Estrich darf trocknen…

Wie fange ich nur an? Hm … okay:
die gute Nachricht: der Estrich ist seit über einer Woche „drin“ und trocknet vor sich hin.

Vor ca. 2 Wochen klingelte das Handy und ein netter, bislang unbekannter WeberHaus Mitarbeiter stellte sich als Disponent vor. Nach etwas Smalltalk wurde mir mitgeteilt, dass wir in 1-2 Tagen einen Ablaufplan erhalten sollten. DAS sind doch mal gute Nachrichten!
Der freudige Blick in jenen Plan offenbarte, dass der Termin für den Estrich kurz bevor stand, nämlich in KW40.
Nachdem Montag, Dienstag und auch am Mittwoch der entsprechenden Woche nichts geschah und der 3. Oktober bekanntlich ein Feiertag war, gingen wir eigentlich davon aus, dass in KW40 nichts mehr passieren würde.
Als die Bauherrin am Freitag auf dem Weg zur Arbeit zufällig an der Baustelle vorbeikam, stand dort ein Transporter neben einem Berg Sand und 2 Paletten Calciumsulfat. Glücklicherweise hatte der Bauherr (also ich) Spätdienst und konnte deshalb schnell unter die Dusche und dann ins Auto springen um am Haus vorbei zu fahren. Dort angekommen wurde ich  schon „begeistert“ vom Vorarbeiter empfangen, der mir klar machen wollte … moment … bringen wir’s auf den Punkt: „nix Standrohr – nix Estrich!“
Die Versuche zu erklären, dass wir von der gegenüberliegenden Schule Wasser beziehen dürfen und das mit dem Direktor geklärt wäre, war vergebens. An einem Brückentag an eine schriftliche Genehmigung oder der persönlich ausgesprochenen Einwilligung im Beisein der Handwerker zu kommen, könnte …naja Ihr wißt schon … schwer sein.
Unser Bauleiter konnte krankheitsbedingt telefonisch nicht erreicht werden. Und das Werk war brückentagsbedingt ebenfalls nicht besetzt 😯
Am Ende musste ich einsehen, dass es keinen anderen Weg gibt an den Estrich zu kommen, als die nächsten 2 Stunden damit zu verbringen beim Wasserversorger ein Standrohr zu organisieren. Dazwischen ging’s schnell noch zur Bank um die nötigen 1000 € Barkaution zu organisieren…die hatte ich unerklärlicher Weise nämlich nicht mal eben so bei mir.
Am Ende … ach ja … wartete „nur“ noch der Spätdienst. :-(, aber was tut man nicht alles, damit es vorwärts geht.

Am Samstag konnten wir es uns dann natürlich nicht verkneifen und haben unserem Haus einen Besuch abgestattet. Und siehe da… entgegen der Aussagen vor Ort wurde am Freitag offenbar doch noch Estrich eingebracht. Zwar „nur“ im OG, aber immerhin.
Während dieser Visite fiel uns bei der vorsichtigen Begehung der Styroporplatten im EG eines auf: irgendwas fehlte im Technikraum. Nur ein Detail, aber offenbar war es nicht mehr zu sehen: das Leerrohr zur Garage! Oh… das hatten die Estrich-Jungs wohl übersehen und haben das Loch mit Folie, Ausgleichsschüttung und 2 Lagen Styropor abgedeckt. Hm … und nun? Einfach warten und darauf hoffen, dass man den Estrich an dieser Stelle problemlos wieder aufstemmen kann? Oder einen kleinen Hinweis für die Handwerker hinterlassen? Oder das Thema selbst in die Hand nehmen? ❓
Wir haben uns für Letzteres entschieden und haben die Leerrohre am Sonntag selbst verlegt; d.h. Styroporplatten raus aus dem Technikraum, Ausgleichsschüttung weg gekehrt und dann das 100er Leerrohr vom Deckel befreit. Naja, so war zumindest der Plan. Die Umsetzung war etwas umständlicher. Und das alles bei subtropischen Temperaturen im Haus. Der Decke,l des bei den Arbeiten an der Bodenplatte verlegten Rohrs, saß komplett fest. Da war nix zu machen. Also wurde der Plan der Bauherrin umgesetzt: 35er Bohreraufsatz auf den Akkuschrauber gesteckt und mal eben zwei Löcher in den Deckel gebohrt. Dann zwei 35er Leerrohre durchgesteckt und so befestigt, dass sie den Handwerkern nicht im Weg waren.
Nach sehr kurzer Überlegung hatten wir uns dazu entschlossen die fachmännische Verlegung der zuschneidebedürftigen Styroporplatten den Experten zu überlassen.

Am folgenden Montag wurden die Restarbeiten durchgeführt; d.h. auch im EG gab es nun frischen Estrich.

Am vergangenen Wochenende wollten wir nicht länger warten und haben den Anhydridestrich betreten, um zu lüften. Die Luft im Haus war nämlich alles andere als gut und die Fenster waren schon beschlagen. Allerdings hatte es auch etwas Gutes: man konnte sehen, welches der Fenster das kälteste war. Hier hat eindeutig das Lichtband neben der Haustüre gewonnen. Das war von oben bis unten komplett naß.

Was gibt’s noch zum Estrich zu sagen? Er sieht gut aus. Entgegen des ersten Eindrucks waren die Handwerker offenbar doch vom Fach und wußten was sie da taten. Jedenfalls ist der Estrich mit Ausnahme einiger weniger Stellen sehr eben und gleichmäßig und weist nur wenige „Grübchen“ oder kleine Löcher auf. Risse haben wir bislang keine gesehen. Bislang bereitet uns nur der immernoch sehr feuchte Technikraum Sorgen, da dieser im Unterschied zu allen anderen Räumen kaum abgetrocknet ist. Nach Betreten des Technikraums hat man hinterher immer Sand unter den Schuhen. 😐
Zudem sind wir gespannt wie WeberHaus die Abdichtung in den Bädern durchführt. Anhydritestrich hat neben vieler Vorteile auch einen Nachteil: er ist nicht wasserbeständig! D.h. im Nassraum muss der Boden zusätzlich versiegelt werden.

Seit dem Wochenende hieß es „regelmäßig lüften“ , auch wenn uns das von offizieller Seite niemand gesagt hat. Aber beim Anblick der Fenster kann man gar nicht anders, als diese abzutrocknen und ordentlich zu lüften!
Der Vorteil: man hat bei jedem „Besuch“ Zeit sich die Dinge etwas genauer anzusehen. Dabei sind uns ein paar Sachen ins Auge gesprungen: die Badewanne sitzt schon sehr tief bzw. wirkt sehr niedrig, da diese auf der Rohbauhöhe steht und der Estrich außenrum 12cm höher ist . Aber das scheint bei Neubauten mittlerweile irgendwie „normal“ zu sein. Im Bad im EG ist die Duschtasse von Viega und nicht von Duravit. Geplant war eine 80cm x 80cm Dusche von Duravit. Jetzt steht dort eine rechteckige, aber nicht quadratische Duschtasse von Viega. Hm… kurz in die letzte Mehr-/Minderkostenrechnung geschaut… oh … das steht da ja wirklich drin. Wie konnte das denn passieren??? 😕
Die Größe müssen wir demnächst mal ausmessen. Das kommt uns irgendwie spanisch vor 🙁
Außerdem scheint der Wasseranschuss für die Armatur sowohl im EG als auch im OG nicht mittig zu sitzen. 🙁
Alles in Allem ist das für uns ein Punkt, wo wir uns fragen, wieso man eigentlich eine Bemusterung macht, alles durchspricht und dann in der Mehr-/Minderkostenrechnung wieder was Anderes steht. Das Problem ist leider, dass man nicht nur eine Version bekommt, sondern viele verschiedene und man da anscheinend immer jeden einzelnen Punkt haarklein überprüfen muß und nicht nur die angesprochenen Änderung.

So, Ende der grauen Theorie! Jetzt folgen noch ein paar bunte Impressionen:

Ein Gedanke zu „Estrich darf trocknen…

  1. Hallo ihr Zwei!
    Also schön sieht es aus bei euch.
    BIn wirklich schon auf das Ergebnis gespannt.
    Gerne ein paar Kommentare zu eurem Eintrag.
    Bei uns wurde sowohl der Boden, als auch der bereich von Badewanne, Dusche und Waschbecken zusätzlich mit einem speziellen Fließ und einer Dichtmasse versehen. Das war so ein rotbrauenes Zeug, dass der Fliesenleger aufgebracht hat.
    Mit der Dusche muss man sagen, dass ist echt doof, hoffe ihr findet hier ne Lösung.
    Bei uns ist die Badewanne auch tiefer eingesetzt, wird finden es super, da man deutlich einfacher rein kommt 😉 Wir denken an das Alter da wird das noch nen Segen;-)
    Also weiterhin noch viel Erfolg!!!

    P.S. Habt ihr meine Email mit den Kosten bekommen für den Baustromkosten und wenn ja hat es euch geholfen

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