Fleißig gießen…

Wow! Was für eine Arbeit! Dieses ständige gießen! 😯
NEIN! Wir reden nicht vom Garten!!! Schön wär’s 😉 Es geht um die Bodenplatte! Diese wurde bei strahlendem Sonnenschein und geschätzten 26 – 28 °C gegossen! Was das mit gießen zu tun hat? Lest selbst…

Pünktlich zum geplanten Ende der Arbeiten stand der Termin für das Gießen der Bodenplatte vor der Türe. Die ganze Woche herrschte super Wetter; d.h. Sonnenschein und Temperaturen im Bereich um 25°C. Die Bauarbeiter freute es, uns bereitete es hinsichtlich der Bodenplatte einige Sorgen. Zu oft hatten wir gelesen, dass die Sonne der natürliche Feind der Bodenplatte ist. Aber aussuchen kann man sich das Wetter dann halt doch nicht. Und so kam es, dass der Tag an dem die Bodenplatte gegossen wurde der heißeste Tag der Woche war. Na gut, besser als 14 Tage Dauerregen und im Matsch versunkene Baumaschinen.

Die Tage vorher schauten wir öfter an der Baustelle vorbei und konnten den Fortschritt gut beobachten.
Kurz nachdem das Fundament fertiggestellt war, wurden die Hausanschlüsse (Leerrohre & Co.) verlegt. Zusätzlich wurde die Verrohrung für die sogenannte Regenwasserentsorgung durchgeführt. Da wurden stolze 69m Rohr verlegt. Dabei ist dem Tiefbauer aufgefallen, dass wir (wie im Bodengutachten bereits erwähnt) einen relativ feuchten Boden haben und, etwas tiefer, wasserundurchlässige Schichten liegen. Also schlug er vor, dass wir rund um die Garage und an 2 von 4 Hausseiten zusätzliche Drainagen errichten sollten. Kostet natürlich extra 🙁
Aber was bleibt einem übrig, wenn man bedenkt, dass die Möglichkeit besteht, dass WeberHaus die Bodenplatte ohne Drainage nicht abnimmt oder – noch schlimmer – eine Außenwand Feuchtigkeit zieht? Also … kurz geschluckt und Auftrag erteilt.

Im nächsten Schritt wurde mit den Vorbereitungen für die Bodenplatte begonnen; d.h. der geringe Höhenunterschied zwischen Fundament und dem Innenbereich, also der zukünftigen Bodenplatte, wurde mit Feinsplit ausgeglichen.  Danach wurde die Verschalung errichtet und die 12cm dicke (!!!) Perimeterdämmung angebracht. Im nächsten Schritt wurde der Boden im Inneren des verschalten Bereichs gedämmt und das Drahtgeflecht mit den Stahlmatten errichtet. Das ging alles so fix! Wir hatten damit gerechnet, dass das länger dauert! Respekt!

Als wir am Freitag, dem Tag des geplanten Abschlusses der Arbeiten, ans Grundstück kamen, waren wir fast schon zu spät! Die Bodenplatte für’s Haus war quasi schon fertig. 8O Der Bauherr hatte gerade noch Zeit eine 1-Cent Münze in der Bodenplatte zu versenken…soll ja angeblich Glück und Geld bringen, sagt die Bauherrin.
Die Arbeiter waren gerade dabei die Ränder der Bodenplatte zu glätten. Letztendlich musste nur noch die Bodenplatte für die Garage errichtet werden.
Darauf mussten wir nicht lange warten. Gerade hatte der Bauherr die ersten Bilder der Bodenplatte geschossen, schon rückte der nächste Betonmischer an und entlud seine Ladung. Wir wurden den Eindruck nicht los, dass diese Arbeit so etwas wie das „Highlight der Woche“ für die Bauarbeiter war! Mit welcher Begeisterung die Männer durch den Beton liefen – herrlich! 😀
Nachdem genug Beton eingefüllt war, wurde die Bodenplatte mit einer Art Rüttelmaschine abgezogen. Danach wurden die Ränder ebenfalls geglättet.

Wenig später wurde das Equipment gereinigt und eingepackt. Kurze Zeit später läuteten die Bauarbeiter den Feierabend ein. Das lag wohl auch daran, dass wir uns dazu bereit erklärt hatten, das Wässern der Bodenplatte zu übernehmen. Im Nachhinein würden wir das nicht als Fehler bezeichnen, aber … hätten wir gewußt was da auf uns zukommt, hätten wir das wohl nicht so locker gesehen. Wie bereits erwähnt: es hatte um die 26 bis 28 °C!!!
Im nicht sehr weit entfernten Dortmund hat es wohl geregnet, aber so viel Glück hatten wir nicht! Und die Bodenplatte war durstig! SEHR DURSTIG!!!
Noch bevor die Bodenplatte für die Garage fertig war, hatten wir die ersten trockenen Stellen (und Mini-Risse) im Bereich der Küche! Also … Wasser marsch und immer fleißig gießen! Der Chef der Bautruppe meinte zwar, dass es genügen sollte alle 1-2 Stunden zu wässern, aber es schien so, als ob wir wieder von vorne anfangen durften, sobald wir gewässert hatten.

Aus unserer Sicht machte es keinen Sinn nach Hause zu fahren. Also bleib der Bauherr da und flutete die Platte und die Bauherrin sprang ins Auto und organisierte „Bauarbeiterkleidung“, eine Decke, Kissen und ein paar Getränke. Später am Abend liesen wir uns vom örtlichen Pizzalieferanten eine Pizza ans Grundstück liefern. Hahahah … das war witzig. Bei der telefonischen Bestellung wollte er die Hausnummer wissen. 😀
Jau, haben wir, aber … bringt Dir nix! Da steht noch kein Haus, aber hey… da sitzen 2 verrückte Bauherren und „gießen“ ihre Bodenplatte.
Obwohl es mehr Arbeit war, als erwartet, haben wir einen schönen Nachmittag und Abend bei strahlendem Sonnenschein auf unserem Grundstück verbracht. Mit viel Spaß und immer einer Abkühlung parat ;). Spaß vorallem weil sowohl an der benachbarten Grundschule als auch beim Kindergarten die Abschiedsfeiern der 4. Klässler, bzw. der baldigen Schulkinder stattgefunden haben. So haben wir das eine oder andere Mal Besuch von Neugierigen bekommen und sind auch nicht müsig geworden immer und immer wieder zu erklären, was wir denn hier machen. So lernt man dann gleich die Dorfgemeinschaft kennen ;).
Samstag und Sonntag mussten wir ebenfalls fleißig weiter gießen. Am Samstag nur noch alle 3-4 Stunden und am Sonntag nur noch 3 Mal am Tag, aber immerhin … ganz schön krass. Es fehlte nicht mehr viel und das Auto hätte den Weg alleine gefunden 😉

Direkt am Montag wurde die Verschalung entfernt und der Bautrupp zog weiter zur nächsten Baustelle. Der von vielen angekündigte „Bodenplattenschock“ ist bei uns allerdings ausgeblieben. Vielleicht weil wir im Baugebiet schon kleinere Bodenplatten gesehen haben und dann erstaunt waren, dass da doch ein Haus drauf paßt ;). Oder es täuscht optisch wegen dem Erker…warum auch immer, wir finden unsere Bodenplatte nicht zu klein :).

So, jetzt gibt’s noch ein „paar“ Fotos:

Wir resümieren: Bodenplatte fertig gestellt!
Neuer Status:warten auf WeberHaus!!!

4 Gedanken zu „Fleißig gießen…

  1. na da hattet ihr ja ein schönen Abend.
    Könnt ihr mir sagen wofür die Kästen in der Bewerung sind? Auf gem Bild sieht das so aus, als ob die mit Kies gefüllt sind.

    Und wie ist so ein Abendessen im eigenen Garten? Toll oder?

    • Ja, war ein toller Abend. Eine Frau, ein Grundstück, eine Bodenplatte, fließend Wasser, kalte Getränke und eine leckere Pizza. Was will ein Mann mehr?

      Die mit Split gefüllten Kästen wurden zusammen mit der Verschalung wieder entfernt. „Darin“ befinden sich die Anschlüsse zum Schmutzwasserkanal. Also die Anschlüsse, die nicht bündig mit der Bodenplatte abschließen, sondern leicht unterhalb lieben. Warum ist uns auch nicht ganz klar, aber es wird schon irgend einen Sinn haben 😉

      Ehrlich gesagt waren wir zum Abendessen gar nicht im eigenen Garten sondern im Garten der noch nicht existierenden Nachbarn 😉 Von dort hatten wir den besten Überblick. Außerdem war dort auch noch Wiese vorhanden. In unserem „Garten“ gibt’s nur Kies, Split, einen riesen Erdhaufen und Disteln. Aber das war schon ganz nett, wenn auch sehr puristisch 😉

    • Wässern ist, glaube ich, der korrekte Ausdruck dafür. Aber … an dem Tag bzw. an den Tagen war es derart heiß und die Bodenplatte hat das Wasser so schnell aufgenommen, dass wir uns fühlten, als würden wir den Garten gießen.

      Wir sind auch gespannt, ob das mit Deiner Bodenplatte und dem … „KELLER“ … (*ganz klein mach*) alles glatt geht.
      Wir drücken die Daumen!

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