupttarif oder im Nebentarif wäre das doch etwas komplexer. 😉

Auf den Punkt gebracht:

  • Abschlagszahlung für normalen Strombezug: 33 €
  • Abschlagszahlung für die Wärmepumpe: 49 €
  • Vergütung für Einspeisung: 28 €

Macht unterm Strich monatliche Energiekosten in Höhe von 54 €
Das kann sich doch sehen lassen 🙂

Jetzt wissen wir auch, dass es sich für uns nach jetzigem Stand nicht lohnt den Wärmepumpentarif zu kündigen und auf einen einzigen Stromzähler zurückzugehen. Wie aus der obigen Grafik erkennbar, braucht die Wärmepumpe dann am meisten Strom, wenn sowieso fast nichts über die Fotovoltaik rein kommt. Da müssten wir wohl das ganze Dach mit Modulen vollmachen und statt einem gleich 2 oder 3 Batteriespeicher aufstellen. Also … lohnt sich nicht! Aber: wir werden das im Auge behalten. Sobald sich die Parameter ändern und z.B. der Preis für den Wärmepumpentarif steigt, werden wir das noch einmal durchrechnen (müssen).

Beim „normalen“ Strom sieht’s eigentlich ganz gut aus. Hier haben wir einen Autarkiegrad von 67% erreicht. Ein Blick auf das nachfolgende Bild zeigt eindeutig: der Batteriespeicher bringt im Januar gar nichts (da war er im „Wintermodus“, den es mittlerweile zum Glück nicht mehr gibt). Februar, November und Dezember sind auch eher bescheiden. Dafür könnten wir von April bis September quasi ohne die Stadtwerke leben 😉

Stromverbrauch2015

Stromverbrauchszusammensetzung 2015

Bei der Gelegenheit gleich noch die Berechnung des Energiebedarfs. Laut erster WeberHaus-Berechnung haben wir pro Jahr einen Endenergiebedarf von 12,7 kWh pro m². Aufgrund unserer Änderungen im Projekt (Fenster, Haustür, etc.) gab’s am Ende noch mal eine neue Berechnung. Da kam wir dann auf 11,x. Da ich den genauen Wert jetzt nicht habe, gehen wir einfach mal von 12 kWh pro m²und Jahr aus. In der Theorie verbrauchen wir 2076 kWh pro Jahr. Wie bereits erwähnt hat die Wärmepumpe im letzten Jahr 1.750 kWh verbraucht.
Jetzt haben wir jedoch nicht nur eine Wärmepumpe, sondern auch Handtuchheizkörper im Bad, deren Stromverbrauch über den normalen Stromzähler erfasst wird. Eine explizite Verbrauchserfassung der beiden Heizkörper gibt es nicht. Korrekterweise gehört diese Wärmezufuhr mit in die Energiebilanz.
Wirft man einen schnellen Blick auf den Jahresverbrauch (Grafik über diesem Absatz), dann kann man das jedoch leicht abschätzen: im Normalfall liegt unser „gewöhnlicher“ Stromverbrauch im Monat bei 150 bis 175 kWh. Im Januar, Februar, März und merkwürdigerweise auch im Mai lag er klar darüber. Im Januar bei über 300, Februar ca. 230, März ca. 220 und im Mai wieder bei 200. Summiert man die Abweichung vom Mittel erhält man Pi mal Daumen ca. 300 kWh.
Nehmen wir den Wert einfach mal als gegeben hin, obwohl wir der Meinung sind, dass der Mehrverbrauch in der „dunklen Jahreszeit“ zum Teil auch von TV, Playstation, Licht & Co stammt und nicht nur doch den zusätzlichen Betrieb der Handtuchheizkörper.
Damit landen wir bei 1750 kWh + 300 kWh = 2050 kWh bzw. umgerechnet 11,85 kWh pro m² und Jahr für das Thema „Warm im Haus“ und „Warmwasser“.
Das nenne ich mal eine Punktlandung!

Damit lässt es sich doch leben 😉

7 Gedanken zu „Energie-Bilanz 2015

    • Danke! Du hast doch auch Frischluftwärmetechnik, oder?
      Mit Keller könnten die Werte jetzt etwas „schlechter“ sein, aber dafür hast Du doch eigentlich links und rechts „dämmende“ Nachbarn, oder?
      Hast Du Deinen Verbrauch (bei der Wärmepumpe) schon mal analysiert?

  1. Hallo ihr beiden,
    Wie ich bereits beim letzten Kommentar bemerkte, wir haben irgendwie immer die selben Interessensschwerpunkte 😉

    Da wir seid Dezember im Haus drin sind, hab ich nur die Werte der Proxon Anlage in den kalten Monaten; d.h. diese sind erstmal angsteinflößend.
    Die täglichen Verbrauchswerte schwanken zwischen 5 KW und 25 KW sind aber im Mittel so um die 18 KW.
    Gesamtenergiebedarf der WP vom 01.12 bis heute (nehmen wir mal an heute ist der 01.03): 1478 KW. Würde im Monat einen Verbrauch von 492 KW machen.

    Nehmen wir mal an, dass aufgrund des Testens (Heizelemente an, Heizelemente aus, verschiedene Einstellungen) etc die Anlage an einigen Tagen nicht optimal lief (-10%) = 450 KW.

    Falls, wie ihr sagt die Anlage in den warmen Monaten nur 3-5 KW Verbraucht käme ich auf einen akkumulierten Jahreswert von: (5Kw x die restlichen 266 Tage) = 1330 KW + 1478 KW = 2808 KW

    Das ist halt doch schon weit von euer Zahl weg. =(

    Jetzt frage ich mich, ob ihr besondere Einstellungen an der Proxon Anlage vorgenommen habt. Aus dem Blog konnte ich entnehmen, dass ihr die Heizelemente nicht anschaltet und dass ihr anscheinend nicht das Comfort (Automatik) System laufend habt sondern ein eigen-konfiguriertes.
    Kannst du (ich rede jetzt mal bewusst Jochen an;)) genauere Angaben zu machen ?

    • Hallo Stefan,
      ehrlich gesagt haben wir kaum großartige Einstellungen an der Proxon vorgenommen. Im Winter läuft die Anlage meistens im Eco Winter Modus und im Wohnzimmer auf 20,5°C oder 21,0°C. Am Abend stellen wir die Temperatur per Hand auf 19,5°C. Da ist ja eh keiner im Wohnzimmer… am Morgen dann wieder hoch.
      In den anderen Räumen verstellen wir kaum etwas an der Temperatur. Unser effektivster Heizer ist wohl die Sonne. Am vergangenen Wochenende war es z.B. sehr kalt (-3 bis +1 Grad), dafür schien die Sonne. Das hat schon gereicht um das Haus soweit aufzuwärmen, dass sich die Wärmepumpe um 11 Uhr abgeschaltet hat und nur noch „die Lüftung“ lief. Irgendwann zwischen 16 und 17 Uhr sprang die Wärmepumpe dann wieder an.

      Auf welche Temperaturen (Max und Min) ist Euer Warmwasserspeicher eingestellt? Wir lassen diesen im Winter auf den empfohlenen Temperaturen laufen (hab die gerade aber nicht zur Hand).
      Im Sommer reduzieren wir die Temperatur um 5 Grad. Da kommt eh niemand auf die Idee zu baden. Und für den sonstigen Gebrauch genügt das allemal.

      Keine Ahnung welche Außentemperaturen Ihr so habt, aber ich kann Euch etwas beruhigen. Für die Wärmepumpe haben wir im milden Dezember 265 kWh verbraucht, im Januar waren es stolze 475 kWh und im Februar 413 kWh. Daran siehst Du auch, wie mild unser Dezember war. Im kalten Dezember 2014 hatten wir einen Verbrauch von stolzen 600 kWh. Also … keine Panik!
      Dafür wirst Du im Sommer, als von Mai bis September in Summe gerade mal um die 300 – 400 kWh verbrauchen. Schau‘ Dir mal die erste Grafik an. Dort siehst Du, an der hellblauen Linie, unsere Verbrauchswerte. Ich denke das beruhigt Euch ein wenig…
      Wie sieht’s denn bei Euch mit einem Kaminofen aus? Habt Ihr sowas eingeplant?

  2. Hallo Jochen,
    danke erst einmalmal für die ausführliche Antwort.
    Zu deiner Frage: Nein wir haben keinen Kaminofen. Wir haben uns tatsächlich dagegen entschieden aus folgenden Gründen:
    1) Zu hohe Anschaffungskosten – die Amortisationszeit war surreal
    1+) Zu hohe laufende Kosten: Schornsteinfeger und Holz mit dem Ergebnis siehe 1)
    2) Bei Kfw-Egalwieviel Häusern, so bestätigen es viele, kann die Inbetriebnahme von Öfen sogar unangenehm werden, da die Gebäude einfach zu dicht sind und man schon nach kurzer Zeit eine Wärme im Haus hat, wo gar Frauen zu warm wird 😉
    3) Platzersparnis – So ein Ofen brauch halt doch ne Menge Platz, sei es vom Schornstein her gesehen, als aber auch vom Ofen selber (Man kann ja nicht das Sofa direkt dran stellen oder den Lieblingsschrank..)

    Wir haben vom Grundriss her annähernd das selbe Haus, mit der Küchen-Wohnzimmerseite voll nach Süden ausgerichtet, so dass ich bestätigen kann, dass sobald die Sonne scheint die „Hütte“ richtig aufheizt und die Wärmepumpe kaum noch benötigt wird. Folglich bin ich sehr auf den Frühling/Sommer 2016 gespannt.

    Der Tipp mit dem Warmwasserspeicher im Sommer ist auf jeden Fall ein Versuch wert, danke dafür!

    Zu den Werten:
    Dezember 2015: 411 KW
    Januar 2016 617 KW
    Februar 513 KW

    Jetzt weiß ich nicht, wie viel qm Ihr an Wohnfläche habt, aber die 100KW im Februar mehr sind mir schon ein Dorn im Auge und ich sehe hier durchaus Konfigurationspotential. Deswegen….

    Nachklapp: Ab wann schaltet ihr Eco Winter ein? Habt ihr bei Eco Winter die Funktion der Zeiteinstellung genutzt ? (Also wo man einstellen kann ab wieviel Uhr welche Lüfterstufe genutzt werden soll)
    Schreibst du die Werte für das Verbrauchsdiagramm vom Zähler ab, oder hast du da eine technische Lösung gefunden?

    ——————————-(Gedankliche Trennung)——————————-

    Das Thema Photovoltaik interessiert mich natürlich auch, gerade im Hinblick darauf, dass wir ja eine Stromheizung haben.

    Nun wurden mir Angebote gemacht mit einem voraussichtlichen Autarkiegrad von <50% (trotz Batterie). Mag daran liegen, dass ich lediglich eine 6KWp Anlage aufs Dach setzen kann. (Verdammtes Querhaus!).

    Jetzt fehlen mir bei deiner Berechnung zwecks Vergleich noch ein paar Angaben.
    a) Ich gehe davon aus, dass ihr für den selbst generierten Strom Steuern zahlen müsst?
    b) Ich gehe weiterhin davon aus, dass Ihr die Anlage finanziert habt, so dass diese Kosten auch noch nicht mit einkalkuliert sind. (Müsst Ihr hier im Blog ja auch nicht offen legen).
    c) Was ist mit anderen Nebenkosten (Rücklagen für Reparatur etc.)?
    d) Kannst du sagen, was eure ungefähre Amortisationszeit unter Berücksichtigung all dieser Aspekte ist?

    PS: Bei der Amortisationsrechnung wurde bei uns von einer jährlichen Strompreissteigerung von 6% ausgegangen…so etwas nenne ich "schön rechnen"

    Mich interessiert das deshalb, da ich den technischen und ökologischen Aspekt unglaublich spannend und sinnvoll finde aber ich bei keiner Wirtschaftlichkeitsrechnung auf den Grünen Zweig komme – oder ich die Anlage im Jahr 2892 erst im break-even habe 😉

    Danke schon mal für die Antwort 😉

    • Also Du kannst ja Fragen stellen 😉
      Bei 1, 1+ und 3 gibt’s von mir ein eindeutiges JEIN 😀 Soll heißen: ja, mein Kopf stimmt zu. Wahrscheinlich übersteigen die jährlichen Unterhaltskosten (Schornsteinfeger) und die Kosten für gutes Holz bereits die mögliche Einsparung bei einem normalen Winter. Bis sich so ein Kaminofen rechnet, müssen da einige hundert Raummeter Holz durch den Kamin.
      Auf der anderen Seite ist es mit dem Kamin wie mit der meisten Sonderausstattung beim Auto. Wer hat da keine 2-Zonen Klimaautomatik? Und? Wann sind da mal wirklich unterschiedliche Temperaturen eingestellt? Navi mit Touchscreen kostet je nach Hersteller 1.500 bis 3.000 € Aufpreis. Und die Liste lässt sich ja beliebig fortsetzen: Rückfahrkamera? Nice to have! Elektrisch anklappbare Außenspiegel? Memory-Funktion beim Fahrersitz? Braucht eigentlich kaum einer! Und trotzdem machen die Autobauer damit ordentlich Umsatz. Einfach weil’s cool ist.
      Und es gibt Menschen, die schwären auf einen Kamin und die Stimmung, die damit ins Haus kommt. Wir sehen das eher nüchtern und sind der Meinung, dass ein Kaminofen „ganz nett wäre“; also „nice-to-have“. Deshalb haben wir dessen späteren Einbau vorgesehen, aber noch nicht fix terminiert. Das gönnen wir uns irgendwann, wenn
      a, das Geld da ist und
      b, die Wunsch-Liste am Punkt Kaminofen angekommen ist
      😀

      Bislang hatte ich noch keine Lust die „Zeiteinstellungen“ an der Proxon vorzunehmen. Ich habe irgendwann einmal am Bedienpanel rumgespielt und die Zeiten eingestellt, wann die Lüftung auf Stufe 1 runtergestellt werden soll. Dann kam ich zum Punkt „Temperaturabsenkung in der Nacht“ … und da hab ich mich erst mal gefragt, was das dann bedeutet. Stellt das dann ALLE Raum-Soll-Temperaturen um 2 Grad runter, wenn ich dort 2 Grad einstelle? Oder nur im „Wohnzimmer“? Und was passiert, wenn wir die Temperatur vorher unabsichtlich auf 19,5° C stellen? Um es kurz zu machen: ich hatte die Bedienungsanleitung nicht parat und keine Lust da nachzusehen. Deshalb läuft die Anlage weiterhin mit „manueller Steuerung“.

      Die Eco-Winter-Funktion schalten wir im Herbst ein, wenn die Temperaturen in der Nacht dauerhaft im Bereich um 5 Grad (oder darunter) liegen. Im Frühling läuft’s dann wieder umgekehrt.
      Hatten wir schon erwähnt, dass wir die Proxon im Sommer auch mal ganz abschalten? Dann schlafen wir mit gekippten Fenster.

      Die Verbrauchswerte notiere ich noch per Hand. Ein Mal im Monat geht das 😉
      Da fange ich gar nicht erst an darüber nachzudenken das zu automatisieren.

      Zum Thema Photovoltaik / Fotovoltaik:
      Wir haben auch nur eine 6-Komma-Irgendwas kWp-Anlage. Unser Autarkiegrad liegt für das Jahr 2015 bei 67,2%. Im Jahr 2016 sind es aktuell nur 35,8%. Bei uns liegt es wohl daran, dass es doch echt häufig dunkel ist. Bei Dir würde ich aber darauf tippen, dass Dein Energiebedarf so hoch sein wird, dass Euch der Batteriespeicher auch im Sommer nicht über die Nacht bringen könnte, wenn die Wärmepumpen dort mit angeschlossen sind. Da müsstest Du schon 10 kWh im Batteriespeicher speichern und abrufen können. Sonst läuft der Dir regelmäßig leer. Überleg‘ doch mal: sagen wir mal der Warmwasserspeicher heizt in der Nacht 2h über die Wärmepumpe. Macht knapp 2 kWH. Du kochst oder hast den Backofen in den Abendstunden an: weiter 1-2 kWh weg. TV und Co ziehen auch noch mal eine kWh. Dann wären das schon 4-5 kWh. Wenn Du jetzt noch mit der „großen“ Proxon heizen musst, dann zieht Dir das den Speicher vermutlich regelmäßig leer.
      Dazu kommt ein weiterer Punkt, der mir ins Auge gesprungen ist: der Batteriespeicher kann die Leistung nur gleichmäßig über alle 3 Phasen ausgeben. Blödes Beispiel, aber hast Du jetzt alle Verbraucher ausgeschaltet und Dein TV-Gerät zieht als einziges Gerät 150 Watt, dann kommen aus Deinem Batteriespeicher trotzdem 450 Watt. 150 Watt verbrauchst Du selbst über z.B. Phase 1 und den Rest gibst Du ans Stromnetz ab.
      D.h. für die Perfekte Nutzung des Batteriespeichers musst Du Dir auch noch Gedanken um die Phasenverteilung im Haus machen.

      Jetzt noch kurz zu Deinen Fragen:
      a, Nein, wir zahlen keine Steuern für den selbst produzierten Strom. Man kann für sein „Kraftwerk“ wohl ein Kleingewerbe anmelden und dann einen Teil der Investition steuerlich absetzen bzw. spart sich die MwSt. bei der Anschaffung. Das war uns aber alles zu kompliziert. Eigentlich wollen wir unseren selbst produzierten Strom selbst nutzen und gut ist 😉
      b, Wir hatten die ursprüngliche PV-Anlage damals direkt in den Hauspreis mit eingeplant. Da gab es damals eine Aktion im Rahmen der Europameisterschaft. Nannte sich Hattrick – ein Paket zahlen, 3 bekommen. Da war dann eine PV-Anlage mit kleinem Batteriespeicher drin.
      Im Zuge der Feinplanung einige Monate später ist uns dann aufgefallen, dass der eigentliche Batteriespeicher nicht wirklich sinnvoll wäre. Der war nur einphasig und sehr klein. Ich glaube der hatte nur 2 – 3 kWh. In dieser Zeit kam dann der „neue“, große Batteriespeicher von Solarworld auf den Markt. Wir haben dann einen Deal mit Solarworld und WeberHaus gemacht und haben für kleines Geld das Upgrade auf den großen Speicher bekommen. Ich sag’s mal so: der Speicher hat die Seriennummer 0000007 😀
      c, Nö, da haben wir erst mal gar nix. Der Wechselrichter hat 5 Jahre Garantie. Die Anlage war Bestandteil des Gesamtpakets von WeberHaus. D.h. wenn da in den ersten Jahren was ist, dann dürfen die da ran.
      d, Wir haben am Anfang auch versucht die Amortisationszeit zu berechnen. irgendwann haben wir entnervt aufgegeben, weil es zu viele Unsicherheitsfaktoren gibt. Strompreisentwicklung, Verbrauchsentwicklung, Haltbarkeit des Batteriespeichers, Wirkungsgrade, Effizienzverlust der PV-Module und somit sinkender Ertrag über die Zeit… Man muss ehrlich sagen: die Anlage wird sich erst in 15 bis 20 Jahren lohnen. Und das auch nur dann, wenn der Wechselrichter so lange durchhält und keine Module ausgewechselt werden müssen.
      Andererseits muss man auch bedenken: in der aktuellen Zinssituation reißen es die Investitionskosten für die PV-Anlage auch nicht raus. Die Zinsbelastung steigt vermutlich nur minimal. Dafür kannst Du aber auch mit niedrigeren Stromkosten pro Monat rechnen.
      Unterm Strich hat uns das dann bewogen zu sagen, dass wir das einfach mal tun werden.

      • Besten Dank für die ausführlichen Antworten.
        Ich werde die Proxon, euren Blog und eure weiteren Projekte im Auge behalten und mich sicherlich wieder melden.

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