Technikdetails (Teil 2)

Wo es einen ersten Teil gibt, sollte es auch einen zweiten Teil geben. 😉

Dass wir auf eine Luft-Luft Wärmepumpe inkl. Kühlfunktion als Primärheizung setzen und zur Deckelung des Strombedarfs eine Photovoltaik-Anlage mit Batterie-Speicher setzen haben wir schon erwähnt.

Den kleinen Nachteil unserer Frischluft-Wärmetechnik haben wir selbst erst kurz nach der Unterschrift festgestellt: in den Bädern wird nur verbrauchte Luft abgesaugt aber keine Frischluft zugeführt. Das bedeutet im Umkehrschluss: das Bad muss anders beheizt werden! Im Standard hat Weberhaus mehr oder weniger hübsche Wandluftgebläse, aber das erinnert uns zu sehr an Nachkriegshäuser. Da werden wir wohl eher auf strombasierte Fußbodenheizungen oder beheizte Handtuchhalter umschwenken. Wir halten Euch auf dem Laufenden 🙂

Ein weiteres, kleines Highlight, das wir uns in Haus holen ist Weberlogic, das auf EnOcean basiert. Was das ist lässt sich in einem Satz oder in einem Buchband erklären. Kurz erklärt ist es ein Haussteuerungsstandard auf den sich verschiedenste Hersteller geeinigt haben. Der große Unterschied zu anderen, bereits bestehenden Systemen auf dem Markt ist, dass die verbauten Komponenten ohne eigene Stromversorgung betrieben werden und über Funk mit der zentralen Steuereinheit kommunizieren. Für die meisten Schalter funktioniert das z.B. so, dass beim Druck auf den Schalter ein kleiner Stromimpuls erzeugt wird, der ausreicht um ein Funksignal an die Haussteuerung zu senden. Bei Sensoren (z.B. Temperatur) muss der benötigte Strom anders „besorgt“ werden. Etwa über ein kleines, vom Taschenrechner bekanntes, Solarfeld oder notfalls über eine kleine Batterie 😉

Der Vorteil für beide Seiten (d.h. für Weberhaus und für uns) liegt auf der Hand. Die Art und der Standort der Montage von Schaltern ist variabel und kann sehr schnell geändert werden. So könnten wir z.B. die Rolläden zu Beginn mit einem Schalter irgendwo im Raum steuern. Wenn uns das zu umständlich wird, dann kaufen wir uns andere Schalter oder eine passende Fernbedienung, lernen diese an und fertig. Und wenn wir noch bequemer werden, dann passen wir die Visualisierung der Haussteuerung an und steuern die Rolläden über’s iPAD oder lassen sie Zeit- oder Helligkeitsgesteuert hoch oder runter fahren.

Und unterm Strich ist es natürlich auch eine große Spielwiese für den Mann im Haus. Was man(n) da alles machen kann 🙂
Abschattungsanlage selber „basteln“, Haustüre zeitgesteuert verschließen, Steckdosen per Mausklick ein- oder ausschalten, Zustände überwachen (huch? Alle Fenster zu???), etc.

ABER … wir starten natürlich nicht mit dem Vollausbau! Wir fangen mit dem Standard Weberlogic Paket an und werden nach und nach unsere aufkommenden Wünsche erfüllen. So ein System muss man ja auch erst einmal verstehen…

Was haben wir noch? Ach ja … durch die Hattrick-Aktion haben wir insgesamt 6 der so genannten Homeway Dosen. Naja … nehmen wir einfach mal so mit. Das reduziert dann die Zahl der CAT 7 Netzwerkdosen, die wir verbauen um netzwerkseitig ausreichend ausgestattet zu sein. Aber selbst diese Zahl wird überschaubar sein. Wir werden großzügig Leerrohre verlegen lassen. Den Rest machen wir dann bei Bedarf. Wir sehen momentan nicht ein in jeden Raum 3 oder 4 Netzwerkdosen zu platzieren, obwohl die in den nächsten Jahren kein Mensch braucht.

Demnächst geht’s zur Bemusterung – vielleicht gibt’s dann noch einen dritten Teil der Technikdetails 😉

 

25 Gedanken zu „Technikdetails (Teil 2)

  1. Welche Ausbaustufe habt ihr gewählt?
    Welche Ausstattung Exklusiv oder Toplein, da in der Topline eh 4 homeway-Dosen drin sind versteh ich den Hattrick nicht.
    Wir haben den Konvektor und den „billig“ Spiegel rausrechnen lassen im Bad. Das waren weit über 100€ und für 200€ bekommt man tolle elektrische Handtuch-Heizkörper. Schaut einfach mal bei http://www.anapont.eu die sind sehr günstig.
    Dann viel erfolg bei der Ausstattungsberatung mit Herrn Hahn.
    WICHTIG immer alles hinterfragen!!! sonst kommt am Ende das böse Erwachen.
    Gruß Daniel

  2. Hallo, ich habe neulich intensiv über das Thema Badbeheizung nachgedacht und diskutiert. Nach vielem hin und her wird es bei uns wohl auf elektrische FBH zum erwärmen der Fliesen und einen Heizkonvektor hinauslaufen. Ursprünglich wollte ich auch die Handtuch-Heizkörper, mir wurde aber dringend davon abgeraten (zumindest als Raumheizung). Der Grund ist, dass damit der Raum kaum aufgeheizt werden kann (außer mit Dauerbetrieb = exorbitantem Stromverbrauch), und schon gar nicht wenn Handtücher drauf hängen. Ein Konvektor ist da wohl deutlich effizienter (am besten per Zeitschaltuhr oder Hausautomation gesteuert).
    Zum Thema Enocean habe ich auch nocht ein Tipp. Teste unbedingt vorher mal die Taster! Üblicherweise sind die Enocean Taster sehr laut beim betätigen, und das kann auf Dauer wirklich nervig sein. Das kommt daher, dass die Batterielosen Taster irgendwoher den Strom bekommen müssen, und das passiert durch die Betätigung, was wiederum einen „Widerstand“ erfordert und zum beschriebenen Effekt führt (soweit mal in Kürze erklärt). Ansonsten finde ich Enocean Toll, werden ich wahrscheinlich auch z. T. einsetzen. Hauptsächlich werde ich aber KNX (Bus-System) einbauen, da ich Funk weitgehend vermeiden möchte. In einem Neubau mit ordentlicher Planung sollte ein Bus-System normalerweise kein Problem sein, und ist aus meiner Sicht zu bevorzugen.

    • Hallo,
      das Thema Bad heizen kann einem aber echt Kopfzerbrechen bereiten. Da spielen aber auch viele Faktoren rein. Fakt ist nunmal, dass es im Bad bei einer Luft-Luft Heizung keine „Warmluftzufuhr“ gibt und das Bad deshalb irgend eine Wärmezufuhr braucht. Ich bin da jetzt nicht der Experte, aber ich denke dass es energetisch keinen Unterschied macht, ob man eine elektische Fußbodenheizung hat oder einen entsprechend dimensionierten Handtuchheizkörper. Vorteil vom Handtuchheizkörper: warme Handtücher. Vorteil von der Fußbodenheizung: warme Füße 🙂
      In einem „Altbau“ oder jenseits von KFW150 würde ich sagen, dass beides nicht viel bringt. Aber wir vertrauen jetzt einfach mal darauf, dass unser Haus so dicht ist, dass es genügt um den Raum etwas aufzuheizen.
      Aber zur Sicherheit haben wir uns noch eine Stelle ausgesucht an der wir eine Steckdose für eventuelle Notfälle eingeplant haben. Zur Not kommt da dann halt nachträglich noch einen kleiner Konvektor hin, der via EnOcean gesteuert werden kann.

      Mit Enocean haben wir uns schon beschäftigt, allerdings nicht bis ins letzte Detail. Schalter gibt es ja in Hülle und Fülle. Und wenn uns das wirklich nervt, dann werden es halt Schalter mit Thermoenergiewandler und / oder integrierten Batterien / Akkus 😉
      Wir wollten halt einfach flexibel sein und auch nach Baufertigstellung noch die Möglichkeit haben die Position der Schalter zu ändern bzw. das System zu erweitern. Ich beschäftige mich gerne mit allem was irgendwie mit Technik zu tun hat, aber mehrere Bus-Systeme mischen, das wollten wir dann erst mal vermeiden.
      Über „zu viel Funk“ machen wir uns in Zeiten von UMTS/LTE, DVB-T, WLAN (etc.) vorerst gar keine Gedanken. Das System funkt ja normalerweise nicht permanent.
      Wie gesagt… das sind, glaube ich, hauptsäche subjektive Faktoren, die den Ausschlag geben…

  3. Hallo,
    ich denke auch bei unserem Bauprojekt darüber nach welchen „Leitstand“ ich für die Visualisierung der Haustechnik einsetzen kann.
    Leider bin ich da noch ziemlich blank.
    Ihr habt anscheinend da schon weiter gedacht.
    Was für Technologien kann man zum Visualisieren von Weberlogic/EnOcean Komponenten einsetzen?
    Dockt das am Rs485 an oder per Funk Modul am EnOcean?
    Polled die Visualisierung die Daten oder pushen die Netzwerk-Komponenten die Daten?
    Habt ihr einen dedizierten Server geplant oder die Fritz.box mit embedded fhem/perl modul in Betracht gezogen?
    Wie wird die Heizung in die Visualisierung integriert. Gibt es ein Interface für die Wärmepumpe? Kann man die Thermostate abfragen?

    Leider sind die verschiedenen Websites dazu noch zu unstrukturiert. Entweder finde ich Werbe-Propekte oder Referenzmanuals für E-Techniker.

    Vielleicht könnt Ihr einem Bau-Ingenieur-Lehrling ein wenig Licht ins Dunkel bringen.
    Vielen Dank im Voraus
    Siegfried

    • Hallo Siegfried,

      wir können leider auch nicht alle Fragen beantworten. Bei der Materie zucken aber auch garantiert die meisten WeberHaus Berater mit den Schultern. Das Thema ist wohl einfach noch zu komplex und zu speziell.
      Bei WeberHaus scheint es wohl 2 Varianten zu geben. Als Basisvariante gibt es EnOcean mit den Funkkomponenten, etc.
      Darauf aufbauend gibt es das WeberLogic Paket in dem offensichtlich ein paar AddOns wie z.B. die Visualisierung mit einem Tablet dabei ist.

      Soweit ich das verstanden habe braucht es für den normalen EnOcean keine Serverkomponenten. Dafür gibt’s quasi ein Antennenmodul für die ganzen, im Schaltkasten untergebrachten Aktoren.
      Sobald man jedoch etwas Automatik mit ins Spiel bringen möchte (z.B. wenn Außentemperatur > 24°C und Leistung der Photovoltaik-Anlage höher als X, dann Jalousien runter 🙂 ), dann braucht man einen so genannten Gebäudefunkserver.
      Und ja … WeberLogic bzw. EnOcean arbeitet intern mit dem RS485 Bus und kann auch um externe RS485 Komponenten erweitert werden.

      WeberHaus hat Eltako als Partner. Am besten Du schaust Dir mal diese beiden Dokumente an, die Du auch auf deren Homepage findest:
      – Infos über Gebäudefunk: http://www.eltako.com/fileadmin/downloads/de/Prospekte/Die%20Zukunft%20der%20Elektroinstallation%20im%20Wohngebaeude_de_high_res.pdf
      – Katalog mit Infos zum „Server“ und der Visualisierung ab Seite 200: http://www.eltako.com/fileadmin/downloads/de/Katalog/eltako_funk_high_res.pdf

      Hoffentlich hilft Euch das weiter!

      LG,
      Tini und Jochen

      • Noch ein Nachtrag: schau doch mal unter http://fhem.de/fhem_DE.html – da gibt’s ein OpenSource-Produkt für die Haussteuerung mit EnOcean. Das scheint sogar auf einer Fritzbox oder einem kleinen Linux-System zu laufen.

        Wobei ich mittlerweile auch erfahren habe, dass es die Eltako-Software zu dem USB- bzw. LAN-Empfänger dazu gibt – quasi im Preis inbegriffen. D.h. die ganze Geschichte ist auch nicht zu teuer. Aber hier braucht man dann halt noch einen richtigen „Server“ oder zumindest einen dauerhaft laufenden PC.

  4. Hallo, haben uns auch für Weberhaus mit der Frischluftwärmetechnik entschieden. Wäre es möglich, mit Ihnen in persöhnlichen Kontakt zu treten, um Erfahrungen auszutauschen was die Frischluftwärmetechnik betrift?
    Mit freundlichen Grüßen
    C. und S. Schmidt

  5. Hallo Ihr Beiden,

    da wir auch mit der Frischluftheizung planen: Was habt ihr nun genommen als Heizquelle im Bad? Wir finden dazu grad nix, außer dass ihr euch das auch gefragt hattet 😉
    Empfohlen wurde von Weber der Zehnder Roda, ein Handtuchheizkörper der auch einen Lüfter mit dabei hat – ist aber ziemlich teuer mit gut über 1000 Euro. Zudem macht ja etwas mit Thermostat und automatischem Einschalten an Wochentagen und Wochenenden Sinn, also quasi mit Timer, um das Bad morgens warm zu bekommen…
    Wir sind gespannt auf Tipps von Euch!

    Guten Rutsch!
    Kathrin und Alex

  6. … na dann nochmal (ist uns aber jetzt schon zweimal passiert: Fehlermeldung nach Eingabe der Rechenaufgabe und Klick auf „Abschicken“…, komisch).
    Also: Wenn ihr schreibt, dass die Heizung im Winter 2014 an ihre Grenzen kam, meint ihr das wohl hoffentlich OHNE Einsatz der Heizelemente. Wenn nicht, gehen wir schnelle noch warme Jacken kaufen…;-)
    Dass die „normalen“ Handtuchheizkörper nicht schnelle genug warm machen, spricht natürlich wieder für ein teures Modell mit Heizlüfter oder man stellt sich einfach einen Heizlüfter ins Bad: Schnell mal einstecken, 5 Minuten laufen lassen und warm ist es sicher. Sowas hatten wir früher bei Oma – nicht schön, klappt aber.
    Wir wollen es mit einem Glaskonvektor versuchen. Gib das mal in Amazon ein. Die kosten so rund 100/120 Euro, haben 2000 Watt, wovon wir uns ein schnelles Aufheizen versprechen und haben einen integrierten Timer und Thermostat. Darüber zwei Handtuchstangen und fertig. Vorteil: Die Oberfläche wird nicht brennend heiß. Das ist nämlich der Nachteil der Infrarotheizungen: Die Oberfläche wird gute 80 Grad heiß – und wir haben zwei kleinere Kinder. Wäre nicht lustig, wenn die da mal dran langen. Trotzdem werden wir es im GÄSTEBAD mit einer Infrarotspiegelheizung (als einzige Heizquelle) ausprobieren. Gerne halten wir euch auf dem Laufenden! Am 12.01. wird erst einmal das Haus gestellt… wir sind gespannt!
    Grüße,
    kathrin und alex

    • Hallo Ihr zwei!
      Das mit dem Timeout ist ja echt dämlich. Das muss ich mir noch mal ansehen.
      Dass die Heizung im Winter 2014 an ihre Grenze gestoßen ist, war natürlich ohne Einsatz der Heizelemente. Mit denen ist – gegen Einwurf kleiner Münzen – vermutlich alles möglich. Was die Heizung treibt lässt sich am zentralen Terminal ganz gut erkennen. Und aktuell, bei Temperaturen um die 3-4°C läuft die Wärmepumpe nur Nachts und bis 10 oder 11 Uhr. Tagsüber genügt wohl der normale Lichteinfall und andere Energiegewinne um die gewünschten Raumtemperaturen (bei uns 20-21°C) zu erreichen / zu halten. Ich würde darauf wetten, dass es ab -10 Grad ohne Heizelemente, Zusatzheizung, Teelichter oder Backofen nicht mehr geht.

      Ja, haltet uns mal auf dem Laufenden. Wir würden uns freuen gelegentlich etwas von Euch zu hören!
      Für den Stelltag wünschen wir Euch alles Gute! Genießt den Tag – es wird sicher toll!

  7. Ich weiß, woran es liegt mit der Fehlermeldung! Ist eine Time-Out-Meldung! Ich tippe zu lange und dann war´s das. Vielleicht kann man das verändern, ich tippe nämlich nicht wirklich langsam…;-)

    • So, ich habe das mal geändert.
      Das Captcha muss jetzt nur eingegeben werden, wenn der Blog der Meinung ist, dass Dein Kommentar Spam ist 🙂
      Ihr könnt es ja noch mal testen 😉

  8. Hallo,

    wir bauen zwar kein Weberhaus aber die Fertighaushersteller haben ja alle die Luft-Luft Wärmepumpe im Programm nur unter anderen Namen.
    Ich bin mit diesem Konzept der Heizung immer noch sehr skeptisch.
    Könnten Sie mir bitte ungefähr sagen was Sie jährlich an Stromkosten für Heizung,Lüftung und Warmwasser haben? Gerne auch per Mail.

    Vielen Dank

    Gruß
    Andi und Marie

    • Hallo Ihr zwei,

      klar … das ist ja kein Geheimnis.
      In 2014 hatten wir 1432 kWh Verbrauch auf unserem Wärmepumpenzähler (962 kWh im Haupttarif und 470 kWh im Nebentarif).
      In 2015, dem aussagekräftigeren Jahr (da wir ja „erst im Mai 2014 eingezogen sind) waren es dann 2158 kWh (1313 kWh im HT / 845 kWh im NT).
      Dazu kommen noch mal ca. 500 kWh Strom, die unsere elektrisch betriebenen und zeitgesteuerten Badheiz- bzw. Handtuchheizkörper verbrauchen.

      In € macht das pro Monat 49 € Heizkosten (für Heizung und Warmwasser) und noch mal geschätzte 10 € für die elektrischen Badheizkörper. In Summe also ca. 60 €

      Hoffentlich hilft Euch das bei der Entscheidungsfindung!

      • Vielen Dank für die Infos. Ich denke wir werden uns für dieses System entscheiden. Allerdings werden wir noch einen Sole-Erdwärmetauscher vorschalten. Und für die Gemütlichkeit gibt es auch noch einen Kaminofen.

  9. Hallo ihr Lieben,

    wir planen gerade auch mit Weberhaus und die Entscheidung, ob mit oder ohne Weberlogic ist noch nicht gefallen.
    Vielleicht könnt ihr uns bei unserer Entscheidungsfindung etwas weiterhelfen 🙂

    Mich interessiert vor allem erstmal die Installation. Da wir mit Keller bauen, wollte ich die gesamte Technik auch dort im Technikraum unterbringen. Das macht aber wohl bei einer funkbasierten Haussteuerung wenig Sinn. Die Kellerecke würde alle Funksignale schlucken.
    Wo wurden denn bei euch die Empfangseinheit und die Aktoren untergebracht?
    Ich stelle mir das so vor, dass auf jedem Stockwerk ein Schaltkasten installiert ist (ähnlich wie ein Sicherungskasten), in dem dann die Empfangseinheit und die Aktoren als Reiheneinbaugeräte installiert sind.
    Die einzelnen Schaltkästen in OG/EG und Keller sind dann per Kabel verbunden. Im Keller könnte man das ganze dann an einen Server anschließen, um bspw eine Visualisierung im Netzwerk bereitzustellen oder auch von außen zugreifen zu können.

    Soweit zumindest meine Vorstellung. Aber wie setzt Weberhaus das um?

    Vielen Dank schon mal vorab für eure Antwort :-))

    Grüße
    Michael

    • Hallo Michael,
      das ist echt mal eine gute Frage.
      Die einzelnen Aktoren im Schaltkasten erhalten bei der Installation immer auch ein Antennenmodul, an das eine mehr oder weniger „starke“ Antenne angebracht wird.
      Bei uns ist der dreiflügelige Schaltkasten im Technikraum untergebracht. Da diese an einer Hausseite ist, hat WeberHaus die Antenne bei uns ziemlich zentral in der Decke / Wand unseres Hauses verbaut. Wo genau wollte uns keiner verraten, jedoch führt ein langes Antennenkabel aus dem Schaltkasten in eins der Leerrohre in der Decke.
      Bei Euch könnte es also ähnlich laufen: man setzt alle Aktoren in den Schaltschrank in den Keller und platziert eine Antenne (such‘ bei Google mal nach Eltako FA200 oder FA250. Das Antennenmodul nennt sich FAM14 und ist ebenfalls von Eltako.).

      Oder man setzt halt, wie Du es sagst, in jede Etage einen eigenen, kleinen Schaltschrank mit den Aktoren für die Etage. Ich würde jedoch darauf tippen, dass WeberHaus standardmäßig die erste Variante macht.
      Denn neben den Antennen gibt’s auch noch Repeater, die entsprechende EnOcean-Nachrichten empfangen und verstärkt weiterleiten. Das wäre dann ja auch noch eine Möglichkeit: die Antenne kommt in den Bereich zwischen Keller und EG und ins OG kommt ein EnOcean Repeater.

      Wir haben die Elektrik in unserer Garage selbst „gepimpt“ und dort eine dezentrale Enocean-Komponente eingebaut. Trotzdem sollten z.B. die Lampen an der Garage mit angehen, wenn man die Außenbeleuchtung einschaltet oder wenn jemand in den Bereich des Bewegungsmelders läuft. Das hat alles geklappt… die Funkreichweite bei EnOcean ist nicht unerheblich.

      Viele Grüße,
      Jochen

  10. Danke Jochen für Deine ausführliche Antwort 🙂 das hat mir schon etwas weitergeholfen.
    Inzwischen habe ich auch von anderen Häuslebauern gehört, dass dort im Keller alles im Sicherungskasten untergebracht ist mit dezentraler Antenne im EG.
    Obwohl unser Weberhaus-Vertriebler bisher der Meinung ist, dass der Schaltkasten mit den Aktoren komplett im EG verbaut wird.
    Na ja, wir sind gespannt. Bei der Bemusterumg werd ich mich jedenfalls noch mal ausführlich mit dem Thema beschäftigen 🙂

  11. Hallo Jochen,
    eine wirklich interessante Seite habt Ihr hier zusammen gestellt. Aller Respekt das Ihr Euch neben dem Bauen noch diese Mühe gemacht habt und auch im Nachhinein zukünftige Bauherren noch mit Euren Erfahrungen unterstützt.

    Wir sind gerade mitten in der Planung mit WeberHaus und werden nach aktuellem Stand auch auf die Wohnfühl-Wärmetechnik setzen sowie eine Heimvernetzung installieren, voraussichtlich WeberLogic.

    Hattet Ihr jemals Probleme mit enOcean bzw. den Funkmodulen oder läuft alles stets störungsfrei und stabil? Im Bekanntenkreis höre ich diesbezüglich sehr unterschiedliche Meinungen.

    Des weiteren hätte ich eine Frage zu oben genanntem Stromverbrauch der Heizung. Verstehe ich es richtig das dies der Stromverbrauch ist der nicht durch Eure Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher gedeckt wurde? Das heißt der tatsächliche Stromverbrauch der Heiztechnik (Proxon + Badheizung) war deutlich höher, oder?

    Gerne würde ich mit dir auch noch in einen persönlichen Erfahrungstausch treten.

    Viele Grüße,
    Tobias

    • Hallo Tobias,
      danke für das Lob 🙂
      Mit EnOcean hatten wir bislang keine Probleme. In ganz seltenen Fällen kam es vor, dass man am Schalter ein zweites Mal drücken musste, bis z.B. die Jalousie hoch- oder runter fuhr.
      Nachdem wir unsere ersten Gehversuche mit der Hausautomatisierung FHEM (Bericht folgt) durchgeführt hatten, konnten wir auch feststellen woher das kommen könnte: die Signalstärke war gelegentlich zu gering.
      Frag uns nicht woher das kommt, aber Enocean spricht ja davon, dass ihr Signal auf dem Freifeld 300m und in Gebäuden bis zu 30m weit reicht.
      30m in Gebäuden halte ich aber für unrealistisch! Je nachdem wie es bei Euch aussieht bzw. aussehen soll, sind 15m schon grenzwertig. Denn selbst wenn so ein WeberHaus größtenteils aus Holz besteht, gibt es ordentliche Dämpfung.
      Bei uns sitzen die Aktoren z.B. alle in einem klassischen Schaltschrank. Das Antennenmodul ist mit einer langen „Wurfantenne“ ausgestattet, die bei uns irgendwo in die Zwischendecke gelegt wurde.
      Wir wollen jetzt noch einen Aktor im Vorgarten „vergraben“, der die Spots in der Zufahrt steuert. Ich fürchte, dass wir hierfür noch einen Enocean-Repeater benötigen, sonst könnte das Signal gar nicht ankommen.

      Die Proxon hängt nicht am Batteriespeicher. Das hat mehrere Gründe: zum einen lohnt sich das kaum, da der Batteriespeicher dann, wenn man die Heizung braucht, zumeist eh nie besonders voll ist. Außerdem würde die Proxon den Speicher in einer recht kurzen Zeit leer saugen. Und der wichtigste Grund: unsere Stadtwerke haben für den Stromverbrauch der Wärmepumpen (Proxon und Warmwasseraufbereitung) einen eigenen Tarif. Dort sind die Kosten pro kWh so gering, dass es für uns günstiger ist den Stromspeicher nur für den normalen Stromverbrauch zu verwenden anstatt den Batteriespeicher z.B. bis 0 Uhr leer zu saugen und bis zum Sonnenaufgang den Strom für den normalen Verbrauch zuzukaufen.
      Das ist eigentlich der ganze Grund dahiner…

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